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schützung der grentzen in Podolien, weil er es vor eine alteund tödliche gewohnheir hielt, mühe anzuwenden, im kriegeberühmt zu werden. Seiner leibes-beschaffenheit nach war erlang, starck und behende; dem gemmhe nach auf rühm undehre im kriege begierig, verachtete, jedoch nicht ohne nöthigekiugheil, alle gefahr; besaß eine gute erfahrung ; war freyge-big und glücklich- hatte sich auch über dieses bey densoldakenin gantz besondere gunst gesitzet. , barmst, bel-
luwr. n. 77.
* Landscron, (Stanislaus) ein bruder des vorhergehendenPrädislai, war gleichfalls in sprachen und Wissenschaften wohlerfahren , und legte seine erste kriegs-schule, da er nuninehroerwachsen, in dem lager Nicolai Cameniecii ab. Nachge-hends gieng er mit den volckern, so dem Wallachjschen Woy-woden gegen die Turcken beyzustehen geschickt waren, mit nachder Wallachey , und brachte sich hierdurch grossen rühm unddes Königs gnade zuwege. Hierauf ward er einem siügel derreuterey vorgesetzt, wohnte dem treffen bey Lopusua gegen dieTartarn bey , und schlug dieselben ohne eines andern anführungoder befehl bey Buscum. Nach diesem schlug er unter MartiniCameniecii und Johannis Juorovii anführung im jähr i?i6.die Tartarn in die flucht, und befreyete dadurch viele gefan-gene. Als sie aber in eben diesem jähre verschiedene Polnischelandschafften durch streifercyen beunruhigten, bot er gegen dasende deffelbigen den Podolischen Adel auf, rückte ihnen mitdemfelbigen entgegen, lieferte ihnen einige blutige treffen,nahm ihnen die beute wieder ab, und schickte die gefangenenan den König nach Vilna. Er ward deswegen auch der land-schafft vvn Caminieck vorgesetzt, und bewies sich bannn nichtweniger gerecht, als tapfer, that auch den feindlichen streife-reyen, als er einige ihrer anführer hingerichtet hatte, einholt.Aa/avs/ssrrn, 8srinst. bellst, n. 79,
* Lands-End, (tbe) ein berühmtes vorgebürge in Corn-wall, welches bey den Alten unter dem nahmen Limveüceumoder Lolerluin bekannt gewesen.
Lands-Gemeind , wird in der Eydgenossensthafft genennetdie allgemeine Zusammenkunft der sämtlichen land-leuthe, wel-che über 16. jähr alt sind, in den Cantonen , da die democrati-sche regierung platz hat, aus welchen die ämter und ehren-stel-len besetzt, fremder Fürsten und Stände geschäffte beschlossen,die lands-satz-und ordnungen verrichtet, lind alle Standes-af-fairen besorgt werden , Massen auch die höchste gemalt beysolcher Lands-Gemeind in den Cantonen Uri, Schweitz, Unter-walden, Zug, Glaris und Appenzell stehet.
Landshut, eine stadt in Nieder-Bayern in dem BißthumFreysing, an der Iser gelegen. Den nahmen führet sie von ei-nem alten schlösse, welches Hertzog Ludwig in Bayern an. 1204.auf dem berge, wobey heut zu tage diese stadt stehet, widerdie strassen-ranber erbauet, daß es des landes Hut seyn- sollte.Woraufdann verschiedene privat-Personen wegen des guten la-gers und der gesunden luft Häuser dabey erbauet, woraus end-lich eine stadt erwachsen. Wiewol andere des Ludwigs vatter,Ottonem von Wittelspach, zum stifter derselben machen. Un-ter den weltlichen gebäuden verdient der neue bau gesehen zuwerden, unter den kirchen ist das Stift St. Martin, darander grosse thurn ist, welcher nebst denen zu Wien und Straß-burg für den vornehmsten in Teutschland gehalten wird. DieJesuiten haben ein sehr prächtiges Lollsgium daselbst erbauet,worzu ihnen eine frau von Hanusberg zu Dchwindtöck sgooo.gülden geschencket. So haben auch die Franciscaner, Domi-nicaner und Capuciner ihre klöster allda. Was die begebenhei-ten dieser stadt betrift, so ist selbige an. i6;r. von dem Königein Schweden eingenommen, und um 100000. Reichsthaler ge-brandschatzet, hierauf aber wiederum verlassen worden. Zweyjähr hernach wurde sie von dem Hertzoge Bernhard zu Sachsen-Weimar mit stürm erobert, und grausam darinnen gehauset.Sonsten ist daselbst das herrliche beylager Hertzogs Georg» desreichen mit Hedwig, einer Königlich-Polnischen Printzeßin,an. 1475. gehalten worden, wobey Kayser Friedrich mit stimmsöhn Maximilians, auch vielen Fürstlichen und andern vorneh-men Personen zugegen gewesen. An. 14ZY. ist ein turnierallda gehalten worden, wörinnen das beste ein kleinod von6000. gülden gewesen. snnsl. Lojor. Lnf-
rnogr. L , annsl. Loic.
Ertels Beyerifcher Atlas.
s Hievon hat sich vor diesem eine besondere Hertzoglich-Dayerische familie geschrieben. snnsl. 8uev. p. m.
üb. II. c. l. üb. VI. c. 18. (Siehe den artickul Bayern.)Der letzte Schwäbische Hertzog, Conradinus, wurde allda nichtnur an. 1252. den 2^. mertz gebohren, sondern auch erzogen.
p. in. ich. ii. e. ro. Um das jähr r;4o. haben die Do-minicaner.Mönche zu Landshut aus feindschafft gegen dem Kay-str Ludwig, welcher Hertzog Heinrichen in Bayern bekrieget,ihre kirche geschlossen, und auch nach Heinrichs tode keinen got-ttzsdienst gehalten, N8ct.
Landshuk, eine stadt in dem Erb-Fürstenthum Schweid-Mtz, am Bober, gegen Böhmen gelegen , woselbst ein starckergarn-nnd leinwand-handel getrieben wird. Vor dieser stadt istan. 1709. vermöge der Alt-Ranstädrischen convention, eineLucherische kirche und schule angeleget worden.
Landshut, ein schloß und dorf an derBurgvorff gelegen, der stadt Bern zuständig' yenE,!»Landvogt in dem schlöffe hat. Es wurde an. . ocEberhard von Kyburg des stammes vonBurgdorff residirle,in dem sogenannten Gunstne' -nommcn, zur mache dessen, daß der Graf, v'k, ^ j.terhalt, heraus gelockten Solothurner, (a>°mit-bürqer) überfallen, und beschädiget hatte. .
üb.II.p.zo.läg.*
* Lands-Rnecht, ist vom Land-Knechte «nst ^
bedeutet einen svldalen. , 6 erw. aw 4 -
Gärtner, übers Sächs. Land-Recht, «rc- 6 °-k-
cle Mniltensl. 7 . §. ;;4- Es fragt sich abK, M,,
ger oder die reuter mit diesem nahmen beleget AMmau bedencket, daß der nähme eigentlich Ea^/h gW MLanz-Rnechl heissen sollte, wie man ihnfindet, und also solche leuthe darunter zu veMv glantzen gesühret, wie solches aus Achill. PssA., 11 . I-L l»^
nsl. äuguikbur^. sp. idript. rsr. ^ - -
NÄI. tiugunvurg. 3 V. VLE«». icripr.beschreiduug klar erhellet, so möchte man glau M n» ^nähme nur den reutern zukomme, weiltzen gehabt. Tste/o»,-,». bell. cum civst- ^
scrivt. rer. ürunfuic. com. II. p- 9 ?'niger wird auch beym Unresto, vbron. äunr- -w ^ M
IeÄ. monum. inellir. tom. I. p. 74 ;. dieser n a
Worten dem fuß-volcke zugeschrieben, welwi-'S p stEdem Gaffaro 1 . c. und Wälthero Jsenberg ^ 1 »
ter Kaystr Maximilians I. aufgekommen. ^ palinäur. L biü. rom. III. p. 481 . (egg. Wie Ul ktt.alten gemählden gantz klar siehet, daß auch .PS
waffen gesühret. t/«rr-. k-ncliigtt 7 ,. B
Landökron, lat.Loronis, eine kleine ve^o«> .Cro» Schweden gehörige stadt, m der prov>nyder nord-seite des Sundes , mit einemTeutschemeilen von Coppenhagen nord-ost-"N^st gav Wter vonMalmoe nordwärts. An.i 4 Z 2 . hak Caro
nig in Schweden, diese stadt ausgeplündert un . HM»
1644 . wurde sie von dem Schwedischen Gener - ,
erobert, aber an. 1645 . wieder abgetreten.sie abermals den Schweden überlassen, aber Mntge Christlano V. in Dänemarck erobert,folgende jähr bey diesem orte den 24. >"7 .söffeKönige in Schweden, Carolv Xl. eineund muste sie auch abermals an. 1679 . ^
ckorogr. llsn. ckeft. ÖsN- . ^
' Landökron, ein altes adeliches geschArwelches allem ansehen nach aus Franckenhin gekommen. Henricus äe LsnciisKroM 07 » 1Hertzoge Boleslao zu Liegnitz Rath; » Mgn'b/y, ..an. izz;. bey dem Hertzoge Wenceslao z» pey s-gewesen. Peter von Landskron hat an. / e'^
ge Conrado ll. zu Oels und Kosel, »
vertreten. Johannes wurde an. i 44 °-an-chen Stifts Leudus erwehlet. Heinnch. Lischt» Asdem Hertzoge Friderico IV. zu Liegnitz ^- MNlyn,üp^§,Laudskvrn auf Prinftnig und Royn, be in .p.stenthums Landes-Aeltester, starb aNi.^pH t^seines alrers , und an. 1717 . giengniglich-Polnischer und Chur-SächWrr AiiEp,
Schlesische curios. . jn dK
Landskron, ein bevestigtes bergE^xiUauf einem hörne des Blauens , ob^haw ^ M ^ ^Hause Fluen , eine starcke messe von Bast" Es aMiE,-!-die stadt und das gantze land übersthe« ka ' pxr ^ ^ Ai-tein sitz des Baselisch-adelichen geschle^.^,genannt, von Landskron, von weiche ^sschoffr>ck ./lBischoisi^Baselmnd
^Der letzte vom stamme, hjecal-'
abgestorben. Das schloß dgff^^i>e»Ä»l von Retchenstein, K
bau gelegt;
waren.
des XV. sssLuli,.. ^
an die Reichen von Retchenstein, ."^Äscn
' schr tstfmi„ntgow ^ -
sonderlich ist ein
den von Sachsen - Weimar den Kmo W ! 0 ^!schloß Landeskron in Französische iExtzog va" ,pclAder Kayserliche GenerallLieutenant, l ,
nach, Mine machte, dieses schloß " Arii ^
ohne betretung des Eydgenoßischen rerr ^ ^ P
hen konnte, haben die Eydgcnosse" „E '^kHertzog gethane erinnerung die «eutra
es haben sich zwar die Lödi. Orte der^Solothurn ertheilte Nachricht bey d
<pvlvlyurn eriyeme nacyruv» aew" -cM,.
dorn, Herrn Tamboneau, darub be,wdieses vorhabende rverck vermchtiget c r- ^
verlachet. Es ist aber bis dahm^ ö l'
gemacht worden, attwo ein Comme" gglil.nison unterhalten wird. ^>7- * L-
smurl. Lielvet. x.
969. l°74- ^