Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
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seiner arbeit eine gantze Historie von der Normandie in II. to-rm8 in fol. im manuscript aufbehalten. Noch bey seinen leb-zeitcn hat er eine beschreibung der hülffe, welche Ludwig Xlll.dem Hertzoge von Mantua geleistet, heraus gegeben, ingleicheneine rede über den einzug dieses Königs in Paris , nachdemer Rochelle wieder zu paaren getrieben hatte. Bey diesem letz-lern sind kupfcr-stücke, so von zwey der beste» meistern selbigerzeit verfertigt worden. bibl. IM. 6s Lrancs.

Machecou, lat. Nasbicolium, ist eine kleine stadt, welchein der Französischen landschafft Bretagne, in dem districk vonNantes, an den grentzen vvn Poitou, liegt, und zwar andem flusse Tenu, welcher nebst dem benachbarten walde, einesehr angenehme situation macht. Sie ist von dem kleinenHertzogthum Nets der vornehmste ort, nachdem die stadtNetz, in Latein Xatiace oder kaäü, schon vor einigen hundertjähren gantz eingegangen ist, und hat ein schloß, so ehemalsvor vest gehalten worden. *

* Mached-Rada, oder Machedrabba, ein ort in Asien, imwüsten Arabien, nicht wett vom fluß Euphrates, zwischen Tai-ba und Ana, fünf tag-reisen von einem jeden orte gelegen,ist fast wie eine vestung, liegt auf einer höhe, woran unten herein spring-brunnen, in form eurer schale, zu sehen, welchesman sonst nicht leicht in der wüsten findet. Della-Valle schei-net diese vestung Rachba zu nennen, und jetzet sie an das uferdes Euphrats, zwischen Ethne und Macheb-AIi. Die vestungbestehet in hohen mauren, welche von leimen und in der sonnegedörrten ziegel-steinen aufgeführet sind, nebst etlichen vierecki-gen thürmen. Die einwohner dieses orts haben schlechte Hüt-ten, aber viel viehe, doch mehr pferde als rind-vieh. Weil aberin der wüsten kein gras wächset, müssen sie das futter nothwen-dig vom gestade des Euphrats holen, so nicht gar zu weit da-von entfernet ist. Es soll auch daselbst ein auserlesen schönesweibes-volck seyn. Tavernier berichtet, er habe niemals schö,nere wcibs-personen gesehen, als in Mached-Raba. Man ste-het allda viele alte Überbleibsel. Job. Bapt. Tavernters rei-se-beschr. durch Türckey, Persien, Indien rc. Dappers be-schr. von Asien, p. 171.

Machet, (Gerhardus) Bischoff zu Castres, wurde zu Bloisum das lahr i;8o. aus einer alten adelichen famtlie gebohren.An. i4n. wurde er zum Dockors llisologiös von dem HauseNavarra, und nachgehends gar zum Principal gemacht. Hier-auf bekam er ein Canonicar zu Castres, und nachmals ebendergleichen zu Paris. Als an diesem letztem orte wider JeanPetit ein Loncilium gehalten wurde, erwiese er sich sehr eifrigwider ihn, und wurde darauf in abwesenheit des Gersons zumVice-Cantzler der Universität ernennet. In dieser qualitäthielt er vor dem Kayser Sigismundo, bey dessen einzug in Pa-ris, eine rede. Unter der regierung des Königs Caroli VI. wur-de er Staats-Rath und Beicht-valter des Königs Caroli VII.bis er endlich Bischoff zu Castres worden, in welcher würde eran. 1448. zu Tours gestorben, nachdem er verschiedene Hospitä-ler und kloster gestiftet. Kilt. äu Llois.

* Machet, (X. Herr von) Königlich - Französischer Gene-ral-Lieutenant, Groß-Creutz des St. Ludewigs - ordens, undOberster der Schweitzer-garde, war ein gebohrner Schwei-ßer. Nachdem er seine tapferkeit in vielen anlassen genugsamerwiesen, ist er den 9. mertz an. 1719. Brigadier von dercavalerie, den 20. febr. an. i?;4. IVIareeKal äs Lamp, den2;. mertz an. 17)6. General-Lieutenant, und einige jähre her-nach Oberster der Schweitzer-garde ernennet worden. Er starbden 10. jul. an. 1741. in seinem 7;. jähre.

* Machiavelli, (Frantz Maria) ein Cardinal, im 17. jahr-

hunderte, war von ankunft ein Florcntinischer kamsius, abervon armen eitern gezeuget. Der Papst Urbanus VIU. sein ver-wandter, nahm sich sowol vor als nach seiner erhöhung aufden Päpstlichen thron desselben an, brauchte ihn bey den da-maligen Unruhen in Italien zu verschiedenen theils sehr ge-fährlichen Verrichtungen, und machte ihn nach'und nach zümLuäicors äi Xuoca, zum Patriarchen von Constantinopel , zumBischoff von Ferrara, und im jähr 1641. zum Cardinal. Erstarb im jähr 16;;. Er war ein beliebter und angenehmermann, von guter aufführung und untadelhafften wandet, vzbt'/-/r Ital. lacr. com. II. x. ;üo. ,

x. 167.

Machiavellus, (Nicolaus) einer der berühmtesten männerseiner zeit, war auS einem alten Florenrinischen geschlechte,welches bereits an. 104«. bekannt gewesen, entsprossen , undlebte zu anfange des X VI. strsuli. Man mercket von ihm an,daß er nicht sonderlich der Lateinischen spräche kundig gewe-sen , sondern die stellen aus den alten Griechisthen und Latei-nischen scribenten von dem Marcello Virgilio entlehnet, ummit solchen seine schriften auszuspicken. Dessen ungeachtetaber leuchtete in allen seinen aufführungen etwas hervor, wor-inn ihm andere es gleich zu thun sich vergeblich würden be-mühet haben. Einsmals nahm er sich vor, gleich den al-ten Griechen eine comödie aufzusetzen, die er auch nachqe-hends spielte, darum er so augenscheinlich, aber doch dabeymit solcher manicr, die lasier seiner bürgcr vorzustellen wuß-te , daß sie sich, zwar getroffen sahen, gleichwol ihn deswegenzu bestrafen keine geschickte Ursache finden konnten. Ais sol-

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ches dem Papst LeoniX. hinterbracht worden, konnteehe ruhen, als bis er sechsten die geschicklichkest dM»dianten zu Rom mit angesehen. Bey seiner geburio-n ,kleidete er die stelle eines Lesretarn, und nachmals eItoriograpbi. Diese letztere charge wurde ihm von ^ xckdicäischen Hause zuwege gebracht, damit er wegen 0tortur erlittenen schwach in etwas befriediget wuroe. .fiel aber in solch Unglück aus verdacht, alS wenn eder Soderinischen partey wider die Medicäischeweil er die tortur, ohne etwas zu bekennen, ansii«' ^Mo-de er wieder losgelassen, und mit gedachter stelle,

.riograxtii beehret. Gleichwol lüde er nicht wenigauf sich, als wenn er einer aus der rotte wäre, die 1 vden Cardinal Iulianum äs Medicis, so nachmals Mnahmen Clementis VII. Papst worden, verschworener den Brutum und Caßium in seinen reden M „Ma»«gewaltig heraus strich. Dessen ungeachtet fände »m ^ vo>»der sich wider ihn vergreisten wollte, vielmehr gerw'M. giitydem ermeldten Elemente VII. grosse wohlthaten , wAA^ndem Antonio Blado erlaubte, des MachiavelnRom zu drucken. Dieses Papks Nachfolger bis am .-.M"tem VIII. sahen in puditcirung der MachiaveüiWssssch ihr"gleichfalls durch die finger. Ja der Papst Leo X- „ d"selbst gar nicht ungeneigt zu seyn, obfchon er lM "rk, ,ven>Sgewalt der Inquisition wider schädliche bücher, P„,,vcIK«vermehret und geschärfet hatte, und der erste gew««'alle diejenigen mit dem banne bedrohet, die em loM ^Mten buch lesen würden. Ja was noch mehr, so hal ^ ,-p. M-die Verfertigung einer dissertatton äs llekormatione l ^ A.rentiniL, welche sich in derGaddischen biblische«, 'chEcobi Gaddi bericht, befunden, aufgetragen. Docb^m'sevinus, welcher am meisten zur Verdammung, des gest'ten buches mit beygetragen, gewaltig hiermn „Mdaß er seinem eifer allzufrüh den züqel gelassen, ev'einmal das buch gesehen oder gelesen, und gle>w'lings dem Gentiüeti, und dessen auszügen au^, .^5 probe ab.velli buchern gefolget hat; wie dann hievon eine riA 0.giebet, daß Possevinus sich eingebildet hat, der ,n>Machiavelli wäre in verschiedene bücher eingew ^ ck'weil des Gentilleti seine auszüge also eingetheilek w ^glv,seinem gedachten buche äs l'rMM geben ihm em" ivc>baß er gar gefährliche grund-satze hege; andere yms» ^est'che die fache etwas genauer eingesehen zu haben ^ Mb« ,sagen, daß er solche grnnd-sätze nicht zur »achio>S ^auf historische art so fern, als sie in der that von oe« Eausgeübet würden, beygebracht. Von denen, ^geschrieben, erzehlet Theophilus Raynaudus rn '""«jncc v«äs malis L bonis likris, eine ziemliche menge. gps l^seinen heftigsten feinden ist der Jesuit LuchesiMw'.,j ^ sonem 8aggio äslla Lcioscherra äi Xicolö Unema §§0«.Rom an. 1697. gedruckt worden, erhellet. Unter oc« , j,, jeso ihn vertheidiget, ist absonderlich Caspar U

ner kreäia pvlitics L vill'ercacions aäverkus kaM > wÄstäentium zu mercken. Die letzte jähre seineser nach dem zeugnis des fleißigen und sichern „

geschicht-schreibers Varchi an. 1527. beschloßen, HO«grossem elende zu, und soll noch kurtz vor :

läster-worte ausgestossen, und sonderlichwolle sich einmal lieber in der Hölle bey den groll« be>Cardinälen und Fürsten, als im Himmel bey den > ^ineAfllern aufhalten. Doch weil Varchi auch von dressdüng thut, ist es eben nicht für gar zu gewißist wol das geschrey in Italien groß gewesen, M« v 0re aus gram und Verdruß gestorben, weil man > ^ yer r.wichtigen amre eines Lesrcwrii des geheimen ^

hen einen andern vorgezogen ; wiewol Daran, a>m,,,ecaus dem umstände klar genug widerleget, wen Heda"'etwas zeit nach Machiavelli tobe ledig worden-sein tractat äs kriusipe, ist von dem Peruhmr . ^ ^

mit einer verbesserten Lateinischen »Mio» ,

Sylvester Telius verfertiget, wie auch mtt an^^es^ ^und beygefügtem leben des Castruccil Castracam, ^nvelstMchiavellus zweyen seiner besten freunde Zaiwvw ss" e vs>tio und Ludovico Alamanno dediciret, nebst b«" „f an.rino, an. 1660. heraus gegeben worden, o ^ hmeine neue aufläge erfolget. Amelot äs I» yom, ^xaiis

tractat äs krlncipe auch in Französifthor Mache TNchA^

ben. Man will versichern, daß er FeMattsm ^Übersetzer worden, darin» ihn der Sultan Am . 7^ pon ^sen. Über dieses hat man von Machtavello 7-^ ^ dM.w' »kriegs-kunst, und 8. von der »Mona klmen ' ^rvon dem jähr Christi 121;. bis an. iz94. » jp an ^erzehlung der einfälle der mitternackMchcn ^^chstl)Nwp,i.länder, den verfall des Römischen Rewhs, den F,orentz MRömischen Päpste, den ersten zustand der st" pondieihrem fortgange, wie auch den gantzen rMM j ^ übevorstellet. Ferner hat man von ihm 0-^ viele -zehen ersten bücher des T. Livii, darmn stchL",Wissen' ..n-

^ «,1 fnevcN ..,^1 d

klugheit, sonderlich für die, so m kseyen «sulorowantreffen läßt; ein buch äs üHgrauombus rvj, ,^ches

trionalium; Item äessuinalmveriMowa ,

nymus Turlerus aus dem Italiänischen ms ^und andere schriften. Die meisten davon v» 0