424
i t a
i t a
beherrschet; denn da findet man Lignriam, Insubriam, Hi-striam, Umbriam, Picenum, Latium, Campaniam, Samnium,Apuliam, Calabriam, Messapiam, Lucantam, welche von denLsrnis, Üecruloi8, satinis, Labinib, kicentibus, Veltinis,Ülsrrucini8 , kellgnis, Älariis , Aquis , Vollöl , kürpinis,Lsmnitibus, Üxuli8, Lgmpsnis, Lsiabrib, balentinis. Lrut-tüs und andern bewohnet wurden. Der erste König in Italiensoll Ianus gewesen seyn , dem Saturnus, Picus, Faunus,Latinus und Aeneaö gefolget, von welchem letzter» die Römerhergeführet werden. Als aber selbige ansiengen, in Italienan macht zuzunehmen, wurffen sie ein volck nach dem andernüber den Haussen, und Machten sich meister von gantz Italien.Diese beherrschten selbiges land bis zu ansang des V. keculi,da die West-Gothen einbrachen , und sich der stadt Rom nebstdem gröste» theile von Italien bemeisterten. Ob sich nun gleichderen König Aistulphus durch seine gemahlin Placidiam, desKaysers Honorii schwester , bereden ließ , Italien zu verlassen ,so brachen doch die Hunnen unter ihrem anführer Attilaein , und haüseten darinnen gar übel, giengen aber um dasjähr 45;. von dar wieder in Ungarn. Nach diesem bemeistertesich Odoacer , der Herulorum König, Italiens, und legte sei-ne residentz zu Ravenna an; allein er wurde von der Qst-Go-then Könige Theodorico mit lisr hingerichtet, und Italien vondemselben erobert. Diesen überwand der Kayser Iustinianus,und brachte gantz Italien wieder unter sich, welches aber zudes Kaysers Justins II. zeiten unter derLongobardenbotmaßig-keit kam. Diese richteten um das jähr 571. unter Alboino ihrKönigreich daselbst an , dessen sitz zu Pavia war, und be-hielten die Griechischen Kayser nur einen theil von Italiennoch übrig , welchen sie durch die Exarchen von Ravenna regie-ren liessen, jedoch verkehren sie auch selbiges im VIII. Lcnlo.Ais aber die Longobarden sich meister von der stadt Rom zumachen suchten , rüste der Papst Zacharias den FränckischenKönig Pipinum zu hülste, welcher auch in Italien kam, undden Longodardischen König Aistulphum zu paaren brachte.Nach Pipini tobe machte Desiderius eine unruhe, wurde abervon Carolo N. überwunden, und gefangen in Franckreich ge-bracht. Von der zeit an wurde Italien durch des Caroli N.nachkommen beherrschet, dergestalt, daß, weil Italien da-mals in das gebiethe des Römischen Reichs und die Lombardeyeingetheilet war, derjenige, welcher die Kayser-würde führ-te , zugleich das Longobardische Reich bekam. Als aber derCarolingische stamm m Deutschland abgegangen, bemühetensich zwar die Italiäner, einen Konig ihres mittels zu erweh-ren , und erregten zu dem ende viele Unruhen ; allein als sievon Ottone N- gedämpfet wurden , und durch selbigen dieKayser-würde an die Teutschen kam, ist das LongobardischeReich und die Herrschafft über Italien beständig nut der Kay-ser-würde verknüpft geblieben. Weil sich aber der Papst einziemliches cerneonum vorbehalten, die Normänner den unterntheil von Italien behauptet, welches sie von der Haupt-stadt desKönigreichs Neapolis genennet, und die von den TeutschenKaysern in dem obern theile gesetzten Gouverneurs sich der ihnenanvertrauten lande bemustert, und barmn erblich gemacht,auch die Republick Venedig durch ihre kriege muthiger worden,und andere grosse städte ihre freyheit durch geld erkauft,so ist nun-mehro Italien in viele Staaten getheilt!, jedoch dergestalt daßder obere theil oder die Lombardey noch bis dato unter des Teut-schen Reichs gebiethe stehet, und die darinnen befindliche, mei-stens Italiänische, Fürsten die lehen von den Teutschen Kay-sern suchen müssen. Es wird also heut zu tage(172;.) Italien inzehen Ober-Herrschafften eingetheilet, nemlich das Päpstliche,Svamsche, Tostanische, Savoyische, Mantuanische, Mode-nesische und Parmesanische gebiethe; ingleichen die RepublickenVenedig, Genua und Lucca. Nicht weniger giebt es verschie-dene kleine Fürsten und Herren, als die von Mirandola, Ca-stiglione, Guastalla, Monaco, Massa und andere, die abernur ein kleines land haben. Die städte sind in Italien gröstentheils wohl gebauet, aber nach Proportion nicht gnugsam be-wohnet. Die kirchen und öffentlichen , ja auch die vornehmstenprivat-Häuser sind mit den köstlichsten schildereyen gezieret.Man nennet Rom die heilige, Napoli die edle, Flvrentz die schö,ne, Genua die stoltze, Mayland die grosse, Ravenna die alte,Venedig die reiche, Padua die gelehrte, Bologna die fette, rc.Sonst ist Italien eines der schönsten länder in der gantzenWelt, dahero es insgemein das paradis der Welt, oder dergarten von Europa genennet wird. Das land ist sehr frucht-bar an getreyde, wein, ol, citronen, wandeln, rosinen,manna, granaten und den angenehmsten fruchten. Es giebtdarinnen die schönsten dlumen, dahero die raresten perfumendaselbst verfertiget werden. Nicht weniger giebt es auch da-selbst qantze rosmarin-wälder, viel Vieh, fische, vögel, käse,saltz und andern Überfluß. Jedoch ist die butter ziemlich rar,an deren statt man baum-öl brauchet, davon aber das besteinsgemein verführet wird. Von getreyde wachset nicht allerorten, zumal in dem untern theile von Italien, so viel als vordie einwohner vonnöthen ist, welcher Mangel aus Africa undSicilien ersetzet wird. Die gebürge und sonderlich das Apen-ninische giebt einen grossen vorrath von metallen und Minera-lien , eisen, alaun, schwefel, agath, auch etwas von gold undstlber, dahero auch verschiedene warme bäder darinnen zu finden.Auch bricht man darinnen viel marmor, alabaster und andereschöne steine, sonderlich ist der weisse marmor von Carrara sehrMön, welcher häufig «ach Franckreich verführet wird. So
finden sich auch in dem gantzen lande viel rcliP«s"Römischen Monumenten. Ferner wird vielmacht, und solche anderweit verführet. Die ">> ,st, Llich temperirt, jedoch um Rom herum von dem M''
4. monat lang höchst schädlich, dahero sichjederM"iu acht nimmt. Im sommer ist die Hitze ungemem» Awohnen grosse Herren zu selbiger zeit in den um-welche die sonne nicht recht treffen kam M
mit marmor gepflastert, und mit kühlen springvrm daß Mauch theils die fenster und thüren also eingerEst^aic^st,,,wendig durch deren öfnung eine frische tust issN pacEst Vgen muß. Ihre stunden-rechnung fangen sieneu Untergang an, daher von einem untergaM ^ l>a^,zum andern die uhr 24. stunden schläget. Dia raus Me» CFist Cathvlisch, nur daß die Jüden an einigenliehen gottesdienst hallen. In dem Venetialw^ Awerden die Armenianer und Griechen geduldenner sind insgemein höflich , und von gutemmehrentheils nicht allzu aufrichtig. Sie lieben^'' ,„id A ^und ceremonien, ob sie wol zu Hause sich garbehelffcn. Sie mischen sich auch in Staats-E, ^
oeyemen. Vie iNijcyen sicy aucy INden gern davon, darneben sind sie ziemlich 0"'aber auch argwöhnisch, raachgierig und gs^'stMdEpA-wohnern der vornehmsten städte giebt man em ^ . »eracat. Die Römer nennet man inläni, weil ^
chen Humors sind ; die von Ferrara hält maosO
die Bologneser vor wilde; die Spoletaner vor hM - ^
Peruffaner vor kühn, und sofort. Ihre
so ist zwar die alte Lateinische das fundamelss ^aber durch die vielen barbarischen völcker /eingefallen, gantz verdorben, und in dkg 0 zic ,gesttzet worden. Der Tostanische dialect Mdessen man sich auch an dem Römischenbey zu bemercken, daß in Toscanien bey denten und redens-arten eine ziemlich schlechte am't po ^det, welche hingegen die Romaner sthr-woowissen, dahero das sprichwort entstanden .ss eia^sB^Lin bc)LL3 Romsn-t, die Tostanische spräche oa >schen munde. Sonsten hat fast jede provmö Ldialect. Ihren studien und wissenschafften "den alten Römern bey weitem nicht gleich.sie zu leichtgläubig, affectiren sehr, und findL»-lob-redner. Zu der Poesie und dm antiamwi chch ^lichdisponirt. Insonderheit exceüiren sie v,
music und Mahlerey.
KZo-rrÄ- , cle ftegno Ic-tÜL. ?'§.
Itslia ontigus. Irslis gntigus-
' " ..
ItLÜse. llescr. Imlise. xsrsu-
t-n ciescr. Itslise. Icslis. ' '
ItoliX. Lbsttr lcript. ror. Ital.regnante. inügn. irin. Itsl.
not. orb. ant. introcl. aä not- rer- ^jce°
reise. tliefauruL antig. Ital. '
lis. äisrium ItaliLUM. * a,?cadi^
* Jtalus, ein König der Oenotrier oder A
sich aus seinem vatterlande in Italien macv^^ vr , c ^sich den nahmen gab. 'F
andere machen ihn zu einem Könige 0^auch zu einem söhne des Telegoni und oc M Mvt«, , aä Virg. Ln. I. 26. k->b. l?7' ^
Kitim und Atlas geheißen haben, der V
nung gewesen seyn , und um das,ahr d^.uf il'N'noch vor Mosts zeiten regieret haben, wor«»ges in der regierung gefolget, dessen »«o stad ,^^ter Roma aber hernach den ersten gründ s 1.
get, welches doch wieder andere dessen m> ^
dem Romo, zuschreiben. ' ..a,
, in ftomulo, I. a-istber^^W^^
* Jtalus, oder Italicus, ein Cherun^x
Rom gebohren und erzogen. Seine M» x,,e .F
eines Cattisthen Fürsten tochter, stund- K
minii bruver, so in Römischen dienen^stei'Mgla!'/,,,»^ruscer durch innerliche kriege ihren vorMv
sten eingedüsset hatten, begehrten sie vonß
nen Konig, welcher ihnen diesen P"2iM' -.Aige'auch dieser wegen seiner gute und ftenE uiist«" Ä,en ^liebet und verehret, doch fanden sich . ,1^
sonderlich deswegen , weil sein vattcrgestanden, und gegen sein eigen ch .,visa^ ,,piin haß zu bringen sichten. Es kam ^Senii^elldenjenigen, so seine parten Metten^
sich durch hülffe der Langobarden wie Mc>
krieg mit abwechselndem glücke fortftH" si. Xi-von ihm sind nicht anzutreffen. p. xe'-«t
von lym nnv nnye unjueer,,'.». , „ v.
III. ;. -1. in mrnal. ft-
8uevio. ?. I. üb.III. 0. 7. p- 6l- V0N^ E ,,ser-und Reichs-Historte, k-1. ^ ^
der Teutschen, IV. n. 27. p- ro8- stg-Sächsische alterthümmer, I. §- 'V V. ^ st, vew'.stB* Itatin, ein Peruvianisthes Echchne» ^
von dem mittägigen America.