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Scheüenberg in Schwaben von den Grafen von Hvhenembs,und sonst noch viel mehr Herrschafften und güther im Reich,Böhmen, Ungarn, Mähren und Oesterreich an sich brachte,welche er allemal in guter öconomie zu erhalten, und selbi-ge auch noch zu verbessern getrachtet. Dabey war er ein gros-ser liebhaber von der Chymie, Mahlerey und allen künsten undwissenschafften, so curiös können genennet werden , daher ernicht allein die grösten künstler in Teutschland, sondern auchauswärtige mit seinen grossen kosten zu befördern gesucht,und ist nichts von Mahlereyen zu kostbar für ihn gewesen ,weswegen auch seine gallerie von Mahlereyen und raritätenzu Wien eine von den vortreflichsten von Europa ist. Überdieses hat er sehr viele und darunter etliche höchst kostbare ge-bäude aufgeführet, unter welche vornemlich gehören seinneues Haus in der stadt Wien hinter dem Landhause, welcheswegen seiner kostbaren structur, ausmeublirung und raren gal-kerien einem Königlichen pallast zu vergleichen. Wie auchsein garten in der Vorstadt zu Wien, dessen grosses Haus gleich-falls mit künstlichen Mahlereyen, sonderlich der grosse saal inki-elLo ausgezieret. Hinter demselben hat er eine gantze Vor-stadt, das Lichtenthal genannt, erbauet, und mit nützlichen ge-bäuden zur öconomie versehen. Nicht weniger hat er fast aufallen seinen Herrschafften entweder die alten schlösset in bessernstand gefetzt, und wohl ausmeubliret, oder gar neue aufgebauet,auch an zierlicher einrichtung der wirthschoffts-gebäude nichtsermangeln lassen; wozu er viele Millionen verwendet. Undist höchst zu verwundern, wo er bey dergleichen/o grossen aus-gaben und geführten vielen und kostbaren gebäuden, so vieleneue Herrschafften ankauffen, auch noch grosse baare mittethinterlassen können; welches aber alles von seiner guten öco-nomie und genauen aufsieht dependirte. Und war er insgemeinim Wien der reiche Fürst Hans Adam genennet. Bey allendiesen privat-verrichtungen aber hat er sich auch nicht entzo-gen, dem Kayferlichen Hofe zu dienen, wie er denn KayserlicherCämmerer, und an. 1687. zum geheimen Rath ernennet wor-den. An. 1694. bekam er den Ritter-orden des göldenen Vlies-fes, und wurde hernach um das ende der regierung KayfersLeopold! gebraucht, eine Kayserliche banco zu etabliren, und dasäirekkorium davon zu führen, desgleichen auch ein und andersim Cameral-wesen einzurichten. Der Kayfer Iosephus schickteihn nebst dem Oesterreichifchen Land-Marfchall Grafen vonTraun im sehr. an. 1708- als Bevollmächtigte auf dem Land-tag der Ungarischen Stände nach Preßburg, dieses Königreichwieder in ruhe zu setzen, welches er ihm durch verschiedene rei-fen nach Preßburg sehr hat lassen angelegen seyn, so endlichauch an. 1711. zum effect kommen; worauf er zu Wien, all-wo er sich ordentlich aufgehalten, an. 1712. den 16. jun. ge-storben, nachdem ihn tages vorhero der schlag betroffen hat-te, im;6. jähre feines alters. Mit feiner obgedachten ge-mahlin, so er als wittwe hinterlassen, hat er 7. kinder erzeuget:i.) Mariam Elisabeth, so gebohren den 9. may an. 168;. undden 21. apr. an. 170;. an ihren Vetter Maximtlianum Jaco-bum Mauritimm Fürsten von Lichtenstein Gundaccarifcher li-nk, vermählet, den 21. apr. an. 1709. aber in wittwen-standversetzet worden. Worauf sie sich den;. mart. an. 171;. Leo-pvldum, Hertzog zu Holstein Wicfenburgischcr link, zu ihremandern gemahl erwehlet. 2.) Carolus Iofephus, so den 1;. oct.an. 1684. die Welt erblickte, und den 16. sebr. an. ,704. selbi-ge wiederum verlassen muste. ;.) Maria Antonia, gebohrenden i;. apr. an. 1687. so den 24. ian. an. 1704. an MarcumAdamum Grafen Zobor, einen sehr begütherten Herrn in Un-garn , vermählet worden. 4.) Francifcus Dominicus, geboh-ren den r. sept. an. 1689. muste, als er von seinen reisen zurückkam, und nach Wien eilte, 4. stunden davon zu Wolckersdorffan kindes-blattern den 20. mart. an. 17". fein leben, und da-mit zugleich die Carolinifche männliche link des FürstlichLichtensteinischen Hauses beschließen. ;.) Gabriele ward geboh-ren an. 169;. und den i. dec. an. 1712. mit Josephs Johan-ne Adamo, Fürsten von Lichtenstein aus der Gundaccarischen' Unie, vermählet, starb aber zu Brünn den 6. oct. an. 171;.6.7 Theresia Anna Felicitas, wurde den 24. oct. an. 17c;. zuSchwartz-Kvstolitz mit dem Printz Emanuel von Savoyen,Grafen von Svissons, Rittern des göldenen Vliesses, Kayser-lichen General, vermählet. 7.) Und Dominica. Weil er nunseine männliche descendentz mit feinem söhne an. 1711. abge-storben gesehen; ihm aber vermöge der uralten Majorats-stsstungen und erb-vertinigungen, ausser dem alten Majorat,die freye difposition über die von seinen vorfahren herrühren-de Herrschafften, unter seinen agnaten, mit seinem selbst er-worbenen vermögen und angekauften güthern unter seinendefcendentcn nach eigenen belieben unumfchränckt gewesen; alssind nach innhalt derselben packen feinem nächsten ««verwand»ten Antonio Florians, Fürsten von Lichtenstein aus der Gnn-daccarischen link, die uralten Majorats-stiftungen, jedochnicht anders als wie zur zeit der frmdation gewesen, auf Jägern,dorff, Trvvvau, Mährisch Triebau,Eisenberg,Hochenstadt, Gol-denstem, Schildberg und Schönberg; ferner auf Feldspurg,Pronitz, Blumenau, Baumgarten, Eißgrube, samt der prä-tension auf Teichen, so bis Millionen auskragen soll, anheimgefallen. Alsdenn hat er aus freyer difposition des FürstenPbilippi Erasmi von Lichtenstein z. söhnen vermacht: demersten, Printz Josephs Wenceslao, die Herrschafften Vadutz lindSchellenberg samt einem capital in Schwaben vongülden, Buczowitz, Turau und was dem anhängig, das Haus
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in der Herren-gasse zu Wien, eines zu Brünn, alsde»»stüte und alle Pragerische Häuser. Dem andern, 0 ^.nuel, die Herrschafft Rostock, Posorzitz und Nowhwsu^hEbare neue Haus und den garten zu Wien, samt au»und der bibliotheck, wie auch dem grossen bram)al> ^der Vorstadt zum Lichtenthal genannt; dem drltkw , ram Antonio, die Herrschafft Landscrvn und L»n. ,,„P ° -
hanni Antonio, die Herrschafft ^
dorsfchafften Rostany, u. a. m. mit ihrem zuWo v»Haus in Brünn, wie auch die Ungarische Herrsw^idafür ausgelegte geld von 129009. gülden.die Herrschafft Lundenberg, wofern sie den ^ ri
sens zum Majorat ausbringen. Seinen tochtern ^^MU^schafft, und zwar den beyden ältesten, als der daw«ten Fürstin von Lichtenstein und der Gräsin vo' A AM«,
resiä, Kasteletz, Skworetz, Anzowez und Ezech.stn Dominica, Rothenhaus, Platten, Zedlitz, ^ '
Vraunmohlhütten. Über diß hat die Fürstliche w' ,ehe abstattuna an güthern, geld und inobilkn bew E,,die Königlichen Bohaimischen Pfand - HcrrschE xjeTatfchmuth und Königs-Hoffstnd ausgesetzt worden 'den zu bezahlen, und den Überrest in gleiche thclkAus welchem allen zur gnüge der gar unqemewe ^fts Fürsten abzunehmen ist. ^ yE,
* Johannes wilhelmusFriso, Fürst vonnien, Erd-Statthalter von West > Frkßland uU^war ein söhn Henrtci Casimiri, Fürsten von N« ? g,iaErb-Statthalters in West-Frießland, und AmaU^^n
ter Johannis Georg» II. Fürsten von Anhalt - AM Man. 1687. den 4. aug. zu Dessau gebohren.vatter im 9. jähre seines alters, ward aber um" ^ >>,!'
anfsicht ln sprachen und wissenfchaffcen , sonderU»^thematic und Ingenieur-kunst, zu welchen alle» ^und geschicklichkeit bezeigte, sorgfältig erzogen. Acher auf die Universität nach Franecker, von dar» ^
niger zeit nach Utrecht begab. An. 1702. verwv
..e besondere gcwoL
nrg Wilhelmum IU. welcher eine...
geworfen, sich auch noch in diesem jähre garthm dereinst die Statthalter-würde der vereinn! ^zu verschaffen. Er war durch ein von dieseman. 169;. verfertigtes lestament zum völligen m Mgüther des Hauses Nassau-Orankn eingefttztw^^it rweil ihm der König von Preussen Fridericuserreget, bey feinem leben niemals zum besitz,^ d»gen können. Im gedachten jähre '7°^ vejEchEdie Universität, und wohnte gleich daraufalters der ersten campagne als Volontak bey 'bey der belagerung von Hmy und Limdurg.. i >,
ten die provlntzcn West-Frießland und GronE barsch ^zum General von der infanterie machenandere provintzen lange zeit sperreten, envumligten, daß er zum letzten General von der ^
werden , solche würde aber eher nicht, als mtem 20. jähre führen, auch binnen solcher reu M'. ^von ziehen sollte: worauf er wieder zu seid" /rwi^'yo.Vschkdenen gelegcnheiten ungemeinen muw l7o°'af«'Fman in den folgenden feldzügen an. 17°^ ""gyist, >belagerung von Ostende und Menin beygA^ftldWl,^von ihm rühmet. An. 1707. ward er m 0»
Soignies würcklich zum General der insan»' . ernachdem er nunmehr sein 21. jähr erreichen' ,„ic ^Statthalterschafft in der provintz Frießlandan; aber von feiten der Ommeländische» Avs ,jch mseine gemalt eingeschränckt wissen, und E, ^
wollten, daß er in den Loile^üs p^.md SÄ M,/schwkrigkeiten, bey denen er viel verstand v' ^ 6^
zeigte, auch es endlich soweit brachte,instruction und Verzügen, die sein vatkr F
Halter erkannt ward. An. 1708. verlobtetzeßin Maria Louisa, einer tochter öesHessen-Cassel; worauf er sich zu deröclage"gab, und daselbst oft in lebens-gefahrgE^hen«andern dereinst der Cammer-dkner, der mdurch eine canonen-kugel getödtet ward.render belagerung von Ryssel, dem entMfolgends weiter der belagerung von Gent bck ^seine Vermählung zu Cassel vollzogen. D« ^ gcHil '
bey der belagerung von Tournay, erw^o ^ p,
bey Bleaugies, in welchem er abermalsbens-gefahr gewesen, einen ungemewe» M y A s
sodann die belagerung von Mons !
stadt zur übergäbe. An. 1710. half er^,§geru D>..Meinnehmen, commandirte abermals bte eker. FVenant, welchen ort er auch embekaM' Mwollte er sich zu einer mündlichen untA^E er gMvon Preussen Friderko I. über die Ocadem Haag begeben, und man Mnv"/ vormals gesuchet habe, sich des volcks neGU^,^t^ xckM ^nutze zu machen, und demselben ^ welck)^iri''Av /zu verhelfen. Allein als der Pr KAo sAv-L«,kam, am 4. iumt sich zu Moerdyck^u u pa s,«kommen, auf eine chalouppe, undregen nicht sicher genug achtete, ««>