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stund. Er gieng demnach mit einer starcken armee über dasAlpen-gebürge, da denn der König Desiderius in der gegend,wo jetzo Mortara ist, eine starcke Niederlage erlitten. Er de-ftndirte sich hierauf in Pavia eine ziemliche zeit, doch wurde erdurch Hunger und pestilentz genöthiget, diesen ort gleichfalls zuergeben. Er selbst wurde nebst seiner gemahlin zu Lion rnFranckreich in ein kloster gesteckt, darin» er auch his an seinentod bleiben müssen, welches an. 774. geschehen/ nachdem dieherrschafft der Longobarden in Italien gantze 206. jähr ge-währet. ^ .
Eongobardtscher Aonige LstsIoZus:
1. Alboinus, von an. ;7r.bis 574.
2. Clephus, bis an. 575.
Antharith oder Autharis, von an. 58;. bis 591. nachwelchem einige Thudelindam die Königin setzen,doch nur für ein jähr.
4. Agiiulphus, bis an. 6,6.
Adalvaldus, bis an. 626.
6. Ariovaldus, bis an. 6;8.
7. Rotharith, bis an. 6 ;;.
8. Rodoaldus, bis a». 6s 6.
9. Aripertus I. bis an. 662.
10. Perrharith, ward verjagt an. '66;.
n. Grimoaldus, bis an. 67;.
ir. Pertharith, zum andern mal bis an. 68-.
i;. Cunipertus, bis an. 701.
14. Luitpertus, regiert 8 - monate.
i;. Ragumbertus, regiertmonate.
16. Aripertus II. bis an. 712.
17. Asprandus, regiertmonate.
1 8 . Luitprandus, bis an. 744.
19. Hildebrandus, regiert 7. monate.
20. Rachisius, bis an. 750.
»l. Aistulphus, bis an. ?? 6 .
22. Desiderius, der letzte König, ward gefangen an. 774.
L/ac-0«. Kilt. I. 0 NM 0 . Ho/«/,/, äs gsilis Lrsncorum.8rgo«rr«/, äs llsZno Itsli«. bilior. ^süplisl.
lib. V. p. ; 12. Lasrr,/, äs migrst. Zsnt. lib. XII. /lacd-«-
Lermsn. msä. äiäert. I. p. y. <L III. p. 6/. Ls.Jerrll/ersd. Se/ö/rr,/, in not. sä vitsm Lsroli ÜI. ah Lginksr-to conssriptsm 9. 28. *
Eongobardrfch Recht, welches die Longobarden, eine Teut-sche nalion, unter sich gesetzet. Ihre gesetze waren anfänglichnicht geschrieben, als sie sich aber im VI. lissulo unter ihremanführer Alboino nach Italien wendeten, und daselbst in demobern theil Welschlands ein besonderes Reich aufrichteten, hatKönig Rotharis an. 640. ihre gesetze in schriften abfassen,und unter dem nahmen Läiökum publiciren lassen. Diesemgesttzchuch ist nachgehends von den folgenden Königen, als von.Grimoaldo, Luitprando, Rachisio und Aistulpho eines und dasandere zugesetzt worden. Doch waren die Longodardischen Kö-nige so bescheiden, daß sie den unter ihrem gebieth lebendenRömern ihre Rechte nicht aufdrungen, sondern ihnen frey lies-sen, ob sie nach ihren eigenen gesetzen leben wollten, wie hie-ven des Luitprandi conilitution I. 1. äs Loä. hang. rir. zy.I. n. zu sehen ist. Als Carolus N. sich das Longobardi-sche Reich unterwürfig machte, ließ er die Longodardischen ge-setze bey ihren vorigen kräfften, und fügte selbigen nur et-liche neue bey: welches auch von etlichen folgenden Teut-schen Kaysern und Konigen, als Ludovico, Lvthario, Pipino,Guidone, Ottone geschehen ist. Und ist insonderheit die con-stiwrio I.otkLiii I. 2. r. 51. merckwürdtg, inhalts dereneinem jeden vergönnet vor sich zu erklären, nach was vor ei-nem gesetz unter den dreyen, dem Römischen, Longobardi-schen, Salischen, welches schon zu Caroli N. zeiten in Italienwurtzel gefaßt zu haben scheinet, er leben und gerichtet seynwollte; welche oprio legum bis auf die zeiten Lothar« 8s-xonin gedauret. Aus diesen alten und neuern gesetzen aber isteine besondere collection entstauben, so in z. bücher, und die-se wiederum in unterschiedliche titul abgetheilet, welche vonden alten Lloilskoribus unter dem nahmen der I.ombsräs an-gezogen wird. Es ist aber ungewiß, von wem und zu welcherzeit diese collection gemacht worden. Etliche schreiben sie demCorolo IV!. zu, deren meynung aber keiner Widerlegung be-darf. So viel ist gewiß, daß sie vor dem Longodardischen Recht,und also wenigstens um die mitte des XII. Iseculi muß seyngefertiget worden, weil selbiges sich I. i. t. io. I. 1. t. 22.58. auf die Iwmbaräam beziehet. Es hat auch Carolus Cot-tus 8 iculu 5 , welcher ein discipul des Placentini gewesen, undzu ansang des XII. lTcnIi gelebet, darüber Lommentsriosgeschrieben. Goldastus hat dieses buch seinen Lonluetuclini-kus und ssgidus Imperislibus, und Lindenbrogius dem Lo-äici I.e§um sntiguarum mit einverleibet. Es ist bey denLiollatoridus in grossem ansehen, und halten es die meisten proautkentäso dergestalt, baß selbiges zu enlscheidung derer rechts-sachen könne angeführet werden, so aber sonder zweifcl nurvon Italien zu verstehen ist. ^««/«/ üb. IV. c. 49.
Ilb.v. c. äs Xegno Icslise lib. II. L III.
in prolegom. sä conüieruä. , in proleg. sä coä.
ss. sntig. , äs V^eicdbilä. c. 40. 41. e'o«r,«^.
äe 0. Z. 6. c. n. 12.
Eongobardisch Lehn-Recht,bestehet nach der gemeinen ein-theitung aus 2. buchern, und werden diejenigen rlculi, so nach
l 0 n
demtitul beS andern bnchs befindlich, wcil fiE nichl.Aden zeiten darzu gekommen, und in den ältesten m Wv.zutreffen, cspituls extrsoräinsris genermet. .» besser, e'es in 5. bücher ab, dessen ordnung aber , ob sie zw^^^ iro -die gemeine, dennoch in sllegsriombus nicht,a«w' -^sden. Diese collection ist zu den zeiten Frideri" i- ?rirsts verfertiget worden, und hält man lnsgeme» b an,selbige Gerhardo Nigro und Orderto äs Ol-lo,'
Ospsgiltiis heisset, und beyderseits selbiger zelt-0 ^ar d
in Mayland gewesen, zuzuschreiben ich- Ob"» ^genW',meynung nicht gantz zu verwerffen, so giebt vom" am' ßdaß nicht alles dieser leuthe arbeit seyn könne, sorw .hier und da etwas hinzu gesetzet worden. So v«ivin selbigem ein theil der Longodardischen >ehns-gew ^ ME 'welche auch nach zerstörung des Longobardtlw'- HBItalien üblich gewesen, enthalten sey. AÄm dcs IuUe,linus zu zeiten Friderici II. dieses buch denNovellenni anfügte, und aus selbigem die zehende co'^ ° grosses ^geschahe es , daß solches nicht allein in Italien^/^oinwe^hen erhielt, und die Rechtsgelehrten haussen-we^ 7iio§ darüber schrieben, sondern auch zu ende oe^M'iaM > .ein anhang von dem Iustinianischen Recht m ^ coiE^,,mit -initbiich. tttdn vor M1 olä -in aüaemeine-/
lö-
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mit einschlich, und von dar an als ein allgemeine- ^äins/ium in lehen-sachen, jedoch nur zur beyhUMLehen-Rechte, zu gelten anfieng. I, x. ,4-
äe libris juris Liv. s. 8. gs
»«F. äs 0.5. 6. c. ;2. A/MÄ/, in procem- cu . 7. o-luetuä. keuä. ^ur. Leuä. c. -
in p/LsoZn. ssur. s. 7.
Longolrus, (Christophorus) war ein a!>- '^,1
gneil, Bischoffs von Lion, rc. und wurde zu Me^ ScboE yegebohren. Es irret sich Erasmus, wenn erihn^.Msgebürtig zu seyn vorgiebt. In dem 9. jähre se'^jchls e" ^
er von ' ' " " ..
wollte
ttt, zu ,«,» vvdd,n»n. ^, 1 , oc„i 9 . luv--
a seinem vatter, der ihn sehr liebte,
.vvute ersparen, ungeachtet er selbigen, als ein B,- j 5 -
licher zu seinen schlechten ehren und durch,halte, nach Paris geschickt, allwo er durch i«" „genlum und ungemeine gedächtnis-krafft m rmy herrl>^,Mnung der sprachen und andern wlsseiMaffle.» >
nommeu, daß ihn iederman bewundern MiM '-,^te er sich gantze 6 . jähre auf die Rechksgeleyria'
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fuhrung des Phillvpi Decii, welcher zu „ron-'vdiesem kam er nach Paris, und practicirte E'./ünMWährender zeit nahm er sich vor, den PlinlUlNs^ eow"sen, und machte auch über die n. ersten buw/ios. Darbey vergaß er nicht, das Gnechüche ss^g e>ne°ches er so nachdrücklich that, daß er nach verW h, E 'bereits Griechische briefe an Guil. Biidm-mi«" Wu ^sung der Griechischen scridenten ?. jähr zuvrE ^„d ßdvPlinius vieles von der natur der bäume, MG § vonschrieben, begab er sich in das NarbonesistheM§,,ch sel^,t>c>sen ein Überfluß war, bey welcher gelegenhell er ^ derter-historie verfertigte. Damit er sich luglelev ^te ck . F,schreibung des Piinii vest setzen möchte, dmwland, Franckreich, Teutschfand und B
gar in Orient zu gehen, wo ihn nicht der T»r» leg e ^
abgehalten hatte. Dem Petro Bembo zu ^ E , U
5. gantze jähr auf die lesung des Ciceroneselbiger zeit in Italien so werthgeschatzten wov>lum sehr begierig an sich, dergestalt, daß er i^n , -M'kein einiges wort in seinen schriften I" ^§,1 die ^nicht beym Cicero stund; wiewol, wann w^ M,bekennen soll, ihm dennoch die fache bev wel ^gerathen iss als Bembo, Manntio, Mchier nl-r 5dem ; Massen Longolius an theils orten sch^ ^erstendas ist, zusammen gelesene stücke aus C>c>-r >, obg^ zEget, anderwärts aber solche eigene gEdamit ebenRömers Worten ausdrücket, welche sich bG aez>vu»W e»^besten zusammen reimen, und meist etwa , „o
kommen; er trieb jedoch dabey auch dtt DA erlM'^ „ghgleichem endzweck, die Geographie "MsA, kaw ^.der Schweitz mit guten dekanM» ^um das leben. Denn weil die SchwE st .
her gegangenen treffen bey Mangnan m S ^
erbittert waren, und auch diese l'.Ä als sseß^. pisixzneu ansahen, fielen sie auf sie zu' "' ^r andett j„ o»ergeben wollten, tödteten fle den einen, ^-wundet V „,^1 ^flucht davon, Longolius aber wurde ver>v^ paß ' - Agefangnis geschleppet, darinn er MiMlemand zu verb'ndung der wunde M Bijchoffsbleiben müssen, da er durch verbitte des ^wiederum feine freyheit erlanget, und,)" aiegen.F
kriege diente er dem Könige Ludovico Xin Italien, allwo er in dem 28. iayr ' ' ^ biNge;ner sonderbaren gelehrsamkeit das Rom <^sse l)^ ,get. Wie denn der Papst Leo /.gar Luth»' „p b l'ii'„ aebabt. io daß er ibm auch.wlver^..^ „abw a, ,HN
rhn gehabt, so daß er ihm aucy,,"""-^ „am--aufgetragen, welches auch Longolius am m ^ „p, so ^eine oration ausgearbeitet hatte, als yn ^^geno-'^.,
i;22.indem Z 4 - ,ahre seines attersZiMAch kurßreder übrigen ausfertigung gehindert. C> " p ' auwtobe in den Franciscaner-habrt cmkkld ^ ^,fk g
begraben, da ihm denn Bemdus die