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Vierdter Theil. He - Mc.
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drmis, ib. eoä. iF.) äs 8uclore NLturali, non naturali <LxiLternstvraü, ikici. eoä. 19.) 6e Lsuko, ibiä. 1727.

Lrlörä. litter.

Kudolfus, (Hiob) oder Leutholf, ward an. 1624. zuErfurt aus einem vornehmen geschlechte der dasigen k-wricio-rum gebohren. Sein vatter Hiob Ludolf war ermeldter stadtoberster Vier-Herr. Er fieng sogleich im z. jähre seines altersan die öffentlichen schulen zu besuchen, und ward hernach auchin das 6xmrm6um genommen, wiewol es damals mit allenbeyden sehr schlecht bestellt war. An. i6;y. ward er einLosclemwun, und legte sich anfangs auf die Medicin , erlerntedabey die Französische und Italiänische spräche, und ließ sichin der music und mahler-kunst unterrichten. Nachdem fienger an. 1642. an sich auf die Rechtsgelehrsamkeit zu legen, wo-bey er aber, weil er sich noch keinen gewissen endzweck erweh-ret , nicht lange verblieb, sondern nun mit gantzer bemühungauf erlernung der Morgenläudischen sprachen bedacht war.Hierinn bediente er sich nun eines in diesen studien sehr er-fahrnen Mannes, Bartholomai Elsneri, der auch mit vielenArabischen büchern versehen war, bey demselben lernte er inkurtzer zeit die Ebraische, Chaldäische, »syrische und Samari-tanische, ja so gar die Arabische und Armenische spräche. Alser nun auch die bisher in Teutschland unbekannte Äthiopischespräche erlernen wollte, und sich dazu des Potkenii Äthiopi-schen Psalters, und einer von Karnradio verfertigten Gramma-tic und Lexici bedienen muste, fand er Karnradii arbeit soungeschickt, daß er selber im 20. jähre seines alters, aus ge-dachtem Psalter eine neue Grammatic und I,exicon zu verfer-tigen anfieng. Nunmehro wendete er sich wieder zu der Rechts-gelehrsamkeit , und begab sich an. 164?. ohne mit sonderba-ren Mitteln versehen zu seyn, auf reisen. Er kam in gedach-tem jähre zu Leiden an, und erwarb sich durch seine geschick-lichkeit der dasigen Gelehrten gewogenhett gar bald, brachtesich auch durch seine erfahrenheit in der Griechischen spräche,des Nathanael Hieronomachi krotolxncelli Lcolesi-e Lonssgn-tinopoliranss, des Meletii ehmaligen Ertz-Bischoffs zu Ephe-sus, und des Hierothei, gewesenen Abts in der insul Cepha-ionien , die sich damals zu Leiden befunden , bekanntschafftzuwege. Von diesen lernte er nun nicht nur die heutige Grie-chische spräche, sondern auch etwas von der Englischen, dieihnen zeit ihrer anwesenheit in Engelland bekannt worden,und übersetzte ihnen dafür unterschiedenes in das Latein, ließsich auch , als sie vor ihrer rückreise hin und wieder, und son-derlich bey der Königin aus Böhmen, Elisabeth, und dem Prin-tzen von Oranien, abschieds - audientzen nahmen, vor ihrendollmetscher gebrauchen, wodurch er zugleich bey gedachten ho-hen Personen in bekanntschafft gerieth, von den Griechen abernebst einem stück geldes, auch mit einem kostbaren coclico deSNeuen Testaments beschenckt ward. Übrigens fand er in Leidenverschiedene gelegenheit unter Constantino I'Empereur sich inder Hebräischen, und auf andere weise sich in den übrigensprachen vollkommen zu machen , und erlernte hierüber nochdie Persische, Englische und Schwedische spräche. Inzwischenhatte gedachter I'Empereur unserm Iobo eine bequeme gelegen-heil , ohne seine kosten mit einem jungen Holländer, Johanncke Thys , zu reisen verschafft. Diese nahm er willig an,und sprach erstlich seinem brnder, der Schwedischer Legations-Lecretsrius war, zu Münster zu, kam darauf wieder nach Lei-den , und trat sodann an. 1646. die reise nach Franckreich an.Zu Caen sprach er Bocharto zu, der von ihm in seinem 50.jähre in weniger zeit die Äethiopische spräche lernete,und Ludol-fum dafür in einigen andern dingen unterrichtete. Hierauf kamer nebst seinem untergebenen an. 1647. zu Paris an, daselbstmachte er sich mit den kuwams, dem Sarravio, Drelincur-tio und einem gelehrten Teutschen Ltiymico, 0 . Heilmannen,bekannt, besähe darauf andere städte von Franckreich, und hieltsich sonderlich eine zeitlang zu Saumur auf, wo er mit Ca,pello und dem bekannten IVleäico Benoit, eine genaue freund-schafft aufrichtete, und da er weiter in den vornehmsten städtengewesen, wieder nach Parts kam, und allda seinen bruder GeorgHeinrich antraf, den der Schwedische Lnvoxe Rosenhahn vor-an gesandt hatte. Die reise gieng hierauf an. 1647. weiter nachEngelland fort, welches Königreich sie aber bald, nachdem sieeine zeitlang zu Londen und Oxford sich aufgehalten, verliessen,weil sich selbiges durch die innerlichen kriege in grosser Unord-nung befand. Sie kamen also wieder nach Holland , und dabekam Ludolfus in dem bade zu Spaa die traurige Nachrichtvon des I'Empereur tode, welches ihn nöthigte nach Leiden zugehen, um daselbst der hinterlassenen Wittwe und kindern bey-zustehen. Während dieser zeit gerieth er zu Utrecht mit Gisber-to Voetio und Mademois. Schurmannin in bekanntschafft, undbekam unterdessen briefe von seinem bruder aus Paris, die ihndahin zu kommen einluden, um bey den söhnen des Lnvo>eRosenhahn Hofmeister zu werden. Er war an. 1649. kaum inParis angekommen, als er auf verlangen der Königin Christi-nen nach Rom gesandt wurde, um daselbst die Urkunden undrnanuscr. aufzusuchen, welche der Ertz-Bischoff von Upsal, Jo-hannes FNagnusda er sich aus Schweden gemacht, mitge-nommen , und die Schwedische Historie anbetrafen. Er trat al-so , nachdem er von dem König, dem Cardinal Mazarini, undden Venetianischen Ministern recommendations - schreiben zusich genommen, die reise an , war aber in seiner Verrichtungunglücklich, weil er nicht allein nichts von allen diesen schriftenfände, sondern auch von einem Jesuiten erfuhr, -aß sie insge-

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samt zu des Königs Sigismundi zelten HA 4 >aß ^worden. Gleichwol war unser Ludolfus so Erstes, ^zu Rom 4. Hadeßiner, Habta Mariam,Temea- ^tonium ä'Andrade und Gregorimn Abbatem antt t ^über seine begierde die Äethiopische spräche beyw' , M ^zu erlernen, noch mehr aber darüber verwunvcr jo>^rn erklärung der in solcher spräche geschriebenen ouw^^chei> ^geschicklichkeit besitze, ob sie ihn schon mit stussl^Mlachte». Wie er nach Verrichtung seiner rell^

Franckreich ankam, muste er sich bald daraus w> ,

tig machen , weil der Herr von Rosenhahn nu> dc» > ^Schweden zurück kehren wollte. Er kam al 0gen Herren glücklich in diesem Reich wchen^cv,

winters-zeit daselbst der Arabischen und AetUP" SelE^f,machte sich auch dabey sowvl mit denals auch mit denen, so die Königin nach mor-

sen , darunter sonderlich Freinshemius,und Heinsins waren, bekannt, und erlernete dmwtugiesischen Gesandten die Portugiesische, aus de ^tionibvs längure ImmLL die Finnische,und uu -sscll

Lutheri, den der König Gustav Adolph ins ulE- §setzen lassen, dieMoscowitische spräche. W",.^be»/ ^ ^der Abbas Gregorius durch briefe zu verstehen U,, ^ naM,,,,

sehr verlange zu ihm nach Teutschland zu komm

von dem Herrn von Rosenhahn abschied, g'em>marck, wo er mit Th. Bartholino, Ocaveniobekannt worden, und kam endlich an. ^

zu Erfurt an. Kurtz nach seiner ankunft ^or ,

und er nahm hierauf eine reise nach N^!^.,a,lrageN'

unterweges zu Gotha das Lehns-Secretariat mm eriva^ji

wozu er aber, weil er den Gregorium aus HertzAl

seinen Vetter vorschlug. Gleichwol trugen "M

und Hertzog Wilhelm zu Sachsen auf, die geb«» n,clcke°^cjo

Bernhard von Brisach nach Gotha abzuholen - ^ ^

Ludolfum nöthigte, dem Hertzog die gantze sE. Tcllk>A,e -zu entdecken, weil er vor denselben, wen" ^ ge-

kommen sollte, und er, Ludolfus, nicht aM'^ gck ha-sche besorgt war. Weil nun der Hertzog Nachrichtgierde hatte, von dem zustand der Habeßmer ^den, befahl er Ludolfo , den Gregorium amgleich nach Gotha kommen zu lassen. Wie mAgorius, dessen lebens - umstände an einenwieder nach Italien zurück gieng, wäre .„xch 0" pjs

gern in Aeihiopien gefolgt, ließ sich aber jhn ^lfrathen des Hertzogs davon abhalten, und vegm ngpgen"in Tyrol , da er auf dem rückwege zu AugM'b fMrlio, und zu Nürnberg Dillherro zusprach, erwieder nach Gotha zurück kam. An. rü?».

Hertzog Ernst als Legations^ecrewrius nach ^det, und nach seiner Wiederkunft an. au>te/h§l>ck

der jungen Printzen bestellt. Nachdem er chl»

lang mit grosser treu und geschicklichkelt, vu , nnach der eigenen Vorschrift des Hertzogs vorS" is M ^fi»ihn derselbe, da er vorher den m-Mum t) ih»erlangt, an. r6;g. zu seinem Hof-Rath, ^

gewiffen angelegenheiten nach Heidelberg uuv °^h,ser-wahl nach Franckfurt am Mayn, da er an 7)tingero, der mit dem Churfürsten von der , ,^,0,

men war,einen discipel in der Aethiopischm ^§arl 'folgende jähr begehrte ihn der König m s-aM e v^,niszum Hvfmelster für seinen natürlichen sov", ,

mit dem er auch ohne zweifel die reise augetrerenach Gotha zurück gekehrt ist, wiewol man djwses sagen kan. Als ihn hierauf der HerA ApgeaA^sche»

Verrichtungen gebraucht, muste er 167 ?: ^ pjc EjgWeigerung , mit dem Printz Albert die "'^aunE,Reiche antreten. Unterwcgens ward er z"^„omi"^rg bEdem Hertzog Anton Ulrich schr gnadlg Azumit einigen raren muntzen beschenckt, spram »bekannten Efta Edzardr, und wollte zu M n ^

Schurmannin besuchen, die ihn aber mehr.kam er endlich nach Dänemarck, da ihm ^ .

nus V. sehr gnädig begegnete, «llwo er von de^ vielefenfeld und andern Staats-und gelehrten ^, Wl h yek

schafft genoß. Als er von dar nach SchU'eveKönig Carl XI. zu Malmoe an, und stm ,

Herr von Rosenhahn, war unterdessen Een-bcze'gÄenMan erwies ihm hier ebenfalls sehr viel ehr n Aesanbl^M^er genoß aus dem Umgang des SpanWA^

nez, des Schwedischen Cantzlers cle la Gar ftme

Pufendorffs viel vergnügen., .N^^Lhazuru^, s»>^glücklich verrichtet, kam

..

dem an. 1674. erfolgten absterben des Hery^„^r-l^ ^ihn dessen Nachfolger Hertzog Fnrdr^^raufdas Furstenthum Altenburg. Das M?^^udet/a^,,Churfürsten von Brandenburg nach BM ^ ^ zutod seiner frauen erfuhr / und sich V 'E öffentl'L,,g

ließ,baß er,weil ihm die bestreitung so vieler 7^, erlaD'^Lvat-verrichtungen zu schwer falle» wollt n)>ew jLienste bey Losansuchung that, ^'"^ch euiesmube, erhielt, dabe» er aber mit dem mu« Hriv

Sachsen beehret ward. Er wcndcre sich a-^„espo"'nach Franckfurt, welche stadt »hm wegen