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invenwrum Theksurum locupletistimum, Welcher ikiä. l6Z?.in zwey folianten heraus gekommen. Über dieses hat man vonihm : Likliockecsm Meäico-krsäkicsm in vier bänden/ den I.und ll. ibiä. 1695. den III. 1696. den IV. 1697. in zwey fo-lianten ; mgleichen Ikestrum Ln-IWINILUM, dabey sich Barth.Eustachli'iabulse Lnstomicss mit Ioh. Mar. Lancisii erlau-terungen befinden/ ibiä. 1717. in zwey folianten. Er hat auchIac. Sponii öevsnäsm /zsiütiLSm, s. phystologiam poms Lslke,mit anmerckungen zu Leipzig 1705. in 4. heraus gehen lassen.Ferner ist von ihm bekannt: LiblimkeLs Lkxmics curiofs, Leuk.erum säklckymism pertinemium Theismus illulkrWmus,Genf 1702. in fol. zwey bände; Libliotkecs8criptorum iVIeäi-corum velerum <L receutiorum , ibiä-17;!. in fol. vier bände;Liklimkecs OkirurgiLS, ibicl. in fvl. vier bände; und Liblio-tkecs kksrmsceutiLS , ib. in fvl. zwey bände. Lka-rc.
* Mangold / (Matthias) ein gelehrter SchweitzerifcherIlieoloZus und Prediger/ ward zu Basel den 22. febr. an.16; 1. gebohren. Nachdem er seine Humsniors und philoso-phische studien zu ende gebracht hatte / wiedmete er sich demLruclio Tkeologieo, und ward an. 167;. nach vorher rühmlichabgelegtem specimine äilputstorio, mit grossem lob pro 8.MrMerio examiniret. Hierauf begab er sich an. 1674. nachGenf, und trat einige zeit hernach von dar aus sein her line-rririum an, und durchwanderte Franckreich, Engelland, Hol-land , Italien und den grösten theil Teutschlands, da er danndie Gelehrten selbiger zeit aller orten besuchet, und ihren Um-gang sich sehr wohl zu nutze gemacht hat. An. 1684. den 12.scpt. ward er zum Pfarrer zu Mönchenstein auf der landschaffterwehlet. Er blieb aber nicht lange,allda, sondern seine be-kannte gelehrtheit und grosse fähigkeit öfneten ihm die bahn zuder wichtigen stelle eines ärehillisconi in dem Münster zu Ba-sel , zu welcher er den 29. dec. an. 1691. ist beruffen worden,und die er gegen 2;. jähr mit unverdrossenem fleisse und vielererbauung versehen. Neben seinen wichtigen amts-geschäfftenhat er seine »«gemeine theologische wissenschafft der GOtt-ge-Heiligten iugend, in leäkionibus privmis so tkeoretieis alsxrsciieis gewiedmet, und dadurch sehr grossen nutzen geschafft,so daß, obwol er nichts, als einige ihm abgenöthigte predig-ten , in den druck gegeben, man von ihm sagen kan , daß diesrüchte seiner wissenschafft in der Schweitz und in Teutsch-jand sich spüren lassen, indem er inner etlich und zwanzig jäh-ren sehr viele äileixulos formiret, welche der kirche GOttcstheils in dem Predig-amt, theils auch in Unterweisung ande-rer, nützliche und erbauliche dienste leisten. Anbey hatte unserMangold ein »«gemeines natürliches talent zu der Mahlerey,in welcher er es auch ohne meister so weit gebracht, daß er fo-wol Portraits, als historische stücke und landschafften mit öl-farben so vortrefiich vorzustellen wußte, daß seine gemählde mitden stücken grosser meister in vergleichung kommen konnten.Zwey jähr vor seinem tode ward er mit einem schweren Haupt-fluß angegriffen, und sein gedächtnis dadurch so mercklich ge-schwächet, daß er die cantzel bis an seinen in dem angstmonatan. 1719. erfolgten tod nicht mehr bestiege. Sein einiger hin-terlassener söhn, mit nahmen Petrus, ist Philosophie, Äe-äicinre und si. II. l>o<Ior, Lomes kslstinus Lelsreus, Lcsä.leop. Mr. Lurios. 8oe. Hochfürstl. Baden-Durlachischer Hof-Rath , und sonsten auch von verschiedenen hohen Herren mitein und dem andern character beehret worden, dazu insonderheitseine dexterität in behandlung wichtiger Staats-sachen ein mehr-maliger anlas gewesen. Dessen bekannte bescheidenheit heissetuns aber dißmal von seinen Verdiensten ein mehrers nicht ge-dencken. <7o»c.
Mangot, (Claudius) Herr von Villarceau, Staats-8e-eremrms,und nachmals Siegel-Verwahrer von Franckreich,warein söhn eines berühmten Advocaten bey dem Parlement zu Pa-ris. Er zeigte gar bald »»verwerfliche proben von seiner ge-schicklichkeik in gerichtlichen Processen, und wurde darauf an.1600. zum Requetenmeister ernennt. Hierdurch fand er gele-genheit bey dem Marschall ä'Ancre bekannt zu werden, welcherihn bey der Königin Maria von Mcdicis so nachdrücklich recom-mendiret, daß chn diese bald darauf mit dem character einesAmbassadorn nach der Schweitz geschickel. Nach seiner zurück-kunft stattete er von seinen Verrichtungen, die er mit grossemvergnügen des Hofs geendiget, relatton ab,-und erhielt diecharge eines ersten Präsidenten bey dem Parlement zu Bour-deaux, worzu ihm nachgehends an. isis.die stelle eines Staats-Leorewrii gegeben worden. Jmmittelst wurden ihm die wich-tigsten Verrichtungen anvertrauet, die er auch mit erwünschtemförtgang verrichtet. Hierdurch nun bahnte er sich den weg ,daß ihm noch in dem gedachten jähre die charge eines Siegel-Verwahrers anbefohlen wurde. Doch wie er durch ermeldtenMarschall ä'Ancre gestiegen, also ist er auch, nachdem dieserin Ungnade gekommen, auf einmal wieder gefallen, und musteer die sieget dem Könige an. 1617. ausliefern, worauf er,als eine privat-person, sein leben zugebracht. Sein bruderIacobus Mangot war Requetenmeister und General-Advocatbey dem Parlement zu Paris, und starb an. i c8?.in dem ;;stenjähre fernes alters, nachdem er von seiner beredtsamkeit undgelehrsamkeit gute proben abgelegt. Kill. lui remp.
in eloß. äoct. Lall. hiik. äs krsnce in kuä.
XIII. O« kill. äes 8e«ret. ä'Lcst. Lscke/rgI-, Kilt. äes Otke.äe la Louronne, Le.
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Manhetm, eine stadt in der Unter-Pfaltz, wo derin den Rhein fällt, zwey meilen von Heidelberg, ve'fürsten von der Pfaltz gehörig. Sie war eine vortreiu ^berühmte vestung, allein die Franzosen haben sie "Epischenbelle an. 1689. gäntzlich geschletfet, nach dem Ryßwmfrieden aber hat man angefangen, sie wieder aufzubam ^aßmit regulieren wercken zu fortificiren. Einige Lav-
hierdurch das schloß verstanden werde, welchesser Valentinianus nach Ammiani Marcellini benw^^xadie Teutschen im zäum zu halten , in dieser gegend mmlassen; wie bann lange jähr ein altes schloß, .,,svemLehelberg genannt, daselbst gestanden, darinn der < >'Loncilio zu Costnitz abgesetzte Papst Johannes xxm- verhasst gesessen. Endlich hat Churfürst Friedrich Iv- desPfaltz bey gar ungestümen wctter an. iüoü. den 17'.',. folgetersten stein zu einer neuen vestung gelegt, welcheindeni . ^den zeiten Churfürst Friedrich V. aufgeführet. Hieran« van. 1622. der General Tilly nach sechs Wochen eilige»^'worauf die thore, wälle, basteyen, und andere vestung^an unterschiedenen orten eingerissen worden. Zwar v»hierauf die vestung wieder in etwas repariret, allem v»tzog Bernhard zu Sachsen-Weimar eroberte selbige an.den 29. dec. aufs neue durch kriegs-list ohne verlierung emzigen manns , indem er des morgens früh mit "Auchenlends vor die vestung gerücket, und sich vor einenCommendanten, der von den Schweden verfolgt wurde," ^geben. Nach der zeit ist sie wieder anChur-Pfaltz überliefe" ^st,den, da denn Churfürst Carl Ludwig meistens daselbst Hfl ^ er-such vor alle Christliche religionen die kirche der em>»" „evbauen ließ, deren sich jetzo die Reformirten, vermöge ver'declaration zwischen Preussen und Pfaltz seit an. 1700- ^senen. An. 1710. hat der Churfürst zu PfalL beschlossen/ ^stadt vergrössern zu lassen , und ein grosses stück von "tadelle zu dem stadt-bau verwilligel, auch weil dtestrgen der beyden schiff-reichen Wasser des Rheins und mzur Handlung sehr wohl gelegen, die zoll-freyhcit in stw ^berder, und zwar in der einfuhr bis an. 1727. m der auvM j^rbis an. 1719. inclullvö hinaus erstrecket, wie nicht 7 .»hei^
bey erfolgtem frieden den bürgern die völlige quartiers-st ^,
und andere Privilegien wieder angedeyen zu lassen veri" ,und soll denjenigen, so daselbst zu bauen beliebung v'von dem Magistrat ein platz ohne entrichtung eines kam-»angewiesen werden. Seit den bekannten irrungen , mdern von feiten Protestircnder Reichs - Stände eingeben»vsminikus, wegen der heiligen Geist-kirche iu- ^KeilNderg, hält sich der Chur-Pfältzische Hof beständig zuauf, und ist der ort dieser zeit unstreitig in gutem flor- x K
ariA. ksiscin. ?. I. II. topogr. palst, p- z
Reichs-geogr. p. 264. annal. 8ax. p. 146.
Maniaces, ein General unter Michaele kspklsgo^'Griechischen Kayser, welcher in Sicilien ;oooo. ^schlug, und solch Königreich wiederum eroberte, "Eh 'aber durch seiner feinde Verleumdungen sein leben emgeworauf gedachtes Königreich unter Stephans, einemvon des Kaysers Generalen, wiederum verlohren
^ jy
Manichäer, eine berühmte secte von ketzern,dem III. iLLulo entsponnen , sehr weit ausgebreitet, » ^ hgkgeraume zeit die Christliche kirche verunruhiget hat. /ihren nahmen von dem Manes, der vorher» Cubrlcuund von geburt ein Perser war. Er war von ge"U»» jMkommen, und hatte das glück, daß er zu einer sslM
kam, die ihn nicht allein in der Philosophie und w>1lew^„ eimder Perser unterrichten ließ, sondern auch gar zum » , zu-setzte. Hierdurch bekam er nicht nur grossen reichlyudern auch zugleich die bücher eines Arabers, nahmens ^^ij-ni. Dieser letztere war in allen wissenschafften und ».„ hücheksen der Heyden wohl erfahren, und schrieb selbsten w" m,-n >davon er das eine Al^iieris, und das andere
das dritte Tkessurum, und das vierte Lspics nenm /er viele seltsame lehren, sonderlich aber die lehre vv^„gcnzweyfachen principio, oder von zweyen göttern mw ^grist'aller dinge, deren eines gut, daß andere bös bareDiese bücher nebst dessen reichthum erbte von m>u ^ ya »thus oder Budda sein knecht und anhänger, weicy ^,iesich unterstund diese lehren in Persien auszubreiten, 'pchmgrosse Verfolgung zuzog, dayero er sich zu der n stov-ten wittwe begab, und als er auf das, graujam,tet wurde, behielt sie dessen geld und buche" er c"nun bekam Manes gelegenheit, eben diese wrthumn' humgreiffen und auszubreiten, wodurch er in Perm« spe»sehr bekannt wurde. Es geschahe aber, daß der ' , ^ vaKönigs in Persien in eine gefährliche kranckheit vmdenn unter andern auch dieser Manes zu demlcmm ^ g§r,dert wurde, welcher unfehlbare hülffe versvracv, lve»'daß er auch verlangte, daß die andern M
geschaffet werden, damit die ehre der glücklichen.^, xM
er in ein gefängnis geworffen worden , um tolM»leben zu büssen. Ob er auch gleich die Wachter M