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Aerenym, ein dorf und Gemeind im lande Glarus, liegtauf einem berge neben dem Wallenffadter-see, 2. stunden vonMollis. Es gehören verschiedene dörflein dahin, die im Sem-pacher-kriege an Glarus kamen. Damals an. iz 86. den 16.jul. geschahe da ein scharmühel zwischen den OesterreichischenUnterthanen von Wesen, Wallenstadt, Flums, Sargans, rc.und dann den Glarnern, welche dck erster», in die flucht jagten,deren 4?. erschlugen, wie auch die dörfer Murgen und Quartenverbrannten. Die Warner vcrlohren nur einen einzigen mann.
Io/,. kle«»-. cliron. 61 aron. p. r;;.
Ueresbania, eine wegen ihren gold-und silber-bergwerckenberühmte stadt in Siebenbürgen, 6. bis 7. Teutsche Meilen vonWeissenbnrg, westwärts gelegen. Sie wird mehrentheils vonSachsen und Wallachen bewohnt.
Aereschtesch, Reresthür, eine kleine stadt in Ober-Ungarn,unweit Erla, dabey an. 1596. den 26. oct. die Christen , unterdem commando des Ertz-Hertzogs Maximilian», den Türckeneine schlackst lieferten.
Ueretschin, (Ladislaus) siehe Giula.
Rerfeminde, ein see-hafen in dem nördlichen theile der Dä-nischen insul Fühnen. *
* Kerlivio , (Ludovicus Eudo von) zu Hennebond in Bre-
tagne den 14. nov. an. 1621. gebohren, war ein söhn FrancisctEudonis von Kerlivio, aus einem alten geschlechte dieser provintz.Seine mutter war Olivia Guillemette Flabeüe. Er hat dieclassen zu Rennes durchgangen, und zu Bourdeaux die Philoso-phie studirt, und war kaum zu Hennebond in feinem vatter-kande zurück gekommen, so gewann er eine junge Fräulein lieb;seine eitern aber wollten in diese ehe nicht einwilligen; er thatdeswegen, seinen Verdruß zu vertreiben, eine reise nach Paris.Da er aber noch nicht lange daselbst war, so horte er von sei-ner geliebten, daß sie viel unbeständiger als er gewesen, undsich an einen andern verheurathet hätte.. Der erste Verdruß unddie eifersucht machten den Kerlivio in der ersten Hitze das klo-ster-leben begehren; er verfügte sich auch in diesem vorhabenwürcklich in ein Carmeliter-kloster. Allein ein frommer kmerbat ihn seinen beruf genauer zu erforschen, und stellte ihm dasMönchen-leben also vor, daß er sich entschlösse ehender ein Lle-riLus 8TLuIari8 zu werden. Bey diesem entschlusse blieb ervhngeachtet alles widerstrebens seiner eitern, studirte die Theo-logie nach der gewöhnlichen ordnung , und da er absolvirthätte, kehrte er wieder nach Hause, und ließ die früchte seinereintretung in den geistlichen stand bald von sich spüren. Erbewog seinen vatter erstlich in dem Hospital zu Hennebondzwey Creutz-schwestern oder eine gattung Beginen zu stiften.Nach diesem machte er auch für sich eine dergleichen stiftung.Er brachte auch den bau dieses Hospitals zu ende, und schencktedarzu, was zu dessen gebrauch nöthig war. Er wiedmete auchein eigen Haus für arme waysen, und gab ein gewiß capital angeld zu deren unterhalt, daraus sie handwercker erlernen möch-ten. Auch that er reiche heimliche allmosen zur erhaltung ehr-licher armen familien, damit er vielen wieder aufhalf. Indem obgemeldten Hospital wollte er sechsten die stelle eines Ca-planen und Beicht-vatters versehen. Etwas zeit hernach nahmihn der Bisthvff von Vannes, der Herr von Rosmadec, daselbsthinweg, und machte ihn zu seinem Groß-Vissrio, neben dem gaber ihm die Pfarrey zu Plumergat. Unter dem schütz des nem-lichen Bischoffs, aber auf Unkosten des Herrn von Kerlivio,ward" auch zu Vannes an. 1664. ein msllon 6s rerrairs ge-stiftet. Dieser fromme Geistliche machte auch die anordnung,wie alles in diesem Hause sollte gehalten werden, und zog darzuden llater Huby, einen frommen Jesuiten , aufweichen er eingrosses vertrauen setzte. Und ob es schon von ansang einigenWiderspruch gelitten, so hatte er doch das vergnügen, daß nach-mals die vermermten Hindernisse nichtig gewesen zu seyn,durch die erfahrung bewiesen worden, indem sich viele derje-nigen , die zuerst am meisten zuwider gewesen, hernach ammeisten anhielten, in diesem Hause eingelassen zu werden, unddaselbst auf eine geistliche weise ihre ruhe zu finden. End-lich, nachdem er obige und andere gottselige einrichtungen glück-lich vollendet hatte, beschloß er sein leben zu Vannes den 21.mertz an. 1685. , via 6es kcmäüt. 6ss Mar-
ions 6s retraite.
* Kern, (Leonhard) ein bildhauer, so an. I t8o. zu Foch-tenberg in dem Odenwald gebohren worden. Nachdem er inDeutschland die bildhauer-kunst erlernet hatte, gieng er in Ita-lien , und kam als ein grosser meister von dar zurück. Die aufden drey Portalen des Rathhauses zu Nürnberg an. 16,8. vonihm verfertigte grosse ans stein gehauene bilder, welche die vierMonarchien und einige lügenden vorstellen , sind schöne zeugenseiner gefchicklichkeit. Er starb an. ,66z. zu Schwabisch-Halle,in seinem 80. jähre. Doppelmayr.
* Rern, (Ioh. Jacob) des vorigen söhn, erlernte die kunstseines vatterS, und gelangte in Italien zu einer grossen voll- -kommenheit in dem bildhauen. An. 1660. gieng er nach Am-sterdam , und trug durch seine kunst, bey erbaunng des dass«gen Rathhauses, vieles zu dessen auszierung bey. ^ Hieraufgieng er nach Engeüand , und machte sich bey dem Könige undvielen grossen Herren sehr beliebt. Er starb zu Londen an.1668- da er eben auf seine heimreise bedacht war. Man hatihm allda wegen seinen Verdiensten ein schönes monument auf-
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gerichtet. Sandrarts Teutsche Akademie, mc. 24. Doppelmayr. ^
Kernwald, ein wald im Canton Unterwawen' ,0 ^norden gegen süden fast mitten durchs land M f ^in zwo Gemeinden Ob- und Nid dem Rernwaw,
Diese abtheilung geschahe um das iahr d ,' ,,
her war dieses land unzertheilt, und anfangs " g - 6 ^men der Grafschafft Guriaaw, hernach aber»»da dann die Lands-Regierung und Obrigkeit Udem wald war, wohin die thal-leuthe ob dem st WM ^musten, und bekam das land davon den »ahmden. Weil aber die Ob dem wald, sowol m . per^nLand-Raths zu Stantz, als auch in beysckstE yiesteuren und Unkosten zwey drittel hergaben, „iir Os-wald nur ein drittel, so beschwerten sich die ovten nicht mehr nach Stantz zu Rath und germ) L gEFverglich man sich endlich einer landes-theilung "»des Kernwalds; die Ob dem wald erhieltenlands-einkommen , und wurde ihnen auch da» M ^siege! und panner übergeben; jedoch haben v^,
auch ihr eigen insiegcl und panner für sich nA ^ ge>ches sie in ihren eigenen und sonderbaren gesaM.^jjelIhr that wird in 6 . theile oder kirch-gange adP.
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der Haupt-flecken Sarnen, allwo sie alle sttzstapril die Lands-gemeinde halten, darzu alle ^
über 14. jähr alt, den zutritt haben. Die ^'^^.einkÄM 'haben in der theilung ein drittel von den lanv^ M Mhalten. Ihr thal wird in n. theile oder urttst^
M'tl
Der Haupt-flecken ist Stantz. 36 sän
/»coL. L-r-w, in annot. *
Rerpen, lat. Larxi», ist eine HerrschaM'Dich cKEstadt gleiches nahmens, in dem HertzogthuM E,!>flusseErst,zwischenCölnundDüren,gelegen. M
noch darzu ein schmaler strich iandes, nickst'^ger-EM'7sprunge des vorgedachten flusses, nahe bey AÄ errE-Ldieser Herrschafft führte vor zelten eineden nahmen, welche mit Ottone ausgegaE'^als Hochmeister des Teutschen ordens zu ,
ben. Hierauf fielen dessen hinterlasseneHildegard , welche an Hincmarum, Grast» kiEffÄ,vermählt war, und mit demselben unterscbteo' Del» ^ dvon denen einer das noch heut zu tage an vc» I» n» Aadeliche geschlecht von Reepen angefangens-LLulo kam die abgedachte Herrschafft duM. laM.„el>^«Herren von Sombrer und Reckum , und m^jp M.auf gleiche weise an die Grafen von Manvern grastNscher linie. Nach deren abgang wollten siw sie AsiMarck der Herrschafft Kerpen anmassen,von der Cammer zu Speyer abgesprochen-än die Hcrtzoge von Arschott, und daraus" suff' j c.Cöln, wegen einer den Spaniern vorgeschs>Ns,gn.» 'als ein Unterpfand, gekommen. vut- .
i2. Humbracht, vom RH.Adel, rsb- flehe
Rerr, oder Rarr, eine Schottische »gchberg
Uerrenried, ein dorf in der Gemeinde ^ ^
dorff in dem Canton Bern gelegen, war d» ^ Her ^ ^Edlen Kerren von Kerrenried, welche n',^s>veg^,,r »Ä ckder Berner unruhige nachbarn waren, „u» M ^
auch an. izig. ihr schloß eingenommen;^ stW,!dem anzuge war, legten die darin« gele^. ^;ihre Hälse, und ergaben sich mit diesen nAt »ech'LZ>.armen sieglosen leuthen barmherMauch gnade, die vestung aber wurde rafiruwelche dienst-leuthe der Grafen von KvbMg an 0, ,ri; 1;. Cuno und Werner, Ritter undVerst^ schlM^Ml ^nen; ein anderer Cuno, ebenfalls Ritter,
Werner und Walther verkauften ihre guchss hirstn h,lt>^^1257. An. 160^. den 15. jun. haben.allY ^^KM^^geschirr voll alter muntzen mit untersckMd chxgben-
von I;oo.stücken ohngefehr,aus der eroc» peov'NAk Ä,
Aerry, eine Irrländische GrafschM hatster, deren Haupt-stadt Ardagh ist. Sls jst s^ldchMitternacht, und Desmond gegen mittag ' EKÄhat viel holtz, und an einigen orten g^^fjMyjffstKönig Eduardus II!. machte sie zu euA AGrafen von Desmond. Auf der auistr'l , cN^.'^lieTKschafft liegt Dindge oder Smirwick-Sm>n Ma'' Afür die schiffe, allwo an. 158z. elnige ^znstchA^jqEis'dem rebellischen Grafen von Desmond v » U,l,ptck....
bald geschlagen, und ermeldter Graf e»vutirten Lords Artbur Gren veroron^
putirten Lords Arthur Gren ver^--^ pern;''"yje^ >Die wilden Irrländer bilden sich "N , ^^, rvst Klwelcher in einer schlacht nicht, ststhren^
welcher rn einer schlacht nichtthun pflegen, von der erde verschlungew ^ chdieser Grafschafft gebracht werde, allwoced^ch vnicht wisse, wie ihm zu muthe stv, "AiederuNt ^endlich von den jagern gefangen, mw ^bracht werde. Lntsnn. -6 a^I
Nieder-Sachsen, welche sich auch ^ gbreitet, allwo sie das schloß Asseburg