Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
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1005
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^ sich mit der flucht davon gemacht, wurde er doch von -i-"EM Blschoff der rechtgläubigen, nahmens Archelaus, auf-Michet, und zurück gebracht, und mit einer grausamen stra-Ic gelegt, indem man ihm lebendig die haut abzöge, welche"Mgehends mit fpreu ausgestopfet, aufgehoben wurde, und^ n, ^"§et Epiphanias, daß man selbige noch zu seiner zeitHz Persien gesehen. Doch wurde mit seinem lobe keinesweges^ue lehre und stete ausgerottet, sintemal er noch anhängerhatte, welche sein gedächtnis mit grossem respect ver-Ftten, und sollen seine jünger von zweyerley gattung gewe-„" seyn, davon die eine Llstti, denen vollkommentlich alle»cheininisse dieser stete mitgetheilet wurden , die andern aber^.uitores hiessen. Aus den ersten soll er 12. Apostel erwehlet^«ven, die seine lehre allenthalben sollten ausbreiten, denen erM den izden als ihren obersten aufseher hinzu gefüget. Auch.'."er noch drey andere von seinen jünger», Hermeam, Adamf,?? Thomam in fremde länder geschickt haben , seine lehre da-p'bst fortzupffantzcn. Solches that er gleichfalls durch schritten,-Aen er unterschiedene verfertiget hat, als Nester,'a lVIanicluxi,äaeszuru5, Litrologia, und andere. Die irrthümuier nun,Manes die reine lehre beflecket, und die ihm pflegen^ygelegt zu werden, sind folgende: Daß zwey ewige und glei-a, Mincipia aller dinge seyn, davon das eine der UrsprungM bösen und des Alten Testaments, das andere der Ursprungvs/s guten und des Neuen Testaments wäre: von jenem hätten. Menschen den leib, von diesem aber die stete; die menschensnasvwol als alle andere dinge einem unveränderlichenj,Msal unterworffen, und hätten also nicht die geringste frey,sondern was sie thäten, solches thaten sie nothwendig,ti 'v konnten es nicht ändern; Christus hätte keinen wahrhass-leib an sich genommen, sondern es hätte nur so geschie--sintemal ein wahrer leib als eine würckung des bösenChristo nicht anständig gewesen. Diesen irrthümmernd scheu noch viel andere hinzugefüget, und insonderheit dieser,er sich s^bst bald vor Christum, bald vor den heiligenausgegeben , welches von einigen darum in Zweifel gezo-wird, weil sich Manes in einem briese, der sich bey dem Epi-M'lo befindet, einen Apostel JEsu Christi nennet. Aus wel-^ gründe auch dasjenige, was oben gemeldet worden, alser zwölf Apostel verordnet, nicht will geglauber werden,^will auch vielen nicht wahrscheinlich fürkommen, was vongemeldet wird, daß er die sonne und den mond angebatetrw. ' wahrscheinlicher aber ist dieses, daß er in der gantzen Weltar, Vermischung des bösen und des guten statuiret, und von dersch' Ae die befreyung des bösen von dem guten geschehen könne,stet? ^ gelehret, sintemal solches mit dem grund-irrthum dieserÜb?/ dem zwiefachen pein-sicho, sehr wohl überein kommt.Nig/ viests erzehlet man von dem gottlosen leben und der nnrei-sel?- leser le^the hin und wieder sehr viel,und ist wol kein zwei-er selbsten ihre lehr-sätze sie mit dahin geführet, welche

so können gedeutet werden, daß allen lästern ein freyerbx,/.ocwey gegeben wird. Wiewol Augustinus, der vor seiners^bst ein Manichäer gewesen, gestehet: daß nicht allesonach"?,, sich mit solchen lästern und unreinigkeiten beflecket,ist d?» ""e einige, die man Lstkaristas genennet. Unterdessenez -ss "ahme der Manichäer sehr verhaßt worden, so, daß manWa,w gröste beschimpfung aufgenommen, wenn man je->vv , ",'w genennet hat. Es ist nicht zu verwundern, daß so-ivid->!^miche als geistliche mit grossem ernst sich dieser ketzereydie haben. ' Denn was diese anlanget, so ist derjenigen,6»d die Manichäer geschrieben, eine ziemliche anzahl, undFghj,,"verlieh berühmt Heliodorus kresl^rsr, Titus Lostrenüs,vuz " Marins Victorinus, Basilius K. Didymus ülexanäri-stj,,„'s "nd andere. Am meisten hat sich darin,, bemühet Augu-E welcher selbst vorher ein Manichäer gewesen, und'vidMends in sehr vielen schriften mit grosser gelehrsamkeit sieV'ide» Mt. Die Kayser haben auch gar scharfe Verordnungencl-tiä.?^MHen lassen, welches bereits unter den Heyden Dw-die .Ä'uslind Maximianus gethan, die zwar überhaupt denen,Mäp,. Men nenneten, sehr gehäßig waren, doch die Ma-lcharfps E die ärgsten unter allen ansahen , und daher emhe»ds °ed,ct wider sie heraus gaben; dergleichen auch nachge-he» den Christlichen Kaysern Valentiniano , Gratiano,schehpssOen Tksoäosiis, Honorio, Iustino und Iustiniano ge,wp»c^em allen ohngeachtet konnten sie nicht gäntzlich ver-eben, sondern blieben eine geraume zeit, und zwar inhat w-» "ls die Saracenen alles überschwemmet; in Occidcnt«och j„bem XIII. lLLulo in Franckreich einige ange-Ac>, die dieser fette zugethan gewesen, und weil zu derselbi-!A» Waldenser Herfür kamen, ist es geschehen, daßkern diese, wiewol unschuldiger weise, vor Manr-h' .gegeben. kTrss. 66. äs kiLksl.

in mori!)U8 eeeletiX LLtkoIicX Alame^-eorum,^»^/Aen andern schriften, die er ihnen entgegen gesetzt.»^l"> kab. lib. I. 8«rä«,, in voce Nahe«, ^»-o-

, k ' ^s»IoA. aäv. kelagium. L«/el-r«,. A»rt/«,. ?or/«-i 'h-1-7» ösov,«,. sp/o»eas«r/«,, orig- ecelel. r. t. a

kcrivH , in kebsäisstn. bist. §. 47- bist.

ek. -2 ' p. -?i. inrrocl. sä dilt- Lcalss. c.

' Arnolds ketzer-hist. k. I. lib. III- c. 7.

'"idV/Iius, ( Aanius j ein Römischer Nechtsgelehrter^UMtmeister, bey deff

dessen regierung die berühinte stadl

Carthago in Africa von den Römern zerstört und zernichtet wor-den , wie dann dieser Bürgermeister dem eroberer ScipionräfriLLno die deswegen übliche crone, oder krantz aufgesetzethat. Sonst meldet Cicero von ihm, daß er an Habseligkeitnicht viel zum besten gehabt habe, doch sey er reich an verstandund wissenschafft, auch ein guter Redner und von grossem anse-hen beym volcke gewesen, dem er öffentlich mit rath an die Handgegangen. Er hat einige fachen und unter andern lle Xebus ve-nslibus geschrieben. ^urisper. üb. II. c. 7.

Hk/,,7. 6>or. cle vit. ^Ltor. lih. I. c. 6. *

Manilius , (Cajus) war ein Zunftmeister des Römischenvolcks , welcher zu ausgang des VI. und zu anfange des VII.lXLuli nach erbauung der stadt Rom gelebt, und soll unter an-dern der Urheber eines gesetzes gewesen seyn, so von ihm ssexNanilia genennet worden , und auch diejenigen zu obrigkeitli-chen ämtern in der Römischen Republick zuzulassen verordnet,deren Voreltern dergleichen noch nicht besessen gehabt. Alleinobschon diß also von einigen neuen vermeldet wird, so lässet eSsich doch aus den alten so leicht nicht erweisen; scheinet auch umso weniger zu glauben, als zu Rom ein solches gesetz nie hatkönnen nöthig erachtet werden; weil der weg zu den ehren-stel-len den hierbemelbten eigentlich zu keiner zeit versperret oderverboten gewesen, wohl aber durch den grossen widerstand unddas eifrige zusammenhalten des Adels immer sehr schwer ist ge-macher worden. Gewisser ist , daß dieser C. Manilius ein ge-setz oder schluß gemacht, daß dem Pompcjo die führnnq desMithridatischen kriegs mit einer gantz außerordentlichen gemaltsollte aufgetragen werden. anrig. Rom- Üb.

VIII. L. z. 4. ^k«K«/?r». äs l.h. (?,«-. orst. pro I.. Itlsnil. *

Manilius, (Titus) ein gelehrter mann zu den zelten deSMarti und Sylla, wird von dem Cicero in seiner oration, dieer zu Vertheidigung des Roscii gehalten, angeführet. So giebtihm auch Plintus in dem n. capitel des 10. buchs seiner lülto-riee nsturslis ein gar gutes zeugnis. Er muß nicht vermengetwerden mit dem Marco Manilio, einem Lateinischen Poeten,welcher unter Augusto oder Tiberio gelebet, und einen astrono-mischen tractat in versen verfertiget. lUro, ich. iv. L VI. cls1. I. lib. III. Hik. sgt. Iil>. I. c. 9. L äs

Loör. Latin. c. 2. in bibl. gppar. <8w.

* Manilius , (Cornelius) ein gelehrter buchdrucker zu Gentim i6. iahrhundert, gab eine beschreibung von dem güldenenVließ und den vorgefallenen solennitäten dabey , als der Kö-nig von Spanien Philipp II. nebst den Ordens - Rittern zuGent gegenwärtig war, in Lateinischer, Französischer und Nie-derländischer spräche, unter dem titul: kompa rriumxkalis her-aus , verfertigte auch ein Drama äs ülorw. Xiverrr«, , Ulken.Lelg.

ManiUa, Manilha, odcr Lusson, ist eine insul auf demIndianischen meere, nebst einer stadt gleiches nahmens, so dervornehmste ort von allen Philippinischen insuln ist. Sie lstfruchtbar an körn, reis und allerley garten.früchten; insvnder.heit aber wachsen daselbst vortreflich schöne kirnen, feigen, ci-tronen und pomerantzen. Man hat auch darin,, einen grossenÜberfluß an Vieh, vögeln und allerley wildpret, wie auch anpfauen, adlern, falcken und crocodillen. Die einwohner ma-chen aus palmen-saft so starckcn wein, als der Spanische ist.Zu solchem ende schneiden sie die palmen-zweige entzwey, umden säst heraus zn pressen. Gedachte stadt liegt an einem kleinenmeer-busen auf einer spitze landes , so auf einer feite von berste,und aus der andern von dem fluffe Arand, welcher grosse sthtffeträget, benetzet wird. Sie hat einen feinen Hafen, und diehäustr darum sind von steinen nach der neuesten art gebauet; essind viel prächtige krrchen allhier, nebst einem Iesuiter-und Do-minicaner-kloster. Desgleichen ist auch in dieser stadt ein Ertz-Bischoff, welcher Netropo!Kanus von allen Philippinischen in-suln ist, und 8ulkraganeas hat, wie auch als Vice-König indem Staats-DcmLilio dieser insul präsidirt. Das castell St. Ia-go, so mit stücken versehen, beschützet den Hafen, worinn 2000.Spanier zur besatzung liegen. Es halten sich in dieser stadt be-ständig 20000. Chinesische kaufleuthe auf, ausser denen, welchejährlich wol mit 500. schiffen vom dec. bis gegen den apr. dahinkommen, und ihre Handlung treiben. Die Iapaneser handelngleichfalls hieher, und obwol ihre anzahl nicht so groß,st, a sjener, so sind doch die Spanier viel eifersüchtiger auf sie, alsauf die Chinestr. Man bauet allhier grössere galeeren, als diesind, deren man sich auf dem Mittel-meere bedienet, weil siemehr Materialien dazu haben. Die Spanier haben diese insulseit an. 1572. besessen. An. 1649. thaten die Holla,,der einenversuch darauf, aber vergeblich. Mandelsloh , indianischereist-beschr.

Manini, eine edle familie aus der landschafft Friaul,welche aber in der mitten des XVII. lLcuIi. ln währendemCandiotischen kriege, des Venettamschen Adels theähaffttg wor-den. Derjenige, welcher solchen zuerst um rooooo. ducatenerkauft, hieß Octavius, und erlangte nachgehends noch darzuum eine gleichmäßige summe die wurde eines Lrcwuratoris vonSän Marco. vills « step. äs Vsnils p. 12z.

ke /« trist, äu Ouuvern. äs Vsnist p. l?8.

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