Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
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773
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ryaier stünden, da er denn auch einen"wen , und etwas geld in groschen und anderer klei-

li^'den gefunden, wovon jeder etwan ic>. thalerA Hais»,' ,^on Blumenau gieng er hernach aufLüneburg,^ '"liste si^"""nten diebstal an der goldenen tafel verüben.

aber damals sonderlich fügen, daß man nichtalic,i^"brn und schlüsseln den abdruck nehmen, fon-oie nachgemachten schlüsseb gar füglich versuchen2 Kitz gieng der diebstal im 169g. jähre die sonntags-anfange der fasten vor sich, und bekam er,dl? gcraubete in Hamburg verkauft worden , zu sei-ec ^ species-ducaten, und 200. thaler silber-geld,ducaten und 40. thaler silber-geld wieder abgeben.neme aber gab erden Iüden, welche ihm weißße nicht gut wären, umsonst. Nachdem erkx Me xx , wie einer von der bände in hasst gerathen,»titsche Ä^uf die flucht, und eilete nach Meußlingen,,woL der Me „ahm, durch das Mecklenburgische gieng, und»>Äedcn ^ - Sachsen anlangte, da er sich einige zeit zuddn'sseö!,?!?erlich aber zu Stedten aushielt. Den

ch begieng er den gewaltsamen eindruch zu Hel-«»s x dten, ^cher Prediger-wittwe, wo er die stuben-thüre mits» ?e>» k^etsen erbrach, und das geld nebst andern fachenE^y g.uer heraus nahm, da denn bey der theilung jeder,n "esch war, etwan 18. thaler bekam. Kurtz darauf,"-thfj. ^uen gastwirth zu Querfurt, wo er zuerst die.Erbrach, und mit etlichen hinein gieng, welchegingen ^ vor dem gewölbe mit einem grossen bäumef«xK>> i)ie gefundenen kleider und leinen-zeug, in-stzchbige« geld, einige schnüre perlen, und was sie sonst^»nten, heraus holeten, und die fachen zu geldeeinem etwas über ic>. thaler zufiel. NachMle,IMe er den diebstal an einem kramer zu Cöln and>/,.chch>e Haus-thüre aufmachte, und das gewölbe!>G Eriche öfnete, da denn die kram-waaren an aller->>kst,' l!„d ^"den, leii,wand,fchleyer-tuche, u. d. g. heraus ge-100. thaler verkauft wurden , wiewol sie sei-rv^ ündntsse nach gerne noch einmal so viel werth?»y,i "egs. diesem bestahl er die kirche zu Budelwitz, wokOlibe,, d"le etwan 20. thaler bekam, war auch beyAr» Klcinen-Bückerswalde behülflich, wo alleme 80.

°"l> i„vu t?^ch>neide,ohne das baare geld,erbeutet wurden.Üci„ ^ dl,">,^^ubele er die kirche zu Waldenburg, wo ergelbe etwan ;o. thaler zu fct-

? daa>,,?sf"uvele er dt

^chen's'ejlexch^,befindlichen ... ... ...

Den 24. jul. half er selb sünfe zu demM Wons,edel/ wo er die kirch-thüre mit feinen

uHlusseln eröfnete, die facrtstey-thüre erbrach,^ Stoffe und kleine silberne kanne, nebst einer

sssdM eive psMgchtel, und einem buche mit silber befchla,N>se-i bi "''s leinen - zeuge bekam. Indem sie aberbekan«.^"kRehau zu ritten, meldete sich im wirths-kerl bey ihnen, und gab ihnen auleitung ,W^avr-.^chs Wasser kommen, und den dasigen Bran-s^gen wnn.bifchenUmgelds-LcljunÄum bestehlen könnten.hL dew ^um desto sicherer zu gehen, zusehen, ob eswie der kerl gesagt hätte, und befand?s>isf bq<b,'befasse von vorne anzugretffen, welches auchM V ivxj^ bewerckstelliget, und das eiserne girier gewalt-wMgebrochen ward, daraus nicht nur viel zeugh? de?"3e enn?. auch verschiedene silberne becher, per-

^^uen j>?det wurden. Hierauf nahmen sie den weg

llHöksLen w,A"'cke, wo'sie'Ihre Pferde' in den stall 'zo-^ >'>aMe ^ sich theileten, und die paptere, woraufhi ' >vz' ^wüit dj^wb bes Umgelds-ächuncti nähme befind-

bw waaren eingebunden und bezeichnet ge-

.warfen, sich hierauf, weil sie in 2 . nachtent!i?ev blich"en, zur ruhe, und zwar er nebst ihrerd?»i>a,^gen ,',k immer auf die streu, zwey andere aber«"cssx'H von 1 ^bgendenHeu-boden legten. Indessen hat-,.,ch >vjrtt,H°f ^us einige auf kundfchasst ausgeschickt,^anzeia/ weil sie den huffchlag der Pferde vor sich>>^»ch und «-Zwangen. Doch vermeldete der Wirth gleich>d,kx ld rnui,/?^ beyden bey ihm schlafenden cameraden,,Vlis Aaben, «.^wurden , die Pistolen zur Hand nahmen,Vl in» 4 v->"solchem tumulte davon kamen, undV in" bog,' ^baler an gelde mit sich davon brachten,tk ^vf . diesem dasjenige, so bey dem letztenV»" iv»!!^ ann^- ^"bs noch vermisset worden, auf mehrV'bev?' Wen ^ aber, so listig und behende er

^sa^ik k-^ck an-i-^°ll^"ch^^blendet, und verweilete sichX^n Ä"de , darüber er endlich denen aus Hofi>?Awen wv,ch' Denn ob er wol denjenigen, so ihnA «ügev Ub, m die Hand verwundete, auch mitiV'b e???sfelten8^ß/schlug ihn doch ein anderer in wah-?>ed,^/LMen ,„^ch"s^n dreymal zu doden, bis er endlich°k° !tÜ^bst d?s L .Wie er sich nun gefangen sahe ,ÄÄ^ii?? ein zu berauben, und grtss, weil er

,^>>a ?",fchee?EM "?b zwar in der einen ein brodt-in^d^.dix ^ll^n,wesser hatte, von welchen das erstere zur'^e??^chte taÄ, ^s^'^s war, nach selbigem, jedoch' dqv?^ch mit ^ das fcheer-messer steckte. Alleiner - sinn einen gefährlichen schnitt in die'w gefangnisse geheilet werden muste.

E. Theil.

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Es drang ihm auch die speise eine Zeitlang immer wieder ausderselben heraus, und er bekam durch diese Verwundung ei-ne gantz gelinde und leise spräche. Nachdem man ihn alsogegriffen hatte, brachte mau ihn nebst den 2. andern, die aufdem Heu-boden gestecket hatten, nach Grätz, weil der ort sei-ner anhaltung im Gräflich-Reußischen gelegen war. Den 2;.aug. darauf aber ward er, aufMarggräflich-Brandenburg-Bayreuthisches ansuchen, von Grätz nach Hof ins gefängnisund zu fernerer Untersuchung abgeholet; bey durchsuchung sei-ner kleider fand man, daß er etwas moos, nebst einem zedelgen,worauf die Worte: Kamins in MSNU8 tur>8 commicro tpiri-tum meum, stunden, in seine kleidung genehet hatte, welchesman anfänglich vor zauberey hielt, von ihm aber berichtetward, daß dieses moos, welches an den gerichten der aufsrad und pfäle gesteckten und an den galaen gehängter Übel-thäter gewachsen, von ihm blos zu dem ende da weggenom-men, und in das brust-tuch Henehet worden, daß er die kleidervom Ungeziefer befreyen möchte, weil man ihn versichert,daß es sich in solches geräthe, wo dergleichen moos vorhan-den, nicht setzte oder einnistete. Man wollte zwar auch , daßer die leuthe bey seinen einbrächen im schlafe zu erhallen, ge,wisse lichter gebrauchet hätte, welches er aber allemal läugne-te, und betheuerte, daß er sich zauberischer und unnatürlicherdinge niemals dabey gebraucht hätte. Er führte auch an, baßer einst an einem gewissen orte in verhafft gesessen, und ge-mercket hätte, daß der boden, an demselben orte, wo er gele-gen , darunter ein ander gefängnis gewesen , nicht allzu dickeseyn müste, weswegen er mit seinem geschmeide und eisen einloch hinein gemacht, und es mit einer alten thüre, die un-gefehr im gefängnisse gestanden, und zwar so bedeckt habe, daßes wie eine fall-brücke zugerichtet worden, worüber er strohvon seiner lager-stätte geschüttet, baß man es nicht sogleichwahrnehmen können. Als ihm nun der büttel speise bringenwollen, hätte er sich gestellct, als ob er sich nicht aufrichtenkönnte, und ihn genöthiget etwas näher und auf die gemachtefall-brücke zu treten, da dieser denn über hals und köpf hin-unter gefallen wäre, er aber seine ketten abgestreifet, und sichdavon gemacht hätte. Zu Hof wäre er auch einstens bald ent-kommen, indem er die ketten von seinen Händen völlig abgelö-set , und sie, damit man es nicht mercken möchte, wieder mitbändern zusammen gebunden hatte, welches aber noch beyzeiten entdeckt ward. Indessen hatte man zu Zelle von einigengefangenen auch einiges von dem von der Mosel und Listenvernommen,und ward deswegen ein Lolnmissäriu8 ausgeschickt,welcher sich nach diesen Personen erkundigen sollte; dieser kamnach Leipzig, und schrieb den 1;. aug. von dar aus, daß erin erfahrung gebracht, wie etliche von einer berüchtigten diebs-bände zu Planen und Grätz eingezogen worden, und einerdarunter Nicot hiesse; man meynete, der vornehmste dieb dergöldenen tafel, der von der Mosel, wäre auch mit darunter,und hätte sich selbiger bey seiner gefangennehmung selber diekehle abschneiden wollen. Es wäre also nöthig, daß einer vonden gastwtrthen, bey welchen sich Mosel aufgehalten, dahinreisete, und sähe, ob es der rechte wäre. Unterdessen erhieltman die nachricht, daß gedachter Nicol mit völligem nahmenNicol List hiesse. So berichtete auch der Lvmmikkuius, wel-cher deswegen nach Grätz gehen muste, wie er daselbst allewinckel mit bürgern aus Hof angefüllet gefunden, um diedaselbst sitzenden diebe abzuholen; einer unter selbigen wäre derNicol List und ertz-spitzbube gewesen, von welchem viele wun-derliche dinge erzehlet worden; sonderlich, daß er vor dem al-le werckzeuge der tortur in seinem Hause gehabt, und die sichin seine gcsellschafft begeben wollen, alsdann erst angenommenhabe, wenn sie alle grabe der tortur ausstehen können. Dochmöchte der angegebene von Mosel wol von diesem unterschie-den seyn. Man bekam darauf noch mehrers licht in der fa-che , als man zu Zelle unversehens erfuhr, daß sich oft ge-dachter Mosel selbst verrathen, und gesagt haben sollte, er hiesseNicol List , weswegen man zu besserer gewißheit einen Wirthaus Hannover nach Hof schickte, bey welchem er geherbergethatte, der ihn auch sogleich erkannte; er aber brannte sichweiß, und wollte selbigen durchaus nicht können, weswegenman endlich mit ihm nach der folter wanderte, und ihm diedaumen-stöcke anlegen ließ , wodurch man eine bessere bekännt-nis von ihm heraus brachte. Man that hernach von Zelle auSseinetwegen ansuchung an dem Brandenburg-BayreuthischenHofe, erhielt auch so viel, daß er abgefolget werden sollte;indessen machte er zu Hof sein testament, und übergab es demAmts-Verweser zu Hartenstein, hatte aber nicht mehr als noch200. thaler, die auf schulden ausstunden, übrig, und verlang-te davon noch 12. thaler zu seiner Verpflegung im gefängnisse,die man ihm auch bewilligte. Man konnte zwar anfänglichkaum glauben, daß er von so vielen und wichtigen diebstalennicht mehr als so viel übrig haben sollte; er bewies aber, daßer unter seiner bände immer unglücklich gewesen , indem ermehr als dreymal von seinen eigenen cameraden bestohlen wor-den, auch sein antheil von der göldenen tafel verkauffen müs-sen , über welches ihm noch die Juden allerhand streiche ge-spielet, und nicht nur durch ihre betrnglrche gewichter in er-handlung der gestohlenen fachen betrogen, sondern ihn auchan einem gewissen orte noch dazu angegeben, und heimlichverrathen hätten, daß er einem vornehmen manne daselbst 100.species-ducaten geben muffen, worauf ihn derselbige im friede

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