Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
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cj^ in den aufgaben seiner gewesenen lehnn elfter darausortern gekannt hatte. Bey lesung der ersten blätter>iw A?"^branche fürs erste mal, zu welcher art von studier,hau- Anschafften ihn die natur absonderlich tüchtig gemacht^ p . Er fieng also erst recht an die Philosophie zu studiren,ar>e > ^ 26. jähr seines alters würcklich erreicht hatte. Hier->i»k,^ die schriften Cartesii mit solcher aufmercksamkettkvm^Eerde, daß ihn auch darüber das Hertz-klopfen anzu-lM i lr pflegte, meditirte dabey sehr viel, und nahm derge-philosophischen wissenschafften zu , daß er im 10.q,//.hernach seine anjetzo so bekannte Keckere!»- äs I» Vsrics"cht stellte, welches buch wegen seiner grundlichkeit undgx, ""Muth, mit welcher alle die darin» enthaltene fachen vor-„vssMii worden , mit einer allgemeinen Hochachtung aufge-wUMeir warb , daher man es auch ins Lateinische übersetzt undü, Franckreich und Holland aufgelegt, unter wel-^>, ,"uflagen die beste ist, die der ourkor selbst an. 1712. in' "dez-bänden heraus gegeben, wie denn zu dem anfänglichx gekommenen theil , gleich im folgenden jähre 1675.tlin» ^ andere, und nachher» noch mehr ansehnliche vermeh-gekommen sind; ohne die streit-schriften zu vermelden ,x er , um seine in diesem buch vorgebrachte meynun-sie von verschiedenen leuthen angegriffen wurden, zusej Men, ans tage-licht gegeben hat. Als er auch ferner inIh. Oonverlations Lkretiennes gewiesen hatte , Wie weitsss, m seine weise zu philosophiren gehen könne, oder wie sichg,.' philosophisches 8Kema mit der Christlichen religion ver-liesse, ließ er sich in die Materie von der natur undijxrm, und schrieb deswegen sein buch, äs la X-wurs LAllein darüber kriegte er mit dem Nr. Arnaud,siiie, " welchem und Malebranche der bekannte k. Quesneld^.""terredung veranlasset hatte, welche eigentlich zu demArssM erfolgten ftder-kriege den anlas gegeben, in streit; Massenivv> M mit grosser Heftigkeit wider ihn die feder ansetzte, wie-schj.M Malebranche auch nichts schuldig blieb, und in unter-en n» " tractaten, sonderlich in zwey bänden von driefen, sei-widerlegte. Wobey ins besondere zu mercken, daßd»„ A ^r. Arnaud an statt die neue lehre des I>. Malebranchedie,^ gnade anzugreiffen, anfänglich vielmehr die meynungManns widersochten, nach welcher er in seiner keckeresliiss"'"g behauptet, daß der mensch alle dinge in GOtt sehe,lI»d Ä'v derselbigen lehre viele sehr böse folgen hat ziehen wollen.»ig.x, s andere, daß als 5. jähr nach dem tode des Nr. Ar-

Hg,»^Mey dessen neue briefe in den druck kamen, darinn des k.zegisss^nche gedancken, sowol von den Neis, worüber, wielchxx ' schon vorher zwischen ihnen gestritten worden, alsHer Belustigung des menschen Nr les xlaistrs, wegen wel-kst" Maledranche vorher schon der bekannte Französische>chxgRegis angcgrissen hatte; daß damals der L. Ma-Me neben beantwortung der gegen-gründe seines wider->sit ""ch in einer angehängten kleinen schrift, so er intitu-Irl krevsntion, in gröstem ernst auf sich genommen,l>e„ "Nen, daß Nr. Arnaud von keinem der unter seinem nah-ihn Malebranche in druck gekommenen bücher ur-«iflag ^er Verfasser siyn könne, weil Arnaud bey gewissemie>veilpMlt den höchsten betheurungen versichert, daß er sichÜ^hri-n "Wissen hätte, seines qegentheils meynung in dessen"M eigentlichen verstände zu nehmen, und den grö-

siyg °,'Meu gehabt , solche anders, als er sie in der that zuM,x."Mubte, vorzustellen. Worauf dann Malebranche alsoder yff' weil die aus seinen schriften angezogene stellen entwe-?"sged-. gestümmelt, oder deren verstand mit fleiß falsch^c>uss, et, oder andere gar nicht ehrbare künste wären ge

^"ßt n, ^""den, um sowol die bücher als deren Verfasser ver-Machen; so könnte einmal der, so den theuren schwurderssrM vorbedacht gethan, die bedeutete streit-schriften nichtKellte!w haben. Nach dem buche Nr Is Xsmre L Is 6rsssMaledranche seine Lntretiens Nr Is NeNLpk^signs L Is?>s a ans licht. Er ward nachgehends in verdacht gezogen,m der Materie von der reinen liebe der meynungNu»a Alschoffs von Cambray beypflichtete, welche beschul-jsss^aber in einer kleinen schrift von sich ablehnete, undrächen k- Lami schuld gab , er habe sich selbst wider-"hte. demselben den tractat 6a INmour äsllieuentgegenp^tz vor seinem tode gab er seine iNllsxions Nr Is krs-heraus. Er hatte auch an. 1708- ausgege-^etisn ä'un kkiloNpke Lkretien äk cl'un khiloNpkeU das '-.wozu ihm der bekannte Bischoffvon Rosalie, welcherMge„ dsspt der Chinesischen Mißionen sich dazumal inAvergp-Mudern aufhielte, den anlas gegeben, indem erM si> VIt, du Chineser seine Philosophie hoch hielten,Mes Merck von ihm unter diesem volcke etwas fruchten

hat er auch schon an. 1584 . sein Irans cle No-a-^diWeben, härmn er alle pflichten des menschen, auchMter "rügen, welche sousten dem Christenthum gantz eigenM>vhl werden, aus seinen besondern prmcipüs herführet.ahs^x"der physicalische und geometrische Materien me, WNderllche sttiriftrn nerNrtiart! to maa man doch aus

Elches er aus beyden wissenschafften in seine andere«I-PX Mük/^kmlich in die ssecbersks cle la Verite eingebracht,dE ^kennen , daß er dieselbige in einem sehr hohen^ gehm?) h"de; wie denn auch in den wöchentlich beyVersammlungen der Gelehrten von solchent>r. /.--ALM Z?'. Theil.

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dingen sehr viel ist gehandelt worden. Die Academie der wis.jenschafften hatte ihn zu einem Lcaäsmiso IionorarN erwehlt.Er starb an. 171;. zu Paris. Seine frömmigkeit und auf-richtigkeit hatten ihm eben so viel rühm zuwege gebracht, alsseine gründliche gelehrsamkcit und weitläuftige wiffensthafft.Gelehrte Zeitungen, an. 171;.

Malenckerthal, ist ein schön und volckreich thal im Velt-lin , welches das unterhalb Sondrio in die Adda fallende berg,Wasser Maler durchstießet. Es hat wol körn , aber keinenweinwachs, und machet eine sonderbare jedoch deren zu Son-drio etwas zugethane gemeinde, deren Haupt und VorsteherLnciano genennet wird. Die darinn liegende dörfer sind Ar-quino, Alla Torre, Chiappanigo, Alla Chiesa, allwo dieHaupt-kirche des thals ist, sie liegen alle auf der rechten feitedes wassers. Fortan spaltet sich das thal gabel-weise, undziehet sich ein theil gegen Lanzado und Puschlav in das gebürgehinein, allwo ein fischreicher see von guten gold-forellen befind-lich ist, der andere theil ziehet sich gegen dem berge Busco,da man die schiefersteine gräbet , wormit die tächer in gantzVeltlin gedecket werden. Es giebt auch Laveggi-stein darinnen,daraus allerhand koch-geschirr gemacht wird. kkXt.

1N.XII.P. igl. *

Malentin, Mallentin, eine adeliche familie in Kärndten,welche von Mainharden, Grafen von Malentin, abstammet.Derselbe hat Cunigundam, eine Hertzoqliche Printzeßin ausKärndten, zur ehe gehabt, und das Cistercienser-kloster Vi-tringen oder Victoria bey Klagenfurt an. m 7. gestiftet. Erastmus , der um das jähr 1460. gelebet, hinterließ Iacobum undJohannem, davon dieser an. 1526. Bischofs zu Seccau worden.Leonhard, Martin und Andreas, halfen an. ,529. die stadtWien wider die Türcken beschützen. Christoph und Andreasflorirten um das jähr 1670. ttemm. ?. III.

LsrinN. snn. Spangenbergs Adel-spiegel, k. II.

Malequete, Mallaquele, oder Manaqnete, cine küstevon Guinea in Africa, welche die Holländer Tandcust unddie Franzosen I» LNs clss Lraives nennen. Sie gehet vonRio Pancmin an, und erstreckt sich bis an das sogenannte Pal-men - vorgeburge, welches in der länge 60. meilen austrägt.Es wird ein grosser pfeffer-handel in dieser gegend getrieben.Die luft ist sehr schlimm und den fremden schädlich. "Die An-wohner gehen mit blossen köpfen , sind starck von leibe, undwissen mit eisen-arbeit wohl umzugehen. Sie haben vielerleyobst, wildpret, und einen grossen Überfluß an palm-wein.Es haben sich auf dieser küste Franzosen, Engelländer, Hol-länder und Portugiesen niedergelassen. , NNricm aes

Löre8 äNkrigue.

* Maler, (Valentin) ein goldschmid von Nürnberg, warberühmt, weil er nicht nur ein guter mahler, sondern auch einbildhauer war. Er besaß auch viel geschicklichkeit in eisen-schneiden, da man noch verschiedene schau-müntzen, dazu erdie stocke geschnitten, in vielen cabineten antritt. Er ist an.160;. gestorben. Doppelmayrs Nürnbergische künstler.

Malens , welchen einige alte manuscripten des Justin,Macheum, hingegen Orosius Mazeum nennet, ein Generalder Carlhaginenser, föchte in Sicilien mit grossem glücke, underoberte einen grossen theil davon. Allein in Sardinien, da-hin sich der krieg gezogen , wandte sich das glück, so daß ergeschlagen wurde, und den grösten theil seiner armee verlohr,weswegen ihn der Rath ins elend verjagte. Dieses erbittertedie soldaten so heftig , daß sie Gesandten an die Carlhaginenserabgehen liessen, um von ihnen die zurückberuffung des Gene-rals zu erbitten , mit beygefügtem bedrohen, baß sie sonsten ih-re fache mit den Waffen ausführen wollten; allein die Cartha-ginenser ertheilten eine abschlägliche antwort, weswegen esendlich dahin kam, daß er mit dem übrigen theile von seinerarmee Carthago belagerte. Als er nun vor der stadt lag ,kam sein söhn Cartalo von seiner Gesandtschafft, die er nachTvro, dem Herculi die ihm von der Sicilianischen beutegewiedmeten zehnden zu überbringen, abgeleget hatte, zurück,gieng das lager vorbey, und wollte seinen vatter, ohnge-achtet ihn dieser bitten ließ, nicht eher sehen, als bis er in derstadt gewesen wäre. Nach wenig tagen kam er heraus in sei-nem purpur-kleide und Priesterlichen Habit; allein sein vatterlegte ihm diesen aufzug übel aus, und ließ ihn in diesemseinem prächtigen Habit vor den äugen der gantzen stadt an einsehr Hohes creutz schlagen, baß er alle kinder durch sein erem-pel lehren möchte, ihre eitern nicht geringe zu schätzen. Hier-auf eroberte Maleus die stadt, und richtete eine allgemeineamnestie auf, daß alles, was bis dahin geschehen, von bey-den theilen in Vergessenheit gestellet werden sollte, ausser daßio. Rathsherren zum tode verurtheilet wurden. Allein nach ei,niqer zeit beschuldigten ihn seine Mitbürger, daß er nach derhöchsten gemalt gestrebet hätte, weswegen er von ihnen gelödtetwurde. lib. XVIII. s. 7. 0,0/.

* Malezieu, (Nicolaus äs) Herr von Chatenay , war einsöhn Nicolat äs Malezieu, Herrn von Bray, von Maria -NForaes , und zu Paris an. i^o. gebohren. Er fieng bereitsin seiner zarten jugend an, die studien mit allem ernst zu trei-ben , und hatte in denselben gantz besondern fortgang, wie erdann auch sehr frühzeitig sowol un Lateinischen, Griechischen

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