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f Lüster, (Ludolph) war im jähr 1670. zu Blumberginder Grafschafft Lippe gebohren , atlwo sein vatter das Bürger-meister-amt verwaltete. Seine sthul-studien trieb er zu Berlin,zog hernach auf die AcadeMie Nach Franckfurt an der Oder,und legte sich sonderlich auf die Griechische und Lateinischespräche. Der Graf von Schwerin nahm ihn zum Hofmeisterseiner söhne an, ließ ihn aber, als er tust bekam , fremde län«der zu besehen, wieder von sich, und schaffte ihm noch dazuin folgender zeit bey dem Churfürsten von Brandenburg eittgewisses jahr-und reise-geld, so in 400. ss. soll bestanden seyn.Damit gieng er im jähr 169s. nach Holland, üllwv er sich einezeitlang als LorreSaf'm einer dtucketey brauchen ließ, unddarauf, nachdem er die andern vornehmsten städte besehen,sich nach Utrecht begab, allwo er mit Heinrich Siken dieLi-bliorkecsm Lidrorum novorum unter dem nahmen Neocorischrieb, auch einige coUeZia las, und daS damit verdiente qelddahin anwendete, daß er von demselben und dem Branden-burgischen jahr-gelde um die mitte des jahrs 1699. nach En-gestand, und im jähr 1700. nach Paris gieng, allwo er sichsonderlich die Königliche bibliotheck tressich zu nutze machete.Man that ihm schon damals Vorschläge in Franckreich zu blei-ben , die er aber verwarf, noch selbiges jähr wieder nach Hol-land reisete, und daselbstmit einem Englischen buchhandler we-gen herausgebung des Surda einen vergleich schloß. Diesesveranlaßte ihn nach Cambridge zu gehen, da er sich wegen derarbeit über dem Suida bis ins jähr 170;. aufhielt, mittlerzeit aber zu Cambridge LoKar furi8 ward, und wegen feinerGelehrsamkeit in grosses ansehen kam, auch von der KöniginAnna zum Hand-kuß gelassen ward. Aus Engelland kehrte ernach Berlin , und ward vom Könige in Preussen für die zu-schritt des Suidä nicht nur befchenckt, sondern auch zum Ti-tular - Rath , außerordentlichen Libliotlrecario uNd krokes-sor gemacht, wobey er eine besoldung von 1500. thalern jähr-lich heben sollte. Weil er aber nicht genug geehrt zu seynglaubte, unter dem Llblivtkeeario Is Croze nicht stehen wollte,und sich einbildete, er werde von einigen Ministern verächtlichgehalten , gieng er in der stille wieder nach Amsterdam, legtesich eine eigene Haushaltung zu, und gab daselbst sowol als zuRotterdam, dahin er sich von Amsterdam gewendet, einigebücher heraus, konnte aber gleichwol weder mit dem hiedurchverdienten, noch mit dem auf den stcheüiurum Lstinn Lin^u-sdes Stephani, den er jedoch nicht verfertigt, vorgeschossenengelbe auskommen. Weil ihm nun vollends seine anschlüge,entweder in Engelland bey der Konigin, oder zu Rotterdam ei-nige jahr-gelder nebst einer krokelston zu erlangen, mißlungen,ward er darüber ungedultig, daß er sich entschloß, seine religionzu ändern, wozu ihm die Französischen LamnErü, die sichdamals wegen des commercien-tractals in Holland befunden ,wol mögen anlas gegeben haben, indem sie ihm versprochen,vom Könige ein jahr-geld zuwege zu bringen, wann er nachFranckreich ziehen wollte. Er unterredete sich demnach erstlich*mit den Jesuiten zu Antwerpen, und gieng darauf im jähr171;. unvermuthet nach Paris, allwo er sich den 2;. julii inder Jesuiten Novitiat-kirche zur Catholischen religion beken-ncte, und die Reformirte abschwur. Der Abt Bignon steilereihn dem Könige vor, der ihm ein jahr-geld von 2000. livresgab, und alsobald auszahlen ließ. So ward er auch in dieAcademie äss Inicriptions als ein außerordentliches Mitgliedaufgenommen. Er hatte vor, den Hesychium heraus zu geben,starb aber unter dieser arbeit den 12. octob. im jahr1716.aueinem leber-geschwüre. Er war ein eigensinniger und verän-derlicher mann, besaß aber eine grosse grammaticalische wissen-schafft in der Griechischen und Lateinischen spräche. Ausser derPiblrotkees novorum Librarum und dem Suida, Cambridge1705. in fol. hat man von ihm: Llistoriam entwarn kkomeri;vratriben äe 8uiä-l, Cambridge 1701. Zamblwkum äe Vita
LzchsMrX , Amsterdam 1707. stristopkanem, ib. 1710. in fvl.
Xavum lestrunentum lllrltü, ibiä. 1709. in fol. l/tvm Vor.darum b/leäiorum axuä 6iTL08, Paris 1714. in 8. wobey einbrief äs Verba Leriro; Oils. äs Nuleo Llexanärina, Leiden1699. kiöturas -mtigua8 8epu!cri Xstsoviorum 2 Lsilorio cis-lirisstss L in Latinum translatss , welche beyde letztere in demIkesanro sntiguitatum Kam. stehen; Lodortem Nusarum UN,tcr Grävii nahmen ; Lxplwation ä'une lassrintion LrecqueenvazVe äs 8m)«rns, sv in den tVlemoires äs Devaux zu sin-den; vratriben Ünti-Kranaviansm, Amsterdam 1712. in 8.Kxamen Lriticrrm , noviürmrx eäirionis Heroäoti , qu-e annot'uxeriors Lugäuni Latavorum in lucem prväi'it, 1716.
msrrer äe Tfr^evs«»!, mens. mart. 1717. ^fck»äc/-)4e/etr, m. äsc. 1716. Hucher- 8 aa 1 , St. LX. Lose, elvAS äekeu Rr. Küster. Gelehrte Zelt. 17-6.1717. p. ;7. tego.K,//or>e äe t'^e^äMrie äer V äer z>eäe, /.ettxer,
tom. III.
Lufstetn, ist eine stadt und berühmte grentz-vestung in Ty-rol. Sie liegt an den Bayerischen grentzen auf einem hohenselten an dem Jnn-strome, und unten an dem fusse des ber-ges liegt die stadt. Als nach absterben Margarethä , der letz-ten Hertzogin von Kärndten und Gräfin von Tyrol, der succesision halber streit entstund, wurde dieser ort an. i;66. von denBayern eingenommen, aber der Kayser Maximilianus I. hatseidigen an. 1504. wieder unter seine gewait gebracht; er istauch von selbiger zeit in Qesterreichischen Händen geblieben, bis
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ihn der Churfürst von Bayern an,erobert. Er hat aber nach der Hochstädter-WawKavstr wieder abtreten müssen. Xe,7e» itin. e-erm.buttgTyrols. ,«v,rea<<
* Rugel-Herren, waren ehedem eine besondernier, welche sich kracres cammunib Vrt» E.
gentiich keine Mönche. Ihr Urheber war Arv"VhrhEFoder de Groot, von Deventer zu ende des ADieser richtete eine besondere Versammlung vm >licher Personen auf, welche nebst Verrichtungpredigen und sacrament-reichen, die lügend MHsprachen und künsten unterrichten, und MALs,,che>>'^anderer ihrer Hände arbeit, nahrung und umeryten. Diese neue stiftung fand bey der nun.me^ «vertriebenen bltnbheit und Unwissenheit der anc^gehends so allgemeinen beyfall, daß sie von v'^ geE^,kräfftiget, und in kurtzem eine grosse menge w"" „nk A FLolleZiorum in den Niederlanden, TeutstM ^ von ^wärts angestellet wurden. In der kleidung w« ' ^>1dern Mönchen in nichts als den kappen, »^chte i
und ermcin, die etwas enge, unterschieden. ihre'hiessen die Mönchs-Gugeln, oder Kugeln, dar che ob Ä,nung gekommen , wie sie denn auch Cappel-v" ^ler-orden genannt wurden, winckelmanns -v^ Kerop. 218. Liet-zneet,/. ärls. äe Lvsng. vorrt. Sliga'^iVllsst. conseff. p. 49. Unter andern hatten dteiein ansehnliches Kugel-Haus zu MarpurgManns Historie des Kugel-Hauses zu Marpurg«
Lrinsl. Usstmc. Lllllect. VIl. p. I. seqq. . Nl'chÄIdeLuhla, (von der) eine adeliche familie ^che gegen ausgang des XlV. Lculi von dem ^ steA. ^legenen schlösseKuhia den nahmen angenommene AellMM'sich nach dem anjetzo wüste liegenden Mlecw? ^nennet. Heinrich von veltzing hat an. "4^ , E Fbrief des bey Stade auf dem campe besindlE. ^
Mariä, als zeuge, unterschrieben.das jähr 1243. und ward ein grvß-vatter Henri»fangs in dem Liesiändjschen kriege versuchte, ^
an. izzo. die stelle eines Marschalls bey dem A ^ h-t» WBremen davon trug. Sein enckel, df r,,nenneN'Ejähr i;88. angefangen, sich von der Kuh a' PxMstoph war an. 16)9. Dom-Herr zu Bremcn mm ^
holtz, dessen bruder, Detlev, Probst zu , A.e Äterließ z. söhne, die waren i.) Berthold r
den Hertzogthümmern Bremen und Verpest. ^ «Cantzlers bekleidet, und noch an. 172--E » dcll^f-^Detlev, Schwedischer Oberst - WachtM- Vsschen ^söhn, Heinrich Otto, Liseffor bey dem bV<,icdsiA >richte worden. ;.) Johann, weicher unierizeuget, cheatr. Xobil. brem. -
Luhlinann, (Quirinus) ein bekannter „nv
den 2?. ftbr. an. 1651. zu Breßlau gebovre'^ >vgr
thecischen religion aufcrzogen. Sein Avu Aysis-'V,»"Kuhlmann, bürgerlichen standes , dte mmre ^64-Hauslöwin. Er gab von sich vor, daß er an
iavre fernes nlters feinen ersten r»a und «rl-v
jähre seines alters seinen ersten zug und ^,ästet >v- BÄ'
und darauf an. 1669. völlig von GOtt^rieu^,
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denn er siel in selbigem jähre in eine kram-drey gantze tage vor todt hielte, am dr»-Aer ^g >.-,Lseinem vorgeben nach, em gesicht, >r.^
und lauter leuftln umgeben, bald daraufM,,„ §hr"lcn seinen Hciliqen, und in deren Mitte ^ ^ ^
gesichte dann noch zwey tage anhielten-worden, fand er, seinem vorgeben nam- M
rung in stinem gemüthe, und sagte,den schein an seiner lincken feite labe- /^jchte M.pje Ii^Agab er sich nach Jena, woselbst er stme A sich AjEaber keine eoließia besuchte, jedoch »es ,-g^en M
und die Polymarhie, worinnen er durw 1 ^
zunahm, oder wenigst'sich'stibsten en'e»gelegt; wie er dann schon damals vonicht wie viel der furtreflichsten schrlften ,der gattung wissenfchafft alles , ft> man piav'
einmal austhun sollten, gepralet hat, M
-Ichimmüßl, »irwqr«
A--ÄL!
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in Holland , willens einesehen Rechts heraus zu geben,sechsten schreibet, in einem einzigen ^so viel hundert jähren allen Juristen imlich gewesen. Er war auch gesonnen,vacltorem der Rechte zu promoviern,""^ , duu'AMH.sagte, gantz anders erleuchtet, und bewog Jacobfahren zu lassen. Er kam daE uv^/ben' ^schrlften, machte sich auch mit 3o/M>n schriebeinen Propheten ausgab, bekannt, u'^^ch,,e^ch^,,Fkroäromum (^uinquermii mirsbilis zu, ^ jP'-ch»in den wtssenschafften zu entdecken verm ^hierauf mit Athanasio Kirchero bekannt^sehr hoch zu schätzen schiene, und starck m ^wiewol, wann man die Worte Ktrchero, ^ aNV 'selbst in dessen briefen drucken lassen,