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* Jodelst, (Ioh. Ferdinand) erster Präsident im Parle-ment zu Besancvn, zu Gray in der kransire - Loims gebohren,starb in dem 82. jähre seines alters. Er hat alle civil - bedie-nungen durchloffen , bis er endlich zu seiner höchsten ehren - stel-le gekommen, und seine aufrichtigkeit, gerechtigkeit und grossewiffenschafft sind überhaupt gerühmet worden. Unter ihm istdieses Parlement seines fleisses und seiner unparteyischen recht-haltung wegen sehr berühmt worden , wozu sein eifer für dieHandhabung der gesetze und einer richtigen ordnunq vieles beyge-tragen. Dieses brachte ihm auch des Königs Ludovici XIV.und seiner Minister Hochachtung zuwege, weiche ihr vertrauenzu ihm vielfältig bewiesen. Er starb ohne Ander, und hinter-ließ den meisten theil seines guthes dem Hospital zu Besangon,woraus dasselbe hernach prächtig gebauet, und in richtige ord-nung gebracht worden, so baß es sich nun unter allen Hospitä-lern von Franckreich hervor thut. Er hat verschiedene nefenhinterlassen; der eine, seines bruders söhn, heisset ClaudiusAntonius Jobelot, Herr zu Montureux, und Präsident ä Kar-tier in dem nervlichen Parlement zu Besang»». Zwey andere,von seiner schwester her, sind, 1.) Johann Franciscus Ban-lard, Herr zu Angirey, und Rath bey einem der LonLils kou-versins in der krsneke - Lomte, und 2.) Johann Baptist«Baulard, Baron äs Rigny.
Jocasta, Creontis, des Königs von Theben tochter, und Lajieheweid. Sie war des Oedipi Mutter, welcher sie hernach unwis-sentlich heurathete, und mit ihr Polynicen und Etheoclem zeug-te. Als sich aber selbige in einer wegen der succeßion gehaltenenschlacht einander selbst aufgerieben hatten, machte dieses ihrerMutter Jocasta ein solch hertzeleyd, daß sie sich selbst entleibete.ä'r-r/. Tbebaiä. Oeäix. Oioäorrcr.
* Joch r (Ioh. Georgius) ein Lutherischer Tkeologus, wur-de an. 1677. den 27. dec. zu Rotenburg an der Tauber geboh-ren , und da er kaum fünf jähr alt war, den öffentlichen Leh-rern des Lxmnalii zu unterrichten anvertrauet. Als er nun die-selbe 12. jähr mit unausgesetztem fleisse gehöret, verfügte er sichan. iüy?. nach Jena , da er denn nicht nur in der Theologie,und andern dazu erforderlichen wissenschafften sich sehr übte,sondern auch zugleich in den Rechten eine ziemliche erkänntnissich zuwege brachte. Hierauf ward er an. 1697. Magister, an.1704. LchurrÄns der philosophischen Facultät, an. 1705. aber(Xnäiäatu8, und an. 1709. Doctor Theologie. Ob er nungleich Hoffnung hatte, mit der zeit eine theologische kroksllioiraufdasiger Academie zu erhalten; so folgte er doch an. 1709.dem beruf zu der würde eines Superintendenten und vireckorisL^mnasti nach Dortmund, gerleth aber auch allda sogleich an.1710. mit einigen Predigern, welche ihn des kmlmlialM, kie-tismi und luäisterentistni beschuldiget, in zwistigkeit, wobey zubeyden selten mit vieler Heftigkeit gestritten worden. Hiernächstgerleth er mit den Predigern zu Unna in verbrieslichkeiten, dieihm schuld gaben, daß er in das Marckische Ministerium An-griff gethan, und deswegen zu Berlin bey ihrem Könige be-schwerde führten; dagegen er sich zwar in einer schrift verthei-digte , die aber auch der Rath in Dortmund sogleich confiscirenließ. Nicht weniger zog er sich dadurch einen neuen Verdruß aufden hals, daß er sich dem.Rath wegen difpensation in einer ehe-sache mit der verstorbenen -stauen schwester sehr nachdrücklichwidersetzte, wovon- in den Thvmasischen gedancken über aller-hand juristische Händel ein deswegen ausgefertigtes KsstemLumanzutreffen. Nach diesem ward er an. 1722. nach Erfurt zumPastors an der Kaufmanns r kirche, krokstlore IlreoloZi:« , undVorsteher des Lvmnqsti, wie auch zum 8smore Ministern be-ruffen ; sein schicksal aber war auch hier mit dem vorigen fasteinerley. Denn er gerleth nicht nur wegen des von ihm zumdruck beförderten gesprächs von privat - erbammgen mit einigengliedern des Ministem in allerhand mißhelligkeiten, sondernzerfiel auch selber mit dem Stadt - Rath Evangelischen theils,über dessen ässrem er an dem Hofe zu Mayntz klage führte,aber nichts ausrichten konnte. Endlich kam er an. 1726. nachWittenberg, und wurde daselbst Probst und krotsstor Ttieolo-xike oräinarius, lebte aber auch allda besonders mit Wernsdorf-sio, als mit seinem collegen , nicht allzufriedlich , und starbden i. octvber an. 17;:. Er hat unter andern Johann Sturmiilab. äs binguL Pst. relolvsnäD Kations; ingleichen Onuphr.Panvinii TmÄ. äs Kim tepslisnäi Mormv8 mit seiner vorredewiederum auflegen lassen; und verschiedene andere gelehrte,wiewol meist nur kleine schriften, als: cle lJnoclo Tremonien-
ii; cle katribll8 primitive Ksclellse L lpeciatim Ignatio nontäventibu8 msrito bonorum operum; cle 8pirim Mtico; cle
ksenitentia Kegenirorum <Lc. nebst verschiedenen academischendisputationen an den tag gegeben. Neue Zeitungen von ge-lehrten fachen ,1732. Lrkoräia litterata, ?. hl.
secst. II.
* Iochanan, (Adrian) ein Jude von Embden aus Ost-Frießland gebürtig, ward an. 1607. zu Franckfurt am Mayngetauft, und gab hernach eine schrift unter folgendem titul her-aus : Send - und Warnungs - brief an alle hartnäckige undhalsstarrige Jüden, darin» etliche gotteslästerungen in ihrem
oder täglichen gebät - büchlein des gantzen jahrs begriffen,und widerleget werden, Wittenberg 1609. in 4. pp- 32.
«E, cbrori.KrMcos.il. y. )ucl. pervers»
L converso, p. 8- ^,ä. oonv. x. 172. l^stsir bidl.
Isebr. tom. I. st- 470. tom. IHI. x. ;;r.
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Jocundus oder Iucundus, ( Johannes ) ... ..
ner von Verona gebürtig. Er lebte zu ansang des l lunter des Papsts Leonis X. und des Kaysers hu» Agierung, und war zugleich ein Tbeolo§u8, kbuJ HM?shilologu8. Auf einer reise nach Rom erkundigteder dasigen antiquitäten in der Architectur, vlwvund inscriptionen, wovon er auch ein buch verfem»ches Laurentio von Medicis dedicirte. Desgleicye't>ss^auch anmerckungen über den Julium Cäsarem/gWEiSste, welcher die brücke, so dieser Kayser über dengen lassen, in kupfer brachte. Als er sich an.
aufhielt, gab er das bau - Wesen der sogenannten m ^ z
brücke, wie auch der andern Seine-brücke, Mbrücke heisset, daselbst an. Budäus bekennet < ^ ^
sein lehrmeister in der Bau - kunst gewesen, und , gli>sHVitruvti bücher gelesen habe, über welchen ^ a ^
auch über Frontinum, er Lommentario8 gefchs^,, »jel^gestehet Julius Cäsar «scaliger, daß er von mmsprachen gelernet habe, da sie sich beyde am Host ,'
>l--
miliani I. aufhielten. Kars, Kuom. illustr. Dow . .citat. 114. , in luiscellsn. c. 17. li«»
Jodar, ein ort und Marggrafschafft im Abrichtet 1',lusicn, unfern Jaen, welche König Philippus t"-
* Jode, (Cornelius von) oder äs ' ve». *1', ^Lc>stnc>graplni8 von Antwerpen, welcher an. 1°
ber in seinem 32. jähre zu Mons im Hennegan » .xjWer auf der reise aus Spanien nach Holland M ^Er hat Introäucstinnem Leograpstisam in '
ststss, stkrisR L Lmerisse, a ks svulZatss, 9 ,
^ bibI.Lelg. .
* Jode, ( Gerhardus von) oder äsmatisun, gebürtig von Nimwegen, diente l» '(. stock,ne zeitlang dem Kayser Carolo V. im kriege, u>" ^werpen an. 1591. den 5. febr. über 8«. fahr n».
stcurcini stlist. Vsteri8 L Xovi Testamenti ;stguris Lnsi8 ; 8pecnlum Oriiis Terrarum.'
Lrsatursrum heraus gegeben. bibstot - ^
trr,, , Mken. öelg. ^ LalEH
Jodelle, (Stephanus) ein FranzösischerPoete, war von Paris aus einem adelichm ge w' A BHerr von Lymodin genannt. Er stund mit um?-»d ^ sz,Gesellschaffk, welche von dem Ronsard gA^iben, ^nennet wurde. Es wollen ihm einige zusth^, ^erste gewesen, welcher die Französischen verstx sylbteinischen mit bcobachtnng der länge oder tE j,,jscherichtet, so daß man selbige eben wie die » sage',-.//)
mögen; wiewol andere solches von deni BM'' H Baber ist gewiß, daß er tragödien und comodift .,il/a
art in Französischer spräche zuschreiben angMHe^^
sonst zu der Licht - kunst ungemein geschickt, um ,,glaublicher geschwindigkcit verse zu schreiben , yEseinen besten comödien und tragödien nicht umarbeitet. Im übrigen ist auch die menge der ^schrieben, fast unzehlich; Massen er uUel" "s yes^ ,,s-Ädes Julii Casaris, welcher mit hindansetzunfl ^
der Römische Rath ergehen lassen , mit ss!," son»ck',H^,,über den fluß Rubicon geseyet, aufdiefertiget haben. Er war dabey ein guter Ad" M' A iltßder Bau - kunst, Mahlerey und andern mm' ^fahren , verstund auch die kriegs - exercktum V.,.im julio an. i;7;. im 41. jähre seines alter»/ ^
tobe wurden einige seiner Poesien zusammen
E, bibl. kräng. La c>o,A,
tom. I. p. i;7. , fuMmen8 tom. H ^ ^ ?
änti - Laillst , tom. II. p. 27.
Jodocus, Marggrafin Mähren, würd» IAsÄFde an. 141«. zum Römischen Kayserdie scribenten, daß nichts besonders von ^u^"sen als sein grosser bart. Er starb nach 5- rnw ^ A
lung , und soll gar nicht gecrönet worden tey^^Fedin allen andern, also auch in dieser ^^^idelm g>i.'Aslangsam erwiesen. Er wird auch von vielen 1unter die Kayser gezehlet. Mutius aber ietz"^„,igund will, daß er gleich nach Wenceslatsey erwehlet worden. , ckrom
, arm. koj. lib. VII.
arm. 8uev. L. III. üb. VI. s. 9. «raNl-
Jodocus, ein bekannter Heiliger aus Iud^HKönigs Juthael aus Bretagne söhn ^! vattee, „a ck Pi.der. Dieser sein bruder folgte,zwar dem ^, gM' Krung; doch , weil er derselben uderdruMkloster St. Meen von Gael, welches er geiließ also die regierung diesem seluen- dru^^^eben so wenig belieben darzu, M'ng he M
und begab sich in die St. Peters - stad N^^ Pre^^
allwo ihn der Hertzog Haymon zu semch' , »nd ^iitZ ?te. Er retirirte sich hierauf in e-ne wüstedarfstbät - Haus nebst einer einsiedlerey. Emlg '^.yckenach Rom, kam von dar nach Parts, »n ^k- ^nem geringen Hospitale ein, wo hem U' , duist. Bey seiner rückkunft legte er tue reu«