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Vierdter Theil. He - Mc.
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1036
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Ivz6 mar

lassen hatten, in die Hände, da denn dieselben zum galgenverdammet wurden, , Kitt. o-m.

Margaretha , Königin in Dänemarck , Norwegen undSchweden, war eine tochter des Dänischen Königs WaldemariIII. welche er mit seiner verflossenen gemahlin, Hedwig, da manihm dieselbe heimlich beygeleget, gezeuget hatte. Sie ver-mählte sich an. i;6r. mit dem Könige in Norwegen, HaquinoVI. und gebahr ihm Olaum VI. welcher von seinem vatter an.i;8o. Norwegen , von seinem groß-vatter aber an. i;?6. dasKönigreich Danemarck erbte. In dessen Minderjährigkeit führ-te Margaretha nicht allein die regiernng, sondern succedirte ihmauch , da er an. i; 87 .. in dem 21. jähre seines alters mit tobeabgieng , in beyden Königreichen. Weil fle nun vest bey sichbeschlossen , in ihrem wittwen-stande zu verbleiben , so ließ sieihrer schwester-tochter söhn, Ericum, einen Hertzog aus Pom-mern, an. 1488. zum Mit-Regenten erklären. Gleich daraufzerfiel sie mit dem Schwedischen Könige, Alberto ; denn weil siepratenflon auf das Königreich Schweden machte, und sichrvürcklich eine Königin davon schrieb, indem ihr gemahl deS Kö-nigs Magni Printz gewesen; so verdroß es Alberlum dergestalt,daß er kein bedencken trug, sich einen König über alle;. Nordi-sche Reiche zu nennen, und ;. crvnen im wapen zu führen.Nach vielen auf beyden selten vorgegangenen schmah-wortenkam es an.i;88.den i2.ftpt. bey Falköping in West-Gothlandzu einer Haupt-schlacht, darinnen Albertus, nebst seinem söhnErico, gefangen, und erst an. 1)9;. auf freyen fuß gestellt ward.Weil er aber dabey versprechen müssen, daß er innerhalb dreyjähren entweder Stockholm abtreten, und auf die Cron Schwe-den verzicht thun, oder in ermangelung dessen 60000. marcksilbers an die Königin Margaretha bezahlen wollte; so legte erlieber die Crone nieder, absonderlich da er sahe, daß die gemü-ther seiner Unterthanen gäntzlich von ihm abgewendet waren.Hierauf ward an. 1496. das Königreich Schweden mit Däne-marck vereiniget, und an. 1498. auf dem grossen Reichs-tage einewiges bündnis beschworen, daß alle4. Nordische Reiche jeder-zeit von einem einzigen Könige sollten beherrschet werden. Nachdiesem regierte Margaretha mit grosser glückseligkeit, bis anihren tod , welcher an. 1412. den 27. oct. erfolgte, als fle ausSchleßwig nach Seeland segelte. Ihr cörper ward zu Sorabeygesetzt, nachgehendS aber zu Rotschild beerdiget. Sie wirdvon den scribenten Semirsmib Il-miss genennet, und ihr vattersoll öfters gesagt haben, es habe die natur einen irrthum began-gen , und ein männliches gemüth mit einem weiblichen leibevereiniget. Von den Schweden hingegen wird sie nicht son-derlich gelobet, als welche es sehr übel aufgenommen, daß sie zudem oberwehnten Erico gesagt: Schweden soll euch nähren,Norwegen sott euch kleiden, und Dänemarck soll euchwehren; daß sie in Schweden auf jede feuer-stätte, ja einstenauf den schwantz eines jedweden Viehes, und endlich auf einjedwedes paar eheleuthe einen gewissen tribut geleget; daß siekeinen Schwedischen Herrn zu einem lehn oder schloß kommenlassen, ausser den einzigen Abraham Brodensohn , welcher be-schuldigt wird, daß er mit ihr in genauer Vertraulichkeit gelebt,und noch bey ihrem leben, anf Erici ordre, durch das schwerdtsein leben verlohren; und endlich, daß sie nach dem vbgedachtenbey Falköying erhaltenen siege, den Schweden zum schimpf einemüntze prägen lassen, auf deren einer feite der Königin brust-bild, und auf der andern ein weibliches geburts-glied gestan-den , wiewol einige davor halten, es sey dieses nur ein O miteinem pünctlein gewesen, und habe die stadt Orebro bedeutet,woselbst die müntze geschlagen worden. von. L 8uec.

lib. VII. 0.49. ckrori. Dsn. k. II. kill. Don.

pufendorffs einleit. zur Schweb, hist. cbsümr.

nummor. Lueco-Lotiuo.

Röniginnm in Engelland:

Margaretha von Franckreich, Königin von Engelland,war eine tochter des Königs Ludovici des jüngern und der Con«stantiä von Castilien. Sie wurde an. n6ö. durch einen tra-ctat, der zu Neuburg in der Normandie vor sich gienq, an Hen-ricum den jüngern, einen söhn des Königs Henrici II. in En-gelland , versprochen, worauf an. 1170. Pas beylaaer erfolgte.Allein sie verlohr ihren gemahl an. 118;. worauf sie zwey jährhernach zu der andern ehe mit dem Könige Bela III. in Ungarnschritte. Doch der tod machte sie auch hier gar bald zur Witt-we, dahero sie eine reise in das gelobte land vornahm, allwo siezu Acre an. 1196. dieses zeitliche gesegnet. Sal/de/m.

Li'rKo. kkoveäe»«,, Ac.

Margaretha, des Königs von Engelland Henrici VI. ge-mahlin, eine Fürstin von sonderbarer schönheit, von ungemeinemverstände, und von mehr als männlichem muth, welche aber demEnglischen Reich unaussprechlichen schaden zugezogen. Mi.chael äe Is Pole, Graf von Suffolck, beredete den gedachtenKönig, welcher sich alldereit mit einer tochter des Grafen vonArmagnac in weit vortheilhafftigere tractaten eingelassen hatte,diese Printzeßin von ihrem vatter, Renato von Anjou, Titular-Konige von Neapolis, Sicilien und Jerusalem, zur gemahlin zubegehren; worauf sie zu ausgang des jahrs 1444. ?u TonrS anden gemeldten Michael äs In Pole, welcher den titul einesMarggrafen von Suffolck kurtz zuvor empfangen hatte, als Kö.uiguchen Bevollmächtigten , getrauet, den 22. april aber an.

mar

144;. zu Svuthwick in Hampshire an den König selbst^mahlt, und den nächst-folgenden ;c>. may in Westwalls »crönet ward. Ausser dem, daß der König nicht das gmngltt^raths-guth mit ihr empfieng, muste er nicht nur zu lhrer p^"tigen abholung alle Unkosten geben, sondern auch ihrem v«die beyden landschafften Anjou und Maine in Franckreich ^ten. Auf ihr anstiften und dem mehrerwehnten MichaelsPole, damaligen Hertzog von Suffolck, zu gefallen warvchardus, Hertzog von Porck, welcher bisher die Eng"!^ ^qusten in Franckreich tapfer vertheidiget hatte, mit semem »^sen Unwillen, von bannen zurück beruffen , und hingegen^mund Beaufort, Hertzog von Sommerset, an seine stattgeschickt, welcher aber durch seine üble conduite die gantz"V^mandie, und alles, was die Engelländer in Franckreichfast nichts, als Calais ausgenommen, in kurtzer M ^,Den um Engelland überaus wohl verdienten Humphrevu ^Hertzog von Glocester, brachte sie, weil er ihre Heurath amweise widerrathen, in Ungnade, und nach vielen verfolgungc»förderte sie gar feinen tod. Hiernächst erlangte sie eine »owmene herrfchafftüber ihren gemahl, und weil derselbevonen ^überaus frommen und ruhigen gemüthe war, auch M "»ehcrtzlich liebte, so ließ er zu, daß sie seine Person und das s« ^Königreich nach ihrem eigenen gefallen regieren durste. ^dieses gab anlas zu einem starcken Mißvergnügen ftwo> " Eden Grossen, als unter dem gemeinen volcke, und der obgenn ^Hertzog von Aorck, welcher theils wegen dessen , was mu"und dem Hertzoge von Sommerset vorgegangen , sichtheils auch sich selbst den weg zu dem thron unter dernen wollte, ergriff endlich an. 1452. unter dem gewoynw/vorwand des gemeinen besten, die Waffen. Seinekein bedencken , die Königin einer unziemlichen vertraun^mit andern, sonderlich mit dem Hertzoge von Suffolckst,schuldigen , und als sie den i z. oct. an. 145;. einen Pr>»^,j,nahmens Eduard, gebahr, gaben einige derselben vor einches, andere aber vor ein eingefchobenes kinb aus; welchesgleichwol bey unparteyifcheu Personen keinen glaubenAn. 14^5. gewann der Hertzog von Zorck eine schlacht oey,^Albans, bekam den König selbst in seine gemalt, und brau-' zdahin, daß ihm durch einen Parlements-fchluß die wurdeReichs - krotebioris anvertrauet wurde. Allein die K0N»^entzog ihm diese authorität noch in eben demselbigen M ^führtt ihren gemahl von Londen nach Coventry, und neyu^auf solche art ein, daß an. 1458. der Hertzog von Uorck siw. ^gleichen muste. Als derselbe bald hernach einen neuen am>» ^erregte, ließ sie ihn, nebst seinem anhang , des hoa-oerr ^schuldig erklären. Doch sein söhn Eduard, GrafvonM«" „schlug den 9. jul. an. 1460. die Königliche armee,

Toucester und Northampton, so, daß bey 10000. mann am ^platze blieben, auch der König selbst aufs neue in fE'-hstHände fiel. Die Königin Margaretha flöhe hieraus/''^ihrem söhn, und nur 8. andern Personen, in Wales/ von omaber in Schottland, wobey man ihr unterwegs in äanca ^alle ihre bagage, ungefehr 10000. marck werth, hinweg w v ^Dessen ungeachtet brachte sie eine starcke armee zusanunen, ^in einer den;«, dec. an. 1460. bey Wakefield glücklich ys stabgeloffenen schlacht hatte sie das vergnügen, denHertzvg.^AorÄ selbst gelobtet zu sehen. Das folgende jähr den ^ 7 -behauptete sie bey St. Albans eine abermalige victorle >den Grafen von Warwick, und bcfreyete zugleich ihren g«von dessen Händen. Allein dieses verhinderte keines wegs/ hlnicht wenig tage hernach, nemlich den ;ten martii, lyrwäre abgefetzt, und hingegen der obgedachte Graf von .c" >,.unter dem nahmen Eduardi IV. aufden thron erhoben w" ^Um dieses wieder umzustoßen, gieng sie mit einer arm^60000. mann ihren feinden , welche um einen dräu' ^schwächer waren, entgegen; da es denn am Palm-sonmas1461. bey Taunton zu einem blutigen treffen kam,

,6776. Personen, ( mit denen , so in einigen fcharmutzeu'nachst-vorhergehende tage geblieben) auf beyden theuer»verlohren, Eduardus IV. aber den sieg davon trug. Ljh-VI. flöhe nach Schottland, indessen daß Margaretha stA "peni-rem vatter retirirte, und allen erstnnlichen fleiß anwend» /selben fowol durch auswärtigen, als durch einheimiichenwieder zu seiner Crone zu verhelffen. An. 146;. that ^ g^neuen versuch; allein ihre trouppen wurden dey >'-".^t,

schlagen, und ihr gemahl'gefangech genommen. ^ Sie stlbst ^

kam mit genauer noth nach Schottland, und begav nbannen abermal, nebst ihrem Printzen Eduard, zu UM" ^0in Franckreich. Daselbst fand sie ein Mittel, an. *4-mächtigen Grafen von Warwick, Richard Nevil, welche . pgihr schädlichster feind gewesen war, aufihre seile zu AH.MeNdenn derselbe, nachdem er feine tochter Annam, an >h^" ^ril as'Eduard vermahlt, dem König Eduards IV. den l,e^

1471. bey Barnet eine schlacht lieferte, worinn erden und den sieg verlohr. Eben denselben tag landeteMargaretha mit einigen trouppen zu Weymouth ln^.,.,g,el^Wiewol ste nun, da sie den unglücklichen succeß des Mrten treffens vernahm, alsbald in das priviiiglcteb.nl ^kloster zu Bewly in Hampshire flöhe, so ward sie dom Azureden einiger Lords zu einem neuen versuch aufgem»kam auch einen solchen zulauf, daß vielleicht Eduarvuv ^10te unterliegen müssen, wenn er nicht beyzeiten ihr uorgekommen, und den 4. may des letztgedachten