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ziehen lassen , wicwol ihm die Iüden, weil er in Verrichtun-gen die qantze geftllsthafft betreffend, und also gleichsam inamts-verrichtunaen aussen gewesen wäre, 60. ducaten wiedererstattet; wobey ihn noch seine prächtige und verthuliche mai-tresse, Anna von Sien, nicht wenig gekostet. Da man endlichwegen der abholung mit der Braunschweig-Luneburg-ZellischenRegierung überein gekommen war, ward von selbiger ein Lieu-tenant von einer granadier - compagnie mit einer mannschafftunter 5. Unter-Ossicirern und n. Gefreyten, theils von einergranadier-compagnie zu dieser abholung ausgefertiget, undauch einer von den Amts-wachtern zu schliessung und behand-lung der gefangenen mitgeschicket. Als sie nun zu Hof ange-langet waren, ward erden 4. Advent 2. stunden vor tagedurch einen Lieutenant mit 20. mann an sie ausgeantwortet.Anfänglich schien er gantz munter und freywillig, als ihn aberder Lieutenant etwas scharfer schließen, aufden wagen setzen,und veste machen, auch 2. von seinen leuthen, einen mit fer-tiger Pistole, den andern mit blossem degen, beyde auch mitfertigen flinken, vor ihn setzen, und ihn durch die andern zu, beyden feiten des wagens mit ihrem gewehre begleiten ließ, be-gunte er sich starckzn entfärben, und fieng bitterlich an zu wei-nen , wollte auch in etlichen tagen fast gar nichts gemessen,und ausser ein wenig weiffem brodt und brantewein, nichts Wet-ters zu sich nehmen, daher man seinetwegen grosse sorge hat-te , ehe er sich wieder erhoffte, und zu seiner vorigen gelassen-heit kam. Der Lieutenant ließ ihn inzwischen auf einige tage,bis er durch die verdächtigsten Plätze zu seyn vermeynete, indem einen wagen niederlegen, wegen des kalten Wetters wohlmit strohe bestopfen, und mit einem mantel bedecken, undauch den andern wagen eben also zurichten, damit diejenigen,so ihn etwan erschießen wollten, zweiselhaffl gemachet wür-den , auf welchem wagen er sich befände, ließ auch dabey ih-rer zwey rücklings sitzen, auf alles, was sich hinter ihnenbegeben möchte, wohl achtung zu haben, und hierbey auchihrer zwey fünfzig bis sechzig schritte vorher und auf derfeite abwärts gehen, alles genau zu durchsuchen, wie sie dennan mehrz als einem orte gewännet wurden , sich vor den Ban-diten aus Listens gesellschafft wohl in acht zu nehmen. Wes-wegen sie auch in den wirths-häusern alle Vorsichtigkeit brauch-ten , keinen fremden menschen auf den Hof und ins Haus lies-sen, stuben und fenster auch von aussen mit wache versahen,vor den gefangenen selbst eine schildwache mit beyden Pistolenim gürte! und dem degen in der Hand stellten, die genau aufihn acht geben muste, daß weder er noch ein anderer etwaszu seiner befreyung oder entletbung unternehmen möchte;deswegen auch allemal die stube vorher gereiniger und gekeh-ret ward, damit er nicht etwas zu seinem vorhaben dienlichesfinden könnte. Als man nachgehends benachrichtiget worden,wie sich einige diebe in der nahe aufgehalten, und verlautenlassen, man müste sein heil wagen, und ihnen Liften abneh-men , oder doch verhindern, daß er nicht nach Leipzig käme,wobey sie sich zugleich nach dem wege und der anzahl diesermannschasst erkundiget hätten, machte der Lieutenant wegendes nahe gelegenen gefährlichen Waldes, welchen sie durch mu-sten, auf allen fall benöthigte anstalten. Er aber meynte,man hätte diese sorge nicht nöthig, weil diejenigen, so etwasversuchen möchten, keinen anführer hätten, wenn er, seinSchwache und der Fahndrich Schmidt aber dabey waren,möchten sie sich ehe etwas zu befürchten haben. Man brauch-te aber dessen ungeachtet alle mögliche Vorsicht, wie denn diebeyden, so auf der lincken feite etwas in den wald giengen ,einen kerl mit der Pistole im gürtet ausserhalb des Weges, andem orte, wo sie den angriff zu thun gedrohet hatten, antrafen,der sie aber wegen des Windes erst, als sie die Hähne auf denflinken anschlugen, merckte, und ihnen auf ihr zuruffen zurantwort gab, sie sollten nur schießen, er hätte eben auf sie ge-wartet , und würde bald stärcker kommen, womit er in dasgebüsch entsprungen. Man erfuhr aber hernach in einemwirths - Hause, daß die spitzbuben die nacht zuvor 9. mannstarck daselbst gewesen, und sich wegen ihres mißlungenen an-schlags beklaget hätten. Man brachte ihn hierauf nach Leipzig,von da man noch mehrere spitzbuben mitnahm, die auf be-fragen , ob sie Listen kenneten , allemal läugneten, sich aber,so bald sie ihm vorgeführet wurden, mit ihrer färbe verrie-then. Von da gieng der weg weiter nach Zelle, und entdeck-te er dem Lieutenante,wie die gefangene Iüden das eine mal,als sie ihre bücher genommen, und sehr laut, auch dem anse-hen nach gantz andächtig gebatct, nichts weiters gethan, alssich unter einander zur bestandigkeit in der folter, und nichts zubekennen angemahnet hätten, deswegen man ihnen das laut-bäten untersagte. In Zelle empfieng er endlich im folgendenrsyy. jähre den 2;. may das todes-urtheil, daß seine gliederstatt des rades mit einer eisernen keule von unten auf zer-schmettert , der cörper verbrannt, und der köpf auf einenPfahl gestecket werden sollte, nachdem er seine fünden vorherhertzllch bereuet, und sich gantz wohl zum tode bereitet hatte.Hosmanns denckmahl der Göttlichen regierung an den gül-denen tafel-dieben. Spitzbuben-pract. II. anh.
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Franckreich gethan hatte, trieb er dre krn ^ ve"Aorck, und nachgehends zu Londen. Er an-äum ÜoAoris isseckicinT zu Ojfford bey 5 ' j« Londen,und ward darauf in das LoUsgium öfleMcumz „ deinergenommen. An. 1698. begleitete er den bey Wl«
in seiner Gesandtschafft nach Franckreich,zurückkauft eine beschreibung dieser reffe M
Helm King in seinem buch, betitelt: lournsv ^ ^ sey"'lächerlich zu machen sich sehr hat lassen ang x>ren reg'.war auch Leib-Artzt der Königin Anna, ume ^ LE §,c-er starb. Seine übrige schriften sind : ^ ^önglire rrss IrsÄacus, Londen 1678. Nl
cliLstff Lrislise LxerL,wtione8 äuss; Oon , ,v>>B
Londen 1Ü85. in fol. Lvclilsarum <L ,ulN 1,1V
tomiLa; cle Vsriolis Lxercitatio; Lorw Vucriusaus 30UL Lxerciwtio Lnstomies ter > > M
ciiLinAlis cle Lslculo bumsno; Oillerrano ss'icke
Es finden sich auch eine grosse anzahlten' WN ^in den 1'rZN8aökion,bu8 ?kilofopl»'cis der -cchen Gesellschafft. Englischer hurtig yosAii-
* Liftrius , (Gerardus) ein ^eäicus, v^s ,6. ^0 k!'nen in den Niederlanden, lebte zu anfange . ^ 0^^,derts, und schrieb: clslropis L ^
8UN8Lonffrulffioms, Antwerpen 1529. jl> s
csm ketri llifpLni, Zwoll i;ro. in 4-' „xgjeÄlNL keZioni8, so nebst andern iN -^lvheraus gekommen; und Lomment. in 2 ins Emi, Basel in 8. CLM1526. in8.au«^r>u^,-'übersetzt, Leiden 171;. in 12. welchen gels- fl.Erasmo selbst zueignen. , ss.^i§c>ue
-»««». cle virie
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gnen. v ,
scienria ^
in opp. biü. geaeal. x. 176. Xelst. HM 'pffali8 ciebestur, guocl 1.3t. ffingua Oerw '^jper dleg. bibl. Lelg. Sein schaff '
nicaner zu Zwoll, besonders wider Wowr> ^
Kappens nachlese nützl. Reform, urkund. - ^ SA
Lisvelt oder Liesvelt, ist eine alte Baro'sschen^land an dem lincken ufer des flusses Le«, dewSchoonhoveu, dem lande von Vsselnio» KoE,
waert gelegen. runah^v
Liszinsky, (Casimirus) mit dem >v^
Brzesky, ein Polnischer Edelmann, melE Mdämmt worden. Diejenige^so Ane p,e,D
che den 21. oct. an. 1688. M Warschau x,,."-,
folgende verurtheilung am meisten besterschösse von Vilna und von Posen , meffv hezeiEbesthuldigt wir^ daß er durch den^dab^
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eifer sich'einen Cardinals-Hurklage
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ste atheistische nrgumcnm zusammen gelvaa^. l,gr>
mal die redens-art gebraucht: wrr Atheu e -xbeoffL l) ^
weis-gründen,mit welchenAlstedius tn<em^h^ nlN^z
die existentz GOttes zu behaupten
hin und wieder beygeschrieben: es W nicht
theil daraus; baß er von dem ehestande"^ ftme xyev^zrie
gehabt, w,e es die kirche erfordere, mvei ^
gehalten, einen ihrer nahen bluts-freuA seines ^was dergleichen dinge mehr waren. ^ dasM» ,A,sich, daß er einen GOtt glaube, daß andern Ä.^nche ^f.Atheisten anfuhren konnten, zu keinem ^achd",aMAr,geschrieben, als damit er es hernach Alste^^ocge^rl^Verlegen möchte; daß er blos desw^ Mes
fen, weil er nicht so starcke und so gut . man j,-l,'vffp„i
als er billich gesollt und gekonnt ' dAals einen Verächter GOttes anzuklagen^,, § e
ursach habe, weil er von Mgend antgeführt, weil er nur wenig tage °°^ffle ^ch 00^^,municiret, weil er zu stiftung e>ne/jl yeschwe^ iwherbeigeschafft, u. s w. zugle.cl) ^.,ugte lA M '
als privat-affecten seiner Verfolger,
* Lrfter, (Martin) ein berühmter Englischer Artzt des XVII.sixc. ward m Buckinghamshire gebohren , und unter der ob-sicht seines groß-vatters bruders,Martin Listers, Königs CarvliI. Leib-Artzts, auftrzogen. Er studirte nachwärrs in dem St.
sehr wehmuthlg und niedergeschlagen- i68y.ss m„y niÄ„efache war dieser, daß er den --^e^dem Bischossvon Vilna einen solennen ,, .ss" ,che»vls^„,von der weltlichen Obrigkeit aber verva^ ^jper ,/rschriften in seiner Hand, und berMch Hans a
brannt, sein vermögen consiscrrt, »md sollte. ^^ v "auch solches ewig wüste gelassen weroe' , dae^lNder Konig dieses scharfe urtheü »« Driften an ck
mark. des vorerwehntem jahrs sem^/^nach ""ge; >0^^
Hand habenden stock verbrennen, unvb ^„ muM ^
stch von dem leben zum tode brmgen^.^ gab-viele kennzeichen einer grossen äussre,
ward nachmals zu asche gebrannt,, geschossen- .xquennach der Tarlarey zu, rn die lusi ^ xemrom. Xlll. toi. rsoS. HaMpuev
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