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Lamberg, (Joseph, Freyherr von) in Ortenegg , .LandS-Hauvtmann in Crain, und der Römischen Königin Anna Ober-Hofmeister , einer der gröstcn und vortreflichsten Ministern sei-ner zeit an dem Kayserlichen Hofe , war ein «ohn Georg!« ,Herrn von Lamberg, und wurde auf dem schlösse zu Orteneggan. 1489. gebohren. An. 1499. in dem 10. lahre senics altersverlohr er seinen vatter, und weil er grosse tust zu dem kriegehatte, so nahm ihn der LandS-Hauptmann m Steyer, Ru-precht von Reichenberg, da er jähr alt war , vor einenEdel-knaben zu sich, und als an. 150;. der Bayerische krieg an-gieng, zog er mit seinem Herrn dahin, welcher Kayserl. ober-ster Hauptmann darinnen wurde. Dieser krieg endigte sich in-nerhalb eines jahreö, und zwey jähr hernach starb der von Rei-chenberg , da er in den damals entstehenden Ungarischen krieggehen wollte. Hierzu hatte auch der von Lamberg lust , weiler aber noch gar zu jung war, so wurde er davon abgehalten,und weil innerhalb eines halben jahres, als Kvnig Ludovicusgebohren ward , friede geschloffen wurde, so begab er sich indem 17. jähre seines alters an des Kaysers Maximiliani Hof,und als bald darauf an. i?°6. ein krieg zwischen diesem Kayferund der Repubkick Venedig ausbrach, so «hat er jähr langdarinnen gedienet. An. 151;. trat er das erste mal m die ehemit Elisabeth von Erlach, nahm seine Wohnung zu Ortenegg,und wurde darauf von der landfchafft Crain an den KayferMaximilianum in gewissen angelegenheiten geschicket. An.!<;>;. erregten die bauren in Crain eine aufruhr, und verfuh-ren mit den Edelleuthen sehr übel, allein weil er sich in seinemschloß wohl verwahret hatte, konnten sie davor nichts ausrich-te«!. An. 1518. wurde er in den wittwerstand versetzet , da erwiederum in kriegs-dienste gehen wollte. Es starb aber in demfolgenden jähre der Kayfer Maximilianus, dessen Nachfolger,Carolus V. schlug ihn bey seiner cronuug zum Ritter, undmachte ihn hernach an. >5»?. zum Lanbö-Verweser in Crain.Als der Lands-Hauptmann Johann von Auersperg sich an.1529. von der straffe verlohren, hat er seine stelle eine zeitlangverwaltet, Und unter andern so gute Verfassung unter demAdel gemacht, daß bey abermals entstandener bauren - auf-ruhr in den benachbarten ländern , die bauerfchafft in demHertzogthum Crain im zäum gehalten worden , und man de-nen nachbarn hülfs-völcker zusenden können. Als an. 1526.der Ungarische König Ludovicus umgekommen, und ein jährhernach die Königliche residentz Ofen an die Türcken Übergän-gen , so wurde er nach Ungarn beruffen, und zum Hof-undKriegs-Rath ernennet. Nach diesem , als der Kayfer einenReichs-tag nach Augfpurg ausgeschrieben, wurde er nebst Ni-colao Jnritfchitz, nachmaligem Lands-Hauptmann in Crain,als Abgesandter an die Ottomannische Pforte zu gehen verorö,net, von bannen er an. izzi. wieder zurück in Lintz angelan-get, da unterdessen König Ferdinandus auch zum RömischenKönige war gecrönet worden. Bey demselben blieb er einigezeit in seinem vorigen dienst, muste aber auch bald noch darzudas Hof-Marschall-amt übernehmen. An. «5; 2. schickte ihnder Kayfer zuin andern mal, nebst dein Grafen Leonardo Na-garolo als Abgesandten an den Türcken, dessen lager sie bey5. monat lang folgen mästen, und endlich, als sie gegen dieOesterreichische grentze kainen , mit einer hochmüthigen ant-wort von ihm entlassen wurden, «viewol als der Kayfer Carlund König Ferdinand ihm mit ihrer armee entgegen zogen,um eine Haupt-schlacht zu liefern, er sich schleunig zurück be-gab. Der König Ferdinand begleitete hierauf seinen bruderbis nach Villach , wobey sich der Freyherr von Lamberg auchbefand, welcher hernach mit dem Könige Ferdinand nach Jn-spruck, und den folgenden sommer nach Oesterreich reisete,wobey er jederzeit seine vorige dienste verwaltet, und über diesesan unterschiedene Fürsten des Reichs zum öfter«, abgesendetwurde, welches ihm endlich seine lust zu reisen stillete, so , daßerden entschlußfastete, durch eine abermalige Heurath sich ineinen ruhigern stand zu setzen; berhalben er sich mit Ma rgare-1ha Kuonin von Bellasi vermählte, und zu Wien verblieb,da ihn der Kayfer zu seinem Cammer-Rath annahm, bey wel-chem amt er aber nur etwas über ein jähr gelassen wurde, daihn der König Ferdinandus an. zum Ober-Hofmeisterbey seiner gemahlin verordnete, welche er auf ihren reifen be-gleitete , und in selbigem jähre mit ihr von Wien nach Jnspruckzog, woselbst er die post bekam, daß seine in Wien zurück gelassene gemahlin nach geburt eines sohnes, Balthasars, in demkindbethe gestorben war. Nach diesem reifere er mit beydenKöniglichen Majestäten nach Trident, von bannen durchKärndten, Steyer, Oesterreich und Böhmen. An. iz;8.trat er zum dritten ma! in den ehestand, mit Anna von Schwe-ckowitz, einer Hof-Dame bey der Römischen Königin. An.154«. «var er nebst dem Hofe wegen der Pest aus Oesterreich ge-siüchlct, daselbst er aber in den« folgenden jähre sich wieder ein-fand. Nachgehcnds hat er sich mit seiner Komgin die meistezeit in Böhmen aufgehalten. An. «544. befand «ich der Kayferund der Röm. König auf dem Reichs-tage zu Speyer, undwurde er in den Freyherr,,-stand erhoben. Es wurde ihm auchdie Lands-Hauptmanns-steüe in dein Hertzogthum Crain aufge-tragen , drrhalbe», er mit seiner gemahlin dahin zog, in selbi-gem jähr aber noch wiederum in seinen dienst nach Wien sichbegab, allwv der König Ferdinand sich damals aufhielt, mitwelchem er in dem folgenden «54;. und 1546. jähre nach Böh-men, Mähren, Schlesien und e«wl«ch nach Regenspurg rei-
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stte , dahin der jetzt-erirchnte König einenschrieben hatte. Von dämm« begab er sichEAselbst die Königin den 24. jan. an.starb; worauf er die vier Ertz-Hertzoglnnen nevil v perehe«« frauenzimmer von bar nach Lintz fuhrA/ «st E e,ihm und «einer gemahlin das Ober-Hofmet«r« s ^vier Ertz-Hertzoginnen aufgetragen, selbige V. l>ck LFschwistern nach Jnspruck zu überbringen, allwv i»,,verblieben, bis die vier ältesten Ertz - HertzogM'" ^vatter an. r;;«. im sebr. nach München E Mchdahin er sie nebst seiner gemahlin begleitet, «"«s ^mit ihnen wieder zurück nach Jnspruck gekehrt« / ^Kayfer Carolus dahin kam, «misten sie ih^'''verlegen. Endlich ist er zu feiner Landsin Crain gekommen , und hat in der stadt Lay ,j,«edieses zeitliche gesegnet. Von seinem lebe»' § ^mahlst" W;beschreibung, nebst angehängter vortrefljchr» « ^ Wseine Ander, in Teutschen reimen verfertiget,.
Weicardi, Freyherr» von Valvasor, ehre des f ^ ys ^Crain Ub. IX. c. 4. p. 46-64. zu finden. Seme« ,ersten ehe waren Johannes, Freyherr von-»'mit Justin« , Gräfin von Lodron , viel ,töch,vMgvalm^»aber alle in ledigem stände verstorben, bis am M >r°die an Hcrmeten, Grasen von Porti«, verm^. B Faus der andern ehe Balthafar, von dem hee» ,,dritten 6. töchter, so ansehnliche heurathMMsöhn und lochter, so jung gestorben.von Lamberg, war gebohren an. 15;und hm ^na Weltzerm von Sviegeifeld, JosephuM, K«-»^Balthafar,,, dessen söhn, Georg Siegfried' A Mtul vor feine linie erhallen, und in einer »«wer» Wbrunst uinkommen. Ihm folgte FranciM -^„lel -cher an. «67z. von Francisco Adamo Langen- ^her» '
6. lib. XI.
üb. IX. clib. XI. k.
Lamberg , (Johannes Maximrllanus ^tenstKAReichs Graf von) Freyherr in Orten egg, undin Stockarn und Amerang, Burggraf m^^erELM^Land-Cämrnerer in dem Hertzogthum Ove« ^ perStallmeister in dem Hertzogthum Cra«n"noMarck, Ritter des goldenen Vliesses, Katz'Lgeheiiner Rath und oberster Cämmerer, fscun >. ^und erfahrnsten Staats-Ministern des Esih Ä
söhn Georgii Sigismundi, gebohren ««-' Fcanss' I,, ^studien vollendet, ressete er nach wracktSpanien, und lernte dieser ländcr rb" ss sti-ierdie Lateinische und Teutsche reden.
Lateinische und Teutsche redengab ihm der Kayferfei, welchen er audo III. erhielt, und denselben an
erdinandus II. de» ^
von dem damaligen r ^
— —denselben an. i 6 ; 4 -d"der eroberte, wie auch an. « 6 ;;. da ergenbefochte, allezeit begleitet, unddenC ^ ni«t ^bey ihm verrichtet hat. Als er nach meo >
Ferdinando zurück an den Kayserlichen^^zum Neichs-Hof-Rath ernennet, und inMlßlonen gebrauchet. Aia r„ »we des
Als zu ende des
dus III. zum Römischen König zu ReMMjbefand er sich auch daselbst, und wurde A Mkvm,nen in des H. Rom. ReichS Grafen-'M^ wiswu,gfl>f°
gehends sendete ihn Ferdinandus
Kayserlichen thron gekommen war, um . ^'
tiarium a'ufdVn ftiedensHön'gr'cß nachten er nebst dem Grafen Mapimchau ^v»und dem Kayserlichen Reichs-Hvf-Raly ,rm nahnien des Kaysers den 24. L yntcrEp l>g"geschlossen, und nebst dem von Aaue^ge uApct.jMseiner zurllckkunft wurde er dem Ertz-H^Mrgen Kayfer Leopvldo zum Ober-M§WlMsiyA^an. 1651. der Kayfer Ferdinandus u^Mentzeßin , Maria Eleonora, zu stmerhatte, wurde er, als ihr obersser ^^en. .LE, 1^,
gesendet, sie von dar nach WlM,y 7 °'.stin
machte ihn der Kayfer Ferdtnandus Ul.
men Rath, und schickte ihn als BotsthE heobaK,selbst er, 7. jähr das Kayserliche ttiteE^vw sp EFdem Könige Philippo IV. mit dem
Vliesses beehret wurde. Er war auch ^/die Vermählung der Spanischen JnfE'pelN K p e-M>„a, K-Mgs AMMiv ,°chm, S>-«-L °L> Lan. 1665. zu Madrid zu schlressen. E jhir, UyijE,, l>Äselben zurück nach Hofe beruffen, Knock"Jo"Cammer-Herrn-amt aufgetragen. .jeng'jähre der Kayfer Leopold «uck.Äs ,
absterben Ertz-Hertzogs Srqlsmunvt 'f.ncrrländern die Huldigung einzunehmen, ^ dem ^ihm auch in dem fvigeirden «ai,re ^,,^ntu'Ä Äe» Gil-den 5. dec. mit seiner braut, .derAl gevum^secll"'
Wien gehalten, als oberster ,Cammer
bat er auch das Ober-Hvfmetster-am