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Vierdter Theil. He - Mc.
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an der regicrung, welche solche bis ins folgende jahxhundertglücklich fortgesetzet haben. Man hat von ihm: i.) Lsrmins,welche intsr äslieis8 koecsrum Itslor. stehen; 2. ) Lommsnts-rium luper VikAÜium, zu Venedig lös;, in fol. gedruckt,darinn er aber wider die Poeten, etwas zu scharf critisiret, unddes Virgilii selber nicht geschonel, deswegen Peter Paul Ver-gerius eine Gveötivsm wider ihn geschrieben, welche in derLeipziger Univerfltats-bibliotheck in Handschrift liegt; ;.) Epi-steln , die aber noch nicht gedruckt sind. , Kick. sssvenn.

p. üoF. leg. bibl.

* Malatesta, (Jacob von) war ehemals ein VenetianischerGeneral, und stammte von Leone Malatesta her, welcher ein ehe-licher söhn Pandolfi war, den der Papst Pins v. aus der taufegehoben, und zum ersten Marggrafen von Roncofredo gemachthat, sonsten aber hatte er sich ebenfalls in den kriegen als Ge-neral berühmt gemacht. Dieser sein söhn Jacob befand sichzuerst mit im feldzuge Kayser Carls V. vor Algier, hernachward er Vice-König in Sicilicn, und darauf Gouverneur vonPiombino. Nach diesem vertheidigte und erhielt er Marennamvon Siena wider die Türcken, und eroberte die vestung Scar-lino mit stürm. Endlich trat er von den Spaniern ab, undward Papsts Pauli IV. General wider dieselben. Er kam aberbald in verdacht einer untreue, und daß er zu den Spaniernwieder übergehen möchte. Er wurde daher auf das castell St.Angelo gebracht, daraus ihn die Benedictiner-Mönche erledig-ten. Hierauf ward er Gouverneur in Cypern, hernach ver-theidigte er und erhielte die insul Maltha wider die Türcken.Papst Pius V. machte ihn nach diesem zu seinem General undGouverneur von Ancona, und andern am meer gelegenen städ-ten. Nachdem er wider die Türcken auf dem meere einen an-sehnlichen sieg erhalten, zogen ihn die Venetianer in ihre dienste,und machten ihn zum Gouverneur von Albanien, woselbst ervon den Türcken gefangen, nach Constantinopel gesühret, aufverbitte aber des Königs in Franckreich wieder erlediget wor-den , worauf er als General zu Bergamo gelebet. Von seinemtobe findet man nichts gewisses aufgezeichnet. Schrenck, imgrossen Helden-buche.

* Malatinus, (Andreas)ein berühmter Rechtsgelehrter

im 16. jahrhunderte, ward zu Padua gebohren, weswegen ihnverschiedene unter die krokeckores dasiger Universität , wiewolohne gründ, gerechnet. Ehe er noch die höchste würde in derRechtsgelehrsamkeit erhalten, machte er sich durch verschiedeneschriften , als die Üääitious8 msmorsbils8 sä Inüirmionss ^u-ikinisnes8, sä Oigsstum vecus, smksmics8 Lonllitutione8 ödLoclicem , wie auch durch seine prsxin sehr berühmt , und starbendlich in seinem hohen alter an. i;?». , Oxmmck.

Lstsv. wm. II. p. 68-

* Malaval, (Franciscus) ein Franzos, gebohren zu Mar-seille den 17. dec. an. 1627. wurde in dem neunten monat seinesalters blind, lernte aber doch die Lateinische spräche , undbrachte es besonders in der IKsologis mMics so weit, daß erdeswegen einen guten nahmen erlangte. Wie er sich aber nachder Hand in des Molinos Ouiäe spirituelle zu sehr verliebte,und seine eigene krstigue Issils pour clever l'tlme s 1s Lon-templstiou fast gäntzltch auf desselben prineipis und sonder-bare meynungen bauete, wurde dieses buch zu Rom in den in-äisem libr. prolrib. gesetzt; wiewol er sogleich widerrufte, undsich öffentlich wider die dem Molinos schuld gegebene irrthüm-mer erklärte. Die Königin Christina von Schweden, der Car-dinal Cibo, rngleichen verschiedene Bischöffe und Ordens-Ge-nerale haben einen brief-wechsel mit ihm unterhalten , vornem-lich aber der Cardinal Bonn, der ihm auch bey dem Papst Ele-mente XI. dispensation verschaffte, daß er, ob er gleich blindwar, ein Llericus werden konnte. Er starb in seiner geburtS-stadt den 1 1. may an. 1719. Ausser der bereits erwehnten krs-tigus tüLile hat Man auch von ihm : koells« spirituelles,welche an. 1714. zu Cöln, oder vielmehr zu Amsterdam, ver-mehrter wieder aufgeleget worden ; ferner Is Vis äs 8. kki-lipps Lenili, OenersI äe8 8ervitS8, tt. a. M. seiner UNge,druckten schriften zu geschweigen. eo/a»ia, bibl. ^snlen.

»ure -le 172z. /iter. rle /a tom. V.

* Malavolta, (Donusdei oder Donusdeus) ein söhn Meiund enckel Roslandi, ein i'strisiu« aus Siena, war beyderRechten voökor, und seiner gelehrsamkeit wegen berühmt. Erwurde erst Lsuonisu« in seiner vatter-stadt, hernach an. izi?.Bischossdaselbst, und holte zu Avignon von Johanne XXII. diebestätignng seiner wähl persönlich ab. Angelus äel Grasso in«Krön. beschreibet ihn als einen grimmigen Herrn , und mel-det , daß an. izzs. der Vaddus Bonucci Picolominei auf seinanstiften angefallen, und verwundet worden sey , wiewol sichsolches aus seinen andern Handlungen gar nicht, wohl aber dasgegentheil sicher schliessen lässet. Er suchte vielmehr die strei-tigkeiten beyzulegen , wie zum beyspiel dienen kan, baß er dieSalimbenier und Ptvlomäer, welche einander lange in haarengelegen, mit einander verglichen. Daneben war er auf löb-liche Verwaltung seines Bisthöfflichen amts vornemlich bedacht,und hielre verschiedene 8^noäo«, um die verfallene kirchen-zuchtwieder herzustellen. Er stiftete das Hospital der H. Mariä, nebstfünf capellen in der Cathedral-kirche, ließ an. i;44- den armSt. Ansani in sicher einfassen , und mit kostbaren steinen bese-tzen. Unter ihm kam der bau des klosters St. Michaelis äsHusrw, welches der Cardinal Petronius mit reichen stiftungen

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versehen, zu ende, wvhinein an. i;;?- die Mönche des ^

sters St. Galgani, wovon Jugnrth. Thomasius, mir.

Ant. Libaccorus, in vics 8. Lslgsni, und Bzovius, s» s -«handeln , gewiesen wurden. Er hat auch die stssmng"sters Rosa, Camaldulenser-ordens, erlebet, und ist an.gestorben. Sein geschlechts-wapen stellet eine lecker m ^darauf ruhenden doppelten Bischoffs-mütze vor.ansehen unter dem volck nicht geringe gewesen seynselbe an. i;24. als über den Bacchanalien ein großer .Mioentstanden, darwider keine gewalt helffen können ,zur ruhe begeben, als es den Bischoss kommen sehen« "sItsl. sscr. wm. III. p. zü2. feg.

Malaxus, (Johannes) lebte zu Constantinopel an« ^

Sein elend und armuth hat Gerlach von Constanm>"« chMartinum Crusium berichtet, wie er nemlich die rmvner armseligen Hütte gelehret, worinn etliche gedörrte insein gantzer vorrath von eß-sachen, zu sehen geweicn, ^abgeschrieben, das geld aber, so er damit verdient,wein zu wenden pflegen. Er schrieb die Historie der dckchen von Constantinopel in Griechischer spräche, ^->1»

k. Labbeus in dem Lorpore der Byzantinischen Historie -gegeben hat. Uist. 6rXL. p. 49;. .. ...

* Malaxus , (Manuel oder Emanuel) ein berühmt

che, war aus Morea gebürtig, und vertrat das amrem ^ jßtors zu Constantinopel um die helste des 1;. jahchuuderlv., ^aus verschiedenen streil-schristen sehr berühmt, und ersondere unter seinen gegnern Georg Gemistium Pleco, j>,o.

ausser einigen andern nicht gedruckten schriften ein bück) ,csilions 8piritv8 8. entgegen setzte, und darinn harr rv -daß derselbe von den Heyden, und nicht vielmehr ^ekSchrift seine gründe hergenommen. Ein stück ylevvman bey Allatio äs conlenlu utriusqus ecsIeuL.hends hatte er es mit Frantz, einem Dominicaner 1 Äschenmen, welcher von Eugenio IV. bald nach dem Floren" ^Lnnciiio nach Orient geschickt ward, die Griechen ck> ^ zckselbst verabredeten union mit der Römischen kirche oo"^^c^bereden. Malaxus schrieb wider diesen Lpologigmtionein äecem cspitum ssrsnsilci, oräiui« kr-eäicl!tor , ^,1»was weniges hievon hat Allatius äs kurgswrio 0überlassen, es stehet aber fast der gantze tractat in desIs Moine vsrü« Issris, und verschiedene seiner anoc 'bhei»ten liegen noch in handsthrift in der berühmten Boou"bibliotheck. Wider den Matthäum Camariotham >ou ^co,afalls geschrieben haben, wie ihm denn auch einige dasbrsvilllmum , welches dem Codino, äs aiigiaibus ^nopolirsni«, beygefüget ist, zuschreiben. jschch

Malchm, ist eine kleine stadt in dem Mecklenv»Fürstenthum Wenden, hart an den grentzen des Po'M'.MMHertzogthums Stettin , an dem Cummerowischen sse/^wo der fluß Pene aus demselben wieder heraus koin» -.liegt an einem so engen paß, daß man kaum mit elm>füglich hinzu kommen kan. Eine starcke meile davonderer see, welcher von ihr der Malchintsche see gene«' M---Diese stadt hat durch feuer viel schaden erlitten. ^p. 180. , a»,deckst'

Malchion, ein Priester zu Antiochien, lehrte die R^mit grossem rnhm, und schrieb einen tractat wider pa^ir, >«'mossrenum, wie auch eine epistel an den Papst ^ ,ve^nahmen des zu Antiochien an. 270. versammelten sv" vu-che von dem Eusebio angeführet wird. , n"'

c. 2;. L 24. Kie»o». äs lsripror. ecsles. ächss,

* Malchioftrus, (Frantz) ein berühmter

aus Parma, lehrte zu Padua die Rechte mit lssosteEr ward , als er einsmals spät nach Hause kehren wo»"chelmörderischer weise angefallen , und ums ieoen v ^welches an. 1507. den?, öctober geschehen, nve aus „yvschrlst erhellet, die ihm sein bruder Brocardus E, <§('>>bey dem Scardeonio äs slsr. ksrav. p. 424-schriften sind: 1.) Lnnlilis 5eu Ilsiponüi; 2. ) Oo" tgiv.Hutkentiss« ^uliimsai. rs

x. 2zi

in

^ xalckow, ist i.) eine kleine stadt nebst ^Uschen vcdem Mecklenburgischen Fürstenthum Wenden, dich"Plawcr-see und dem Calpinischen see, an einem armletztern, gelegen. Es befindet sich ein adeliges IN A, Moß'ster darinnen. 2.) Ein Königlich - Preußisches '"x^alsder Mittel-Marck, zwey stunden von Berlin, <0 p,-»

Freyhcrrn Paul von Fuchs gehöret hat. ^ , P»rtN^

* Malchu, Malcu, ober Molco, lSaloM^ er de'giesischer Jude, gebohren an. 148;. wurde ,

Christlichen glauben angenommen , Königlicher . x vo>^.,,ließ sich aber nachgehens vom David LemleiN, Jsr«nein stamm-vatter klubsnim genannt, der sich e" ^ ein ck'litischen Gesandten ausgab , bereden, daß er »mc ^ward. Er zog mit demselben nach Italien, ^.^ento» ? 4,nach Franckreich, und lehrte eine Zeitlang M er v ^der landschafft Berry, kehrte aber nachgehen"" ^esItalien, und fienq an zu Mantua zu lehren. ^ ^

erCarln

iLarin v. oer oamais zu picaniua

chen wollte, welches xr auch schon an Papst Cleme dk