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mit ihr getrauet worden, und folglich die andere ehe mit Theut.berga offenbar null gewesen. Hierauf schickte der Papst an.8S;. seine Legaten nach Franckreich, welche «»feinem neuenOonLiüo zu Metz die gantze fache nochmals umständlich durch-suchen , die verflossene Königin nebst einigen Bischoffen aus denlanden Caroli Oslvi mit darzu ziehen, und alle scsts demPäpstlichen stuhle überbringen sollten. Allein Lotharius be-stach die Legaten, baß sie weder Theutbergam noch die Bischöf-fe aus Caroli Lalvi Reich zuließen, sondern nur die vorigenslonsilis zu Aachen revidirten, und die geschehene ehe-trennungaufs neue billigten, die a<sts aber gar nicht mit nach Rombrachten. Dieses bewog den Papst einen 8)moäum im Late-ran zu halten , auf welchem die äecrecs des Loncilü zu Metzverworffen, die zwey Ertz-Bischdffe zu Trier und Cöln, sodemselben beygewohnt, abgesetzt, und die L-gsri beschuldigtworden, daß sie die Unschuld der verstoßenen Königin unter-drücken helffen. Lotharius brachte hierauf seinen bruder Lu-dovicum II. Kayser und König in Italien, auf seine feite, wel-cher hierauf nach Rom gieng, um den Papst mit gewalt zuzwingen, in die ehe-trennung zu consentiren. Der Papst wur-de auch würcklich in der kirche St. Petri eingeschlossen, undmuste zwey tage ohne essen und trincken darinn zubringen. Zuseinem glücke aber starb eben damals Lothar« und Lndovici II.bruder Carolus, König in Provence, welches eine Uneinig-keit zwischen den zwey brüdern verursachte, worauf Ludovi-cus II. sich aus Italien nach Provence zurücke zog. Dochweil Lotharius Ludovici benöthigel war, brachte ers zum güt-lichen vergleich, und die erbschafft Caroli wurde ruhig gethei-let. Der Papst aber bekam inzwischen luft, und schrieb analle Bischöffe in Franckreich und Lothringen, brachte es auchdahin, daß sich dieselben insgesamt bis auf den Ertz-Bischosszu Cöln, der sich ihm gar sehr widersetzte, (flehe Guntha-rrus , Ertz-Bischoffzu Cöln) seinem ausspruche unterwarfen.Der König aber muste, um des Papsts Widerwillen und einenkrieg mit Carolo Lslvo zu vermeiden, seine vorige gemahlinan. 866. wieder zu sich nehmen. Allein bald hernach wurde erselbiger aufs neue überdrüßiq, fieng an, sie auf allerley weisezu plagen, daß sie endlich des lebens müde ward, ihre ehe mitLothario selbst vor nichtig erklärte, und sich in ein klostrr reti-rirte. Der Papst aber hielt vest darauf, Lotharius sollte siewieder zu sich nehmen; er starb aber im december an. 867. ohnesolches zu erlangen. Hierauf that Lotharius eine reise nachRom , um sich Adriani II. des neuen Papsts, gunst zuwegezu bringen, als durch dessen Vermittelung er die trennung sei-ner ehe zu bewerckstelligen hoffte. Der Papst nahm ihn mitbezeugung sonderbarer liebe und freundschafft an, und entließihn des bännes, nachdem der König ihn versichert, baß er sei,nes vorfahren Verordnung in allem genau nachgekommen wä-re , und damit der Papst eine völlige Versicherung haben möch-te , ließ er, als der König nebst seinem gefolge das H. Nacht-mahl empfieng, sie alle mit einander eydlich bekräfftigen, daßes wahr sey, daß Lotharius seit dem ersten von Papst Nicolaoerhaltenen befehle, mit Waldrada keine fleischliche gemein-schafft gehabt hätte; welches doch, daß es falsch wäre, da-mals jederman gewiß wußte, und daher» schwer zu begrif-fen , warum der Papst den erschröcklichen meineyd so vielerPersonen also habe veranlassen mögen. Hierauf ward einConcilium auf das folgende jähr, zu weiterer Untersuchungder fache ausgeschrieben. Allein ehe es dazu kam , wurdeLotharius auf der rückreise aus Italien nach Franckreich miteinem fieber, oder nach anderer sage, einem schlagflusse zuBorgs St. Donnino überfallen , welches die geschicht-schrei-ber selbiger reiten nicht ermangeln für eine schnelle straft vonGOtt, wegen dem begangenen meineyd, und entheiligterCommunion auszulegen; und als er mit mühe noch weiterbis gen Piacenza gebracht worden, starb er daselbst den 7.aug. an. 86y. und zwar ohne erben. 6^,».
äs äivortio solstsr. L Ikeutkerg«. /kib^rso. ( sieheTheutberga.) *
Lotharius, Hugonis des Grafen von Provence und Kö-nigs in Italien söhn, wurde von seinem vatter an. y;c>. zumKönige in Italien gemacht; 0) und regierte mit ihm bis an.94;. da Berengarius, Marggrafvon Ivrea, seinen vatter ausItalien verjagte, (siehe Hugo, König in Italien.) Jedoch ließBerengarius Lothario noch den nahmen eines Königs bisan. y?c>. da er zu Mayland starb, (b) Seine gemahlin warAdelheid , Rudvlphi II. Königs in Burgund tochter, mit wel-cher er gezeuget Emmam, die an Lotharium, nachmals Kö-nig in Franckreich, verheurathet worden, (s) (3)üb. IV. c. 1. cric. in kriron. tom. III. sä sn. y;o. n.
p. 827. col.. (b) /Vocksarck. ckron. sä sn. 950.1. Leocstron. Lslkn. üb. I. Xova/rV. sp. ckr, (H, rom. III. gä
ä. s. (c) lid. IV. s. 6.
Lotharius, ein alter Llollsror des XII. steculi, war vonCremona gebürtig, und lehrte zu Bologna die Römischen Rech-te nebst Azone, dem er bey aller gelegenheit den rang abzulauf-fen juchte. Er war ein sehr grosser liedhaber von frauenzim-mer, und als er und Azo in einer gewissen streit-sache, die einewohlgestalte weibs-person mit angieng, zu schieds-leuthen er,wehlei wurden, lud er diese, um mit ihr bekannt zu werden ,selber vor, und entschuldigte hernach seine aufführung damit,weil schredv-Ieuthe, wie vor diesem die Römischen Zunftmeister,
l ^ anderes
Kayser allein das merum imperium zustand gj.^ siliiHenrico vi. dermaffen wohl anstund, daß eschenckte, daher Azo soll gesagt haben : ^ Mhiß
peräiäi eguum. Er wurde endlich durch h 'st III.tzrtz-Bischoff zu Pisa, und war
nicht zufrieden, daß er die meynung, als konm«^ vor ^
Personen sich ihres ordentlichen gerichts begeben^ p ^licher Obrigkeit stehen, behauptete, auch hat EMin dem Hertzogthum Cagliari viel eingriff tvm- östie»über das Zus Livile geschrieben , so aber von ^angezogen werden, ö-är»«,, äs Kepudi. no. ^iib. II. c. 26. De, L
äs jurisäiistion. c. 4. n. 7. c. l? '
Lothian, kat. I.suäoins oder stock,'sm--' wel^E
schafft in der südlichen gegend von Schottia ^wärts an den Fyrth von Edenbnrg , ostwärts.^Wie^ßkMeer, südwärts an Mers, Twedale.unvwestwärts an die Grafschafft Sterling stoßet- ,trägt in der länge von osten gegen Westen A hhec' g!>c^Meilen, in der breite aber meistentheils Mw ^s. fchEs ist die vornehmste Grafschafft dieses Kon a ^ ana^„s,bürg liegt fast mitten darinnen. Über dlestsjv,Mi,gende örter: Leith, Dundar, Dalkelth, „»0
selborough , Tranent, Cardar, Ormestouu' ^ ^ vor,, ^sehr fruchtbare und luftige gegend , die vietsta. ^ Madeliche sitze hat, und mit stcin-kohlen und'' r ^sehen ist. Einer mit dem zunahmen Ltlro ' xftcssfen-titul davon, äeiis. äs Is 6rsN sokk ^,
s Lothringen, lat. stocksringis,ist ein zu Teutschland gehöriges souverE' xnO'und führet den nahmen von Lothario dem M
sers Lothar» I. söhne. Vormals begriff oswas zwischen der Mosel, Scheide und dem ^ stEF avzu tage aber ist es viel enger eingeschloW' schwermorgen an Elsaß, wovon es durch das Lxr ß»»
gesondert wird; gegen mittag an dw >r >^ v
oder ilsncbc-Lomte; gegen abend an die M wltt^jall^Äes von Champagne absondert; und Me» geNiA"Luxemburg und das Trierische land. Es wn ^
;. theile unterschieden, nemlich in das ^ vie;d>'ELothringen, das Hertzogthum Bar, und dannmer Metz, Toul und Vcrdun, und wird vonflössen bewässert, unter welchen die vornehm« Msel und die Maas , die übrigen die Saar, 7 s„,geft^ äst.Meurte und andere. Dieses land tragt M
reisen in der länge und ;. in der breite ausingen orten sehr waldicht und gebürglcht' ^ hc»
dabey sehr gemäßiget und der boden to"ver^Ewelcher alle zu dem leben nöthige dinge r"„ „nb Eget, sintemal er viel korn-felder ^.welmga'^derllw^
sehr
nen , nebst einer grossen menge von allermeisteflüssen. So werden auch in diesem lande d>
grösten Chalcedonier-steine gefunden. D' Pont » ^ ,
landes sind Nancy, Metz, Toul, Verd"" hatte ^ ,
Mirecourt, Bar Is Duc, rc. Vor re.wn rs°vestungen, als z. e. Stenay, Iamets, ciwsts pvic, Marsal, Spinal und ls Moth^ ^^ Toul Lj ss M
moliret sind. Die Bißthümmer Metz, Henmwurden an. 1551. der Crvn Franckre>ch U ^yes^M -
rung unterworffen, und selbiger an. isF- Das A. ;c. u ^von dem Münfrerischen frieden überlassem^ Steu^g,VjchBar, die Grafschafft Clermont, Moye««'den von Ludovjco XIII. erobert, L „Mg abgeEjaga!
näischen frieden der Cron Franckreich vomg^ j-olm ,66^^
aber das eigentlich sogenannte Hertzbg av^r, vck« ^Hertzoge Carolo wieder eingeräumet. „eue,.^ pei ^rmächtigten sich die Franzosen besselblgen a ^ten des landes angebohrne Herren, '..Mtviren/ ,an.-6-7. in dem frieden zu Rvßw-ck d»rEc>'diesem bedinge, daß der Konig einen irr zuM L,,avic l P,land, doch ohne schaden der einwohM -^,„g Lostung Saar-Louis, und drittens die xh,ander, verm,,^sollte. In der theilung der vätterl-chen (.> -
dovici des frommen söhne «m - «-««Ca
überkam alles land aufBißthümmern Mayntz,welcher bereits Kayser war, ^>HxnItalien Mittel-Franckreich, mnab h»'^»cvt'und Rhein die Saone und Rhone hgelegen ist. Als dieser LolharmsauILudovicum, welcher Kayser undCarolum, König von Provence,» d Achelde ^
N.ge besaß, Zwischen der Ma^
bis an die see liegt, «nd das Kon il- Zv,
gen genennet wurde. D>eicr ^