Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
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heim nebst dem neugebohrnen kinde nach Franckreich entwich,Pv sie sehr wohl aufgenommen ward, und das schloß von St.permain zu ihrem aufenthalt bekam. Sie gebahr nach der zeitip-Franckreich noch eine Printzeßin, ward am i6. sept. an. 1701.wlttwe, ließ an. 1714. um bezahlung einer summe von 650000.Pfund / die ihr der König Wilhelmus III. selbst, vermöge einesgeheimen artickuls des Ryßwickischen friedens, als witthums-gelder zugestanden haben sollte, in Engelland vergebens ansu-chung thun, und starb am 7. may an. 1718. zu St. GermainFranckreich , wo sie seit ihrer ankunft in Franckreich bestän-gelebt hatte. Von ihren kindern siehe Iacobus II. König>u Engelland. Was man in einigen schritten von ihren liebes-dandeln in Franckreich gemeldet findet, ist ohne gründ. Siehatte viel verstand, und viel mehr muth und entschlossenheit°ls ihr gemahl, ließ sich aber durch den etfer für ihre religioniu vielen nachlheiligen entschliessungen bewegen. , bilk.

UL8 äsrn. rsvolut. , tom. IV.

Röniginnen von Franckreich:

Maria, eine gemahlin des Königs von Franckreich Philip-ps III. und eine tochter Henrici IV. Hertzogs von Brabant, wel»vier sie mit Alix von Burgund gezeugt hatte. Ihre Vermählunggeschahe mit grossem Pracht zu Vincennes im aug. an. 1274.und bald darauf ward sie zu Rheims gecront. Das folgendelahr gebahr sie Ludovicum, Grafen von Evreux, dessen söhnPhilipp durch Heurath mit Johanna, des Königs Ludovict X.Achter, vor sich und seine nachkommen das Königreich Navar-kfi erlangte; und sechs iahr hernach brachte sie zwey töchter aufWelt, von welchen Margaretha an den Konig Eduardum I.von Engelland, und Bianca anfangs an Guidonem, GrafenM Flandern, nachmals aber an Rndolphum von Oesterreich,^onig in Böhmen, vermählt ward. Nachdem Maria mit ih-gemahl eine geraume zeit in vergnügter ehe gelebt hatte,tarn sie bey demselben in den verdacht, als ob fie seinen ältestenMn, Ludovicum, welchen er mit seiner ersten gemahlin , Isa-vella von Aragonien, gezeugt, mit gift hingerichtet hätte, undzwar rührte diese Verleumdung (eben sowol als die Vergiftungleibst) vo„ einem favoriten des Königs, nahmens la Brosse,her, welcher ihr, weil sie an seinen vielfältigen bosheiken ein^Wallen bezeugte, bis auf den tod fein» war. Nach vielenWiderwärtigkeiten, so sie wegen dieser anklage ausstehen mus-M, kam ihre Unschuld und der rechte thäter an den tag; dapenn dieser gehenckt, sie aber von neuem der vollkommenen ge-wogenheit des Königs theilhafftig wurde. Nachdem derselbeuu-1286. mit tobe abgegangen, blieb sie noch 15. oder 20. jähran dem Hofe, und ward von ihrem stief - söhn , dem Königevytlippo iv. nicht weniger respeclirt, als wenn sie seine leiblicheButter gewesen wäre. Hernach retirirte sie sich freywillig aufan wib - geding in der Picardie, brachte daselbst ihr leben inuuerhand Übungen der gottseligkeit zu, machte unterschiedeneMde stistungen, und starb endlich zu Paris an. 1)21. allwomich in der kirche der Cordeliers begraben ward. ^2^ ,äs frariLS, tom. II. xsg. ;c>y.

> Maria, eine gemahlin Caroli IV. Königs von Franck-M, und eine tochter Kaysers Henrici VII. aus dem Hause Lu-xemburg , die er mit Margaretha , einer Printzeßin von Bra-gezeuget. Carolus IV. vermählte sich mit ihr an. 1,22.«achdem er. seine erste gemahlin, Blancam , aus dem HauseAMgund, wegen ehebruchs verstossen. Sie hingegen war ei-m eben so keusche, und tugendhaffte, als schöne Fürstin; muste""f eine klägliche art, in dem dritten jähre nach ihremKläger, ihr leben endigen. Denn als sie nach Montargisumren wollte, ward sie umgeworffen, und dadurch der söhn,welchem fie schwanger gieng, in ihrem leide getödtet, wo-sie selbst bald darauf sterben muste. Einige haben gesthrie-daß man sie sowol selbst , als ihre frucht mit gift hinge-»Mt. Ihr cörper ist bey den Dominicanern zu Montargis,- wie die chronick von Flandern meldet, bey den Cor-mers zu Paris begraben worden. , Kill. äs kr-m-

H. p- ?8°.

r.jUlaria von Anjou oder prsvence, Konigin in Franck-^ M , war eine tochter des Königs Ludovici II. von Neapolis ,5. I.4-04. den 14.

october gebohren. Sie wurde in demd'-Wre ihres alters an Iohaniiem , Printzen von Tarento,wachen , 4. jähr hernach aber dem Könige Carolo VII. inrunV^r«ch, welcher damals nur noch Graf von Ponthigu war,dalagt, und das beylager an. 1422. vollzogen. Als diefer zuMarone kam, wendete sie allen fleiß an, der Engelländischenterml hch zu widersetzen , und der Wuth ihrer schwürigen un-tvjMwn zu widerstehen. Man sagt auch, daß FranckreichMe p^lohren gegangen seyn , wenn nicht diese tapfere Da-te. °^mem gleichmäßigen muth ihren gemahl ermuntert hat-fahr der König, als er von der über ihn schwebenden ge-ll«. am befreyet sahe, machte wenig mehr von seiner gemah-er ließ sich so gar durch seine maitressen einnehmen, daßsie ss,j?h^ kein Wort mehr reden wollte. Dieses ungluck ertrugte der grösten gednlt, und unterließ nicht der Crone gu-Nete ssw zu leisten. Als dieser Printz an. »461. gestorben, ord-Merd-» s daß in 12. capellen eben so viel Priester unterhaltenSebä^fEen , damit alle stunden des tages vor den Komgstarb ««erden möchte. Zu Bourges stiftete sie Mäler, und^>.146;. den 29. november, unter andern kmdern Ludo-"Ntor. sjv. Theil.

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vicum, der nachmals unter dem nahmen des XI. zu dem thronegelanget, nach sich lassend, bilt. äs LKsri. vm.

ckron. , kill. äs krause. , As.

Maria, eine gemahlin des Königs von Franckreich, Ludo-vici XII. und eine tochter Henrici VII. Königs von Engelland,welcher sie mit Elisabeth, einer tochter des Königs Eduardi IV.gezeuget hatte. Sie war zwar allbereit in ihrer kindheit an denPrintzen, welcher hernach unter dem nahmen Caroli V. denKayserlichen thron bestieg, versprochen worden. Dessen un-geachtet brachte es Ludewig von Longueville, welcher in derMacht bey Gninegast von den Engelländern war gefangenworden, dahin , daß sie als ein Pfand des zwischen beyden na,tionen geschlossenen friedens, Ludovico XII. zugeführt, undzu ausgang des jahrs 1514. an ihn vermählt, auch zu Rheimsgecrönt ward. Allein, wie sie nur 18. hingegen ihr gemahl, derschon zweymal verheurathet gewesen, 55. jähr alt war; alsobeförderten die caressen, fo ev-ihr zu xrweisen fich bemühte, garbald seinen tod, welcher den r. januarii an. 1515. erfolgte. Siewar nicht, wie man anfangs glaubte, von ihm schwangerworden, und der folgende König , Franciscus I. welcher beyLudovici XII. lebzeiten blos durch das Staats - interesse warverhindert worden , einer heftigen liebe, so er wegen ihrer son-derbaren schönheit auf sie geworffen, bey sich räum zu geben ,ließ nunmehro eben dieses Staats - interesse sich bewegen, ihr zuverstatten, daß sie wenig monate nach ihres ersten gemahls tödt-lrchem Hintritt fich an ihren alten liebhaber , Carolum Bran-don, Hertzog von Suffokck, vermählte. Ihr bruder, der Kö-nig Henricus VIII. billtchte gleichfalls diese Heurath, weil Bran-don sein liebster favorit war, und also kam sie noch in dem ge-dachten jähre 1515- nach Engelland zurück. Daselbst lebte fiemit dem titul einer lausen - Ümlcbels, oder Königin - Hertzo»gin bis an. i;;;> da sie im junio mit tobe abgieng, und zu Cd-mundbury begraben ward. Siehe Drandon (Carolus.)

, dick. äs kranse , tom. II. p. 894. Oe LarreL, , ftiik.ä'Lnglet. tom. I.

Maria von Medicis , Königs Henrici IV. in Franckreichgemahlin, war eine tochter des Groß-Hertzogs von FlorenkFrancisci. Jetztdemeldter König heurathete sie an. 1600. ob ersie gleich ehemals in vertrauen gegen den Hertzog von Sully,unter denjenigen Printzeßinnen genennet, die er nicht verlang,te, weil ihm ihr Haus nicht edel genug , und das andenckeuder Catharina von Medicis allzuverhaßt war. Allein seine Mi.nisters, darunter sich vornemlich Sitten und ä'Ossat dieses Han-dels annahmen, beredeten ihn doch endlich dazu, und triebendie fache halb wider seinen willen so weit, daß er nicht mehr zu-rück konnte. Also ward diese Printzeßin Königin in Franckreich.Aber sie machte ihrem gemahl schlechtes vergnügen. Denn fiewar voller eifersucht, und gab den verhaßten Vorstellungen ihrerJtaliäner zu vielen platz. Daher lebte fie in steter Uneinigkeitmit ihrem gemahl, die bisweilen nur auf etliche tage beygelegt,sonst aber beständig unterhalten ward. Gleichwol vertraute ihrder König an. 1610. da er in den krieg gehe» wollte, die Ver-waltung des Reichs bey seiner abwesenheit. Es waren einige,die wegen der ermordung des Königs einigen verdacht auf fiewarfen, theils wegen jetzt - erwehnter eifersucht, theils, weilsie mit dem Hof von Spanien, dem an diesem tode viel- gele-gen war, bisher stets geheimes Verständnis gehabt. Zum we-nigsten ließ sie sich über stin absterben sehr bald trösten, vermuth-lich darum, weil sie das regiment an sich ziehen wollte, undalso was anders zu thun hatte, als zu trauren. Sie erhielt auchihren zweck durch Vorschub einiger Grossen würcklich, daß fiezur vormundin des jungen Königs gemacht ward, ungeachtetdie Printzen vom geblüt auch gern daran theil gehabt hätten, dieaber eben damals abwesend waren. Es wird aber ihr regimentvon den Franzosen nicht sonderlich gepriesen. Sie machte, daßder Hof die Staats - reguln des verstorbenen Königs von Unter-drückung der Oesterreichischen macht fahren ließ, und mit Spa-nien bald anfangs in gutes vernehmen und genaue Vereinigungtrat. Sie unterhielt zwischen den Grossen allerhand Widerwil-len, damit sie ihvdas heft der regierung desto eher lassen mu-sten, woraus eine lange zeit nach einander innerliche Unruhenfolgten. Hicrnächst verschenckte sie den gesammelten schätz desverstorbenen Königs, der wol nützlicher hätte mögen angewen-det werden, in den ersten jähren an ihre freunde oder an diejeni-gen, die ihr gefährlich zu seyn schienen. In dem allen aber ließsie sich lediglich durch den Marschall von Ancre und dessen frauleiten, welche nach art der Italiänischen künste, alles voll miß-trauen machten, hin und wieder stück - weis anschläge faßten,aus welchen aber nichts gantzes heraus kam, und es durch ih-ren eigennutz dahin brachten, daß die Regentin sonst nichts zuthun hatte, als hin und wieder löcher zuzustopfen, die von ihrund ihren creaturen zuerst waren gerissen worden. Als der Kö-nig an. 1614. die regierung selbst antrat, behielt sie dennoch dasheft in den Händen, inmassen sie ihrem söhn bey dieser gelegen-heit öffentlich eine rede halten ließ, darinn erste bat, sich desregiments noch ferner anzunehmen. In dieser gemalt, dabeyMaria den König von den Reichs - geschäfften immer entferne-te, blieb sie, bis an. 1617. da des Königs liebling Luines die-len Herrn dergestalt gegen seine mutier aufbrachte, daß er denMarschall von Ancre ermorden ließ , ihr selbst ihre bisherigeleib - wache nahm, und sonst so unfreundlich mit ihr verfuhr,daß sie endlich ihre entfernung von dem Hofe selber suchen muste.

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