Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
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ihm GOtt in seinem leben erzeiget / hat er diese oft zu rühmengewußt, daß als er durch nachläßigkeit der kinkstr-magd in ei-nes Hüters Hause von dem obersten gange dreh geschosse hochherunter gefallen , er doch keinen sonderlichen schaden genom-men.

Ittingen , ist ein Carthäuser-kloster in der EydgenoßischenLandgrafschafft Thurgöw an der Thür nicht weit von Frauen-feld gelegen. Es war vor altem allda ein schloß und stamm-hausder Edlen von Ittingen , auf welchem Adelhard zur zeit Kay-sers Caroli Lrslli gelebt, und einige guther an das kloster zuSt. Gallen vergäbet hat. Hernach an. 1079. hat Abt Ulrich UI.die Herrfchafft und schloß Ittingen mit gewalt der Waffen einge-nommen/ und das schloß zerstöret. An. n;o. wurde vom AbtWernher von St. Gallen an dem orte eine Probstey von 12.xegulirten Chor-Herren oder Augustinern gestiftet, und mit ver-schiedenen güthern und einkommen begäbet. Diese nun sind all-dort gestanden bis auf die zeiten Kayfers Rudolphi von Hads-burg / welcher an. 1274. das kloster eingenommen/ und zu fei-nen und des Reichs Handen gezogen / mit grossem Unwillen deSAbts von St. Gallen. Es ist aber dasselbige in folgenden zeitenso gar erarmet, daß zuletzt der einzige Probst / ohne einigenandern Conventualen / sich allda kümmerlich erhalten mögen /welches denn anlas gegeben / daß an. 1461. das kloster den Car-thauser-Mönchen übergeben worden ist, welche solches wieder-um in aufnahm gebracht haben. Es hat der Prior und Con-vent die niedere geeichte daselbst, k. Henricus Murer von Lu-cern gebürtig / welcher das buch Helvsrmm 8acram an dentag gegeben / hat in diesem kloster gelebet. An. 1 z 24. hat sichder sogenannte Ittinger-sturm zugetragen / da die dauren auseifer und Widerwillen gegen die anbätung der bilder, in daskloster eingefallen, die bilder herunter geschmissen, viel muth-wiüen getrieben/ und endlich dasselbe in brand gestecket haben.Woraus dann ein grosser Unwille und zerwürfnis zwischender stadt Zürich und den übrigen Catholifchen im Thurgöw re-gierenden Orten erfolget ist / also daß Zürich veranlasset wor-den / eine besthreibung dieses Jttinger - Handels in den druckzu geben. Einige Personen sind zu Baden enthauptet / die facheaber scibsten lange hernach durch die von beyden parteycn nie-dergesetzte gleiche sätze / und Obmann mit zuthun der Orte/Basel / Schaffhausen und Apvenzell / vertragen worden.

lib. V. p. 100. stelsr. Uelv. p. 486.

HM. Ilelv. mLr. lib. XVI. L. I. Hottingers Helvetische kir-chen-geschichte. *

Ittre / ist i.) ein schloß nebst einer dazu gehörigen Hcrr-schaffl in Brabant; 2.) ein anderes in dem Hennegau. Hie-ven hat sich vor diesem eine vornehme familie genennet / welchevon dem Grafen von Ostrewandt ihren Ursprung gehabt / undviel berühmte leuthe hervor gebracht hat ; wie denn Artusan. n 8 v. zu Nantes, Thierius an. i;i9- zu Paderborn, Pe-trus aber / ein Cardinal, anfangs zu Air / und nachgehendsan. i; 66 ..zu Albano Bifchoff gewesen. Eben diese würde be-kleidete Petrus an. 1417. zu Sarlat/ Stephanus zu Orange,und Lucius an. 1544- zu Chur. Sie ist zu ausgang des XVI.iXculi abgestorben / woraus deren güther sowol als der tituldurch Heurath an das gefchlecht von Rifflart gekommen. An.170;. wurde Leopoldus Ignatius von Rifflart / Freyherr vonIttre, Ober-Aufseher und Deputirter von Brabant, in denMarquisen - stand erhoben. L«ce/. stemm. I?. III.

Ituraa / war ein kleines land in Palästina jenseit des Jor-dans , zwischen Syrien und Arabien gelegen. Wtlhelmusrius nennet selbiges Bacar. Die Jturäer stammeten von desIsmaels söhn dem Itur her. Sie waren berühmte schützen,legten sich aber darbey auf den strassen-raub. Aristobulus / alser sie bezwungen, bemühete sich zwar, sie zu bessern sitten zudringen, konnte aber nicht viel ausrichten. Nach diesem stunddieses land unter des Philipps Tetrarchie. III.

not. orb. ant. lih. III. L. iz.

Itys, Terei/ eines Königs in Thracien söhn voll Progne,Pandionis des Königs von Athen tochter. Er wurde von seinerMutter / weil Tereus ihre schwester Philomelam entführet undgeschändet hatte ,, und sie solche treulosigkeit nicht anders zu rä-chen wußte, gelobtet / welche ihn so dann kochte / ein gerichtedaraus machte, und es ihrem gemahl vorsetzte. Als aber Te-reus solches erfahren / fieng er an gantz rasend zu werden / ver-sorgte Prognen und Philomelam mit einem blossen jchwerdte,und wurde in einen specht oder Wiedehopf / gleichwie Progne ineine schwalbe, Philomela in eine nächtigst und Itys in einenphafan verwandelt. 0 ^- msmmorxb. lib. VIII. tsb. 7.

, lib. I. üb. H- *

Itzehoe, lat. It^eboa, eine kleine stadt in der Holsteinischenlandschafft Stormarn, und zwar in dem Amte Steinburg andem flusse Stör/ mit dem ein theil davon/ die Neustadt gantz um-geben ist / 2. meilen von der Elbe / süd-ostwärts von Glückstadtm dem Dänischen antheil gelegen/ sehr wohl erbauet/ jedoch nichtsonderlich bevestiget, und wegen der nahgelegenen Marsch unddes Störstroms ein sehr nahrhaffter ort, und gehöret mit unterdie sogenannte vier städte. In dem Frauen-kloster allda / so an.1265. gestiftet / und noch jetzo von einer Aebtißin regieret wird,liegen viele alte Grafen von Holstein begraben. äelbr.

Holst cbron. Iioisttt. Danckwerthö beschreib. Schleß-wig und Holstem, st. III. c. i;. x. 286.287.

* Ivacus, oder Juc / (Wilhel.) ein gelehrterwelcher um das jähr 1464. fforiret/ zu Olsord dlc ^gelehret / und L-woriisus an der Dom-kirche zUA^MHVice-Cantzler gewesen. Weil damals etlichedaselbst öffentlich lehrten / daß Christus und stm^es deigenes in diesem jedem besessen, da dochsolche lehre bereits als irrig verdammet / so uE'legenheit / wider den Provincial des Barfuifts/.^, Pvertonum / welcher sich gedachte lehre zu verfE^sgen seyn ließ / ein werckgen/ unter dem titul3 s Menclicicate Lknüi, zu schreiben. Er hm

noch verschiedenes anderes / als in kropbets»

äs Lbriüi Oominio lib. I. 8ermones acl LIelUw >

tiones und anders mehr verfertiget. La/ckM, "cent. VIII. p. 610.

* Ivan Danielowitz / siehe Johannes. ^

* Ivan Basilowitz II. stehe Johannes. ^ eiE,

* Ivan vidfadmes/ König in Dänemarck /^WE^Haldani, des beredten Königs in Schonen E a inland / dessen groß-vatter Hroar im V. stTcuIo Amarck gewesen. Nachdem sein vatter durchGundrodi gemahlin/ Asm Ingaldi Lüuti, KoE ^

den / tochter / das leben verlohren / verfolgte sr^xjt l>^ ^aufs heftigste, und überwältigte bey dieser gelegn.^^10 Fnigreich Schweden. Er brachte auch alle D

Dänischen insuln unter sich, und wurde nach pB

Monarch über Dänemarck. HiernächstGothland, Curland/ Esthland/ ingleichenRußland / und versuchte auch sein heil aufM^BV^Seine einzige erb-tochter, Andur, verheuratyeo^ EMcum / Kontg von Hleitra / welchen er aber W 'brachte. Zuletzt stürtzte er sich aus «berglE»als er den König in Rußland / Randbar / der stw'' W

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tochter Andur wider seinen willen geheurathel 0 «^.-wollte, welches um das jähr 600. geschehen.

, Mumien.

* Ivanogrod / lat. Ivanoxrocla, oder „I>teine auf einem seifen in Liefland, unweit dem st"» qFNarva erbaute vestung , welche die Russen ^McD".^'nommen. Sie hat diesen nahmen von demBaiilowitz / der sie aus den selsen gebauet HM'

Oerm. eont. I. s. 19. x. 226. M

Jvanozero, oder der Johannes-see, ,/,velch^F> EMoscaU/ m dem Hertzogthum Rezan,

Don oderTanaisentspringet/ und wo sichb^, xgs^fangt / vermittelst dessen man aus der Ost'I^und Schwartze meer kommen kan. . -<>s i»

St. Ivanus / war ein söhn Gestimuli, Kd" jo ^der an. 84;. in einer mit dem Kavftk ^

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nen schlackst sein leben verlohren. Er begab st^und lebte daselbst 42. jähr in den unterirdischen^ ^ Meinsiedler, bis er an. 910. in hohem alter das»Nachgehends ist er unter die Heiligen aufgens Misis

sän unwert Tetin befindliches grab an.kloster gebauet worden / wobey der Kavstrangeleget. Sein leben haben Pontanus / ^ jjp. I"'und Bridelius beschrieben. L-M«. Mllceu- ^ M^.cbr.Lok. 7W0BV-

Ivan , oder Johannes Basilowrtz l- pieland, war ein söhn Basilii , dem seine

Er gieng wider die Tartarus" h,s /ä^.'^ .^Ä'iffAovogrvd^ ^ Ae s^A sÄ

stechen lassen,berte an. 1477.

besondern Fürsten gehabt hatte, wobey ererhalten, daß er ;oo. wägen mit blossem E gistM n ^den wegführen lassen. Hierdurch legte er e Meder nachfolgenden absoluten gewalt, ob gleich ^ 1 ^e»L,/lange nicht aus dem lande waren. Er UlM «.DA

angefangen,sich zum ersten einen Fürsten "A nfalle"

Die Könige von Casan hat er nachzuletzt aber ist er von denselben durch hat ^, »Anüberwunden worden. Die residentzren umgeben lassen. Auf selbiger aliche Tartarn ; es schrieb aber die Groß-'^ dicsAF „Fdie Tartarische Königin, und bat/daß a>>beruffen möchte, weil sie ein gelubdewo ihre wobnunaen waren , eine ftrchr S".,. Gr0k,.f>ek

beruffen möchte, weil sie ein gelubde ^wo ihre Wohnungen wären, eme kE « ,ihr auch germllfahret ward. Es V?,-a hatt/ Ä,,i4yr. Von seiner ersten gemahlln Mac^,/von der andern aber nur einen, »E'der reg> ,.^^nach Bafliius genennet wurde, und mL. /t. cte comm. äs reb. Kolso - jki

witischechrontck. ,

Ivan, oder Johannes Alepiewitz^^oiE^ck^ii>

land, war der andere söhn ^per

an. 166;. Als sein ältester bruder, Fo^ zw- KKc«xiewitz, an. 1682. mit tode abmeng, war vmder erbfolge; weil er aber blödes gestwi ^ L

so wollte man ihn in ein kloster stoW ' heM"^^aß AHPetrum aus den thron setzen. HE/Uallstst" 'aAtzeßin Sophia durch den Feldherrn G . sihannem zum Groß-Fürsten, sie aber»