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M den dritten an die stadt Florentz in Italien. Allein, daßiciolge errichtet, ist heutiges tags bey den Gelehrten ausgemacht,«no ob gleich ein Jesuit, Melchior Jnchoferus, sich unterstan-dn hat , in einer besondern schrift: LxittolL 8. Virginis lVIaricenn Neilanenles Velins vinäicLM genannt, zu behaupten, daß"^drtefan dieMeßinenserwahrhafftig von derJungfrauMariaschrieben, hat er doch selbst zu Rom wenrg beyfall erlanget,,,"d ist gezwungen worden, dieses buch in etwas zu ändern,"Nd unter diesem tituläs Lpistola L. Virginis ÄlsriR sä Rek-^NLnses LonjeÄatio plurimis rstionibus L veroümilituäinikusj°°npls8, heraus zu geben, darinn er nicht so schlechterdings es"chaiiptet, sondern nur als eine wahrscheinliche sache vorstel-r»,/ ^i^vol, sofern man den Xanä-eanis glauben beyMessenM , hat Jnchoferus selbst von dieser sache nichts gehal-tn. 1. 27. leg. XI. I. i§. XI. n.
XI. r. r. legg. ir. XIX. 2,;. 26. 27.III. ;i. ^2. , in ekron. XMe««, ,
^ orst. äs nativitate Oomini. , in.soll. iiom.
«r. , bsereü 78. , vrst. XI. cls clor-
^Nione lVIariX. 0-rü/-^xir,,, m ckron.
In annsl. libro äe veipgrs.
, in vita ö. Virginis Asrise. , in vier» IVlari«
' irgiws. ?sr^r-, äk , in camlogo 8snÄorum. T'-/-
k»ro«r, IN Moires xour lervir L l'bistoire eeclesisstigue, tom. I.8 97- leg. , in annal. pnIitiso-ecLleliall. p. 71.
Ä- it. p. ;8i- leg. , äe Lsenäexigrapsiis Lkriüi,
^^gjiolorum III. ^a^rcrnr, in coäiee spocr)-xho
"OV. lest. 8;4- legg. , p. 102. segg.
Römische Kaiserinnen:
Maria von Aragonien, eine tochter Sanctij II. KönigsAragonien und Navarra, und Wittwe Ordonii, Königsvon Leon, wurde eine gemahlin des Kaysers Ottonis III. wel-zu ende des X. liLLuIi regierte, und soll , wie insgemeinsichlet wird, eines eben so schändlichen todes, als ihr leben, gestorben seyn; gestalt fle sich einen jungen menschen inwechs - kleidern zu halten pflegte, mit dem sie Unzucht trieb, wel-cher aber hernach verrathen, des ehebruchs überzeugt, und le-^'udig verbrannt wurde. Nichts destoweniger soll die Kayserinm ihrem liederlichen leben noch immer fortgefahren seyn, und ei-chn jungen Grafen von Ladron dahin zu bereden gesucht haben,W ch ihr in ihrem unzüchtigen begehren zu willen seyn möchte,^ilem dieser schlug der Kayserin ansinnen großmüthig ab, wor-"ch sie ihn eben derselbigen schändlichen that beschuldigte, die er'M hatte begehen wollen. Der Kayser glaubte ihr, und gab«chohald befehl, ohne Untersuchung der sache dem Grafen denikv ^zuschlagen. Daraufpräsentirte sich die Gräfin, welcher^sflemahl vor seinem tode den gantzen Handel entdeckt hatte,vora,.? Kayser, als er, nach art der damaligen Regenten in Italien,a'v "ner grossen ebene nahe bey Piacenza gerichte hielt, und be-von ihm, ohne sich kund zu geben, recht und gerechtig-«l nuder die an ihrem ehemanne verübte Mordthat. Als nun^"oalsbald versprach, ihr nach der schärfe der gesetze recht zu>r>chaffen, zeigte sie den köpf des Grafen vor, welchen sie vonb'^chWer diener, der ihn unter dem mantel hielt, nahm, undi-l^se sofort, haß selbst der Kayser der mörder wäre, welcherdAn Ehemann ungerechter weise tödten lassen,dabey erbot sie sicha e>.durch eine feuer-probe zu erweisen, und zu solchem end eino'uend eisen in den Händen zu halten. Der Kayser willigte dar-unk wurde also ein glüend eisen gebracht, welches sie nahm,lange, als es der Kayser begehrte, in den Handen hielt, oh-d„M «n geringsten zu verbrennen. Darauf wandte sie sich zute Ä, - , welcher über dieses spectacul erstaunete, und scheue-üss'iH nicht, seinen eigenen köpf zu fordern, nach dem von ihmüb-« ''H selbst gesprochenen urtheil, weil er ja durch diese probef-n Zeuget seyn könnte, daß er der mörder des unschuldigen Gra-a " wäre. Mein endlich nach vielen terminen und verzögerun-tob - welche sie dem Kayser bewilligte, der sich schuldig und deswürdig erkannte, war fie zufrieden, daß die Kayserin, alsI ciche obgedachte erschreckliche Verleumdung wider den unschul-Grafen erdacht und ausgesprenget hatte, gestraft werdenwchte, welches auch alsofort geschahe, so, daß sie der Kaysera^' 998 . lebendig verbrannt zu werden verdammete. Boclerowmmt diese erzehlung fabelhafft vor, zumal die scribentenr Mtesten und dem Kayser Ottoni nächsten zeiten nichts davon
X 7 a«k 2 .
* in Otb. III. Lsc/e^.eomment. äe red. Isec. IX.^ X.
box,,Maria, eine tochter Kaysers Caroli V. war an. i;r8. ge-K^"jiind ward an. i?48. an den nachmaligen Römischente,ss'^ Maximilian II. vermählt, nach dessen an. 1576. erfolg-TlaÄ . den sie sich nach Spanien gewendet, und an. 160;. zute v» einem kloster gestorben. Sie ist eine sehr tugendhaff-... «rmtzeßm gewesen, und hat ihren gemahl mit besonderer
mar
1045
iärt,H'?^w gewesen,^'lchkeit geliebt.. Ihr bruder
hat sie
^vr vruver, König Philippus II.sitzen '«den können, weil sie ihm an erlangung der Romi-^i'tgs - wurde hinderlich gewesen. c?oste,
«e« Osmes iüuitres. Älemoires ä'^kwe/se, tom. I.
. Königinnen in Engelland:
^ Königin in Engelland, war Henri« VIII. tochter!vqr k ersten gemahlin, Catharinen von Aragonien. Sieltzrer«,',/.^^ gebohren, und traf sie anfänglich das Unglück, inmassen sie ihr vatter nach seiner ehescheidung"kstsr. i?'. Theil»
zugleich ihres erb - rechts an die Crone verlustig erklären, undihr den titul einer Printzeßin von Wallis nehmen ließ. Weil siees beständig mit ihrer mutter hielt, und von der alten religionnicht weichen wollte, soll der König dereinst willens gewesenseyn, sie als eine Übelthäterin und widerspenstige strafen zu las-sen , so ihm aber Thomas Cramer ausgeredet. Nach der An-nä von Boulen tode an. i-;zS. nahm sie der König wieder zugnaden an, und gab ihr einen Hof- staat zu, weil sie sich vorihm demüthigte, ihn vor das Haupt der Englischen kirche er-kannte , und ihrer mutter Heurath selbst vor ungültig erklärte;jedoch ward ihr das recht des geblüts nicht zugestanden, sondernihr vielmehr noch in selbigem jähre die Cron - folge durch eineParlements - acte abgesprochen. Allein an. 1544. da der Königmit dem Kayser in gutes vernehmen getreten war, und demsel-ben versprochen, dieser Printzeßin ihr recht wieder zuzuwenden,ließ er sie durch eine neue Parlements - acte aufden fall, daß seinPrintz Eduard ohne erben verstürbe, zur Cron - crbin erklären.Als dieser nachgehends zur regierung kam, und die reformationmit grossem eiser getrieben wurde, nahm sie sich der Catholischenpartey öffentlich, jedoch ohne unruhe an, und bemühete sich zuerhalten, daß zum wenigsten nicht weiter gegangen würde, alSunter Henrico VIII. geschehen war. Ja, als man sie nöthigenwollte, die neue Liturgie anzunehmen, steckte sie sich hinter denKayser, der sich auch der sache mit ernst annahm, so daß derHos, wie er sahe, daß nichts bey ihr zu erhalten wäre, inmassensie gar schon dereinst fertig gestanden, wegen des vielen anliegenSnach den Niederlanden zu entfliehen, ein äuge zudrücken und lei-den muste, daß sie vor sich, jedoch nicht öffentlich, messe lesenließ. Nach Eduardi tode wollte ihr zwar aus eine.m von demverstorbenen Könige hinterlassenen testament der Hertzog vonNorthumberland mit seinem anhang die Cron-folge streitigmachen, und war auch Johanna Gray schon vor Königin aus-geruffen. Allein sie entgieng dem Hertzoge, der sich gern ihrerPerson bemächtigt hätte, glücklich, begab sich in die provintzenvon Suffolck und Norfolck, da sie viel freunde hatte, und führ-te sich gleich als Königin auf, schrieb auch an die Räthe zu Lan-den , und begehrte, daß man sie öffentlich sollte lassen auSruffen.Ob sie nun wol von den Londenischen Herren abschlägige ant-wort erhielt, stärckte sie doch indessen ihre partey gewaltig, undließ die ausruffung zu Norwich verrichten, worauf, zumal aufversprochene sicherheit vor die Protestantische religion, die ein»wohner bemeldter provintzen sich zu ihr schlugen , alle anderelander und städte meistens vor sie gesinnt wurden, verschiedeneGrosse, die nicht bald anfangs ihre partey ergriffen, von demHertzoge von Northumberland zu ihr übergiengen, auch voneinigen schiffen, die auf sie passen sollten, wenn sie etwan nachden Niederlanden entfliehen wollte, die soldaten sich in ihre dien-ste begaben. Da nun vollends, als der Hertzog von Northum-berland , der ihr mit einer armee entgegen gehen wollte, kaumden rücken gewendet, die anwesenden Grossen meistentheils^sie zuLonden vor Königin ausrüsten, auch bemeldter Hertzog, dessentrouppen meistens verlausten waren, zu Cambridge dergleichenthat, war ihr thron aufeinmal bevestigt. Als sie nach diesen bc«gebenheiten der gewvhnheit nach von dem Tour zu London besitznahm, ließ sie verschiedene gefangene, und vornemlich StephanGardinern los, den sie wieder in sein Bißthum zu Winchestereinsetzte, und zum Cantzler von Engeüand machte. Ihre gantzeregierung über gab es fast mit nichts als mit bestrafung derer,so ihr bey lebzeiten ihres vatters oder nach Eduardi tode zuwidergewesen waren, ingleichen derer, die vest an der Protestantischenlehre hielten, und mit der reformation zu thun. Ihr erst werckwaren die leichen - ceremonien, so sie ihrem verstorbenen bruderhalten ließ, dabey sie jedoch gegen ihres vatters andrucken einensolchen haß bezeugte, daß sie verbot, der gewvhnheit nach vor ihnzu bitten, und wollen einige gar sagen, sie habe ihn ausgraben,und den staub von seinem corpcr verstreuen lassen, welches je-doch keinen sattsamen gründ hat. Hierauf wurden zuvörderstdie abgesetzten Bisthöffe Römischer religion wieder in ihre Biß-thümmer gesetzt, und die weltlichen Herren, so ihr angehangen,mit ansehnlichen bedienungen versehen. In dem december deSjahres, kurtz nach ihrer crönung, berufte sie ein Parle-ment, welches alle wider des Papfts ansehen und die Römischereligion unter den vorigen regierungen abgefaßten gesetze auss>hübe. Darauf wurde die messe wieder in allen kirchen einge-führt, und kam der Päpstliche Cämmerer Commendon heimlichzu ihr, mit welchem die Wiedereinführung des Römischen got.tesdiensts abgeredt wurde, und wiewol sie im anfange noch dentitul, als Haupt der Englischen kirche, beybehielt, ward dochderselbe an. 1^4. nach des Cardinals Poli ankunft, im Parle«mente von ihr abgelegt,worauf das Königreich völlig wieder un-ter Päpstliche gewalt gediehe, und von dem banne durch gedach-ten Cardinal losgesprochen ward, weswegen eine ansehnlicheGesandtschafft nach Rom gicng. Hiernachstsetzte man die Ver-folgung gegen die Protestanten eisen; fort, und wurden ihrerviele, darunter auch der Ertz-BischossCrammer war, zum ftuerverdammet. Es hatte die Königin gern auch die Inquisition inEngelland eingeführt, wenn sie sich nicht eines durchgängigenaufruhrs besorgen muffen, wrcwol sie dennoch mitte! fand) un-ter einem andern nahmen und durch gewisse zu anfsuchung derketzer verordnete Cvminissarien eben diß auszurichten. An. i;;4.ward die Vermählung zwischen ihr und dem Könige in SpanienPhilippo vollzogen, woran der Kayser sehr lange gearbeitet hat-te. Maria war zwar vor sich eben nicht geneigt, diese Heurath
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