Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
Seite
841
JPEG-Download
 

l u d

sonderlich bcsweqen berühmt, weis vor teilen der

. V a^Untz - gerichte daselbst gehalten wurde. Sie wird

»isl Amtleuthe und einige Deputirteu von der bürger-lirt. Ett, und ist i;o. Englische weilen von Londen ent-

<jülic. ^ iz Orsnäe-stretagne.

(Edmund) ein Englischer Edelmann, welcher in- 6ch unter den feinden der Königlichen regierungUte,.''"atterlande vor andern hervor gethan. Sem geschlechtM Wch aus Shropshire, hatte sich aber in der Graf-niedergelassen/ und.daselbst ansehnliche güther? "Nie vorfahren hatten gemeiniglich die ehre gehabt/nvn pxx besagten Grafschafft den Parlements-ver-,^lejft^n deyzuwohnest / und sein vatter/ HeinrichLudlow/

'>>vv. qualitat in dem langen Parlement/ welches den

liaü)' 640. sich anfiena ; da er mit grossem eifer die rech-sUelbsi M verfechten half/ bis er an. 164;. mit tode abgieng."wund Ludlow/ ließ gleich in seiner jugend einen gross^nlen für einer unumschränckten gemalt blicken / undv»! p?Harlement mit dem Könige Carolo I. öffentlich zer->de-i m erstern dienste / und befand sich als Volontair

Marder-Castle in Sommersctshire eingenommenlsiAd man ihm das commando davon. Die KöniglicheMr /s wieder einzunehmen; allein er beschützte es mitidh'>ttm ^ I"t/bis er es endlich nach einer langen dloquade in^'v mart. an. 1644. übergeben muste / worauf manikv^en^.^iegs-gcfanqenen nachOrford führte/bald aber ge-auswechselre. Die Grafschafft Wilts erwehlte1^ ;u ihremtsherifund um eben dieselbe zeit wardK unter dem Ritter Arthur Hasleig / empsieng aber nicht<A>>, ^bcvmmißion / selbst ein regiment zu Pferde aufzu-er den Königlichen tröuppen allen möglichenansang des jahrs 1646. erwehlte ihn die'v'lts zu einem von ihren Repräsentanten m dem^vge«In solcher function that er alles / was in seinemöas interesse des Königs und dessen vergleich mitÄ^ut zu hindern. Er befand sich an. 1644. unter»,,/ vem^ornmMrüs oder Richtern / welche denselben zum"Mten / und solche sententz rinterschrieben. Bey der

eu^^eten Nepublick ward er gleich anfangs zu einem

sollen ä>,/^atr-Rärhen ernennet. Hierbey ließ er ein solch

hi,'l Cromwels ehrgeitzigen und herrschsüchtigen an-

s daß dieser / um ihn mit guter manier zu entfer-

ca>vis ^sachte / daß er an. i6;o. als General-Lieutenant

nach Irrland gehen / und daselbst unter dem

W° ^ick commandiren muste. In dem gedachten

!>kaIpenstj„ er grosse progressen wider diejenige / so sich

Diesen / und eroberte unter andern Gourtenö-

M'r?' Elare-Castle und Carrickgoholt. Nachdem an.

Jreron gestorben / bekam er sä imerim das

dx,i, m'""do, und sahe sehr ungern, daß er solches nach-

k>»/?^kean,l."^'^ieutenant Fleetwood / als einer Cromwel.

( ^dtreten muste. Als auch Cromwel den ticul..

iK.r

» be!^? uiit einer mehr als Königlichen gemalt an<-^' wM/s Ludlow öffentlich / daß er solches k-einesweges>>- ""S zuwege brachte / daß man ihm das oberwehnte

cavalerie in Irrland entzog. Wiewol nun

ll>»Ät drvk!^^ ^uf vielfältige art / theils mit gute / theilsdrchM jungen, ihn zu bewegen suchte / daß er seine au-Mmaßjg erkennen / oder doch zum wenigsten sichmöchte, niemals wider dieselbe etwas vor»!!' brinn ^ er dennoch weder zu dem einen noch zu demx , sondern lebte als eine privat-person/ theils^ eü so la>,,,^ , ^ aber bey seinem schwieger-vatter Olds-V ^>ich„"^.bls an. i6;8. der krots<stor gestorben war /N^'aum?^ dem ersten Parlement als ein Mitglied^ demselben ein Deputirter von dem sogenann»

M ok 8sfecv ward. Bald darauf machte man

Kieseln 21. Staats-Räthen des Parlements / und

d < vv>, er das obcr-commando von der armee in°?""en er aber wieder zurück nach Londen reiset?/^ch^ech hj Äusserstes that/ daß diefreyheit des Parlements

^g^v»terdsÄ?ee, gleichwie vorhin durch den krnte-storMt w^Mt/ noch auch die Könial. reaieruna aufs nee

^ «A»

« a^wer^»^ u°el) auch die Konigl. regierung aufs neueNe>Ächt . Hernach begab er sich mit einer gleichmaßl-' er aber eine ihm gantz

.-v „artigc fa7 /j'u Irrland, allwo ,

?>> liD' bebi°,."un fand / welche auch in so weit die oberhand> den ...

.j-vtd^ey demd?ß er nach Enqelland zurück gehen muste /?Mer stw^Ament S» rechtfertigen / darinnen er nichts! M,,^8eu sstz wieder nahm / und beständig fortfuhr /' ' ^"""'rcaner abzugeben / bis aller seiner gegen-

!!-ie

'.?/s enthaupteten Caroli I. söhn/ Caro-Engellgndern als König angenommen ward.divf ,u zu dio.ss^uthlgte ihn . benreiken auf die stcberheit sei»

Mlbe IUencken : dnnn-,

. / beyzeiten auf die sicherheit fti-dannenhero er kurtz zuvor / ehe man

!§' ^ ' lierliugs setzte, an. 1660 . von Lewls

^'ÄsZieuq ° bannen über Rouen, Paris und Lwn«is er sich daselbst eine zeitlang aufgehalten,gütlich, ^^uusiinne, und von dar unter des Cantons^'stvr , urotectivn, nach dem städtlein Vevay an dem' Theil»

lud 841

Gmfer-see, allwo er unterschiedenen Nachstellungen entgiengund öfters gelegenheit bekam zu hoffen, daß fein vatterland nchwürde können zu einer vollkommenen Republick gemacht wer-den. Als Jacobus !l. an. 1688. nach Franckreich geflohen,kam Ludlow zurück in Engelland, und vermcynte, daß manihn in Jrrland wider die partey des vertriebenen Königs ge-brauchen, sonderlich aber ihm seine güther, die von ziemlichenwerth waren, einmal zurück geben würde. Es mag auch wolKönig Wilhelm anfangs keine üble Neigung für Ludlow gehabthaben, und scheinet einmal nicht, daß dieser die reise ohne des-sen heimliche einwiüigung unternommen. Allein zu allem Un-glück für Ludlow, besaß den grösten theil seiner confiscirten gsi-cher Eduard Seymour, eines der ansehnlichsten glieder desUnter-Hauses in dem eben damals versammelten Parlement;welcher dann nicht ermangelte, die fache dahin zu treiben , daßden 6. nov. an. iü8y. das Unter-Haus des Parlaments den Kö-nig Wilhelm Ill.in einer absonderlichen adresse ersuchte, er möch-te vermittelst einer proclamation den Ludlow, als einen, welcheran des Königs Caroli I. Hinrichtung mit schuldig gewesen, inverhafft bringen lassen , auch demirnigen , weicher sich seinerPerson bemächtigen würde, eine belohnung versprechen. Den14. nov. erfolgte dergleichen proclamation. Doch Ludlow warkurtz zuvor mit den Holländischen Gesandten nach Holland ab-gesegelt , von wannen er sich wieder nach Vevay begab; da erdenn auch etliche jähre hernach in einem hohen alter gestorben.Er hat von seinem eigenen leben und von denEnglischen deaeden-heiten seiner zeit ein buch in drey theilen geschrieben, mit dem ti.tu! : Nemoire« os läeiitLrisnt-ösnersI s.ucilo->v, so auch inFranzösisch übersetzet worden, und in der that viel merckwür»digkeiten in sich enthält, in cs,0/ ,

tom. lll. p. 544. *

* Ludolf, (Georg Melchior von) ein berühmter Rechtsge-Ichrter, ward den 2. mertz an. 1667. zu Erfurt gebohren. Seinvatter war daselbst Bürgermeister, und Chur-Mayntzischer Re.gierungs-Rath. Er studirte anfänglich in seiner vatter-stadr.An. r68r. gieng er nach Jena , und kam an. r68;. wieder nachErfurt. Hierauf reisete er mit seinem Vetter als 8ec-remnusnach Wien, und blieb daselbst bis in den may des folgendenjahrs. Nach der rückreise blieb er zu Eisenach bey seinem Vet-ter , bis er bey einem gewissen Fürsten Geheimschreiber wur-de , und mit ihm nach Wien, und an. 1689. nach Ungarn insKayserliche lager gieng. Nach diesem muste er sich in Äugspurgbey der cronung des Römischen Königs aufhallen. Bald dar.aufward er von denssHcrtzoge Ioh. Wilhelm in dienste genom.men. Unter diesen geschähen wandte er seine neben - stuiidenauf den unterricht einiger jungen leuthe in der Weltweisheitund Rechtsgelehrtheit, und gab verschiedene schriften an daSlicht. An. 17 0. ward er Beysitzer des Kayserlichen Cammer.Gerichts zu Wetzlar, und »ahm den vockor-grad an. Er wur-de auch in den Reichs-Adel aufgenommen. An. 1740. den i.febr. starb er. Seine schriften sind : 8cbEclislmi, cie Lomitio.rum 8catu; ils IntroäuÄions ßuris krimogsnitur« ; Lieclfo.rum ßuri8 publici tomi II. Lommentstio cls ^surs Lsmerrli ;Lymvkorems Lonsult-ltionum A DsLiiionum borenimm ; va-riss Oblervstiones korenls8; nova LolleÄio Kerum s Lsme-r-lii ^uclicio äecistirum; Kurtzer Begriff aller Churfürsten, Für-sten und Stande Privilegien cls non appelluncto; JüngererReichs-Adschied zu Regenspnrg ä- an. 1654. 8cKIsnclri->nuscoiekri8 kr-iÄicorum Magister; welcher nachher unter dem ti-tnl: läea Lkilosopbiöe stmulatse, non verne Lc. heraus ge-kommen ; Concept der neuen Kayserl. und Cammer-Gcrichts-vrdnung; u.a. m. Gelehrte Zeitung. 1740. n. 88.

"Eudolf, (Hieron.) ward an. 1679. den ;o. apr. zu Er-furt gebohren, studirte daselbst erst Ibeoloxism , hernach ßura,und endlich Meäicinsm, trieb solche zu Jena weiter, und di,fputirte daselbst an. 17^2. cls kluxu L steüuxu Mar>8; ferneran. 170;. zu Erfurt pro I.icent!a, fls Llepkantisü in strsclnoobservaca L clscsmer curata, practicirte darauf zu Eisleben,ward hernach vcxstor zu Erfurt; an. 1706. krofestor kstrloio.pki-e UNd ststestor exrranrä. in LorporsUsjoristico; an. i?n.krofestor orclinar. Älacirematum; an. 171;. Meclicinrs krofesskor <L Lstestor extraorst. an. 1717. ststess. orcl. und krofestorLkxmi-e und stotanices, wobey er an. >720. das prädicar einesChurfürstlichen Raths und Leib-Mesticü erhielt. Er starb an.17,8. den 27. febr. und fein ältester söhn, Ioh. Philipp Lu.dolf, kstilofopstire und MeciieinR Lockor, succedirke als kro-festor und äste stör kacult. kstilof. dem vatter zwar, starb aberauch an. 1729. den 17. febr. Man hat von diesem Hier. Lu-dolf zwar keine dücher, aber doch eine ansehnliche menge di,sputationen, nemlich: 1.) cie Letstalit-ite Vulnerurn, Erfurt1712. 2.) ste kurpura kusrpersrum, ib. 1720. z.) cle stlesti-

cainentst Iicpiäostz, ikiä. 1721. 4 -) äs stkerapm flnstelstio-Nl8, ibici. eoä. ;.) äs Nereurio vivo , ibiä. 1722. 6.) äs

Lgrow f^ncopali, ibiä. eoä. 7-) äs sträore Ventriculi, jh.coä. 8.) äe stlorbis kingivsrum, ibiä. eoä. y.) ste stpo-plexia, ib. eoä. 10.) äs 8uäors, ibiä. eoä. n.> ,

guvä äicatur, nemps stri Meäicu8 guilibec ssts polest,

172;. 12.) äs kstu L stbust, Meäicamentorum exxsstoran-tium, ibiä. eoä. i?-) äe stsbaei !^oxa post ksrtum, ibiä.eoä. 14.) äe steguilstst Msäioi eorsteiemioli, ib. 1724. i;.)äeksbst Lastee , ib. eoä. r6.) äe klics, vom Juden-zopf, ib.eoä. 17.) äe kuniculo umbilicsli koetuz stumani lonZiori xrre

Bhbd br «7