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familie dieser ort eine lange zeit verblieben, ist er an die Grafenvon Crivelli gekommen. Schauplatz des kriegs in Italien,p. zzo. zzr.
* Lumley, ein vornehmes Englisches geschlecht, welches voneinem in der 0 icLLS 8 von Durham gelegenen ort Lumley be-nennet worden, und von Liulpho abstammet , der zu zeitenEduardi Ocmkelloris in grossem anfthen gewesen. Rogerius vonLumley lebte zu Henrici III. zeiten , und besaß viele güther.Sein söhn Robertus zeugte Marmaduke, einen vatter Raul-phi, welcher Iohannem gezeugt. Dessen söhn Thomas wardunter Henrico VI. Gouverneur des schlosses Scarborough, undzeugte mit Elisabeth , einer natürlichen tochter EbüardilV.Georgium, einen vatter Thomä, Rogerii und Raulphi. Tho-mas starb vor dem vatter, und hinterließ Richardum , dessensöhn Johannes Georgium zeugte, der vor ihm starb, undIohannem verließ, welcher zwey söhne zeugte, die aber beydeohne kindcr abgiengen , daher sie Richard Lumley , ihr vetter,erbte. Dieser ward an. 1678. Vicomte Lumley von Waler-ford im Königreich Irrland, und zeugte Henricum, der vorihm starb, und zwey söhne verließ. Von denselben ward Ri-chardus an. 1681. Lord Lumley in Engelland, Ober-Hofmeisterder Königin Catharina aus Portugal!. Unter Jacobo II. nahmer die Protestantische religion an , commandirte gegen den Her-tzog von Monmouth , beförderte hernach des Printzen Wil-helms von Oranien unternehmen auf Engelland, ward als-denn, da dieser Printz auf den thron gestiegen , geheimer Rathund Graf von Scarborough, und diente als General-Lieute-nant in Jrrland und Flandern. Ferner erlangte er die stelleals Oberster von der ersten garde, und man erklärte ihn zumLord-Lieutenant und Lullos Hocnlorum der Grafschafft Nor-thumberland. Unter der Königin Anna regierung war er ei-ner von den Lommilsariis zu abhandlunq der Schottischenunion, auch geheimer Rath. Nach dieser Königin tobe warer einer von den l.orä8 .jullics8, bis zu ansang Königs Geor-gii I. der ihn in seinen bedienungen bestätigte, und zum Cantz-ler des Hertzogthums Lancaster, auch zum Äice-Schatzmeistervon Jrrland machte. Er starb an. 1721. und hinterließ viertöchtev, von denen Maria an Georgium Montague, Grafenvon Halifax, Barbara aber an Carolum Leigh von Leightonvermählet worden, und fünf söhne. Von selbigen sind zumercken: i.) Richard, Graf von Scarborough, Vicomteund Baron Lumley von Waterford, Lord-Lieutenant und Lu-1iv8 Kotulorum der Grafschasst Northumberland, geheimerRath und Königlicher Ober-Stallmeister, Ritter von dem er-den des Hosendandes, Oberster des zweyten regiments der an-dern garde zu fuß, welcher bey des vatters lebzeitcn als LordLumley im Ober-Hause sitz und stimme hatte, und an. 17;-).noch unvermählt gewesen. 2.) Thomas, der krafft einer Par-lements-acte an. 1724. nach absterben Jacodi Saunderson,Grafen von Castleton, den nahmen Saunderson annahm, undin angeregtem jähre als außerordentlicher kckvoys nach Por-tugal! gieng. Er zeugte mit Francisca, einer tochter GeorgikHamitton, Grafen von Orkney, einen söhn, und ist an. 1725.Ritter vom Bade worden, z.) Carolus, des Printzen vonWallis, Friedrich Ludwigs, Cammer-Juncker. 2"/--tom. I.
* Lumley, (Marmaducus) ein Englischer Baron, warReichs-Schatzmeister und Cantzler der Universität Cambridge,als er an. 141°. Bischoff zu Carlile ward. Er saß 20. jähr ,und wurde darauf an. i4?o. nach Lincoln versetzt, starb aberdas folgende jähr zu Londen. Er hat, als er noch Reichs-Schatzmeister gewesen, zum bau des Oollegii keginse zu Cam-bridge ein ansehnliches geschencket, auch die bibliotheck dessel-ben mit sehr vielen kostbaren büchern vermehret, eo^-rvr«. äsLrxelul. llngl. k. II. p. 151. L L. I. p. ;;8-
Lumnitsch, siehe Lommatzsch.
* Lumnius, (Joh. Friedrich) war also genannt von sei-
nem geburts-orte Lumen, einem dorfe in dem Stift Lüttich.Er wurde Prediger der Beginen zu Antwerpen, und giengbey den daselbst der religion halben entstandenen unruhen nachLüttich , gelangte doch nach einigen jähren wieder zu seinemamt zu Antwerpen. Daselbst starb er auch im Horn. an. 1602.Er hat neben andern schriften auch ein buch cle extremo vsi^uäisio <L Inäornm Vocstlons , welches zu Venedig an. I?6y.gedruckt worden, hinterlassen, steig, p.z02.
§-n>e»-r» Lick. Lelg. x. 42;. kiblioick. rmtig. tom. II.
x.azz.
Luna, eine göttin bey den Heyden , hieß auch Lucina,und man glaubte, daß sie den schwängern helffen und beystehenkönnte. Mehr stehet unter Diana. Man findet auch Immunveum gen. m-»s. welcher unter diesem nahmen sonderlich vonden Syrern und andern Orientalischen völckern geehret wird,aus der Ursache, weil in ihrer mund-art der nähme des Mon-des, eben wie auch in unserer Teutschen spräche, genen8ms-sculini ist. Indessen haben sie ihm neben einem halben Mondeum das Haupt eben sowol einen köcher mit Pfeilen an die schul-tern gehanget , als die Griechen und Römer ihrer Diana.
Tueol. 6snt. I. 4. *
Luna , eine alte stadt in Hetrurien , jo wegen ihrer mar-mor-brucke berühmt war, deren «Ltrabo, Plinius und Tttus Li-vius gedencken. Aus dem nun dieser alten stadt hat das heutige
Sarzana feinen Ursprung genommen. Es istdieses nahmens in Africa , zwischen Abyßimen und 17tapa, desgleichen ein anders in Portugall, we-cm MLuna und Capo äs Rocca Sintra genennet wird. c!
zana
Luna, (Alvarez von) war an. 1 ;88. zu Canel l ^ ye>inien gebohren. Sein vatter gleiches nahmens war «-> .stände, der bey Heinrich III. in Castilien wohl stm'7' ch Baber eine liederliche gemeine weibs-person, daher« . ^ Mäs Luna diesen Alvarum vor keinen rechtmäßigen'nen wollte, sondern ihn mit einer geringen jumu^geE'fand. Es brachte es jedoch derselbe durch seine ve " ^, u'so weit, daß er Johannis II. in Castilien l>eblil>SS sich chdenselben nach seinem gefallen regierte. Allein er cro ^jeg"ses glücks, mißbrauchte seiner gemalt, erregte em. g„t>etdem Reiche, plagte die Grandes, bereicherte , iiin ^Unterdrückung, und nahm geld von den Landeserobernng der stadt Granada zu verhindern. Tn. S,- hösi Sfsentirten einsmals dem Könige ein buch , dann» HEten des Alvarez äs Luna enthalten waren, ^r' , bis.
einige zeit den Hof meiden, der König aber ruhele' „ M.ihn wieder um sich hatte. An. 1441. nahmhalb und halb gefangen , daß er endlich diesen M g„d rlassen sollte; Alvarez aber schlug mit st!'""' listen. ssA,hielt das feld, da denn viele zum creutze kriechen mm xrieclich als Alvarez einen neuen tribut auflegte, re«o>i ^ E
und als der Cron-Printz Henricus selbst der ^
wider den Alvarez annahm, muste endlich der ? jh» egefangen nehmen lassen. Es bat Alvarez nur, MMsiKönig noch einmal vor sich lassen sollte; es wäre ^chge lsssi)antwort: er würde sich besinnen, daß er dem „oc'
die regul gegeben, daß er keinen gefangenen ^ ^
lassen sollte. Hierauf ward er an. 14?;- in der re' ^ giiVSdolid auf einem csel in der stadt herum MiMf. pM' S,ihm ausgeruffen : So werden die tyrannen au'^sschia!Rönigs gestraft. Hernach ward ihm der kopi , ^und selbiger viele tage lang in einem decken "^„erMMeeine beysteuer zu seinem begrabnis zu sammeln^vorhero fast einen Königlichen schätz vor sich gejan ^rrnsagen, er habe auch mit der Königin, die er jem ^ g,,» ^her fast aufgedrungen, in heimlicher liebe gelem-.,gemauch feinen fall des Königs geitz, der sich stmer > si als er ^mächtigen wollen, zuschreiben. Man sagt, ^ '
mächtigen wollen , zujchreiven. Man mm, gev^"Mivgierig gewesen zu wissen , wie es in seinem'^ einem,was vor eines tods er sterben würde, lhm ^
deuter gesagt worden, er würbe zu Cadahaljo m a^Merder »ahme eines ihm zugehörigen orts war, inSpanischen so viel heißt als ein blut-gerussr ^ cinS^X-letzter» bedentung die Weissagung mehr alsfen. cisssr. Luropse, c. 47- ^ - sevelN»
XXI. XXII. , vita Hlvari äs Imna ^
aMlnükoperi,x. 227 .leg.
* Lundel , (Andreas) ein Schwedischer er ',,oSkara den 17. jun. au. 1659. gebohren. JA M ckanfuhrung seines vatters, damaligen l ° ^ pegdaselbst , in seinen studien einen guten grund g^^ Mitsich auf die Universität zu Upsal
Schonen, wo er nach einiger zeir bey der rmcultät die stelle eines Xot-uii bekam. , ^ok
Teutschland, und ward hierauf an- La>>d/j)bchzu Leiden. Nach 2. jähren erhielte er die stflw bst' ü dck Mwvon Jencköping , wie auch eines Necke, orm „c-
Land-Gerichts von Gothland, worauf er endum yck
zu Gothenburg zum Stadt-Nsckco und kck' er gS,,je,stellet ward. Neben seinen amts-verrlchtung .
Mathematic, und insonderheit der Astrmw ' rec 'und Chronologie sehr ergeben, wie er d) u'MFeine schöne probe in kupfer, nebst einer LsttelMtzvbischen beschreibung zu Amsterdam an. 57
dem titul heraus gegeben: , poimnu ^57
lenclarig perpetus, äulisnum, tzreßorianum, oockoMw gmsnum. 6r«cum, Usbr-eum, ^"'M v , f'A.,cum , Xunstsü , uns cum Lomputickarum S „ggedm zilsulari. Seine andern schriften werden " 7 8-
Schweden aufbehalten. Er starb an. r 7 ist
Gothenburg. Gel. Zeit. an. 172;. ha»p „f,
Lunden, lat. Dcmcknum 8cancknc>rmn '
Schonen, nebst einer Universität ss/.E alt, abee '^tie ^nig Carl XI. gestiftet worden. Sie ist M ^, imd^^ Mtificirt, jedoch wegen ihrer Handlung ^Thümmcr^, Ediesem ein Ertz-Bißthum, welches 6. ^"S.abgcE, ^gehabt, aber unter Christiane III- gesetzt
an dessen statt ein Superintendent dahm go^^ 1,
aber den titul eines Bifchoffs beybehalten ^„pung d>sich die Dänischen trouppen nach erlo g er verlasse" ^bemächtiget, aber ihn „achgehends wie^ or ^ AaDer Kömg Waldemarus III. hat
helt gegeben, daß ihre burger und eickvcy^ Ale sc, ygypnemarck ihr gewerbe ohne zoll treiben duft jederM r.kirche ist ein sehr prächtiges gcbaude, m ^ fl-lckirche gewesen. ckorogr. u», -
x. 202. leg.