Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
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Philosophie, welche zu Oxford gelehret wurde , under»-» hocken war, wenig vergnügen. Daher trieb er in^ej ^'^ren das studiren nicht sonderlich, sondern machteR im M aufgeräumten köpfen bekanntschafft, mit denen erUksek-« '-schreiben übte, welches ihm zum wenigsten, eineMften»öu führen, gedient hat. Als er aber folgendö dielSdie Vch^^Cartes las, und solche viel dentllcher fand,M lej^Apatetischen, bekam er wieder tust zu dem studiren,M h^hch sonderlich auf die Medicin, darin» er es auch so?°lhgch'M, daß er von den berühmtesten Aleäicis seiner zeitward, ob er gleich diese wissenschafft niemals tret«u Nahrung daraus machen wollte, weil er sich dazu

Erraffte genug zutrauet«. Deswegen er auch niemals

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»vts> ? '"»ro , ov er gleicy viele wmeum-mtt memms lrel«,x.e/"ne Nahrung daraus machen wollte, weil er sich dazuErraffte genug zutrauet«. Deswegen er auch niemalsgeworden, sondern allein den gmämn MlaMrisE>» An. 1664. that er zwar als Secremrius mit ei-

ejn .A^li Gesandten eine reise nach Teutschland, war aberdG.Wr aussen gewesen, als er wieder nach Oxford kam,der Natur-kündigung oblag. Allhier n'-^ ^b^a Ashley, nachmaligen Grafen >

Allhier ward er an.von Vhafts-

0« ^ ikn ' der in seinem Umgang so viel vergnügen fand,Mit nach Landen nahm, und ihm seine gesimdheit. »re, da denn Locke so glücklich war, daß er ein brust-' woran sich dieser Lord unpaß befand, zur öfnung

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m-M. "ran pcv vieler rlvro unpap vesunv, zur onmngS»>tn^7UfVeranlassung dieses Herrn legte sich Locke aufdie»Se ej„ffssks Staats von Engelland, und erlangte darinn einess- ^' daß chn der Lord in allen seinen Verrichtungen zuRvgzss Es brachte ihn derselbe auch in die bekanntschafft desBuckingham, des Lord Halifax und andererins wußten, was Vernunft und gelehrjamkeit sey,d? ay .gesamt gerne in ihrer qesellschafft hatten. Er thatdi, geivak,^. dem Grafen von Northumberland unda, iirsick j dun eine reise nach Franckreich, kam aber bald wie-ski , ?istli-?^daus des Lord Ashley, da stund er nun in sol-V svhns ' daß ihm der Lord auftrug, die letzte Hand anV-bey Erziehung zu legen, und hernach eine gemahlin vor

er n« ^ siel, empfand auch Locke das seinige davon,

. Er gab ihm ferner an. 1672. da er selbst

Zece M "on Engelland, und Grafvon Shaftsbury ward," iy „„^wt-steffe. Allein, da im folgenden jähre sein Pa-

tzen.

««I» er > "rt, einpsunu uiua, ouo w»u»g>. vuvvn,oMie Ewigen schriften theil gehabt, welche der Graftuschen ausgehen ließ. Er erhielt zwar bald dar-^ ssm csecretariat bey einer Commißion, so wegen derV^ellt war. Als aber solche sich an. 1674. endigte,Hss' M, izwndheitansieng baufällig zu werden, ließ ihn dereine reise nach Franckreich thun, allwo er sich zuund Paris bis an. 1679. aufhielt, um welche zeitwieder nach Engelland berufte, da ihm jedoch der" Aen ??den wegen des stein-kohlen-dampfs nicht wohl

rs°, w, weshalben er oft auf dem lande leben mnste.Graf von Shaftsbury nach Holland flöhe,V^ter ebenfalls dahin, weil er als des Grafen seinHrjLtzd w°u ^Eand Verdruß zu haben befürchtete. WorüberSv Me schÄ man ihn beschuldigte, daß er verschiedene auf->!^Mj ^, 'wn nach Engelland sthickte, seine stelle im Lalle-

>>>>,7 eftrd auf Königlichen beseht genommen ward.ri>, rode wollten ihm seine freunde bey Hofe verge-

btÄst>Nldi°?- Ader er wehrte es ihnen selbst, weil er alsV^altnU? reiner Vergebung nöthig habe, und blieb sol-Schimmer in Holland. Er war bald in Amster-E lghr ^recht, bald in Rotterdam, mnste sich auch einU?' als bis 86. verborgen halten, und durfte nichtnachts ausgehen, weil man ihn in Engellanddvy m>^en wollte, indem er wegen der Hände! des^ tk«,"mouth verdächtig gehalten ward, ungeach-j,, I ^ denselben keinen theil hatte. Währendenry"zux»^Mand brachteer fein werck vom menschlichen^ machte mit vielen Gelehrten, sonderlich

NiN flar w^^^ partey freundschafft, deren lehren er.7». gefallen ließ. Nach geschehener Veränderung

7 ixtest ^ ' Engelland begab er sich an. 1689. wieder da-leichj g-!^ den grossen Herren viel freunde hatte, wäre

au^^^f"y wichtige bedienungen zu erhalten, es^uiLlldernAsichoten, daß man ihn an den Kayserl. oder«.M m Gesandtschafft schicken wolle, er begehrtevf>.die a,^?ss> mühsam oder verantwortlich war, undr^tzÄlierlina?-^°"b-Commißion an, die ihm ungefehrA»te des uw^^rlich eintrug, und bey der er seines studi-f'l eiss ^bex »gL^ngs mit leuthen in ziemlicher ruhe abwarten„5e luf?^änd^,«' Mhren muste er wegen seiner gesimdheitLonb-«^ f^nes aufenthalts dencken, indem er dieA», x^stterM^s^lcht vertragen konnte. Er vermochte dem->Ust M ex jh^yam zuOates etliche Meilen von der stadt ge-E- ^ zu wohnen vergönnete, weil er hier

ld^e^eiste» ," fand. Da brachte er seine zeit von an.N^wAngten kam nicht nach Londen als,in den

Nu?' Und M^doch blieb er noch etliche jähre m offentli->dAe ,"?en, g.stMaffie gemeinen wesen nach seinem ver-V M er denn einer von den vornehmsten war,

, b umschmeltzmig des qelds bey dem Parle-welches mitte! Enqeüand in äussersten^ weswegen er auch in selbigem jähre

ward ^ die Handlung und die Englischen colo-" / welches aml ihm jährlich rooa. pfund

fferling eintrug. Er legte aber selbige bedienung an. 1700. frey-willig nieder, weil seine brust-beschwerung in Londen immer zu-nahm, und, wiewol ihm der König freystellte, solche nebst da-zu gehöriger besolvung zu behalten, wenn er gleich wenig dar-inn verrichten könnte, war er doch zu gewissenhafft dazu, unddanckte würcklich ab. Er begab sich hieraus völlig nach Oates,und brachte sein übriges leben in der angenehmen gesellschafftder Mashamischen familie mit studiren gantz vergnügt und ru-hig zu. Sonder.ich war er in den letzten jähren seines lebensmit sieißiger betrachtung der heil. Schrift, vor welche er einesonderliche Hochachtung bezeigte, und der Christlichen religionbcschäfftigt, von deren Wahrheit und gute er gantz eingenom-men war. Er ward aber von zeit zu zeit so schwach, daß er ei-nige monate vor seinem tobe nicht mehr ausgehen konnte, unddeswegen zu Hause communictrte. Doch kam es mit ihm zu kei-nem lager, und ob er wol die annäherung seines endeö fühlte,und davon mit seinen freunden oft gav erbaulich redete, so stu-dirte er doch noch immer ordentlich, und ließ sich zur bewegungdann und wann aufeinem sessel durchs Haus tragen. Einen ei-nigen tag hat er im bethe zubringen müssen, weil er allzu grosse.schwachheit empfand. Aber gleich den andern morgen ließ ersich wieder in seine studier-stube bringen, und , nachdem er da-selbst aufdem stuhl eme ziemliche zeit geschlafen, muste manihn ordentlicher weise ankleiden , und Mall. Masham las ihmetwas aus den Psalmen vor. Er hörte ihr eine welle sehr flüs-sig zu, wie er aber den tod ankommen fühlte, bat er sie inne zuhalten, und verschied wenig mmuten darauf ohne sonderlichebewegung. Diß geschahe den :8. oct.an. 1704. Es war dieserLocke ein mann von überaus grosser wissenschafft. Er hatte sichfast in allen Materien, die dem menschlichen geschlechte auf ei-nige weise sehr nützlich seyn konnten, umgesehen, und zwarnicht nur obenhin , sondern also, daß er die dinge, darum ersich einmal bekümmert, völlig ergründet, wie denn seine schrif-ten sowol von der weitläuftigkeit als auch von der tiefe seinerwissenschafften zeugen. Er hat sich sonderlich angelegen seyn lasssen, die kraffte der menschlichen seele zu erforschen , wie dennunter seinen schriften, die von dem menschlichen verstände dieweitläuftigste ist. Aber seine wercke waren nickt allein müßigebetrachtungen, sondern er war daneben geschickt in allerhandthätigen dingen, in Staats-angelegenheiten, in haushalkungs-geschafften, in handels-sachen und dergleichen nützlichen rath zugeben. Er schrieb von allen dingen mit einer besondern deut-lichkeit und vrdnung. Bey aller seiner welt-weisheit war erkein spötter oder Verächter der religion , wiewol man ihn dochbeschuldigte, daß er durch unterschiedene seiner lehr-sätze denglaubens-geheimnissen zu nahe getreten. Er ist darüber bey sei-nem leben etliche mal in schriften angegriffen worden, gegen dieer sich auch fleißig vertheidigt. Sonst hat man alle merckmaleeines mannes, der GOtt ernstlich zu dienen begehre, anihm wahrgenommen. Sein Umgang ist von besonderer an-muth gewesen , indem er nicht nur von allerley dingen gründ-lich zu reden wußte, sondern auch eine so grosse Höflichkeit und sogute arten besaß, daß man solche fast von einem mann, der soviel studirte, nicht hatte erwarten sollen, daher ihn jedermangern um sich hatte, wie er denn auch an seiner feite aesellscbafftliebte, und gern mit allerley arten von leuthen redte. Er konntesehr artig schertzen, und zwar also, daß er niemals jemand be-leidigte , wie denn auch seine streit-schriften dnrchgehends höflichabgefaßt sind, und auch selbst in denjenigen stellen nichts bittereshaben , wo er seinen Widersachern höhnisch begegnet. Er warvon natur hitzig und zum zorn geneigt, hatte sich aber durch ei-ne strenge gewohnheit so weit gebracht, daß er von seiner zungevöllig meister war. Von der eigen-liebe besaß er so wenig, daßer sich nicht nur mit seiner wissenschafft und geschicklicbmt nie-mals groß machte, sondern auch kein bedencken trug , seine ge-dancken zu ändern, wenn ihm deren Unrichtigkeit von andern ge-wiesen ward. Er vermied zwar weitlauftige welt-geschäffte,wozuihn ausser feiner schwachen leibes-beschaffenheit, auch eine na-türliche ftirchtsamkeit und weichhertzigkeit nöthigte.Jedoch konn-te er nicht müßig seyn, und wenn er auch nicht studirte, so nahmer sich doch sonst etwas mit dem leibe zu thun vor, arbeitete imgarten, gieng ober ritte spatzieren, und muste dabey stets jemandum sich haben, wenn es auch nur ein kmd hätte seyn sollen.Er lebte sehr mäßig und ordentlich, und tranck stets wasser,welchem tranck er die so lange erhaltung seines lebens zuschrieb:Seine schriften sind Liläv upon human klnäerstaucling, welchesins Lateinische und Französische übersetzt worden, und in derPhilosophie vortrefliche dienste thut; Lplüoia äs Tolsmmia, soman auch ins Englische und Französische übersetzt; ein tractatok civil Ociuvernement, darinn er die ordentliche EnglischeReichs-verfassung behauptet; Gedancken vonErziehung der Kin-der, die man auch in Französischer, Niederländischer undTeutscher spräche haben kan; ibs ksalonakleck »k Obrükigrütv,welches auch Französisch zu lesen ist, und darinn er weisen wol-len , daß in der Christlichen religion nichts wider die Vernunftsey; Laraplwales über einige Episteln Pauli. Man hat auch sei-ne briefe an gute freunde, ingleichen stuie send-schreiben widerden bekannten Stillmgfleet bejonders gedruckt, sowol einigeVertheidigungen seines bnefs äs lolsmmm, einige kleine schrif-ten, den Handel und muntz-wesen ,n Engelland betreffend. Undnach seinem tobe sind 2. jammlnngen von einigen seiner kleinenschriften, die erste unter dem titnl: lloffhumou-r dnrclls (welchebald darauf auch Französisch erschienen,) die andere unter dem

4 s «84. t'tulr