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nachkommenschafft in Sicilien käme, sollten die Syracufaner,zu bezeugung ihrer freude, mit kräntzen becrönct, den götterndafür opfern. Marcellus selbst wurde gleich darauf an. 544.fürs vierte mal zum Bürgermeister erwehlet, und Hannibalientgegen gesetzt; da er anfangs mit zweifelhafftem glücke wi-der denselben föchte, und zuletzt auch das feld neben etlich 100.soldaten verlohr. Doch wie der mann von einer »»gemeinengroßmüthigkeit war, so muste ihm eben dieses den weg zu ei-nem sehr herrlichen siege bahnen. Dann er als sein kriegs-volck,daß sie sich so leicht in Unordnung bringen lassen, heftig ausge-scholten und beschämet, führte er sie gleich des andern tagsvon neuem an den feind , nicht ohne grosse bestürtzung desHannibals,und schlug denselben endlich nach einem der schärfstengefechte mit vertust von mehr als 8000. mann in völlige flucht,und machte dadurch C. Fabio gelegenheit, die wichtige be--lagerung der stadt Tarentus ungehindert fortzusetzen. Mancrwehlte ihn hierauf für das fünfte mal zum Bürgermeister,nachdem er schon das 6oste jähr erreicht hatte. Er fandaber in diesem amte seinen tod. Denn als er da vonneuem wider den Hannibak geschickt wurde, dorfte zwar die-ser keine schlacht gegen Mareellum wagen , hatte aber dasglück, als beyde kriegs-heere um Bantia und Venufla widereinander stunden, daß er Mareellum nebst seinem amts - genos-sen Crispino in einen Hinterhalt lockte, da sie nur um einengewissen ort wohl zu besehen ausgelitten waren , wobey nacheinem heftigen gefechte der wenig bey den Römischen Bür-germeistern befindlichen reuter gegen etlich taufend feinde,Marcellus endlich mit einem breiten speer in die feite ge-rennt, todt vom Pferde sanck. Als sein cörper in des über-winders Hände gerathen , ließ er demselbigen alle ersinnlicheehre erweisen, und seine gebeine nach Rom schicken , dieaber unterwegs, weil sie in einem silbernen kruge getragenwurden, von einer rotte räuberischer Numidicr, nach wegneh-mung des gefässes, ausgeschüttet worden , daß sie nicht moch-ten in Marcelli vatterland und bey seinen eitern beygesetzt wer-den ; wiewol dennoch einiae scribenten das gegentheil gemeldethaben. LiE, lik. VIII. XXIV. XXV. L XXVI.
cke vir. Illulir. c. 4;.
F7a?. lik. II. Lc. *
* Marcellus, (M. Claudius) des M. Claudii Marcelli
fohn, wurde im jähr der stadt Rom 58?. krKwr zu Rom ,rmssim jähr ;87- mit dem C. Sulpitio Gallo Bürgermeister.Er überwand in solcher qualirät die 6aIIos, LiZures, Veleares,u. a. m. über die er hernach auch triumphirte, und da er imjähr 598. mit dem P. Cornelio Scipione Nasica zum andernmal solches amt erhielt, schlug er die Lignit und Velesteswiederum, und triumphirte mithin auch zum andern mal überselbige. Im jähr 6oi. wurde er mit dem L. Valerie» Flaccozum dritten mal Bürgermeister, und triumphirte darauf überdie Lekilieros; allein als er nachher als Gesandter in Africagieng , litte er im jähr 606. schiffbruch, und kam also elen-diglich jm meere um. cle Ismil. Xvm. v.
LIancliax. 1178- L. Win. VII. spuck. in Mies. snrigg.
llom.
* Marcellus Memoriales, ein Christlicher scribent, wel-cher um das jähr 410. berühmt war, und die ckcis Lollstivm'«Lgrrksginenlis in drey büchern verfertiget, welche PapiriusMasson im jähr 1588. zuerst herausgegeben. Nachgchendssind sie mit des Optati iMevimni schriften, und in demzweyten bände der LolleblioniL Lonclliorum des Labbei ; amallerbesten aber im jähr 168;. von Stephans Baluzio, in no-vo volumine Lonciliorum zu Paris wieder aufgelegt worden.
Marcellus, ein Aleckicus von Bourdeaux, lebte zu den zel-ten des Käufers Theodolit an. z 88. Er schrieb cke Meckicsmen-
tis Lmpiricis, kl^siciL, rstionslibus. in ep. in
ckron. Aleckic. ^ ckefcr. Äleck.
March, Marchfeld, siehe Morau.
March , ist ein ungefehrstunden langes ländlein oben amZürich-see, darinn Lachen und Grynau liegen. Die einwoh-ner sind gefreyt, und haben ihren eigenen Rath und gericht.Sie müssen aber alle jähr bey der lands-gemeinde zu Schweitzum deren bestätigung anhalten. Es wurde vor altem von denGrafen zu Rapperschwyl beherrschet, und als Rudolph derletzte Graf anfangs des XIV. LLuli ohne männliche erden ab-starb , kamen die länder an feiner tochter Elisabeth söhn , GrasWerner zu Homburg am Hauenstcin. Als nun auch diese Gra-fen an. izry. mit feinem söhn dem jungen Grafen Wernleyausgestorben, fiel das land an Graf Hans von Habsburgzu Lauffenburg, als seiner Mutter schwester söhn. Diesen nunberedte Ertz-Hertzog Otto von Oesterreich, daß er ihm dieMarch zu eigen abtrat, und solche wieder zu lehn vom HaufeOesterreich nahm , ^dem sie hernach wieder heimgefaüen ist.Weil obbesagter Graf Hans an. i;^o. die mord-nacht zu Zü-rich (wovon an seinem orte) hat anstellen helffen, und selbst inder stadt gefangen worden , sind die Züricher für Rapperschwylgezogen, haben schloß und stadt erobert, geplündert, undnebst der March mit feuer und schwerdt verheeret. Hernachan. 140;. in dem unsinnigen Appenzeller-kriege, haben dieAppenzeücr die March in wenig tagen cin-und dem Hause Oe-sterreich weggenommen, und solche von freyen stücken denenvon Schweitz, ihren Heistern, geschenckt, denen sie annoch
mar
gehöret, und hat Kayser Sigmund sie an. 141;. mit dcm^bann begnadet. Ä«,»/,/'. lib. VI. p. i; 6 . b. ss-
chron. Ä8cr. k. I. sck snn. izzo. i)5«- 14^?
ckron. Al^cr. Üb. VIII. c. 4. * ^
March, (Grafen von) in Engelland. Unter demMarch oder Marches verstund man ehemals dieCron Engelland und dem Fürstenthum Wales streitigezu deren administration gleichwie auch zu unterdruckungbeyden theilen zu besorgenden insolentzien, man die maa-uv» ^Herren, welche in selbiger nachbarfchafft ihre guther »hatten, verordnete, und zwar mit dem titul Lordsderen jurisdiction und gewalt in dem zugeeignetensehr groß war. Man fieng nachgchends an , sie GrasmMarch zu nennen, und dieser letzte titul ist beybehalten ^den, ungeachtet nach der Vereinigung des Furstem"».^Wales mit dem Königreich Engelland die denen Lords Achers verliehene authorität gäntzllch verloschen. Alle die»^ - -welche bis zu ansang des XVIII. Lculi Grafen voss^^rdgewesen, sind folgende: i.) von an. 1)27. Rogeriusr-Mortimer; 2.) von an. 1; ?4- Rogerius Mortimer II-
an. i;6c>. Edmund MortimerI.; 4.) von an. i;8r. ssv» ^ .
Mortimer III.; 5.) von an. i;99. Edmund Mormuer ^6.) von an. 142?. Richard Plantagenet; 7.) von an. .Eduard Plantagenet, nachmals König von Engelland, ^
nahmens der vierte; 8.) von an. 1479. Eduard, des vow^i)henden ältester söhn; 9.) von an. 16,9. Esme Stuari, ^Aubigny, nachmals Hertzog von Lennox; 70.) von gn- .Jacob Stuart, zugleich Hertzog von Lennox und Rlcy»>EI I.) von an. 16;;. Esme Stuart, zugleich Hertzog von a -mond und von Lennox; 12.) von an. 1660. Carl Sm«"'»gleich Graf von Lichfield ; i;.) von an. 1675. Carl HM' Mein natürlicher söhn des Königs Caroli II. von der E
von Portsmourh, zugleich Hertzog von Richmond.
Help w Lnglisli bist. p. ;yl. 8ritLnni->.
* Marchand, (Joh. Christian) ein im kupfer-steck^n ^0.geübter künstler, gcdohren in Dreßden den 7. -'""-daselbstwurde von seinem vatter, Joh. Jacob Marchand, der f ' ^als Hof-und kunst-mahler in diensten stund, sehr E!sgfaii.zeichen-kunst angeführet, und zu deren noch besserm VM'o1692. nach Nürnberg verschicket. Er machte sick)."".^zuanlveisung Joh. Daniel Preislers.etliche jähre langnutze, daß er an. 169;. im stände war bey dem vorU nj^künstler, Heinrich Bernigeroth in Leipzig das kupfcr-ltcahgutem fortgang zu erlernen. An. 1698- kam er von e"derum nach Nürnberg, liesse sich allda wohnhafft nieder,verfertigte soivol Portraits als historische stücke nut gron
be. Er starb aber in der besten blüthe seines alter» " ' ^oct. an. -7". da er noch nicht das ;2. jähr zmucrhatte. Doppelmavro hist. Nachricht von den Nürnbergkünstlern.
Marchantius, (Jacobus) war von Furnes in MN ^gebürtig, und hatte ftch sowol in der Rechtsgelehrstnmc» ^der Historie und Ticht-kunst gar wohl umgesehen.zu Brüssel an. 1609. in dem ?2sten jähre seines alters, ^dene schriften, als I<e8 gelig« A LI»n6ri-e Lomirivus; n.clriL memorsbiles, und andere hinterlassend. SemPetrus Marchantius, war ein Franciscaner-Mönch, pc«e.ssriknnal Racr-imentgle; Laculurn kstlorslem, UNd
, kidl. Lelx. ,i«teki
Marchburq, oder Marpurg, ist eine stadt inSteyer, 9. Meilen von Grätz an der Drab gelegen.vor der Alten Lallra hlrtiLens, oder Nsrigns, oder au ,cisno gehalten. Sie hat zwey schlösser, eines ausser ,Ober-Marchburg genannt, das andere aber ist mund «vird die Burg genannt, aüwo die beckcr ihr körn*und nehmen müssen. An. i;;2. sind die Türckenstadt, da sie über die Muer setzen wollen, ziemlich »n' ^4gelvefen. Sie gehörte eheinals eigenen Grafen, vo« ^ jgBernhardus diese stadt dem Marggrafen Otwcaro , ^Steyer verkauft. Der letzte Graf Ülrich von Maru x,enoch an. 1240. gelebt haben. Nach dessen tode »ahnieHerren von Scherffenberg, als verwandte der abg" gylGrafen, ihrer hinterlassenen güther an, worüber wdem Landes-Fürsten in langwierige streitigkeit verfalle»,lik. XII. lleip. Kam. sebl. IV. c. 4. L lik. VI. m'8^- Vlib. XI. rer. llnzar. topogr. Aul»-
La Marche, ist eine provintz in Franckreich, untertul einer Graffchaffi, so von verschiedenen flnssen -ne, Eher und andern sehr fruchtbar gemacht, nm n«oc«und Nieder-Marche eingetheilet wird. Sie stovts"^, u>'bgen an Auvergne, gegen abend an Poitou und -vc ,gegen mittag an Limosin, «vorzu sie bisweilen gerecy»ungeachtet sie eine besondere provintz ist. G«>eret m ^xile.stadt in Ober-Marche, und Is Dorat in dein ^„,,-rleibck/An. i;;i. wurde diese Grafschafft der Crone emvnachdem Carolus von Bourbon der felonie schuldig rrrw o>,den. 2)tt snrig. cle LrsnLe. O« clroits ,xlckss
Marche, (Jacobus cls IH ein Franciscaner-M°ssH§hrl^an. 1460. zu Brescia in Italien predigte, daß das o« ^da es zu der zeit seines leidens aus seinen ädern hcrau u>>s
gewesen, die persönliche Vereinigung verlohren gev folg'