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dacht begeben hatte. Von seinen Andern stehe den geschlechts-art.Anhalt. Beckmanns Anhalt. Worte, l>. V. x. 94. le^^.
' Johannes II. Fürst zu Anhalt, war der älteste söhn Er-nesti, Fürsten zu Anhalt, und Elisabetha, gebohrner Hertzo-gin zu Münsterberg in Schießen, die ihn an. 1504. den 4. sept.zu Dessau gebohren. Nachdem er seinen vatter an. 1; 16. durchden tod eingebüsset, wurde er nebst seinen druder» unter deraufflcht seiner mutter, und unter der vormundschafft Alberti,Churfürsten zu Mayntz und Ertz-Blschosts zu Magdeburg,Joachims Churfürsten zu Brandenburg, und Georgii, Her-noqs zu Sachsen, erzogen. Er begab sich gar frühzeitig anden Brandendurqifthen Hof, und vermahlte sich an. i;zz.mit des Churfürsten Ioachimi tochter, Margaretha. Bey leb-zeiten seiner mutter war er der Catholischen religion eifrig zu-gethan, und verklagte so gar an. 19;«. die städte Zerdst undBernburg, daß sie es mit Luthers hielten, auf dem Reichs-tage zu Augspurg; bey feiner zurückkunft aber wurde er anderssinnes, nahm an. 1972. einen Lutheraner, lVI. Nlcolaum Haus-mann, zum Hof-Prediger an, und ließ an. i;;4. die Lutheri-sche lehre öffentlich einführen. An. 1440. wurde ihm von Ca-rolo V. aufgetragen, vor die beylegung der religions-streitigkeitensorge zu tragen, worauf er an. 1542. dem Reichs-tage zu Re-genspurq mit beywohnete. An. 1547. begab er sich zu dem Kay-str ins lager vor Wittenderg, und wurde von demselben gnä-dig aufgenommen, ohngeachtet er sich an. i;;6. in denSchmal-kaldischen bund begeben hatte. Endlich starb er an. i,zi. den4. febr. auf dem schlösse zu Zerbst, und fand in der Arche zuSt. Nicolai seine ruhestätte. Von seinen nachkommen siehe dengeschlechts-artickul Anhalt. Beckm. k. V. x. »70.
* Johannes III. Fürst zu Anhalt, war der einzige söhn Ru-dolphi, Fürsten zu Anhalt-Zerbst, den ihm seine andere ge-mahlin, Magdalena, Gräfin zu Oldenburg, an. 1621. den 24.mertz gebohren. Nach seines vatters tobe, so an. 1621. denio. aug. erfolgte, wurde er unter seiner mutter aufsicht in derLutherischen religion erzogen, welche sich nebst ihm, wegendes damaligen kriegs, einige jähre zu Wittenderg aufhielt,und ihn an. i6;z. mit nach Oldenburg nahm. Von dar kamer an. 1642. den7.nov. wieder in seiner restdentz Zerbst an,und nahm an. 164;. den 2z. und 24. mertz die Huldigung ein.An. 1644. führte er die Lutherische religion in der Pfarr-Ar-che zu St. Bartholomäi wieder ein, welches auch nachge-hends auf dem lande geschahe. An. 1647. traf er mit sei-nem vetter und gewesenen Vormunde, Augusto, einen vergleich,und an. 1692. legte er alle mit dem Rath zu Zerbst bis dahingehabte irrungen bey. An. i66z. wurde er von seiner mut-ter bruder, Antonio Günthers, Grafen zu Oldenburg, zum er-ben der Herrschafft Iever eingesetzet, welche er an. 1667. denLo. jun. in besitz nehmen ließ, und den folgenden 4. iul. daszeitliche gesegnete. Von seinen Andern siehe den geschlechts-ar-tickul Anhalt. Beckmann, k. V. x>. 409.410.
* Johannes Casimirus, Fürst zu Anhalt, war der ältestesöhn Iohannis Georgii I. Fürsten zu Anhalt von der Dessaui-schen linie, den ihm seine andere gemahlt», Dorothea, die ein-zige tochter Iohannis Casimiri, Pfaltzgrafen am Rhein , an.1996. den 7. dec. gebohren hatte. Er zog an. isog. mit sei-nem Hofmeister, Petro von Sebotendorf, nachGenfund brach-te es unter Wendelini anleitung so weit, daß er an. 1609. da-selbst die nachher» gedruckte rede von eines Fürsten Pflicht öf-fentlich halten wollte, welches aber wegen zugeflossener Unpäß-lichkeit unterblieb. Diese nöthigte ihn auch, seinen weg nachHause zu nehmen, da er denn an. 1612. als gedachter Wen-delinus zum R.eÄor des Oz'mrwlii in Zerbst bestellet wurde ,eine wohl-gesetztc Lateinische rede ablegte. Nach seines vattersan. 1618. erfolgtem tobe trat er die regierung an , und mustebey dem darauf entstandenen dreißigjährigen kriege viel Unge-mach erdulden. An. i6;o. ward ihm das Kayserliche edictwegen restituirung der geistlichen güther eingehändiget, worüberer sich mit den Churfürsten zu Sachsen und Brandenburgfleißig berathschlagte. An. 16; i. ließ er die Elb-brücke, wel-che die Kayserlichen in brand gestecket, vollends niederwerffen,und die dabey befindliche schantze der erde gleich machen, war-tete auch dem Könige Gnstavo Adolphs m Halle auf. An.i6z2. trat er seinem bruder, Georgio Ariberto, Radegast,Klentsch und Wörlitz ab. An. 1641. empfieng er den Ertz-Hertzog Leopoldum Wilhelmum, und an. 164z. den Pfaltzgra,sen Carolum Gustavum, nachmaligen König in Schweden, inseiner residentz Dessau, mit welchem letztem er auch an. 1648.bey Zerdst fpeisete. In diesem letztgedachten jähre übernahmer die vormundschafft über Wilhelmum Ludovicum zu Köthcn,und da er an. 1692. das Seniorat in seinem Hause erlanget,hatte er das Unglück, daß ihn ein wildes schweln auf der jagdfast tödtlich verwundete, ohngeachtet er in der jäger-kunst we-nig seines gleichen hatte. Von dieser zeit an konnte er sichnicht recht wieder erholen, und starb endlich an. 1660. den12. sept. Er war ein wohl-gebildeter und gelehrter Herr, ver-stund die Lateinische und Französische spräche aus dem grün-de , und führte in der fruchtbringenden Gesellfchafft den nah-men des durchdringenden. Von seinen Andern stehe dengeschlechts - artickul Anhalt. Beckmann, k. V. x. 2; z-240.
* IohannesMnestus, Fürst zu Anhalt, war der viertesohnIoachtim Ernesti, Fürsten zu Anhalt, von dessen ande.
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rer gemahlin, Geonora, Hcrtzogin zu WürttMbeGrrA1978. den I. may zur Welt gebracht hatte.
1978. den I. may zur Welt gebracht hatte,er mit seinem bruder Ludovico über Holland un !>nach Franckreich, und war an. 1997. mit zugegeiAmiens anHenricum IV. ergeben muste. A"- ' ",
er Italien, kam an. 1999. wiederum zu Dessau a>' ^ Fgab sich hierauf an. 1600. in die Niederlande,jul. unter Mauritio, Printzen von Oranien, in derM 'Nieuvort wider die Spanier mit grosser standhaw»
602. trat er als Oberster in Kayserliche r«» ^balf mit seinem regiment von zooo.
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und half mit
Stuhlweissenburg den Türcken aus den klauen re'sich auch am vct. in einem scharmützel ""E sM 7muste aber den 12. dec. zu Wien an einem hitzE WE «,ben. Sein leichnam ward von dar nach DE" Mis»»und den I). febr. an. l6c>z. in dem Fürstlichengesetzek. Leckmanu, k. V. p. 200.
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* Johannes Georgius I. Fürst zu Anhalt,söhn Ioachimi Ernesti, den ihm seine erste genM"Wolfgangi des ältern, Grafen zuBarbn, lochte^ ^den 9. may zu Hartzgerode gebohren. Er Mfugend in allerhand gelehrten wissenschafflenerlangte in den Ritterlichen leibes-übungen eme vdere fertigkeit. An. 1986. trat er fowol in seine"bruder nahmen die regierung an, und richtetecommunttät bey dem 0 >mnslio zu Zerbst auf. .-f.h, Ejähre schaffte er den kxorLilmum bey der iEs^96. führte er das drodtbrechen bey dem AbendtU^n^ °dern ceremvnien, nach der Pfältzischen Archen-0-.Dessau öffentlich ein. An. 160z. theilte er init stl"^und behielt den Dessauischen antheil. Um dttstmit Christiano II. Churfürsten zu Sachse»,«» sE,weil derselbe den Cantzler Laurentium Biederm""'^!"Oberst-Lieutenant, Henricum von Dunau, die von ^tsen-raubcr übler dinge beschuldiget worden, auM" ^wollte. An. 1609. brach er bey der jagd den.' Mche>i§,ckel, wohnte an. i 6 n. der grossen Chur-undfammlung zu Torgau bey, und starb an. 1618.nachdem er den 26. may vorher mit dem ChiE' .§„tz r /sen, Johanne Georgio I. auf dem rothen Hause L dc»derer Vertraulichkeit gelebet. Er stund nichtsehen Chur-und Fürsten, sondern auch bey aw'tentaten in grossein ansehen, und von feinen um",de er recht hertzlich geliebet. Von seinen -o--
geschlechts - artickul Anhalt. Beckmann, k-
Johannes Georgius II. war ein söhn I<AÄ,zu Dessau, gebohren den 7. nov. an. 1627-legten reisen begab er sich an. 1699. in Schwer"?^ (MMste, und defendirte in dem folgenden jähre drei UPommereüien wider die Polen, ward aber end» jhcc Ädieselbe zu übergeben. Wie hierauf diesen wider Dänemarck wendeten, half er die am Ki.
Jütland gelegene vestung Friedrichs-öde erobern-zl>>'
ward er Chur-Brandenburqischer General
und bald hernach Statthalter indcrMarckBch ^
i66g. bekam er nach seines vatters tobe öle E , x E"
fahr hernach die charge eines Chur-Brandenw'?^
ral-Feld-Marschalls. An. 1672. ward er--'L
ftrllcheu Hof geschickt, um einige «„zahl -ro"p" elEss^'
Brandenburg, welches stch mit Holland ^ K ye
anzuhalten. An. rügz. muste er abermals
Aen Hof gehen, da er dann unter währender.."
stadt Wten den geheimen Kriegs-LonstUrs "L hi!l"v>^
Er starb an. 169;. den 17. aug. zn Berlin,
Henrietta Catharina von Oranien, mit welche ^jutzvermahlt hatte, 9. Printzeßinnen, und emeu/ve" ^ Bdum, der in dem Reiche fowol als in Italienlanden seinen Heldenmuth sehen lassen. ^
Historie, k. V.
Graf °»n Si»--» -
"JohannesReinhard, GrafvonHaAden;i. jul. an. 1669. Sein vatter war Grm ^ /p,e Kk ,hard, von welchem in dem artickul Hau" ^
Grafen von) kan nachgesehen werden. oft.
Philipp Reinhard, sein älterer bruder, '"x dei"'^ohne erben mit tode abgegangen war, 'Es a".'der regierung nach. Er hatte stch den Ä,
Dorothea Ariderica, MarggrafIohann M^^,M^^dach tochter, verheurathet, und mit derselbe""may an. 1700. gebohrne, und den;.maliqen Landgrafen Ludovicum von M „„t rg
wählte tvchterCharlottam Christinam ervnfl"mertz an. 1798. ohne männliche erben zu
losch also mit ihm das uralte Graffich-Harm» EAai'M
dem zwischen dem Hause Hanau I
getroffenen eventual-succeßions-vergletchA n^^aE'ß e^ «
sen-Cassel besitz von der qantzen GraME
berg. Weil aber die Grafschafft Llchtenverfl
ber-lehn war, als siel selbige obgemeldtem ^ F»
dovico von Hessen-Darmstadt zu, we»l er ^