Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
Seite
642
JPEG-Download
 

642

l a u

l a u

* Laurino, eine stadt und schloß, dem Hertzoge Spinelli ge-hörig , im Königreiche Neapolis. An. 17,2. im dec. hat daserdbeben daselbst grossen schaden gethan, und ist dadurch rnjon-derheit das schloß meistentheils ruiniret worden.

* Laurtnus, (Laurentius) ein Schwedischer Probst zuHä-retzhammer, lebte in der ersten heifle des vorigen lahrhunderts,

und schrieb: x^mbola Ileroum, üeroläum >L-äiorum rk^tkmisLermaruck L 8ussiLi» explic-ata L Lommentariolis illuttrsra,Lincöping 1647. Lbronicori breve 8ueciL Xegum Ä Msgogousque aä LKMinsin Xegiliam in Schwedischer spräche, ibiä.eocl. 8uss. Urrsrar. p. 167. merk. Meol. in

lem lktemr. x. 144 - Leg.

Lauriol, eine stadt in Dauphins , so von einigen der Al-ten für Aeria gehalten wird. Vie liegt an dem flusse Dro-me zwischen Valence und Montelimar, und hat viel m demeinheimischen kriege des XVI. I«Luli ausgestanden, gestalt siebald von den Catholischen, bald von den Protestanten ero-bert wurde, chone»-, Kilt. äu Daupklrie.

Lauro, (CosmuS) war von Brescia, und beschrieb das le-ben der Bischöffe dieser stadt nebst deroselben geschlechtern.

Eauro, (Johannes Baptista) von Perusa, war unter demPapst Urbano VIII. berühmt. Er hatte sich sonderlich in denUumanioribus wohl umgesehen, weswegen ihn der Papst anseine» Hof zog. Vorhero hielt er sich bey dem Manello Cardi-nal Lanti auf, der ihn aber auf begehren des vorhergedachtenPapstes los ließ, und mit 200. cronen beschenckte. Er starban. 1629. in der besten blüthe seiner jähre. Unter seinen schuf-ten sind : 6e Lmiulo pronubc» L. Virgmir über; LpikolarumLencurire äuX ; Tkestri Xomani OrsbsKra ; cle Viris illuüri-huz; cle ksbrieatione Lalcis koema. , äs äisb. eritic.

p. 2. pinae. I. e. 141.

* Lauro, oder Laureus, (Vincent.) war zu Tropea in Ca-labrien im iahe 152;. den 28. mertz gebohren. Er ward anfäng-lich mit des Hertzogs von Nocera söhne erzogen, und in schul-studien unterrichtet, begab sich hernach auf Academien zu Nea-poli und Padua, legre sich auf die Theologie, und da er seinestudien vollendet, gieng ch nach Rom, allwo er nach einigerzeit zu dein Cardinal von Tournon kam, der ihn so werth hielt,daß er ihm zwey Priorate in Auvergne abtrat, ihn auch mit sichnach Franckreich nahm. Nach dessen tobe brachte ihn der Her-tzog von Guise bey dem Könige Antonio von Navarra an,daß er denselbigen bey der Cathollschen partey erhalten sollte;als aber dieser König jahrs darauf mit tobe abgteng, nahmder Cardinal Hippolytus von Este, welcher sich damals inFranckreich aufhielt, Laureum zu sich, und nach einiger zeitmit nach Rom. Allhier gab ihm der Papst Pius V. das Blß-thum Mondovi in Piemont, und schickte ihn als Xuneium andie KöniginMariam von Schottland; er kam aber nur bis nachParis, allwo er von der Königin schriftlich ersuchet ward, solange zu verziehen, bis die Unruhe in ihrem Reiche würde ge-stillet seyn; weil sie aber nach einigen Monaten ihr Reich ver-ließ, und in Engelland gefangen gesetzet ward, kehrte Laureuswieder nach Italien, und lebte eine Zeitlang in seinem Biß-thume, binnen welcher zeit er als Xuncius an den Hertzogvon Savoyen, Emanuel Phiiibertum, geschickt ward, den erwider die in seinen landen befindlichen keyer anzufrischenhatte. Gregorius XIII. trug ihm die Nunciatur in Polen aus,die er zu den zeitenHenrici Valelü, des Imerregrii (in welchem ersonderlich den Kayser Maximilianum II. auf den thron zu be-fördern trachtete) und Stephani Bathori verwaltet. Nach sei-ner rückkunst brauchte ihn anfänglich der Papst zu der wegendes calenders niedergesetzten Congregation , und schickte ihn«dermal als Xuneium an den Hertzog Carl Emanuel von Sa-voyen, und machte ihn indessen den 12. dec. an. 153;. abwe-send zum Cardinal. Gleich nach geschehener wähl Sixti V.kam er nach Rom, und übernahm aufdessen befehl das Prs-tectorat von Schottland. Er war in den folgende» Conclavender Päpstlichen Hoheit verschiedene mal nahe, ward aber vonder Spanischen partey jedes mal gehindert; endlich starb erunter Elemente VIII. den 20. dec. an. 1592. im 70. jähre seinesalters. Er war ein grosser freund der Jesuiten, und ver-machte ihrem LolleZio komsno seine bidliotheck. Er hat obbe-meldten Cardinals von Tournon leben beschrieben.vit. komis. <L Loichn. tom. IV. purpurn stockn. LZIxMr,Itsl. Insrn, tom. IV. p. 1092. , dog. vir. ciock. iV/e-

tbentr.

vir, eruäk. slnr. k. I. seäk. II. p. ;ü.

nium genannt. Sie gehöret seit an.welche daselbst einen Landvogt in dem B>

der

weiche oa,eiv,l einen vanvvogi m

hat. Sie ist sonderlich berühmt wegen dem v ^

residirenden Bischoff, von dem hernach; wegen ^ „xWkunft Kaysers Nudolphi I. und Gregor» OSAgjal-eSS,Kayser die Haupt-kirche erweitert, aus einerthedral-kirche gemacht, und «11.-274. selbstchen daß man an. 1499. das Loneilium von ^ ^ ch>« fl-iegt. Sie ist völlig Neformirter religion, «>w MMlsches L^mnssmm, so an. r;; 6 . von dem V-.M fi>' «selbst aufgerichtet worden. Von ihrem All" MiMsschiedene meynungen: Gnillimann meynet/sie l MVlii Cäsaris zeiten und eine aus denen 12. geweiHelvetier bey ihrem auszug verbrennet haben'lemäus ihres nahmens gedacht habe, sie "^,nkeit,^^!>^oder vielleicht LaLnium, weil durch unachw^yenr^,Wissenheil derjenigen, so vor erfinbung der o»» ' ^ wo» ^cher abgeschrieben, ein Griechisch L für ein ^ 5 xstöcte» pBAndere meynen, sie sey entstanden aus der ° ^

stadt Arpentras, die vor altem unten am jee vdas dorfVidy liegt, bey welchem man viel am P»trift, auch an. 1029. einen ehernen ochs(so von dem Rath der bibliotheck zu Bern veE^lEsonsten viel alte müntzen gefunden. Die wavrtzvnung ist, daß dieseldige nicht auf einmal daym § ic»den, sondern aus anlas des auf der hoheoder kirche, nach und nach allda entstanden,)! ^ M Fsowol zur zeit des Heydenthums, als desmenen Christenthums, und da der Bsschon'^rucket worden. Den nahmen hat sie von iLaus« und Anna, welche durch die stadt rmMw ^vereinbaren. Aus der Römer botmäßigke« yinersten Vurgundische Könige, welche das Ucm'w, hEVoux im V. ÜLLulo überzogen und eingenoM'^.^Mals der erste Christliche König in Franckrem),^seine söhne, den letzten Burgundischen Kon/g!' ^jl ^ <verjagt, kam Lausanne im VI. ürsulo zug>em, ^,jedck^ ^Franckreich. Hernach im IX. IKculo ward M erstadt der zweyten Burgundischen Könige,gang kam sie mit den Burgundischen landen s^,iReich an. 10;;. Jedoch haben die BlsthSn^,, l»>^»walt und ansehen in der stadt gehabt, um. wie^ys .,eintrag in ihre freyheiten zu thun gettack'ss^ pck <„

1482. deswegen ein schwerer streit entstandene^Unterhandlung der städte Bern und Freydm^^.. i? - l>»den. Dergleichen Uneinigkeiten auch am . jav^igB^152;. entstanden, also daß Lausanne ertt^ ^,„1^ger-rechl mit den städlcn Bern und Freyb» st,jt Axy sj,ehe aber diese zeit aus war, kam die 6^,, Wl?!US äs Vnux, an. r;;6. in dem kriege r>iedem Bischoff Sebastian äs Montfauco»,

mit vorbehält ihrer freyheiten und alten Ar ^

.

zupsticyien, ,0 wuroe oen i. iepi. «A ^ Mg ^e def ,jAiputation gehalten, und nach deren FM yek

Päpstliche goltesdienst abgeschafft. Dao ^bestehet in klein und grossem Rath , peL'zum wenigste» einmal um St. M-chA fAhct Ao Estadt amter zu besetzen; der kleine Rath fdcrn , deren Haupt ist der Bürgermeissr / M ^ ^der Veckelmetster und die ;. Lanäerel-,

Lomiisres abgetheilet ist. Ferner ist cm A ^ vor 2<,o. Fgliedern aus dem kleinen und grosse» ^ .st stbecappellationen gehören, in sachen, ^

(es ist aber ein florin 12. kr.) antreffen,

le avvellation auf Bern- klch .^>o 0 l,^

auch seit an. i;29. die bürgerlehre günstig zu werden, auch selbigerzupßichten, so wurde den i. sept. an

haben die besondere fteyheit, daß we^r ^ ^

die stadt einen «belthärer rxequ.ren kan pli ^ ^

Mit l» Vater.

iß!

H«

bürger am tage der execution mit MllhäM^'sei>>sen, zu welchem ende dann ehm^ ^Anvvoft Wae gassen gefuhret worden. AS,Wiche AseiEsic>H

Gericht, welches vor diesein das BiD"» nV!e^ c,^n ,,

w--dm di- »>««->> E-» u« «s «

richtet , wre auch die appellammen^^^ch^^

voL^a>

* Laurus, (Johann Christoph) gebohren zu Bergen unweitHofim Voigtlande im jähr 16,2. den i. jan. studirte zu Lcip-ffg, kam von dar als srofsiso,-I-ingulL Lac. und kosssos nachBayreuth an dasiges Ltiiükion-Lrneüluum, woselbst er nach-mals eine Hvf-Prediger-stelle erhielt, wurde endlich ksikor undSuperintendent zu Culmdach, und starb im jähr 169;. den i;.fedr. nachdem er verschiedene üilpmgtioncs und Orsrionss, un-ter welchen insonderheit äs Durggrakatu blorico supsriori zumercken, Predigten und krogrammatL verfertiget. L«ülor,-«-rschul-Historie.

Eausamie, eine alte ziemlich grosse stadt, eine halbe stundevon dem Genfer - see auf der höhe in dem kois äs Vaux gele-gen, von den Römern erbauet, und i.suloäunum oder I/aulo-

dent am Chor-Gericht und in dem .

lib. VIII. p. 269 . Äett/er. L. I-pi ;r;. L üb. XI. ;78- ^x. 76. abregs p. 484

V-K.

Dorf-Gerichten angehöret. S° y»' fachenCapitul-Gericht, dahin nur El'Landvo^v >then ab dem lande gehören. ^ ASzchul-Mw'^;.

I.l-b.

lib. XU- k' ^

Lausanne, das Bißthum. Wie 0^^ ^

sprung genommen, ist v,

thums war in der alten stadt AL ist,/ /A

Irspurg, und nennen einige ErnchA^n ^AeN^V.Mdas jähr Christi I°°- ?'S^LA-nden x jy.stadt und umgelegenem lande vormi^^p,ernx ,dem aber dieselbe stadt von den ^ glaubvöllig zu gründe gerichtet worden,