Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
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mag

die todten cörper andern zur Warnung vor den pallast hinausschmeißen. Sodann Ließ er aller ertödteten söhne aufsuchen ,und welche er zum kriege geschickt befand , umbringen. Zurselbigen zeit wurden 200. junge Herren der Persischen undGeorgianischett Fürsten und anderer vornehmen von Adel An-der auserzogen , diesen allen gab der Maghmud die freyheit,aus-serhalb der stadt zu gehen, wohin sie wollten; bald aber fieler sie hinterwärts an , und ließ sie alle niedermachen. Hierauffuhr er 1;. tage nach einander fort/ alle benachbarte orte umIspahan herum zu durchstreichen , und alle wehrhaffte mann-sthafft umzubringen / daß deren sehr wenig am leben blieben.Dem Premier - Minister ließ er 70000. tomanen mit gemaltwegnehmen, und der ertödteten güther und vermögen zögeer gleichfalls ein. Nunmehrofieng auch der Maghmud an/seinelandes-leuthe/ die Aghwaner, allen andern vorzuziehen/um dieselben recht auf seine feite zu bringen, ließ deswegendurch einen Herold öffentlich ausruffen / die Perser sollten hin,führo den Aghwanern allezeit die ober-stelle lassen / auf dergaffe vor ihnen ausweichen / ihre Hände creutz - weife auf diebrüst legen / und vor ihnen aufstehen. Auch machte er unterden übrigen völckern und nationen allen eine gewisse rang-vrd-ming; den ersten rang hatten die Aghwaner; den andern dieDergesiner; den dritten die Armenier und andere Christen; denvierten die Montanier aus Indien; den fünften die Nsgi ; densechsten die Juden; den siebenden und letzten die Perser; unddiese ordnung muste aufs genaueste in acht genommen werden.Er schickte den Nasser Allah - Chan mit 5000. auserlesenenAghwanern zu fouragiren aus/ mit dem befehl, derjenigen städte/welche ihm ihren gehorsam bezeigen,und Proviant nach Ispahanschicken würden / zu verschonen / die widerspenstigen aber aus-zuplündern. Er nahm feinen marsch nach der stadt Hama-dan zu/ brachte viele städte unterweges unter seine gemalt, plün-derte sie aus / und schickte den Proviant nach Ispahan. Als er andie stadt Hamadan kam / giengen ihm die daselbst wohnendenDergesiner entgegen / wünschten ihm glück wegen seiner an«kunft / und schlugen sich zu ihm. Er kam mit unzehlig vielVieh und anderer beute/ ingleichen mit 700. cameelew so alle mitvictualien beladen waren / wieder nach Ispahan zurücke. Nachder zeit hat der Maghmud mehr als 100000. Dergesiner, sonach Ispahan kamen/ in die wüsten Häuser einlogiret / wodurchdie stadt ziemlich mit einwvhnern wieder angefüllet worden ist.Er warb sich eine starcke armee Aghwaner vor geld an / welcheer abschickte/ die übrigen örter in Persien/ welche sich nichtgutwillig ihm unterwerffen wollten/ mit gewalt unter seinebotmäßigkeit zu bringen. Es gieng ihm auch alles glücklichvon statten. Er machte mit dem Äman-Alla / seinem Haus-Hofmeister , einen vertrag / sie wollten alles, was sie miteinander erlangeten, unter sich theilen, welchen aber Magh-mud nicht gehalten. Als die belagerung der stadt Giez so übelablief, daß sie dieselbe gantz und gar aufheben musten / und aufdem rückwege nach Ispahan seine leuthe von den Persiern fastalle niedergemacht wurden, so war der Maghmud dermaßenbestürtzt und unruhig, daß er meynte / das glück werde ihn nun-mehro zu verlassen anfangen. Er konnte daher weder essen nochtrincken, auch des nachts hatte er keine ruhe / war gleich einemerschrockenen / saß in tiefen gedancken, und gab deutlich zu er-kennen , daß er nicht wohl bey sinnen wäre. Man berufte diePfaffen / welche vor ihn bäten musten. Ja er schloß sich gar40. tage mit einem Pfaffen / nach Indianischer Manier / in ei,nen unter-irdischen dunckeln ort ein / wo er anders nichts ge-nösse / als ein wenig brodt, und wasser / um nur nicht Hungerszu sterben. Bey dieser pönitentz pfleget man auch sehr wenigzu schlafen / sondern es wird der schlaf durch starcke und be-ständige bewegungen des leibes / durch bäten und heftigesschreyen, immer verhindert / und so lange aufgehalten, als esnur möglich; worinn der Pfaffe den Maghmud mit heilsamenlehren unterhalten / und GOtt für denselben anruffen müssen;weswegen auch ein solcher Pfaffe alle vier tage von einem an-dern abgelöset wird, auf daß er desto bessere stärcke zum bätenhaben möge. Der Maghmud hielte diese 40. tägige busse rich-tig aus / aber sein zustand ward hernach schlimmer, als er zu-vor gewesen. Dann wie er aus feinem unter-irdischen aufent-halt wieder zum Vorschein kam, sahe er gantz blaß und ausge-mergelt aus. Sein gchirn war gantz vertrocknet, und die sinnenverliessen ihn immer mehr und mehr, bis er sie endlich gäntzlichverlohr. Bisweilen wurde er von der raferey dermaßen einge-nommen, daß er aus dem zimmer heraus gierig, hin und herlieft, mit sich selbst redete, die steine, mauren und bäume grüs-seie. Diejenigen, so ihn besuchten, schmähete er, und triebelauter possen mit ihnen, welches alles man aber, weil es demMaghmud zum schimpfe gereichete, heimlich hielte. Indessenaber nahm doch diese gemuths - kranckheit von tag zu tag zu;wie er dann auch anfieng, seine getreusten und besten freundeund diener vor schelme und vcrräther zu halten, und sie öffent-lich als solche zu schelten. Einsmals gieng er in dem König-lichen pallaste herum, und hieng seinen Phantasien nach; daer dann in völliger raferey befehl ertheilte, daß des Königs An-der und brüder, auch alle übrige männlichen geschlechts, so vonKöniglichem geblüte, oder mit demselben verwandt, sich an ei-nem orte versammeln sollten; die gürte! des leibs sollte rnanan ihnen auflösen, derselben Hände damit hinten aufden ruckenbinden, und sie in solchem zustande vor ihn bringen-Die Aghwa-mr thaten nach seinem befehl, stellten ;oo. derselben vor ihn,

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worunter etliche von des Schach Abas «/regst-

chen drey alte männer, welche schon bey des Solm>ai>rung des augen-lichts durch glüendes blech waren berauv^r»,den. Diese alle wurden in gewisser ordnung einer demgegen über gestellet. Nach diesem ließ er allen, vmbis zum letzten, hinterwärts den köpf abschlagen. 7^ser execution hat er verschiedene mit seiner eigenen yan ^ grcriret. Die Ursache, warum er dieses thäte, war n > ^hatte wahrgenommen, daß die Aghwaner, nach der p be-malen erlittenen Niederlage, schlechte Hochachtung ,ppe».zeigeten; zudem sahe er den grossen abgang stss^,/.!nte gaAVor den Persiern fieng er an sich zu fürchten, und mev'^daß sie bey gelegenheit möchten rebelliren. Dielohr steh bey ihm allmählich , also, daß er die uw> ^ hFnicht einmal mehr kannte. Bald wollte er sie sckssg'. hBumbringen ; bald war er wie ein betrnnckener und l«uschrie er laut; bald heulete er. Seine guten ttcunec . ^iivcken selbst dafür, und verliessen ihn. Weil er gantz ra> z"von ungewöhnlicher stärcke, war niemand vermögen^ ^ ch,ebinden und zu bändigen. Sie sperreten ihn desweg^ ^0cammer, und bewachten ihn. Als er daselbst elllw^

»ächte ohne speise und tranck zugebracht, wurde er 10 1 ^ da-daß er sich muste zu bethe legen. Da man nun alle «bey umsonst anwendete, und alle Hoffnung emrger rwegfiele, theilete man aus dem Königlichen schätze ^sen aus; denen, so von ihm waren beleidiget worden -man herrliche geschencke. Die Giulfer wollte mantigen, und theilte unter ihre Priester deswegen rooo. ^Mlaus, mit der bedingung, daß die Armeniainstve ^ ^ «Mfür den Maghmud bäten sollte. Da nun die krancro ^<n>-mehr und mehr zunahm, empfände er in allen mit ve"same schmertzen, zerrisse seine eigene Hände und armezähnen, und schrie erbärmlich. Nach etlichen tagenam gantzen leibe grosse beulen aus , der gantze lew ssh^pigElöcher, wie ein sieb, und das fleisch ward faul bey ^ astssleibe. Die Aertzte und Barbierer liessen endlich dss v Ist.sincken, daher dann der gantze leib anfieng zuweil nun die Aghwaner an seiner genesung guntz-lw , .schrei/tensso erwehlten sie einmüthig des Maghmuds vetter,oe.^einen söhn des Abdalla, zu seinem Nachfolger. viitlss"setzte sich nicht eher aufden thron, bis er den lod stim M aan dem Maghmud gerochen, welchem er dann a«mseinem krancken-bethe im februario an. 172?. deucemgen ließ. Was im übrigen den Maghmud noch ss", Ewar er von mittelmäßiger statur, 'gelblichter faroe)kleine äugen, die beständig im köpfe herum gicngen.gestcht war recht ungestaltet, dabey aber lustigEr hatte einen rothen bart, und das Hauptlast m Kasdem cörper, daß man den hals kaum sehen komm. ^ ftn>eeinmal befohlen, dabey muste es bleiben. Gcge" oEwar er grausam. Bey seinen Aghwanern hatte er .meine furcht, und sie gehorchten ihm dermaßenauch in der härtesten schlacht nachfolgeten. Ob ec g

eben sreygebig gewesen, so wollte er doch selUssE" stellst edurch raub und beute reich machen. Zu kriegs-Msich an die spitze der armee,, und führte ße .selbst an-einmal vornahm, führte er mit gröster begierde auv, u>es das erste mal nicht fortgieng, wiederholte er das»dritte mal, bis er seinen Vorsatz vollbrachte. . Er gM'nig schlaf, und meistentheils wachsam. Die woer nicht, war auch nicht eckelhafft im speisen, Den ^hielt er, wo er am ersten hinkam. Er trug öfters nm Mve '4tes kleid. Aufden Pferden ritte er schnell, und M ^ severfolgen , war er unermüdet. Zu kriegs-zecken gst'-^. ^ >v>die wachen zu visitiren, und trauete niemanden m etigen fache. Er war in ausübung der gerechtlgken n,. ^ ,iaund nahm keines menschen vorbitte an, a>u

der schärfe des gesetzes. Man hat ihn niemals bett" Mi»troffen, auch hat er in seiner ehe nach keinem am ,,,reinzimmer gesehen, als nach seiner stau , mit weiter ^ripst^,söhn gezeugt; denselben aber soll Eschrefgetodtel - e,, hem^

dere sagen, mit gluendem blech des lichtes sewcr Abet haben. Die Historie von Maqhmud stchct pick ^ger beschrieben in pithanders von der Ottieue ,

tendes Schach-Nadyr, von x>. bis 47 7> -rittst

, ist ein Persianisches wort, «"ö ko j>»

«r»L, ülpiLntLm esse, wiewol da Herodv - ,iatio>^,sbesondere kleine volcker, ausweichen dieden ältesten zeiten bestanden, auch eines mnjVIagi gesetzet, und im übrigen die öksg;unstr "dai!^,rUrsprungs gewesen, in der that viel glaubn«) ^bey erfolg der zeiten den Medischen, und "acM" bein^^z

Weittveissn aeäeüH-ergentlichen tlnü/ ^"ssnnnttg eben so von vk». - ....

' nähme L ^5 Medtschm nation hergeholet

uiöl a^Lich n»?." Römern bekannten »e-chA,^- - guch^von den Hetruriern, und btebene»^ ^". man sie

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Was das erste Ä^-Meii Rathe bey dem Kb"'ge bech-o ^

dtrigiren «nd ' '"usten sie den gantzen go^M' «nd anordnen , auch bey alle»

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