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noch immer bleibet, daß die Häuser, deren mauren von ziegel--steinen gemacht, ihre mauren niemäl breiter haben, als langdie ziegel, oder gebackene steine sind, und dahero neben dem,daß dadurch die Häuser in dem winter der Herbesten kälte, imsommcr aber der qrösten Hitze, mehr als andere unterworffen zuseyn pflegen, auch noch ferner diesem viel grosser» ungemachunterworffen bleiben, baß sie nicht leichte über 40. jähr dauren,sehr oft aber noch vor dieser zeit einsturtzen , und die einwohnerunter sich begraben. Was die kaufmans-und wirths-häuser an-langet, so wird schwerlich eine stadt Londen dißfalls übertreffen,mit den Häusern aber und pallasten der Edelleuthe und standes,Personen, hat es eine andere bewandniS. Wiewo! auch allhiereinige recht schön sind , und insonderheit das sogenannte Mon-taignische Haus , welches vor eines der kostbarsten paßiren kan.Es sind auch allhier feine gerade und geraume straffen, die beynacht-zeit vön laternen erleuchtet werden. Die vielen schönenviereckigten platze werden meistentheils von dem Adel und vonstandes-personen bewohnet. Unter diesen ist sonderlich Lin-colninfields wegen seiner gröffe, und St. James sqare, wieauch Kings-square in Soho, desgleichen Neb Lion square we.gen seiner schönheit berühmt. Was die öffentlichen gebäude be-trift, so sind die vornehmsten darunter der Tvwer, das,Zoll-haus, die brücke, das sogenannte NIomimentum, die König-liche börse, die Guild-Hall oder das Rathhans, die kaufmanns-halle, die Juristen-und andere eallegia, Hospitäler, kirchenu. d. g. Der Tower ist ein alt gebäude, so genannt von demMissen thurne, so mitten darinn stehet, an der Temse aufderost-seite der brücke, hat ungefehr eine Englische weile im um-fange , und ist mit einem graben und einev mauer umgeben,auf deren kleinen thürnen stücke gepflantzet sind, daß also bey-des die stadt und der fluß davon beschossen werden kan. Er istzugleich das vornehmste Zeughaus in Engelland, gestalt so vielvon ammunition und gewehr darinn zu finden, daß üoooo.mann damit versehen werden können. Es werden darinndie kleinodien der Crone, wie auch die archiven der Englischennation verwahret, und ist auch darinn die einige Müntze ingantz Engellanv, worinn gold und silber geprägel wird. Erhat vor zeiten die ehre gehabt, daß unterschiedliche Königedaselbst residirt haben; anjetzo aber werden gefangene stands-personen darinn verwahret. Das custum - house oder Zoll-haus , welches gleichfalls auf der feite des fluffes liegt, aiengauch im feuer mit auf, ist aber nachgchends weit prächti-ger aufgebauet worden. Die brücke, welche die stadt mitder Vorstadt Southwark auf der andern feite des fluffes zusam-men füget, bestehet aus ry. schwibbögen, deren jeder 20. fußvon den andern abstehet, und hat fast in der mitte eine zug.drücke. Auf dieser brücke stehen zu beyden feiten schöne Häusernebst kaufmanns-gewölden, worinn man fast alles, was manverlanget, haben kan, nachdem die straffe unter des KönigsWilhelmi regierung von ir. bis auf 20. schuh erweitert wor-den. Nicht weit davon ist der unglückselige ort, allwo dasgrosse seuer auskam, zu dessen ewigen andencke« eine sehr schö-ne säule aufgerichtet worden, welchc-202. schuh hoch ist, und5. schuh im durchschnitte hat, und das Monument genennetwird. Nicht weit von diesem denckmäl ist die Königliche börseoder banck, so das schönste gebäude von dergleichen art ingantz Enropa ist, und zuerst an. 1566. und also gleich ivo. jährzuvor, ehe sie abbrannte, von Thomas Gresham, einemkaufmann, auf dessen eigene Unkosten, aufgeführet, nach demfeuer an. 1666. aber von der Cammer zu Londen und der kra-mer-gülde weit schöner und prächtiger, wiederum erbauet wor-den. Guild-Hall ist der ort, wo die stadt-gerichte gehalten wer-den , und wo der Lord-Mayor oder Bürgermeister nebst denAldermännern und gemeinem Rathe zu abhandlung der stadt-sachen zusammen zu kommen pfleget. Es ist ein groß gebäude,jedoch inwendig weit prächtiger als von aussen. Die kauf,manns-hallen, wo die Compagnien ihrer Handlungen wegenzusammen kommen , sind mehrentheils so prächtig, daß siegrossen pallästen "ähnlich sehen. Unter den Juristen-Lollsgüssind die sogenannten 4. lnns oder Lourc« sonderlich sthens-wür-digmemlich der inner-und middle-Temple in Fleet-street, GrayS-inn in Holborn und Lincolnsinn in Chancery-Lane; gleichwieauch das Lollegium der Livi Ions oder sogenannten OoötorsLommonn nahe bey St. Pauls, das Mediciner-LollsZium inWarwyck-Lane, das wapen-amt auf St. Bennet's-Hüacl, dasGresham-Lcillegium in Bischop's-gatestreet, wo die KöniglicheGesellschafft sich versammelt, und das Sion-Lollegium nahe beyCripple-Gate. Den armen zum besten sind allhier5. Hospitä-ler , nemlich Cbrist's, St. Bartholomew's, St. Thomas,das Charter-house und Bediam. Das erste ist vor die kinder inder stadt nebst z. besondern schulen aufgerichtet, in deren einer4°. knaben sind, die in der Geometrie, Schiff-kunst und andernstücken der Mathematic unterrichtet werden. Die Hospitäler zuSt. Barthvlomäi und St. Thomas sind vor arme, krancke,verwundete und gebrechliche leuthe. Das Charter-house sonstauch Sutton's-Hospital, von dessen stifter einem Edelmann ausLincolnshire, Thomas Sutton genannt, ist ein vortreflichesaestifte; wie denn das Haus an sich selber den stifter 20000. pf.stcrlings aufzuführen gekostet. Hernach begabte ers auch miteinem jährlichen einkommen von 4000. psund , so nach der zeitbis auf6000. erhöhet worden, wovon 80. verarmte Edelleuthe,soldaten und kaufleuthe nebst einer schule von 44» schülern er-halten werden , welche letzter» nicht allein allen unterhalt be-
kommen, so lange sie aufder schule leben^ A^Mlaas
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über diß / wenn sie auf die Universität ziehen, /'„Anjährliches stipenclium von 2». pf. sterlmgs s „ oder e .oder ein gewiß geld zu erlernung eines hanvow u
kunst bekommen. Bedlam , ein Hospital vor moA geEim Haupt verrückte leuthe, ist ein stattliches D" st leEinMoorfields. Umverlanffene, liederlicheunoi ^spn».zucht zu halten, sind in Londen unterschiedliche eEj,Häuser, unter welchen das vornehmste Brrdeweu
ses und prächtiges gebäude hinter FlEst^ ;,?Mrch^.^Böffentlichen Lateinischen schulen sind St-Pauw-lorö und Mercers Chappel. Zu der öffentlichen au^j^rg»allhier allein innerhalb der stadt-mauren n«^
Pfarr-kirchen, ausser einer grossen menge von e ^ ^
Dom-kirche zu St. Pauli, welche, an. 1666. a«feuer ruiniret, hernach aber viel prächtiger wie ^ ^und unter regierung der Königin Anna, aw e> .questen gebäude der well, zu ende gebracht w^ . stattist im Parlemente resolvirt worden , daß inr
IN im Paricmcmc re>owiri wvrvrn , n>er^"
den Vorstädten noch 50. neue kirchen sollen geo^^ ran'^c M
werden
solcher grösse, daß in einer jeden 457°- lai'gt^Ä
und waren zugleich zu diesem bau, daran u,j,,et. Lnk"fang gemacht worden, zzoooo. pf. sterlmgs vewrung des stadt-regiments wird allhier iahrNw L ^ ein
aus dem Oollogio der Äldermänner oder RatMMayor oder Ober-Bürgermeister erwehlet, 0" ^ »B'staat alle andere seines gleichen ausserhalbtrift, wie aus der grossen solennität seiner inden 29. oct. geschiehet, und an der grossen ^ ^ .stMli-^,i>zu sehen. Nächst dem Lord-Mayor sind diemanner zusammen 26. nach der anzahl der M
die stadt eingetheilet wird , indem einem >eken^i AalM,, so,dermann nebst einer gewissen anzahl von Ds
und verschiedenen unter-bedienten ;iigeord!ielch^n!'»o".^
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genannten wards oder quartieren werden die , 0 ^
cil-men oder gemeinen Rathsherren erwev u i giiil^MNsammen 2;i. sind. Unter anbetn Obrigkeitlim^, ^
nen dieser stadt sind die vornehmsten der Ca»ySherifs oder Richter und der Stadt-Cämmer h^r." Mist gewöhnlicher Massen ein ansehnlicher und vo ^gelehrter, welcher von den gefttzen und gevr xokM >0gute wissenfchafft und erfahrung hat, urr» d D,esadißfalls beyzustehen, und an die Hand W §
allen Gerichts-versammlungen den rang über»
Mayor-stelle bekleidet haben, und spricht d^"a,e,ch Nn ^zwey Sherifs oder Stadt-Richter sind auch Uter-Ec>^gantzen Grafschafft, deren jeglicher e»«e" " „ten Uveffschreiber und eine gewisse anzahl von sofl^.,^ sich ',„,v!'unter sich hat. Des Cämmtrers amt Emölber/^^ jl>!
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über alle besitzet der kaufmanns-läden unddie lehr-jungen , die alS solche insonderheit "
diction stehen. Die kaufleuthe, künstler uno M,,stadt sind in unterschiedliche compagnien eE.jvileE' jflsamnien ungefehr 70. sind; sie haben große p jegl>ch,,st Eihnen die vorigen Könige gegeben, und A z»si"t"!,nletsonderbare halle oder ein Haus gebauek, wo >' §,,reri>'!^cs!"men, und einen Ober-Meister erwehlen / moibigen stehenden bedienten, die man partim'
nennen pfleget. Was die militz und alle aiw^ gelesenmehr von dieser stadt betrift, davonffliL pressnt State ok LnZIsncl; Me nei 5/^"
6uicie cie bonclrss <Lc. in ^ ^ KkitN^ si>
dilgMX kritann. Neugeharnischtes L
p. 172. leg. cfflic. cie la .vock^hk^
auch zu Londen verschiedene Lonc-l-a gcy wefl^ey, ^an. r°75. Il°2. 1125. ll7?. I2°°. ver se'lA'
rung der kirchen-zucht und üblen stbeus ^izgr. und izyü. wider die lehr-satze des'w
licersr. k. II. *
f In dem XVII. s-eculo wurde allhier
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schoff zu Ehester, 0. Wilkins, vo>>^,
ner Wohnung mit verschiedenen andern a,idcr^ >, e ,,
Howard, Rob.Boyle, Wilh. PettY' " j„ natt-rA„sE
forderung der wlssenschafften, besondrrs^^. ^ g, ^
gen, öftere Unterredungen hielt. Als a ^ sichum das jähr 1658. getrennet worden, msaNiU' ^ sdavon nach Londen begeben , fortgebti
auch daselbst in dem Gresham-oolI°^„chwcdann noch viele andere Gelehrte, un yem ds ^
ihnen gesellten. Dieses unternehmen ^ gy. i ^
rolo ll.dermaffen, 'daß er EMein privilegwm bestätigte, und N^ t einenernennete, dahero auch der Prasidei ^ sichauf einem küssen in den verMUmM g ^ie sa>A -1.
Ihr Wahlspruch ist : Xullius m Ver a- ooncil'o Ä d»rL,jchbestehet aus einem Präsidenten , eine ^ren sieve ^ .
dern, wovon jährlich 10. abgeheu, wird a^,jgckandere wieder ersetzet wird. Der P ^ würde ^ffxgliech ^iierwehlet, kan abeL öfters in dwfir st'N'-r g,ch- q-dem Die Soeü, deren zahl undestimmer,