Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
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und Hebräischen, als in der Poesie, Historie, Mathematik,Philosophie und andern wissenschafften eine seltene geschicklichskett erlanget. In dem 20. jähre seines alters wurde er demBischoffe Bossuet bekannt, welcher ihm auch, da er mittler-weile unterschiedene jähre in Champagne gelebet, die stelle eineskrTLspeoris bey dem Hertzoge äu Maine an dem Hofe zuwegebrachte. In diesem amte verheilt er sich so wohl, daß ihm an.1696. auch den Hertzog von Bourgogne in Nsrllemsricis zu un-terrichten aufgetragen wurde, da er dann den Printzen ange-wöhnte , daß er allezeit die des tags zuvor gehabte lection mit ei-gener Hand aufschrieb, woraus die an. 171?. von Nr. Boßierean das licht gestellte Diemens äe Oeometne äs Nr. Is Duc äsLourgogns erwachsen sind. An. 1699. wurde er als Donnrsirein die Academie der wissenschafften, und an. 1701. als ein or-dentliches mitglied in die Französische Academie aufgenommen.Ausser diesen aber war er auch noch Cantzler in dem Fürsten-thum Dombes , und Lllek von allen Raths-LolleMs des er-meldtcn Hertzogs äu Maine, wie auch General-8ecretsrius derSchweitzer und Graubündtner; bey welchen bedienungen erdoch immer noch so viele zeit übrig fand, daß er dem studirennicht nur vor sich selbst obliegen , sondern auch die Hertzogin vonMaine aufihr verlangen in den wissenschafften unterrichten, undihr hiernächst bey ihren öftern festins, schauspielen und andernlustbarkeiten , sowol was die ersindung als die ansführung an-betrift, an die Hand gehen konnte. Er starb zu Paris den 4.mcrtz an. 1727. wurde aber auf seinem land-guthe Chatenay,nicht weit von Sceaux, zur erde bestattet. Man findet von ihmunterschiedliche Lllsnlons, Dercres, Sonnets und andere Poe-sien in einer sammlung, welche unter dem titul: Divertisse-ment äe8cesux, zu Trevoux 1712. und 1729. heraus ge-kommen. Gemeiniglich wird ihm auch die comödie, kolicki-nelle äemsnäsnt uns plsce äsns INcsäemie, zugeschrieben ,welche in den sogenannten pisces eckspees äu keu befindlichist. Er hinterlietz im übrigen drey söhne, wovon der älteste beyseinem absterben Bischofs zu Lavant, der mittlere Brigadierder Königlichen armeen , und General-Lieutenant von der ar»tillerie, und der jüngste Capitain bey den carabiniers gewesen.

elog. äsns INcsä. äes 8ciences , 1727. VÄosä«2Vtle,, ksrnssse Drsn^ois.

* Malfatti, (Leonhard) folgte dem kriege nach, und lageben in besatznna zu Verona, als Accioiinus alle Paduaner,die darinn zu gefangenen v/macht worden, deren anzahl übersooo. gewesen seyn soll, umbringen ließ, weil ihm die stadtPadua war entrissen worden. Die reihe kam auch an diesenLeonhard, und er war gleichfalls dem tode bereits bestimmt,als er demselben noch durch einen behertzten entschluß glücklichentgieng. Denn als er neben der Etsch vorbey geführet wur-de , stürtzte er sich in solchen fluß , und schwamm bey die 7000.schritte weit unter dem wasser fort, ausgenommen, wenn er,um frische tust zu schöpfen, bisweilen in die höhe kam. Ergelangte durch solches mittet, als der einzige, welcher von dengefangenen Paduanern stin leben errettet, in seinem vatter-lande an, starb aber wegen zugezogener kranckheit durch daslange schwimmen, noch in eben demselben jähre, nemlich an.»2;6.

Malherde, (Franciscus äs) war zu Caen in Franckreichvhngefehr um das jähr gebühren. Er war einer von denersten, welche die reinlichkeit der Französischen spräche herzustel-len bemühet waren , und bekam in ansehung seiner geschicklich-keit von dem Könige Heinrich IV. und der Maria äs Medicisjährlich eine gewisse summe gelbes. Um eine gewisse Personzu haben, bey deren gelegenheit er seine poetische gedanckenanbringen könnte, erwehlte er sich die Madame äs Ram-bouillet , in die er sich sonst nicht eben in ernst verliebte, sondernnur eine grosse menge seiner getichte auf sie richtete. Seine ar-beit ward ihm allemal ungemein sauer, wie er denn um einigestance aufzusetzen, und vollends ins nette zu bringen, gantzebücher papier soll verschrieben haben; daher er auch seinenfreunden, wiewol mit halbem schertz zu sagen pflegte: daß, wannman nur ein getichte von iov. versen zu stände gebracht,man hernach zehen gantzer jähre feyren müsse. Er besaß einenungemeinen ehrgeitz, und legte sich oft selbst die grösten lobes,erhebungen bey. Die liebe plagte ihn aufs heftigste, und ver-ließ ihn auch in seinem hohen alter nicht, ohngeachtet es ihmden Nachdruck dazu benahm, und ihm oft hierüber sich sehr zubeklagen anlas gab. Aus der religion machte er kein grosseswcrck , sondern trieb immerdar sein gespötte mit derselben.Auf seinem tod-bethe konnte man ihn durch keine anderegründe zur geniessung des Abendmahls bewegen, als durchdie Vorstellung, daß, da er sich in seinem leben allemal nachanderer lenthe gebräuchen gerichtet, er solches nun auch in sei-nem tode thun müste, und als ihm der Beicht-vatter viel vondem ewigen leben vorsagte, hieß er ihn stille schweigen, weilihm seine ungeschickte redens-arten eckel erweckten. Wie schlechtauch seine andacht in den letzten stunden gewesen, mag mandaraus urtheilen, daß, als er schon mit dem tode rang, undseine Haus-wirthin ein nicht gar, rein Französisches Wort vor,gebracht, er seine noch wenige übrige kräffte gesammelt, umsie deswegen auszuschelten. Als ihm bey schon hohem alter seineiniger john im duell erstochen worden , schmertzte es ihn sosehr, daß er aus mache den todtschläger desselben zum zwey-kampfausfordern wollte, und als ihm seine freunde vorfielt»

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tm, jmrr wäre ein junger kcrl von etlich und 20.

der fecht-kunst sehr geübt, so daß er Malherbe dabey ww ^derst als unten liegen könnte; war dieses seine antwo» ^l>darum wünschte er sich gegen diesen menschen zu scMaer da kaum eins gegen zehen, das ist, seine noch uor'vlebens-zeit gegen den vielen jähren, welche der »uoerzu leben hätte, börste aufsetzen. Er starb an. 16r8- i MssDie beste edition von seinen getichten hat Nr. Menage»i 666 . heraus gegeben. Sein leben hat Nr. Racan1672. und Balzac in seinen entrsriens beschrieben,jubeln, ssir les koetes tnm. V. gga,

Malik, war der stifter einer von den 4. alten Men"hometanischen religion , welche die Türcken vor rcwserkennen. Diese secte wird die Maliknische secte lstncw'^ gecher die zu Tripoli, Tunis und Algier anhangen. ^1 'Lmpire Ottom. pB

* Malingre, (Claudius) Herr von St. LazareSens gebürtig, und wurde um das fahr ds»

Französischer DIIIorioZrapllus. Er gieng um die .

XVII. llLLuII mit tode ab. Seine schriften fi»d',.^g, iv-re L Nsgnikcence äes Lneiens; ssr. äe Is lloi banges, L Llskons äe Drsnce; Diliolle ^enersle äe» ss cis7 pliUniuk- I.nnij? XIII. Ditinire Lllronuiog ^ . olii

NILSdies,

xlulieurs grsnäs Lsxitsines, krinces, 8eignevrs --- - ^xsru en Drsnce; Intrizues L Luerres civiles äe tss . ne-1620. 1621. A 1622. Dill. äe Is Xslsssnce. unsres

- ____ .

csäence äe I'Derelie äe ce llecle; Nemoires äe ssr.vin , Lsron äe Villsrs, svec uns cnntinustion ,

1629. Dill. äes DIZnites konorsircs äe Drsnce ss gsiri^äe plulleurs Nsilons Xollles en Duelles, Oorisse^'Nsrgusssts, Lsronies; tlntigusses äe Is Villele ßournsl äe Douis XIII. und andere mehr. Mero 'tom. XXXIV.

Matts, oder Capo-Malio, it. Lapc» äl St.AWg,rch^ein vorgebürge von Peioponneso oder Morea. ssss'.jstujss.'sich ehemals so sehr davor, daß daher das jprüchworl^^Nslssm lexens ollliviscere , guse ssint äomi; d. l-^ gc»lea vorbey segelt , wird seiner heimath vergehen,dencket desselben Strado, Plinius und andere ero-vmehr, wie auch Virgilius, Lueiä. V. wasti^

Malipievo, oder Mariperto, Maripetw / U^rcuMaftropetro, eine adeliche Venetianischc famute w v°Zja>iune von den alten. An. 1178. ward an statt Sebastian ^ ^Aurius oder Orio Malipiero zum Doge erwehr rch,assberte Zara, welches zum vierten mal rebeüirt r'^auch eine flotte wider die ungläubigen in Palastu^"'',.^ Ebegab er sich freywillig der regierung , (welche Henv Poster,dolo nach ihm erhielt) und gieng in ein Benedtcu' MAn. 14; 7. ward Paschalis Malipiero zu der /

de befördert, nachdem man Franciscum Fostur»" W.solche nach einer fast;;. jährigen regierung nlederzuic.^ , Mtcr ihm aber ward ein fundamental - gesetzman hinführo bey des einen Doge lebzeiten einen un g gMwehten nicht befugt seyn sollte. Er ist der erste Hertztcagu

sen, welcher beständig einen ftharlachenen mE ° p v

angefangen, an statt daß seine vorfahren sich bell. paßöffentlichen folennitäten bedient. Man findet auA^Mwährendem Doqat dieses Paschalis Malipiero die vr^ x,aeVenedig durch Teutsche stabilirt worden. Er inro ' Ariilsruhigen regierung an. 1462. und hatte zumssi.acysswphorum Morum. Das geschlecht der Malipierl ymeinige krocursrores von Sän Marco gehabt , a .

(zu einer solchen zeit, da nicht mehr als ew Meinmal seyn durfte) Nicolaum Mastropetro; , »

schalem, nachmaligen Doge; an. 148°. Steps »endlich Ludovtcum, welcher in den ersten lahcen ss- ,p

tischen krieges diese würde erkaufte. In dem 1»yr ,4^Pancratius Malipiero General-Capitain zur ste,war Franciscus Malipiero Bischofs von Cafiel- Achecia>E§,führt eine bären-tatze in ihrem wape», daher pav ^ ^ j einsprüchwort entstanden: äsr I'srms äi Nslm-eio 7 t-oeine Maulschelle geben, «le

vern. äe Vensse, x. 148. 161. 511.546.

Mallara, (Johann von) ein Spanischer

lebet, und geschrieben: 1.) Is kilololls vuigsr' ,

in so!, und nebst Ferd. Nonii Läsgüs wieder amv^

drid 1618. 2.) ssecekimento cine lliro Is ciLv..—

ssex D. sselipe ll. Sevilla 1570. in 8- ^

rvev 14. reupe 11. ^coma 1570. v-

lichte, Hercules genannt, so nebst den folge»'s Deftrss

äe^Osiers ssesi'ae? zwölfbüchern; 5.4 - .

Vicls - 7 i ^äe Luttrin ; 6.) pereM-sscw»tn Versen ^ sse las sgntss Virgiaes, stuils s .

Ksmnalm^iw,, ^ d'e aussage von de^Aphch^,c.-

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s-,. .. ,, SS mit Franc, von Escobar,

lehrmeisters zu Barcellona, Lateinischer Übersetzung" bllll. Dich-

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merckungen befördern helffen

^ lallemans, (Claudius) ein kllilosopllus.war vo^E'«e ,n Bourgogne gebürtig, kam aber annoclj M» g)K>