Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
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983
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mal

^ Könige in Franckreich, Francisco I. versuchet hatte / leben-N?.verbrannt wurde. Die Juden geben ihn dahero vor eineny Myrer aus, welches auch Jehuda Leo in 8cüire sskussa s. i.des ^hut. Er soll sich zwar nicht öffentlich als einen vorläufferkn^Mßiä bekannt, aber doch geglaubet haben, daß dessen an-j„ ssan. 1666. erfolgen werde, wie er denn solche Weissagungbrust-schildlcin , woraus die Iüden ein geheimnis zuten x 5 Pflegen, hat cingraben lassen, aus deren ersten drey wor-bestimmte jähr 1666. heraus kömmt. Man hielte auchkk?,^ssen tobe so grosse stücke auf solche Weissagung, daß, alsn,^Me zeit herein trat, die gantze Jüdenschafft sehr viele büß»^last-tage anstellte. Von seinen fchriften aber hat man: 1.)x -I' LonLionW oder vielmehr vissertstiones über verschie-stellen derbücher Mosis, Salonichi 1^29. Cracau 157°».4-Amsterdam 1709. in 4. 2.) ^77 Lestia ssrunUinis>>°5 Ualm ÜXVIII. ;i. Amsterdam und Prag in 4. ohne be-p»g des jahrs, ist ein kabbalistisches buch. äill.

l'LIml LXIX. apuä ^ä»o8. . IE. suä.

v ^ P. 2022. M'o//. bibl. Üebr. ?. I. x. 1076. L ?. III.

'^4. fegg.

z.^lalchus , war nach Suidä bericht , ein Sophist zu By-und lebte, wie Photius meldet, der zugleich vorgiebt, eraus der stadt Philadelphia gebürtig gewesen , in dem V.li,Ä» unter dem Kavser Anastasio. Eben,etzt-gedachter Pho-berichtet, daß er 7. bücher von seiner Historie gelesen, wel-17. jähre des Kayscrs Leonis angefangen, und sich mitM Nepotis tode an. 48°. geendiget. Er lobet ihn wegen sei-nes «,?eri und netten schreid-art, und nennet ihn ein Muster ei-sti«, »kommenen historren-schreibers. Suidas berichtet, daßhisiMe von Constantino angefangen , und sich mitLjeUastv geendiget habe. Man hat noch 2. fchone üsgmsm-rtz,!j X.htstorie in üslogis üeg^tionum. Solche sind an. 160;.Ca> ,.sth durch Davidem Hofchelium , und an. 1648. mit desber^ari Lateinischer Übersetzung durch Henricum Valesiumpg.pUb gegeben worden. ?z-oe,«i> in bibliotk. s. 78.

üs Hilf. 6rTL. üb. II. c. 21. in bibl. /ka«c^r«i,

k^,nc.

mNcius, (Bcrnhardus) war anfänglich ein gerber, hat8e,^r hernach auf die Rechts-wissenschafft mit solchem siech-lurisn ein fürtreflicher Jurist worden ist. äs

* Hb' I. e. 6. 2.

ei . dl talclerk, oder Mauclerk, (Walther von) lat. Molo-' oder ülLlus Llerions, ein gebohrner Engellander,Egr,fan. 122;. vomErtz-Bischoffezu Aorck zum Bischoff voneich m emgeweyhet, auch noch in diesem jähre von Kvnig Hem-bey dem er in besondern gnaden stand , zum Groß-Äa>,,Geister in Engelland ernennet. An. 122;. ward er nacheich geschickt, um theils einige grentz-streitigkeiten bey-

, theils eine Heurath vor seinen König mit des Grafen»y f^etagne tochter zu stiften, muste aber unverrichteter facheFca,,A 7 - wieder abziehen, weil sich indessen der König vones» ,?^>ch mit dem Grafen von Bretagne verglichen, und insU.uis eingelassen hatte. Als der König an. 12;;. auf»eo, xUchvffs von Winchester anrathen eine reforme unter sei«^vü^of-WlMsrio vornahm, und alle stellen an auslander vonsiel,! " vergab, kam auch Malclerk um seine Schatzmeister-deg f. Er mochte noch auf andere weife mehr aufgebracht wor,ch?o.^u, daß er sich entschloß, gar aus Engelland zu cntwel»des tzt. ^ wurde aber eben, da er zu schiffe steigen wollte, vonvvch ^"igs bedienten angehalten, und wieder zurück gebracht,? er au. 12;-;. mit dem Könige wieder ausgesöhnt, und^fbsMe sem Bißchum bis an. 1246. da er addanckte, und zu^n Dominicaner-orden trat, woselbst er auch zweyf"7>acl) gestorben. Joh. Heinrich Heister, äe Lußr-iM-^geik!^' h^tk ihn vor einen 8uffrgMneiim des Ertz-Bischoffsil> zu Cöln, welches aber ohne gründ iss obgleich nichtstlgj>tm?Ä' daß er bey gelegenheit abgedachter Königlicher Ge-üßyg NM an. 122;. nach Cöln gekommen, und nur emwilll-°t"e or,Wrtz-Bifchoffs in der kirche zu den heiligen Aposteln'»gf M capstl eingeweyhet, und viele heilige reliquien dar-f'-e-u ' auch auf geivrsse tage ablaß ertheilet habe.

xiE. Lngl. äs kra-ful. ängl. k. II. x. 146.

hihi. krRcüo. tom. I. p. 120. feg.

, eine ansehnliche familie in Brabant, vonHttx ^ Eugenius Ambrosius von Maldeghem, Baron undLeyschvtt, rc. Ritter von St. Jacob und Königlich«L- Oberster und Feld - Marschall von der cavalene^Niaijl' den Gräflichen character erhalten. Es wird m demangeführet, daß selbige von altem Adeli?kste ;oo. jähren her durch ihre vortrefliche und getreue^ !>e den Landes-Herren verdient gemacht. Übrigens

> ZL Herschafft Stenuffel den Gräflichen titul und nah-

, a!d,c>i? deghein beygeleget. An. I'il'?. ward ein Graf von'vyem Staatö-Hnm

^ An. 17^7. ward ^ ^

. Staats-Rath von Brabant.

100.

, (Jacobus) Bischoff zu Antwerpen, wurde zu>vi»' Wv?,?!!"-Werre, ohnweit von Brüssel, an. rc6;. den 14.r,^ ^ Er studirte nachmals in letzt-gedachter stadt,

^l>n, M B Douay und Löven , allwo er endlich nicht ohneyeologie gelehret, bis er an. i6n. gar Bischoff zuworden. Er stunde dieser würde bis an. 16;;. vor,

m a l 98z

in welchem jähr er diese zeitlichkelt gesegnet, verschiedene schrif,ten hinterlassend. Unter diesen sind : Lommenwris in LsmwaLsnticorum ; äs ssbnfu Ideltribkionum mentalium ; cle 8igi!Ic,

Lonkelüonis 83srAmemaÜ8. «c. Johann Hameler, Dom-Herrzu Antwerpen, hat ihm eine leichcn-rede gehalten, darum seinleben weitläuftiger zu finden. Miräus, Sammarthanus, An-dreas und andere legen ihm in ihren schriften grosses lob bey.

Ajaldivische tnsuln, lat. Dlaläiv-e Inüüxe ^ sind einige Asia»tische auf dem Indianischen meere gelegene insuln, welche gantznahe beysammen liegen, und gleichsam wie iz. trauben ausse-hen , so Attolloas genannt, und durch meer-engen von einem»der unterschieden werden. Gedachte iz. trauben oder vieleHaussen kleiner nahe. beysammen liegender insuln, welche sichvon norden gegen snden anf;?c>. oder zoo. messen erstrecken,werden folgender Massen genannt: Trilladvv Matis (so diePortugiesen Labexa äs las IIüs8 heissen,) Milladove, Madove,Padypola , Malos-Madon, Ari-Attollon, Male - Attollon(worunter Male die vornehmste von allen Maldivischen insulnmit begriffen ist) Polisolu, Moluque, Nillandoux, Calloma-doux, Adoumatir, Sovadov, Adon und Pvve-Maluque.Die zwey letztem werden nur vor eine gerechnet, und alle zu-sammen haben einen Konig, welcher gemeiniglich zu Male re-sidiert. Die luft ist in diesen insuln nicht übermäßig heiß, obsie wol unter der lin ie liegen, welches von den langen nächtenherkommt, in welchen viel thau fällt, wodurch die tages-hikegemäßiget wirb. Es giebt allhier schöne schnecken, schwachecorallen und ambra. Im übrigen haben diese insuln ihrennahmen von den beyden Wörtern Male und Dive. Das ersteist der nähme der vornehmsten insul, und das andere heißt inder Maldivischen spräche, so viel als eine insul. Sie wurdenan. 1507. entdecket. Das daran stoßende theil der see wirdvon den schiffern das Maldivifche meer genennet. Einige zeh-len dieser insuln mehr als 12000. allein man weiß deren anzahlnicht gewiß, wie sie denn öfters auch eilte klippe mit vor eineinsul nehmen. Sie liegen alle in einer geraden linie. Die'i,.sogenannte Attollons werden durch 12. grosse meer-engen voneinander unterschieden, und die übrigen tnsuln sind den frem-den insgemein sehr schädlich; denn die stinckende wasser so vie-ler canale geben garstige dünste von sich, welche nebst ihren un.gesunden frsschen wassern pestilentz - fieber vcrurs.chen. Esgiebt auch zwischen diesen Attollons so viel crocodille, daß mansich nicht sicher aufs wasser wagen kan. Man hält insgemeindavor, daß die einwohner dieser insuln aus Ceilan gekommenseyn. Sie sehen öl-braun aus, und sind zwar klein, aber dochWohlgestalt, die meisten gehen nackend, ohne daß sie die schämbedecket haben. Niemand darf bey ihnen lange haare tragen,als allein der König, und die soldatcn. Sie haben einen ziem-lich guten verstand, und legen sich insonderheit auf die Artz-ney und Sternseher-kunst. Diese insuln dringen weder weihennoch getreyde hervor, aber hingegen viel Honig, granat-äpfel,citronen, pomerantzen und cacao oder Indianische nüsse. Derbäum, welcher diese letztere früchte trägt, ist der nützlichsteunter allen. Er giebt einen fasst, welcher, wenn er auf ver-schiedene arten zubereitet, oder zu verschiedenen jahrs-zeitenheraus gepresset wird, öl, wein, butter, milch oder zuckevgiebt, die frucht ist eine mandel, woraus die einwohner brodtbacken, die blätter dienen zum schreiben, und aus dem stamm-holtze werden Häuser und schiffe gebauet. Man hat auch ge-wisse weisse schaalen in diesen insuln, die so schön sind, daß siean einigen Indianischen ortern des besten landes vor gelb paßi»ren. Sonsten gehet die Mahometanische religion im schwän-ge. Wenn ein einwohner von diesen insuln eine reise nachMecca gethan hat, wird ihm erlaubet zum zeichen seiner Heilig-keit einen langen bart zu tragen. Alle diese insuln sind erb-lich, und es folgen allemal in der regierung männliche erdenmit ausschliessung der weiblichen. Die vornehmsten ein,künfte des Königs bestehen in den strand-güthern; als welcheer mit schlechter ehre ohne die geringste nachfrage preis machet,und so gar die von schiffbruch gerettete Personen in die scla«verey hinreißt. Sein titul ist dieser: Sultan, ein König voni;. provintzien und 12000. insuln. Im hornung des jahrs1607. überfiele der König von Bengala diese insuln mit 16. ga»leeren, ohne daß der Maldiver einige Nachricht davon gehabt,oder sich zur gegenwehr rüsten können. Auch hinderte diesendie damalige wind-stille, daß er nicht in die entlegene insulnentfliehen mochte. Daher ihn die Bengalen mit ihren wohlbe-segelten galeeren bald einholten , und als er sich zur wehrsetzen wollte, mit einem spieß durchstachen. Die einige uriachedieses Überfalls war der grosse auf die bemeldte ungerechteweise aus den verunglückten schiffen geraubte reichthum, undsonderlich eine schöne anzahl stücke, nach welchen dem Köni-ge von Bengala das maul gar sehr wasserte , und die erauch allesamt neben dem übrigen sehr reichen raube mit sichweggeführt hat. Frangois Pirard von Laval aus Bretagnegebürtig, der bey dieser gelegenheit aus der Maldiver gewalterrettet worden, hat eine sehr nette und lesens - würdige be-schreibung dieser insuln, welche sonsten von den Europäern we-gen dem untiefen meer gar wenig besucht werden, heraus gege,Heu. äelerixt. äes h'Mlcl. /.i»/cL>or, vo^gges.

, bitt. ciss Incle«. *

Maldon, lat. Lsmaloclunum, ist eine Engelländische stadtin der prvvintz Esser, an dem flusse Ch-lmer, ohngefehr 7.