Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
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1008
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Hertzog worden, und den 5. mertz an. 1721. als Hertzog vonRutland und Ritter des Hosenbandes gestorben, heuratheteCalharinam , eine tochter Wilhelmi, Lords Rüssel, deren bru-der, Wriothesley, Hertzog von Bedford worden, die ihm folgen-de linder gebohren: 1.) den 21. oct. an. 1696. Johannem, zu-genannt Lord Roß, jetzigen Hertzog von Rutland, welcher sichan. 1717. mit einer tochter Roberti Sutton, Lord Lexington,vermählet hat; 2.) im nov. an. 1697. Wilhelmum; ;.) an.i7oi.Thomam, welcher den 18. jun. an. 172;. gestorben ; 4.)Calharinam; 5.) Rahe!, so an. 1721. mit tode abgegangen;6.) Franciscam; 7.) Elisabeth, welche sich an. 172;. mit einemkaufmann, genannt Monckton,verheurathet.

Vol. I. p. 126. kelp to Lnglisk kistor^, p. 47t-

* Mannsberg, oder Nannsperg, eine alte langst ausgestor,bene adeliche familie in Schwaben, welche ihr stamm - undwohn-schloß gleiches nahmens bey dem dorfe Detlingen unweitKirchheim unter Tech gehabt, wie ihnen dann auch ein theilder stadt Kirchheim selbst zugehört haben , und von ihnen anWurtemberg verkauft worden seyn soll. Verchtold von Manns-berg wird an. 1277. und 1289- Eberhard undVollmar, an.i?2;. in Kirchheimischen briefschafften angeführt. Burcardlebte an. i?66. Ein anderer dieses nahmens, desgleichen Hein-rich und Vollmar waren an. 1422. Würtembergifche Räthe.

3NN3I. 8uev. pMstm.

Mannsfeld, ein städtlein und schloß bey der alten Wipver,eine meile von Eisleben, zwey von Sangerhausen, und ebenso viel von Aschersleben. Es wird auch selbiges das thal vonMannsfeld genannt, und wollen einige seinen nahmen vonManno, des Tuicenis söhn, andere aber, von Zusammensetzungder beyden Wörter Mann und Feld herleiten. Im zo. jährigenkriege wurde das schloß zu verschiedenen malen von den kriegen-den parteyen eingenommen. L»-, in llslicii« apollsm. p. 24z.

tkeatr. urbium. wpogr. 8-IX. sup. p. 271.

Mannsfeld. Die Grafschafft dieses nahmens hat ihre be-nennung von dem thal Mannsfeld, und lieg! in dem Ober-Sächsischen kreise in der landschafft Thüringen , zwischen demHertzogthum Magdeburg, den Fürstcnthümmern Anhalt undHalverstadt, und den Grafschafften Schwartzburg und Bcich-lingen. Sie wird von der Helm, Rona, Saale, Unstrut, Wei-ta und Wivper durchflossen. Die vornehmsten stücke darum sinddie Grafschafft Mannsfeld, Bornstadr, Ariern, Eisleben, wel-ches letztere die beste stadt in dieser Grafschafft. Hierzu rechnetman noch das schloß und Herrschaffr Seeburg, dir uralte Herr«schafft Arnstein, die edle Hcrrschafft Heldrungen, Schrapelauund andere örter; wiewol dabey zu wissen, daß wegen der gros-sen schulden Churfürst Augustus zu Sachsen, Marggraf Joa-chim zu Brandenburg, Lclminiür»wr des Ertz-Stists Magde-burg, und solle vac-mee, das Capital zu Halbcrstadt, auch Her-tzog Johann Wilhelm zu Weimar anfangs als Lehns-Herrenund Landcs-Fürste» der Grafen von Mannsfeld die meistenGräflichen Aemter, städte, flecken, bergwercke und Nutzungen zueiner fequestrations-administration aufgenommen, so daß hoch,gedachte Grafen mehr nicht als die Wohnungen, einige gärtenund nothwendige slimema sich vorbehalten. Die Ursache aber,warum diese Grafen in so grosse schulden verfallen, wollen eini-ge der allzu grossen Vermehrung der familie zuschreiben; andereaber daher leiten, weil sie auf anstiften einiger ungerechten Rä-the die ertz-grube» ihren Unterthanen, so diese bereits von an.i2oo. an in besitz gehabt, und dafür den gewöhnlichen zehen-Len, nebst andern gebühren getreulich abgetragen , abgepresset,darüber sie aber nur in ein prächtiges und unordentliches lebenverfallen. Die älteste von diesem Gräflichen gefchlechtechat unterandern güthern verschiedene lehns-stücke zu gemessen, darüberdie übrigen Agnaten nichts zu disponiren haben. Unter diesenSeniorat-güthern sind fünfthalb dorfschafften unweit Saalfcldmit begriffen, nemlich Weischwitz, Lositz, Witzendorff, Cauldorff,und halb Arensgereuth, dergestalt, daß der geschlechts-ältestedas jus terricorisls cum OMNI eiksÄu besitzt. Es hat aber Sach-sen-Saalfeld solche dorfschafften an. iSzss- mit steuren, wachtenund andern auflagen beleget, deswegen die Unterthanen an.1711. bey dem Fürsten von Fondi zu Wien sich beschweret, wel,cher solches hierauf bey dem Kanserl. Reichs-Hof-Nath klagendangebracht hat. Spangenb. Mannsf. chron. wpogr.8ax. lup. p 18- sog. dl. k. üb. VI. 0. 10.

bist. such. lib. Ilt. §. ;6. §. l;;. n. 4. Europ. Herold, k. I.

x. 62;. feg.

Mannsfeld. Das gefchlechte der Grafen und Fürsten vonMannsfeld ist eines der ältesten und berühmtesten in gantzTeukfchland, und hat sitz und stimme auf den Reichs - undOber - Sächsischen kreis - tagen- Es stammet her von denedlen Herren von Querfurt, die aber nach abgang des altenMannsfeldifchen gefchlechts, so sich um das jabr 1264. in Busso-ue und Ruperto zugetragen, dessen nahmen und zugleich dieGräfliche würde angenommen, indem sie durch Heurath undkauf die Mannsfeldischen güther an sich gebracht. Unter denalten Mannsfeldischen Grafen hat sich Hoier durch seine treuegegen Kayser Heinrich den V. verdient gemacht, indem er indem treffen bey Welphsholtz, so an. 11,5. den n. febr. gehal-ten worden, um seinetwillen sein leben in die schantze geschlagen.Die heutigen Grafen von Mannsfeld haben, wie gedacht, ihrenUrsprung von den edlen Herren von Querfurt. Von diesen istBruno!, der erste, welcher sich in den Historien um das jähr

man

880. bekannt gemacht. Er wurde in weniger zeit allerkinder beraubet, und daher um so viel mehr durch die « > ^thanes gelübde erfolgte geburt seines sohns Proze des - -freuet. Dieser war Oberster über das MersclmrglM.volck, so der Kayser Heinrich I. zu Merseburg wider dieund Wenden in besatzung liegen gehabt. Er zeugte 4 -unter denen Dieth I. und Wilhelm I. die proben ihrerdeM Kayser Otto zu dienst in verschiedenen kriegen aogc ^dessen ungeachtet aber um das jähr 952. in des Kantersgefallen , und ins elend verwiesen worden , wovon averbey zeiten wider alles vermuthen defreyet worden' indem ^ MKayser in der grossen schlackst wider die Ungarn bey ,„nritterlich beygestanden. Ihre jchwester Mechthild ""Leserindas jähr 9;;. Graf Siegfrieden von Osterburg, hat

Hofmeister, vermählet. Der mittlere söhn aber, Prozc ' ^das gesthlechte mit seiner gemahlin Ada fortgepflanzt, „ ^dessen söhnen soll Dietrich II. mit Kayser Otto in sdie Saracenen gezogen, und an. 982. in einer grollen' /todt geblieben seyn. Sein älterer bruder, Bruno .Mester allen dreyen Ottomkus in gar grossem ansehen, nrw _^seine geschicklichkeit sowol in Staats-sachen als kriegs-v"gen. Er wurde ein vatter verschiedener kinder,

Dietrich III. und Wilhelm II. dem kriege nachgezogen;tha aber Aebtißin zu Prag in dem St. Georgen-klosier > " ^Bruno III. wegen seines eifers die religion sorlzupMtze^ter die Heiligen gezehlet zu werden verdienet; und Bmu «ru-nebst Gebhard I. den stamm fortgeführet. ErstgedaMno III. legte den gründ seiner ftublen zu Magdeburg, ^er-de daselbst Dom-Herr. Er stiftete auch die schloß-kirche Mfürt, und nachdem er in den Bcnedictiner-orden getremf ^de er von dem Papst Svlvestro II. an. 1000. nach Preu» üb"sandt, da er die Christliche religion ausgebreitet, aber i" obervon diesen völckern belohnet worden, daß er an. ^ Erven-1009. gemartert, und ihm Hände und füsse abgehauen'".^Jmmittelst als er einstens aus Preussen in sein vatteriami ,zurück kehrte, hat sich mit seines bruders Gebhards i-eine wunderliche begebenheit zugetragen ; denn dickes lochtemahlin, Sophia, gebohrne Gräfin von Mainisfeio, ri-9. kinder auf einmal zur weit. Die mutter nun, we>wnige vcrdrieslichkeit daraus besorget, soll nur einen iovm . ^

... .'''. -'drigen 8. söhne abbist

Dock, als dicse^M^^ll

ckardum II. zurück behalten, die übrigen 8- söhnewerbe zu ersänffen gegeben haben.

war, den unbarmhertzigen befehl der Gräfin zu erfüllenSt. Brnno ohngefehr darzu gekommen seyn, welcher vkinder sämtlich mit dem nahmen Bruno getauft, nn» Iwissen des vatters und der mutter auferstehen lassen. H gleichsie nun etwas erwachsen, hat er sie auf das Oster-M ^.Weiß-gekleidet , und den eitern fürgestellet, worauf sie alle amlieh worden seyn sollen. Gebhardi I. bruder, Burckaro Mchtdurch seine 2. söhne, Gebhard II. und Gerhard 1 -^zi>fortaevflantzet. Gebhard II. edler Herr zu Querfurt, . per-Supplmbucg und Arnsberg, lebte um das jähr tcE

mählte sich erstlich mit Hedwig, Friedrichs von »A^n , Mal-ter , die ihm die Grafschafft Supplinburg in dem Brau 'gischen zugebracht, gleichwie er mit der andern gewA'wig, Hertzog OttenS von der Westr tochter, dieArnsberg erheurathet. Die erste gebahr ihm nedlt 4- ^so allerseits ihrem stände gemäß verheurathet worden,rium, nachmaligen Kayser, und Conradum I. >h. v ^dachtem seinem bruder, dem Kayser, an. uz"- "

Sachsen bestehen worden, und an. 1147. mit dem Kavrado III. ins gelobte land gezogen. Die andere geinay > ^ ss-hardi ll. gebahr ihm 2. söhne, Simon und Fckevncy. , ^ eu

ste davon wurde von dem Ertz-BischoffAdelbertozu ffr .^ber

nem Oster-tage in den bann gethan, und muste wur«n /

kirche weichen , sollte anders der Ertz-Bischoff das

lesen. Sein bruder Friedrich wohnte dem tunner 6" M

an. 1119. bey. Er hicng sich an den Kayser

sich wider alle Westphälische Bischöffe, und uberannvo ^

schoffBurckarden zuMünster dem gedachte»Kay>er ^ schick'

mit in ber schlacht bey Welphesholtz, und hinterste»davon die erste Herrn Gottfried von Arn die Graftw 'l stMlberg zugebracht. Als Gebhard II. in der schlackst beywider Kayser Heinrich IV. an. 707;. umgekommen, ^0"sein bruder, Gerhard I. dessen Herrschafften. Eben d- stva,te an. 1119. dem turnier zu Göttingen bey, und zeugGrafDitmars zu Alvenslöwen tochter, 4. söhue vc»'

Unter den ersten wurde Gebhard III. von "'-""d « a».

kriege gewöhnet, und blieb auch in dem1126. Sein bruder, Conrad II. wurde an. rBischofs von Magdeburg erwehlet, aber erst

tode an. >i?4. investiret. ___

n)7. in Italien, führte auch mit MarggABrandenburg krieg, und starb an. 1142Burckard III. psiantzte den stamm fort.

.. an

von' lügend ant„em Röniischen ZUgt

,26. zum Wk

erwehker, aber mr nach Nstö ,

Erzog nist dein KayserLotMoi'

"''ck, mit Marggraf Mrechtcii /

. Der letzte

gefchlechts, ./!, stamm fort. Er' war der erste

drn. Das ktoster Burggraf zu Magdeburg «'S

ihm sei» aufnehmen unter dem schloß Querf« 2

IV. hatte Sein söhn dieses nah-A

Migte mit Ar < ^-cht-ld, eine Thüringische A.,V Burchard V ^hne, unter welchen aMM ^

Mannsfeld, und GebK^-k^^"er der jetzigen Grase»Querfurt zi, ^ -E stamm - vatter der Heck

S" mercken. Von -esse» übrige»