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Budißin. Also ist auch in der Nieder - Laußnitzischen Herr-schafft Moskau ein alaun-bergwerck zu finden. Zu allen zei-ten bewohnten die Schwaben dieses land , welche nachmalsdie Slavische völcker daraus vertrieben, welches vermuthlichzu den zeiten des Kaysers Valentiniani geschehen. Von den-selben kömmt es noch, daß um Löbau und Bautzen herumein schmaler strich landes ist, dartnn die Wenden wohnen ,welche ihre eigene spräche und alte kleiduna behalten; wiewolauch noch anderer orten in Laußnitz viel Wenden anzutreffen.Weil aber mit der zeit diese barbarische völcker sich in dasTeutsche Reich mehr und mehr einzudringen, und eine pro-vintz nach der andern abzuzwacken suchten, so setzte sich end-lich Hertzog Henricns, der Löwe beygenannt, mit gewalt wi-der sie, und vertrieb sie aus Wagrien und dem Mecklenburgi-schen , nöthigte sie auch über die Oder zu weichen. Aus derMarck Brandenburg verjagte sie Albertus llrlus, aus der Lauß-nitz aber waren sie durch keine macht zu bringen. Gleichwie. aber dieses Slavische volck verschiedene andere geringere un-ter sich begriff, also waren absonderlich darunter die Sorben.berühmt, welche in der Ober-Laußnitz, in Meisten, und aneinem theil von Ober-Sachsen an dem Hartz-walde ihren sitzaufgeschlagen hatten. Die Nieder-Laußnitz bewohnten dieImÄLl oder I-ulici und Lusinzaner, von welchen das gantzeland den nahmen soll bekommen haben, nachdem nemlich derKayser Henricus I. die Sorben gedämpset, die gegend der jetzi-gen Sechs-städte und das mitternächtliche theil vereiniget,und beyden den nahmen Laußnitz gegeben. Dieser Kayserrichtete gewisse Marggrafschafften auf, dadurch die unbändi-gen völcker ins künftige im zäum gehalten werden sollten. Dieerste stelle eines Marggrafen von der Laußnitz bekleidete Gero,ein Sächsischer vom Ädel, welcher seine güttzer an dem Hartzhatte, und auf einmal zo. Slavische Fürsten, die ihm nachdem leben gestanden, bey einem gastmahl erwürgen lassen.Ihm folgte sein schwager Christianus, welcher aus den Gra-sen von Wettin entsprossen war, und um das jähr 97z. ver-starb. Worauf sein söhn Ditmarus zur regierung erhobenworden, welcher mit Svanehilda, einer tochter Hermanni Bil-lingi, Geronem II. gezeuget, welcher nach ihm die Laußnitz be-herrschet. Zu seiner zeit fiel der Hertzog aus Polen, Boles-laus II. in die Laußnitz ein, und verheerte alles. Zwar wi-dersetzte sich ihm Marggraf Gero mit grosser tapferkeit, mü-sse aber endlich an. 1015. in einem treffen das leben einbüstsen. > Doch sein söhn- Ditmarus II. hatte das glück, daß an.1018. zwischen dem Kayser Heinrich II. und dem gedachtenHertzog Boieslao aus Polen ein friede zu Bautzen aufgerich-tet wurde. Er hinterließ zum Nachfolger seinen söhn Otto-nem, den letzten dieses geschlechts, welcher, nach Albini be-richt, an. io;l. gestorben. Hierauf wurde Dedo, welchernachmals Missen darzu bekommen, mit Laußnitz beltehen,welcher aber zu zweyen malen wider den Kayser Henricum IV.rebelliret, und an. 107;. gestorben. Nach dessen tobe belehnteder Kayser den Hertzog Vratislaum aus Böhmen mit derLaußnitz, ihn wegen den aufgewendeten krieges-kosten zu ver-gnügen , welche gedachter Hertzog zum wenigsten, was dieNieder-Laußnitz betrift, so gleich in besitz genommen. DieOber-Laußnitz aber ist, wie es sehr wahrscheinlich , in der Po-len Händen gewesen. Nach dem tode des gedachten Hertzogswurde sein tochter-mann Vipertus, Graf von Groitz, mit die-ser Marggrafschafft an. 1117. investiret. Er starb an. 1124.zum Nachfolger seinen söhn Henricum hinterlassend , welcherzwar in dem besitz durch den Grafen Adelbertum in Sachsengestöret, aber an. n;i. wiederum in seine vorige ruhe durchhülffe des Kaysers Lothar» gesetzt worden. Als dieser nun an.uz;, ohne erben adgieng, bekam der GrafConradus vonWettin, welcher an. n;6. gestorben, das Marggrafthum Lauß-mtz. Von seinen söhnen bekam Otto Missen, Dietrich und nachdessen tobe Dedo Laußnitz und das Marggrafthum in Oster-land, daher sich alle beyde Marggrafen in Osterland oderPIsrLkiones Orientale« schrieben ; wiewol Dietrich auch vonder von ihm erbauten residentz Landsberg, so unweit Halleliegt, Marggraf von Landsberg genennel worden. Als aberDedonis söhn, Marggraf Conradus, der mit seinem schwa-ger , Hertzog Uladislao in Polen, viel zu thun bekommen, an.i2io. ohne männliche leibs-erben starb, bekam Tiedericus,Marggraf von Meisten Ottonis söhn , gegen erlegung 10000.marck von dem Kayser die Msrckigm Orientalem , weil aberMarggraf Albrecht II. von Brandenburg , Conradi tochterMechtild zur ehe genommen hatte, so bemächtigten sich dieMarggrafen von Brandenburg der Laußnitz mit Landsberg,und wurden also von dem Marggrafthum in Osterland wie-der gelrennet. Daher man nicht findet, daß Marggraf Die-trich, noch dessen söhn Heinrich, noch auch dessen enckel Al-bertus DeZener, Theodoricus oder Fridericus die Laußnitz be-sessen , ausser daß solches von Diezmann, Alberti söhn, ge-lesen wird, welcher aber an. izc>7. von einem meuchel- Mör-der m der Thomas-kirche zu Leipzig ermordet worden. Obihm nun wol sein älterer bruder Fridericus Lämnrlu« succe-diren wollen, so wahrete es doch nicht lange, weil Woldcma-rus 1. von Brandenburg ihn gefangen bekam, und nicht eherlos keß, als bis er sich unter andern der Unter - Laußnitz zubegeben versprochen, dabey es ohne zweifel bis zu ausgang-er Brandenburgischen familiean. i;,r. geblieben, worauf
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Böhmen succediret, welches bereits vorhero «um ottt»'^Laußnitz mne gehabt, und solche dem EnMl >»»» Ai-'Svon Brandenburg gegeben. Von der CronpGLaußnitz an das Ertz-Haus Oesterreich, ^gen
dem Churfürsten Johann Georgio I. in verliehe»-v-cdem Böhmischen kriege aufgewandten kosten .,stali>et»'Fkdessen tobe bekam, vermöge des aufgerichtete»
Churfürst Johann Georg II. die OberELA MrE^FChristianus aber, Läminillmtor des Stifts ^
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Nieder-Laußnitz. Christophorus Manlivs hat ^ MG-thum Laußnitz in 7. büchern beschrieben,ster zu Zittau, v. Stoll, nebst noch andern tcr p her»»v/zk>!.ulaticamin in einer collectiv» in fol. an. o ssriptttk' 1 f.den. Viä. ckrnn. öL
in snnal. ckronic- / e"
VII. VIII. <L sliki. ckronici gn-
xenäice. sä sn.
in ckron. LiNLens. likslu 4/E-i»
sugienll. bist. äe i.snägrsv. Vsturwo- 7
land-chron. kill. hone h,jc.
iä^Uio pstrixe. in ropogr. I-uIat-
äillsrt. äe kulst. ^ die»»
Laußnitz, ein fluß in Böhmen, der, nachdem hüstlnder stadte Lomnitz, Dvbieslau und Tabor beney ^
ser der Mulda oberhalb Theyn zustellet. . MLausus, war ein söhn des Tyrrhenisthe» K»» ^mit welchem er dem Könige der Rutuler, TM' /hatt»
Sie wurden aber beyde, nachdem sie viel tapstr^xifl.
tet, durch des Äeneä Hand umgebracht, .
V. 649. lik. X. lud kn. Ora«.
Lausus , ein söhn des Albanischen Königs Lja, M ^ein bruder von des Romuli mutter Rhea
HE
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seines vatters bruder, Ämulio, umgebracht-lik. IV. ;4.
* Lautenbach, oderLaudenbach, einFrancken am Mayn gelegener marckt-flecken»
nem Amte nicht weit von Carlstadt am M»»''- „nd »»„ M,Lrsncon. x.;ü.;7. Tromsdorffs accurate nel^„ PSvon Teutschland, III. p. 120. Er stehet dem 0^,,Ex f.selb als ein pfand-schilling zu. Ehemals hat ^ ^ ^ a» ^ Anau und von Finsterlohe zugehöret, im MM pm E"an Hohenlohe, und endlich an Würtzburg /pfands-weise an Hatzfeld gekoinmen. D«ekett gehöret nach Weickersheim, und ist »ndHWg'L,lohisch, auch dieser wegen zwischen W»rtzb'E,vv reg'denen von Hohenlohe im jähr 172;. ein rett» ,, Erichtet worden. Bey dem flecken lieget auf rM gfahrtt^c»^che, die Berg-kirche genannt, wohin starcke w ^ per ^hen, und woselbst die feld-binde verwahret >»7^
te Graf Melchior von Hatzfeld dem Pfa 8Ez. M
action bey Clotha an der Weser, im >ahr -^nsirMan zieret insgemein bey solennem gotttt ^seyeMutter GOttes damit. Pufendorffs Swschichte, X. §. 41. P. 447- 1.
* Lautenbach, (Conrad) war in Th""»a vesEhcnem geringen orte, im jähr i;; 4 - gebotM
llch die ichulen zu Eisenach und Nordhamrm Mer -nach Straßdurg, und warb nachgehe», ^ zuc»a«g-ckedelheim, hernach aber im jahr iii?^» ^r D0>m Fund erstlich bey der Prcdiger-hernach bey jgyr ^ ^viseono verordnet. Daraus erlangte cPastorat zu Neuweiler, ward im jähr nack'Ä,ig ^ Fw.l, kam,m jähr i;8°. nach He'deW Aerä-'vZxlChurfmstens aber bey crfolgter gla»ö^',„ Fra»ss,"gei»'AFnach Vlraßburg, und starb als Prediger ^ ,,,, ^ü94. den 18. april. Er hat den Eliclieund OatsIoFum "sellium Vericatis >»s her I-
dani Historie continuirt, und einige / Ll» - ^
vit. Lruä. tkeatr. vir.
* Lautensack, ma»'"'
jähr 1478. gebohren, und erlernte m va,- ,
trreb er einige zeit zu Nürnberg, war
gerieth aber über dem eifrigen lest» »^„gd
barung Johannis aufallerhand la>G'^,A HKlij
merische einfülle, so, daß er mch s »w
figuren entwarf. Er verachtete dabey d e ^gder» ^cl>
der H. Dreyfaltigkeit, den gsist^». /."Äz ei»Ä ^
Materien allerhand abentheurllche beg > Er bj» .
im augusto des jahrs i;;8. zu jahr ^ ^c»>'^ß s
Teutscheschriften hinterlassen, »ve ckst eine» ^igetOgs^,,titul: Offenbarung JEsu Christi rc-beze^^ ,r g ,
Weigelii zusammen gedruckt worde», ^Sei»e^ istvieles aus dem Lautensack gelernt. st»' a»!^<buchs der Offenbarung innhalt vo» c-^ ^ ^Äcis stschuldigen Nachrichten, i?"-
6A/iar>. ciillert. »e ^^tzer
ssccü, Altorff 1716. Arnold- kirch-w»'
§. 14. segg. , pellt Cv»
Lauter, ist i.) ein fluß, welcher