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Vierdter Theil. He - Mc.
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aufhebung der daselbst in der kirche entstandenen fpaltungen,fer,ner zu der Publication des zwischen dem besagten Papst und demKayftr Friderico I. geschlossenen friedens , inqleichen unter Ur-bano III. gleichfalls in der Lombardie, zu abschaffnng der unterden Geistlichen eingerissenen Üppigkeit, u. s. w. Er hat geschrie.ben eine Lvileölionem Lanonum L Oscretorum; I>!b. III. äsVera libertäre ; Lib. IV. äs ,fuili <L .jullitiss ftstioriibus ; äs Lp-xellarianidus ; contra Labsllianos <Lc. Sein tod erfolgte UMdas jähr 1192. nachdem er sein alter höher als auH. jähr ge-bracht. Llacra«. Lratr/ir,,, in bist.

Larienli. Laro». annal. tom. XII.

Wer zu Rom in den Magistrat wollte,der muste sein gewisses alter zu jeder stufe erreicht haben, sonstkam er nicht darzu ; z. e. ein tzusllor muste 27. bis 28. ein kra--tor 40. ein Lonlul 42. jähr alt seyn. Unter den Kaysern aberkonnte auch dispenstret werden. Wer nun anhielt, der zog sichsauber an, und gieng in den Lomirüs auf dem Lampo tVlarcio,oder wo sich immer eine grosse anzahl volcks versammelt fände,von einem ssriku zu dein andern, da er sich ihre lulkraZia aus-bat; welches die Römer xrenlars hiessen, weil man dabeydenen, so man um ihre stimmen ansprach, die Hände zu fassenund zu drücken pflegte. Es ward aber kein Magistrat gewehlet,nili -wlpicaw, das ist, nachdem die Lugurss nach dem Himmelund vögeln ü. d. m. gesehen, denn wo die aulpicia nicht gut wa-ren, so gieng alles wieder zurück. Es wurden aber die Uagitlra-tus abgetheilet, I.) in oräinsrios A extraorälnarios : die letztemwurden nur zur zeit der noth erwehlet, dergleichen viÄsrorund lilagister Lguitum waren ; 2.) in Majores L minores. Zujenen gehören Lonkules, kiLwres, Lensores ; zu diesen tzuselto-res, ssribuni klebis, lLäiles , InuniviriLspitsles As. z.) inurbanos L provinciaies: jene blieben in der stadt, diese aberwurden in die provintzen geschickt, als kroconluies, kr-etores,krLliäss, <Lc. 4.) in Patricias <L plebejos; jene wurden aus denVatriciis gewehlet, diese aber, damit man dein volck nicht zu vielthun möchte, ex klebe, als Iribnni kiebis. ;.) NsZiüratus Lu-ruies waren, die das recht hatten , lellsm curulem zu gebrau-chen, als Lonlules, krrelores, Läiies Lurules Lc. *

waren des Mlagistri OKciorum bedien-ten, die in so vielerley classen abgetheilet wurden, nachdem er vielfachen zu verrichten hatte. O« 6l. 6r. p. 844.

Magius, Italiänisch lVlsgZi, oder lssaZgia, (Hieronymus)ein Rechtsgelehrter, war gebürtig von Anghiera in dem May-ländischcn. Er studirte zu Bononien die beredtsamkeit und Hi-storie, und nachdem er in den mathematischen und andern philo-sophischen wissenschafften guten gründ geleget, ließ er sich die er-lernung der weltlichen Rechte mit grossem eifer angelegen seyn.Allein, weil er nicht allzu wohl bey Mitteln war, suchte er seinglück an andern orten zu machen, da er dann endlich in Cypernzu Famagusta zum Richter von den Venetianern ernennet wor.den. Doch wo er sein glück suchte, fand er sein gröstes Unglück.Denn letzt-gedachter ort wurde von den Türcken belagert, undendlich nach einem tapfern widerstand, worzu Magius sehr vieldurch seine erfahrenheit in der Ingenieur-kunst beygetragen, ero-bert. Er wurde hierauf wider gegebenes wort in die sclavereynach Constantinopel gebracht, da er die übrige zeit seines lebensin einem erbärmlichen zustande zubringen muste. Doch trösteteer sich mit dem exempel der alten Weisen, Aesopi, Mentppi undEpicteti, feufzete aber noch immer dabey nach seiner freyheit,die er durch Vermittelung der Kayserlichen und FranzösischenGesandten an der Pforte, wiewol vergeblich, zu erhalten ge-dachte. Denn sein Herr, Mahomed-Bassa, brachte ihn an.1572. oder i;7;. den 27. May durch einen strick um das leben,weil er wegen alters nicht mehr recht dienen konnte. In wäh-render seiner gefängnts, und zwar meistens in der nacht, weiler am tage zu der härtesten arbeit angehalten worden, hat er 2.tractate, den einen äs ssiminnabulis und den andern äs Lquu-leo verfertiget, welches um so mehr zu bewundern ist , als Ma-gius damals von büchern gantz entblößet war, und gleichwoldiese zwey schritten voller anzüge der eigenen Worte alter au-ökorum sind; die also Magius allein aus seinem gedächtnis mußhergeholet haben. Er hatte bereits vorher verschiedene schrittenheraus gegeben, als tza sind: äs ssluuäi Lxitio per exuüioiiemlib. V.; Lommsmaris. in quatuor Inüitutionum Livilium lä-bros ; äella kortistcarions clslla Littsi; Mlcsllsnea live variseseöliorics; äs veters Ilecrurirs 8itu libellus; Vit-x illullrium Vi-rorum, -iuötore Lmilia krobo cum Lommsntariis ; darausLambinus vieles soll genommen haben. WrE. bist. lib. Xstix.

sä an. I?7l. L« in vit. Nagü. VrfAer, sääit. LUX elog.

k. I. p.*

Magius , (Vincentius) war von Brescia gebürtig, undlebte um das jähr 15 ;c>. Er lehrete zu Ferrara und Padua,und erwarb sich grosse Hochachtung durch seine geschicklichkeit.Er schrieb über die kostica des Aristotelis und Horatii eineniraciat äs stiäiculis und andere. Aus seiner familie hat sichan. 1640. Lncilio Filakeo Magi bekannt gemacht, welcher zuPavia gelehret, und nachgehends an des Hertzogs von SavoyenHof nach Turin gezogen worden. Man hat von ihm verschie-dene schriften nach seiner art/ als 2. votumina cie Lonsolat^oni-bus, eine Lateinische Übersetzung von dem Simplicio über denAristotelem, und eine andere von dem Alexandro stxbroäistxo;desgleichen kbeoiica «L krsclica meäsnäi; Lommenwrios äskrognossicis klippocrstis; Lpiüolarum libros tres, ökc.che»ua ckbuom. letterari.

Mag

.* Magliabecchi, Magliabecw, (Anton) ew^7 ^.ruhmtesten Gelehrten seiner zeit, war zu Floren? den 7,an. l6;;. gebohren, und verlohr seinen vatter an.wegen ihn seine Mutter im 16. jähre seines alters vwgoldschmied zu Floren? in die lehre gab. Allein, um eozeit that sich seine sonderbare neigung zu den studren ' ^-c/er dann sowol bey ruhe-stunden, als auch unter derarvHand ducher last, die er sich von seinem ersparten ge»o - Wegekauft, und verstecket hatte. Als auch hierauf am'^rt mstMutter gestorben, beschloß er seine angefangene leo«>Ali»-den ftudien zu verwechseln, und machte sich mit Mw ., ,vckni, des Cardinals äs Medicis Likiiorbecario, Vera .cher ihm zu mehrerer Vollkommenheit in der LatennM > Aund kanntnis von den besten büchern sthr behulfllw M Mwandte schon dazumal in lesung guter bücher so 9 ^ folgen^daß er öfters essen und schlafen darüber vergaß, AM > jt W>auch die Hebräische spräche, und kam bald nachge^"^, ihngelehrtesten Patricien zu Floren? in bekanntschafft' .chrten Ot-ters zu sich auf das land abholen liessen, um seimr vonseüschaffl zu gemessen. Mittlerweile breitete sich , 5 , wseiner gelehrsamkeit nicht nur in Italien, sondern a»w ^orten aus , wie dann schon an. 1665. Lambecms i '.xpaEment. Vinäob. des Magliabecchi mit vielem ruym ^ , IlillInsonderheit war sein gedächtnis verwunderungs-w» Mdessen hülste er von allen fachen, um deren willen mbefragte, die genaueste und gründlichste Nachricht sf . „

Er führte nicht allein die Gelehrten an, die vonner fache geschrieben , sondern auch die verschiedene e'rer wercke, nebst den capituln , § 8, und Wortenselbst, hatte anbey ihre besondere meynungen und' - - ^ ,a'so vollkommen innen, daß man hätte meynen skiiv»

lebtag nichts anders , als die vorhanden habenderet habe. Ob nun schon hierauf von Cofmo IU- ^ ^von Floren?, und erwehntem Cardinal von Medtsev oxhe»,,überdero ansehnliche bibliothecken ihm anvertrauetactf.veränderte er doch das geringste nicht in seiner dreyer»leben, sondern gieng noch, wie zuvor, immerdar' vgekleidet, zumal da er sich, um keine zeit beym ^cv w»,lieren, niemals auszuziehen pflegte. Ja er stch.Uchas Erandern fachen so wenig angelegen seyn , daß er M7 -he», Ajähr über nicht daran gedachte, seine renten emzm ^ hevrdie besoldungen, die er als Libiiorbecarms bekam^ MAn. 1677. erhielt er vom Groß-Hertzog die erla» wa^'Ä,aus der Libliorkeca I.auremisns abschreiben dort 6)^ ocbbeliebte, daher er sonderlich von dieser zeit an,, an ^„eii Leten, mit denen er eine grosse corresponden? hss'V.ftiaung "Xi,nicht leicht eine antwort schuldig blieb, beyschriften sehr behülflich war. Man hätte auch -smeina"^.len , daß er bey so grossen Verdiensten, und da e w»ssv-wider lebte, von unbilligen auflagen verschont hie z»^,allein die Verleumdungen eines gewissen feinbes, .mal wider ihn ausgestreuete schmäh - schriften , o»ben aufs heßlichste abgemahlt, wurden ihn bey > ,pvund den Gelehrten sehr übel angeschrieben Asss,, verlaschseine freunde, da er indessen sich auf sein gewNst' ^immer stille saß, viele schriftliche zeugnisse von 1'hassten lebens-wanbel ausgebracht, und derdiß den schmähungen keinen glauben beygemesien -mittelst hatte er doch vor, sein amt und valie" .,

zu verlassen, und erhielte schon an vielen andern ^theilhaffte Vorschläge; allein Marini, ftm v^

bewo^sh^^chlage; M Marm-, -m.

und m stmem ^

Wegen keibes-schw^k^e V verbleiben. Lr

Novells zu Floren» ben Lcmvenwm b-»t ^

seine ^eme bibliotheck zu geme

ben 4 . mlri im L, wks/^ber den armen, und stard/ns' sd«Hat aus stmvm nahm-» alters. Der k. Angeld

Papste nach Übrigens wurt>e ^.§<,

^ifwol umsonst, "st" dem Kayser LepMld zive^B

dachten thu in hobe?,Ä^o^oasric> verlangt. Drele ssMi

andere begehrten das , und verehrten rhm ihre bü

Gro -Sultanv?r?^^UL--.,hren- cabtt-etzu-iabc-. K-

mg Ludewlg xiv Nachricht von >hm, ^

^"""geachtet war er se">e GeHndtc« sr

Verfasser von den alles m dancken

fttne Hu/ffe, ckntvrcrpiealibus rühmen gst

I-iturZiis, dem CardinalBona

beytrag gethan andern bey anderer gelegenheitF^g,

chen Pu?7Lh, Er war sonsten von sthr schlechtem K,woran er sich öfters allemal eln kohl-stu^ pMss

auch gemeiniglich beider und Hände beschädigte,