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und deswegen entwichen waren, wieder einsetzen, denen er aufeinmal so viel gunst erwies, daß die übrigen Capitularen dar-über mit ihm sehr mißvergnügt wurden. Er fieng auch nun-mehro an seine neigung gegen die Cron Franckreich, zu wel-cher ihn die Französischen Gesandten, auch zum theil seine eigeneMinisters und vornemlich sein bruder,der Churfürst von Bayern,vermocht, immer mehr zu zeigen, ließ sich auch nach des Kö-nigs von Spanien Carole II. tobe wurcklich in tractaten mitdem Französischen Hofe ein, der ihm ansehnliche snbsidien be-willigte, und die Capitul zu Coln und Lüttich, mit denen derChurfürst über viele i» ihre gerechtsame gethane eingriffe in schwe-re streitigkeiten verfallen war, zur raison zu bringen versprach.Hierauf warb er ohne des Dom - Capituls zu Cöln wissen an.1701. mit Französischem gelbe 6000. mann an, und als ihmdie Land-Stände unter dem vorwande, daß er ihren Privilegienzuwider gehandelt, kein geld geben wollten, ließ er alle die,so sich ihm widersetzten, öffentlich vor rebelten erklären, undungeachtet aller vom Kayser, Engeüand und Holland gesche-henen Vorstellungen 16000. mann Französischer trouppen, unterdem nahmen Burgundischer kreis. völcker in die Cölnische ve-stungen, ingleichen in das Stift Lüttich einrücken , und denLüttichischen Dom-Dechant von Meon, nebst andern-, so ihmzuwider gewesen, gefangen wegführen. Weil nun des Kay-serlichen Hofs befehle, diese völcker wieder abziehen zu lassen,von keinem Nachdruck waren, so ergiengen nicht allein vondemselben an. 1702. an alle in des Churfürsten diensten ste-hende Officiers und soldaten, ingleichen an die Land-Stände undUnterthanen ävoLÄwris und lukibiwria , sondern man griffden Churfürsten auch mit gewalt an , nahm noch in diesemjähre Kayserswerth, Andernach und Lüttich weg , verhinderteauch, daß er die succeßion in dem erledigten Bißthum Hildes-heim , in welchem er Losäjuwr war, nicht erhalten konnte,sondern es ward die administrativ» desselben dem Dom-Capi-tul überlassen. Endlich muste der Churfürst wegen des un-glücklichen zustands seiner fachen , zu ausgange des jahrs nachden Niederlanden gehen , da er sich denn bey dem abschiedezu Bonn vernehmen lassen : Er wollte lieber ein sclave des Kö-nigs von Franckreich, als. seines Dom-Capituls seyn. Nachseiner abreise wurden von dem Kayserlichen Hose die Unter-thanen von dem gehorsam gegen den Churfürsten losgespro-chen , und die administration des Ertz-Slists Cöln dem Dom-Capitul aufgetragen , welches an. 170z. auch in Lüttich alsoangeordnet ward. , Fabri Staats-Cantzley, wm. XI. i. §. 2.x. 611. segg. Lunigs Reichs-Archiv, k. gen. in ün. p. 12Y.
sä ,suz publ. I. III. 4. p. 568. legg. Indem letztgedachtey iahre gieng Rheinberqen, Bonn und Huyverlohren. An. 1704. ward der Cölnische Gesandte von demReichs-tage zu Regenfpurg weggeschafft, und am KayserlichenHöre wollte man die vorschlüge des Französischen , der sich er-bot dem Hertzoge von Modena sein land wieder zu geben, wennman den Churfürsten zu Cöln wieder einsetzte, nicht anneh-men , sondern derselbe ward vielmehr an. 1706. in die Reichs-acht erkläret , worauf er unter dem nahmen eines Marquisvon Franchimont nach Paris reisete, auch nach Rom zu gehenwillens gewesen, von dem Papst aber davon soll seyn abgehal-ten worden. Nach seiner Wiederkunft nach Ryssel emvfienger zu ende des jahrs die Priester - und an. 1707. die Bischosss-wevhe, und das Ertz-Bischöffliche ksllium. Nach der zeit hielter sich theils in den Niederlanden theils in Franckreich auf,protestirte an. 1711. wider die wähl Kaysers Caroli VI. zu wel-cher man ihn nicht beruffen gehabt, und ward endlich an. 1714.durch den Rastädtischen frieden in alle seine lande, würden,Vorzüge, regalien rc. völlig wieder eingesetzet, worauf er zuende dieses jahrs die regicrung des Bißthums Hildesheim an-trat, und am 2;.febr. an. 171;. wieder zu Bonn anlangte.Aus dieser stadt ließ er die Holländische besatzung, welche nichteher ausziehen wollte, bis laut des friedens - schlusses die ve-stungs-wercke geschleift seyn würden, mit gewalt austreiben,worüber er mit den General-Staaten in grosse mißhelligkeitengerieth, welche nicht eher als an. 1717. da man würcklichmit niederreissung der gedachten wercke den ansang machte,beygeleget wurden. Desgleichen verfiel er um diese zeit mitdem Churfürsten von Pfaltz über Kayserswerth, auf welchesbeyde theile anspruch machten, in zwistigkeit, die nach einermündlichen Unterredung bald abgethan ward. An. 1715. rei-sete er nach München, wo er in der Jesuiter-kirche öffent.lich predigte. An. 1716. resignirte er das Bißthum Regen,spurg seinem Vetter dem Bayerischen Printzen Clementi Au-gusts , bemühete sich die Handlung auf dem Rhein-strome inaufnahm zu bringen , suchte die annehmung der ConstitutionVlniZenitus in seinen landen zu befördern, und stach endlichan. 172,. den 12. nov. zu Bonn. Dieser Churfürst ist derStifter des Ritter - ordens der Beschützer der Göttlichen ehreunter dem schütz des Ertz-Engels Michaelis. Nemoirss äs
Joseph, Jacobs und der Rahe! söhn , wurde an. 2289.gebohren. Er ward unter allen seinen brüdern von seinemvatter am heftigsten gesiedet. Dieses erweckte unter den an-dern einen haß gegen ihn, welcher durch auslegung etlicherträume, so Joseph in ihres vatrers Jacobs gegenwart ihneneröfnete, vermehret wurde. Denn es träumte ihm einsmals,er bände mit seinen brüdern auf dem selbe garben, seine gar-
be richtete sich auf, und der andern ihre neigte» ^ jveBseiner. In einem andern träume kam ihm vor - „eigw-die sonne, der mond und eilf sterne sich "^,,!,ch sei>».dSeine drüber neideten ihn deshalber, und traclM > »Mzu werden. Als nun Jacob ihn einsmals M se>«e >, stEauf das selb schickte, um zu sehen, wie es mitso wurden sie eins, ihn zu tödlen; sie wurden av/.^ „>e^den von ihrem vorhaben abgehalten, und ^ voU,leere grübe. Als aber indessen ein Haussen Jsm^e § Mlead kamen , und hinab in Egypten reiferen, E' ^ gcm'.,auf einrathen seines bruders Juda wiederum «« .j„ge,und verkauften ihn den Jsmaelitcrn nm 20. >«v,L§,>ao d,che ihn mit in Egypten zu dem Potiphar, des U, Mfmerer und Hofmeister, brachten. Dieser
merer und Hofmeister, brachten. Dieser seUst^' ,,Haus und seine güther. Sein weib aber wartJoseph, und muthete ihm böse dinge zu. '^ei,ihre unkeuschheit durch geberden gegen ihn ^
wollte sie solche einsmals mit ihm, als sie EA jh>>>ansüben, fassete ihn bey dem rocke, und mE ,,„dbeyschlaf an ; er wollte aber solches nicht thu« jseachtet sie ihn bey seinem kleide erwischete, dp
in ihrer Hand zurücke. Dieses verdroß si/?„ wollt»'Ftvorgab, Joseph hätte sie mit gewalt schänden er "über er denn in das gefangnis geleget wurde. .«1gnade bey dem aufseher des gefängnisses fand - >alle gefangene unter seine Hand befohlen. Als' ,cke und Becker des Königs in Egypten, weil ItzHerrn verssmdigt hatten, in das gesängnis, Wasser »d-geleget wurden, so träumete ihnen beyden eM v^Ma-^'Joseph legte ihnen solches aus , daß nemlich ^ §n d Vderum zu seinem vorigen amte, der Becker E h >ri>^gen kommen würde; welches auch geschahe, « MSchencke wieder befreyet. Joseph bat diesen ' pMv ^0wohl gienge, sollte er seiner gedencken, aber F
Nach zwey jähren träumete dem Pharao von w ,eben so viel magern kühen, ingleichen von sie» IoMFeben so viel versengten ähren. Da wurde «^„indem gefangnis gelassen, dem Könige diese» Md"gen, welche beulung dahin gieng, baß sieben PhsV»böse jähre kommen würben; darum gab c..MMst. .Fnen rath, er sollte in vorrath getreyde aM>
Dieses gefiel dem Pharao so wohl, daß er >h» , da., M
land setzte. AIs nun die theuren jähre käme«' hjeses Ederman bey Joseph getreyde, und Jacob, d«^ E Msandte seine söhne gleichfalls dahin, daß sie -ch,iete T"c Urath einkauffen sollten. Joseph, ihr bruder'er stellete sich aber an, als wenn er sie vos ^ , st»",,,
landes ansehe. Sie wollten sich rechtfertig^/ iväÄ'Mdem Joseph, von was vor einem geschle^ M».wie sie noch einen kleinen bruder zu ha»Averl>" ,,„t
aber zu ihnen, sie .könnte, einen unter
sollten, damit er destomchr, ^ r ihnen zum geisel dev "Ä,, VA gHdessen ihren jüngsten bruder holen, besah') Men he.,A,re säcke mit getreyde füllete, und eliicm >eg>seinem sacke nebst der zehrung auf den weg pjö l» hk»'«meon blieb indessen zurück als ein gefangene -naan wieder kämen. Da sie n»in mit ihrem. ^,ct>Benjamin wiederum bey Joseph ankamen Linsgesamt herrlich, ließ ihnen auch >hr s^ pes xä »'in ihre säcke, und seinen " '
'silbernen' bewe^veitlegen. Als sie überaus ihrerruckmse
kommen waren, schickte Joseph seinen haUUewelcher sie als undanckbare wiederum i")»^ n»Eß stdEndlich gab er sich ihnen zu erkennen .".x sie, dseiner liebe genugsam versichert hatte, bar we> h ^nen vatter Jacob in Egypten bringen oer^tckL^
an. rzry. dahin kam, und an. der AyaM.
seph halte sich verheurathet mit der Äsimlv' ^phera, des Priesters zu On, von welch" dEphraim zeugete. Als er nun merckte, Ii Zr)^wurde herbey kommen, so befahl er den r > ^site»-. Esie seine gebeine in das land Canaan br>M^ erendlich im iio. jähre seines alters - "^vl. fegst-dEgypten regieret hatte. <7,^/ XXX.
Ub. II. klmig. c. 2.
ruin. V. 1. dick-
St. Joseph, der Jungfrau Maria verttA deMvatter JEsu. Er war ein söhn Jacobs ".^gr ^
und ein söhn Heli nach bem Luca. ^. ,iaci)
Jacobs nach der natürlichen ordnungaber ein söhn Heli. Als er gewahr m'"//sie h A s-»>te, die Maria, schwanger war, moM ^in, ^
sen; es erschien ihm aber ein enget >m r das t' Eihm , er sollte Mariam nicht verlas», e Zn d'^M«pfangen wäre, käme von dem H'LsE eine/Upl^Lte der Kayser Augustus in fernem Reiwr M
tzung ausgeschrieben, und weit BetEKarla da^^Mmes Davids war, so kamen Joseph »^schätze» dd Ä
des Kaysers befehlt unlerwerffen und/A-' ieM--ser ort war aber so klein, und kamen > konn'ch, -sM»Joseph und Maria keine Herberge fin«" geschahsien sie sich in einen statt verfugen,. E
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