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kehrte überall das rauhe hervor. Solchem Unheil vorzukommen,Dickten selbige einige Deputirte an sie ab, um wider das nächsteDarlement zu protestiren, welches den y. may gehalten werdentollte; allein es hieß, die Prädicanten sollten verjagt werden, sieLochten auch predigen was sie wollten. Als sie nun einwende-ten, daß man ihnen gleichwol das gegentheil versprochen hätte,versetzte sie weiter: was Fürsten und Regenten versprechen, dar-nn sind sie nicht weiter verbunden, als so fern es ihr interesse lei-ven null. Allein die Abgeordneten wiesen ihr mit grossem muth,"aß sie solcher gestalt ihr auch alle treue aufzukündigen befugtteyn würden, da sie dann erfahren dürfte, was vor ungelegenheit"araus entstehen könnte. Diese antwort machte sie etwas feige,to, daß sie sagte, sie wollte sich derhalben bedencken. Indessen,"a sie hörte, daß die einwohner zu St. Iohnston die Reformirte"eligion angenommen, schickte sie alsofort ihren aufseher dahin,"lese Neuerungen zu verhindern, und beorderte den Landvogt,lhren Prediger in gesangliche hasst zu setzen. Allein da sie sahe,"aß man ihr hierum keinen gehorsam lastete, citirte sie alle Pro-testirende Prediger in dem gantzen Reiche den nächstfolgendenlv. may zu Sterling vor ihr zu erscheinen, worauf sich alle Pro-Wanten resolvirten , eine allgemeine verfammlung anzustellen,und sie dahin zu begleiten. Äls sie sich nun solcher gestalt in ei-ner grossen menge, obwol ohne Waffen , versammelten, wur-"e der Regentin etwas bange, und sie versprach, nichts wider sielu tentiren, wodurch sie dann ihre völlige zusammenkunft ver,hinderte. Da aber die zeit kam, citirte sie selbige vor ihr zu er-scheinen , und da solches nicht geschahe, erklärte sie sie in dieacht. Der Protestirenden Deputirter, weil er sahe, daß sie wi-"er ihre zusage gehandelt, machte sich aus dem Wege, und traf"en Adel von Strathern , Angus und Merns noch immerfortbey einander an, weil sie bey so gestalten fachen nicht traueren,und daher sich fertig hielten , der gemalt, fo man ihnen anthunbörste, zu widerstehen. Mittlerweile that Knox vor ihnen zuPerth eine predigt, wodurch er sie in ihrem eifer sehr starckte;wie es dann nach der predigt, da die Herren mit einander zuwittage speifeten, sich begab,daß das volcr alle zeichen des Catho-Men gottesdiensts in der stadt zerstörte und niederriß , worzusie sonderlich durch eines gewissen Pfaffens vermessenheit ange-trieben worden. Solcher gestalt nun wurden alle klöster nieder-gerissen, jedoch dergestalt, daß die im gewehr stehende Protestan-ten keine Hand an den raub legten, sondern die Mönche gantzewägen voll aold und silber wegführen liessen. Als die RegentinMs hörte ,' schwur sie, daß sie die gantze stadt mit feuer undIchwerdt zerstöre» wollte. Die burger zu Cvuper in Fife hattenble denckmale der Päpstlichen ceremonien auf gleiche weise aus-gerottet , deswegen schickte sie nach Hamiltvn und nach denGrafen von Ärgste und Athol, daß sie mit ihren Unterthanen zuwr kommen sollten, ließ auch unterdessen ihre artillerie zusam-men bringen. In dieser noth schickten die Grossen in Perth zuWben Alliirten, worauf aus der benachbarten landschafft, wiebuch noch weiter her eine grosse menge volcks zu ihnen sich ver-wmmelte, insonderheit aber der Graf von Wencarn mir -zoo.mann zu fuß und pferde, von der westlichen gegend, welche tag"nd nacht über wüste und gebürgichte örter marschirten, um sichM ihren bunds - genossen noch vor der schlacht zu vereinbaren.-Lcr Graf von Ärgste und Iacobus Stuart, der jungen Köni-gw natürlicher brüder, waren die vornehmsten Vertheidiger undSchutz - Herren der Reformirten religion, hielten sich aber den-nvch Regentin auf, in Hoffnung, einen gütlichen vergleich°u treffen, und waren widrigen falls sich mit ihren brudern zuverewigen entschlossen. Die Regentin war sehr begierig zu fcch,M, da der Protestirenden noch wenig beysammen waren; allein,5 sie von den Französischen spionen benachrichtiget worden, daßes schiene, als wenn in der Protestirenden lager mannschafft von"rm Himmel herab regnete, weil deren in kurtzer zeit eine sehrNsse menge zusammen gekommen, schickte sieden Grafen vonÄrgste und Jacobum Stuart ab, mit ihnen zu tractiren, welcheMer stils den Grafen von Glmcarn und den Herrn von Dunsolchem werck abordneten. Hierauf nun wurde von beydenMen bewilliget, daß die Schottländische trvuppen von beydenM, abqedanckt werden, die Regentin aber mit ihrer sutte"se lreyheit haben sollte, sich etliche tage lang in der stadt zu er-§-^n ; die Franzosen anlangend, so sollten selbige der stadt nichtMb' als bis auf;, meilen kommen, und die übrigen strettig-sollten in einem Parlement abgethan werden. Hieraufd««" die Proteftirende wiederum nach Hause, und waren froh,bU sie die fache ohne blutvergiessm zu einem solchen ausgang ge-sollt hätten. Allein so bald die Königin in die stadt einzog ,g^"en die Französischen soldaten auf einige burger in einemL'Men ercker, und tödteten einen jüngling von i;. jähren, des-d?,..rlchnam man vor die Regentin brachte, welche nichts mehrd„, sagte, als daß es ihr leyd wäre, daß es den söhn und nichteinigster getroffen hätte. Hierauf kehrte sie alles um, strafteai>^ burger um geld, verjagte andere ins elend, fetzte die Re-nia«- Personen ab, legte eine befatzung in die stadt, und alsvia« x 'dres Versprechens erinnerte, gab sie zur antwort, daßbey iketzern keinen glauben halten mäste. Dieses brachte sieI^^orman in Verachtung, so, daß der Graf von Ärgste undStuart, welche sich durch diese offenbare Verletzungde vÄsv.ssenen Vergleichs beleidiget zu seyn hielten, und ihre eh-ivnx^heldigen wollten , auch noch über dieses von ihr verfolgttw, den benachbarten Adel zu St. Andrews versammel-""dden übrigen Protestanten ihre gefahr vor äugen stell-"Mvr. Theil»
len, gestalt die Königin in dem anmarfch wider sie begriffenwar. Diesem zu folge, schlugen sich sehr viel zu ihnen, welchevoll eifers wider die Regentin waren, und sich entschlossen, ent-weder sie und ihren anhang zu überwinden, oder zu sterben; mar-schirten sodann nach Carail, einer stadt in Fife, und rissen da-selbst alle Catholischen hestigthümwcr nieder. Jmmittelst war dieRegentin mit ihrem Französischen General und mit ihren hülst-völckern, Hamiltvn, dem Hertzogc von Chatelleraut, und denSchvttländern, die es mit ihrer partey hielten, wider die Protr-stirendcn im anzeige begriffen, erkühnte sich aber nicht zu fechten,weil die Schottlander von ihrer eigenen partey unter sich zumurmeln anfiengen, daß sie den Franzofen zu gefallen sich widerihre lands - leuthe und bluts - verwandte in kein gefecht einlassenwollten. Daher schickte sie abermals einige Abgesandte ab, ummit ihnen zu tractiren. Allein der Graf von Ärgste und JacobStuart, welchen der angethane schimpf sehr nahe gieng , da sieden getroffenen vergleich gebrochen, wollten ihr nicht mehrtrauen, und als sie merckten , daß sie nur fo viel zeit suchte, wiesie ihre armee wieder zurück über den Firth bringen möchte, for-derten sie, daß sie ihre befatzung aus Perth hinweg nehmen soll-te. Als sie dieses zu thun sich weigerte, belagerten sie die stadtund eroberten selbige durch eine freywiüige Übergabe, worauf siedie bürger und obrigkeitliche Personen darinn wiederum in denvorigen stand setzten. Nachdem sie auch vernommen, daß dieRegentin willens wäre, Sterling zu überrumpeln, und ihnenden paß über den Firth abzuschneiden, kamen der Graf von Är-gste und Jacob Stuart ihr zuvor, und reformirten gedachtenort auf gleiche weise, wie sie auch zu Linlithgow und an andernorten mehr thaten, weil die Franzosen und der Regentin natio-nal-trouppen vor ihnen flohen, so, daß sie nach Edenburg kamen,allwo der Proteftirende Adel;. tage lang gewartet hatte,daselbstdie kirchen von allen zeichen der Päpstlichen Verehrung leere-ten, und Proteftirende Prediger einsetzten. Als nun mittlerweileder König in Franckreich, Henricus II. dieses zeitliche gesegnet,vermehrte solches der Schottländer freude, verringerte aber ih-ren fleiß und eifer, so, daß das volck sich wiederum nach seinen ei-genen geschäffren zerstreuete. Dieser gelegenheit suchte sich dieRegentin zu bedienen, und marschirte nach Edenburg, den Adeldaselbst zu überfallen. Allein es wurde durch Vermittelung deSHertzogs von Hamiltvn, und des Grafen von Morton auf etli-che monat ein stillstand unter gewissen bedingnngen geschlossen,welche sie besser hielt, als sie vorhin gethan harte. Inzwischen er-weckte der gemeine pöbel einigen lärmen,und sprengte aus,als obdie Protestanten unter dem deckmantel der religion nichts anderssuchten, als die rechtmäßige Königliche linie auszutilgen, hinge-gen Jacobum, des verstorbenen Königs bastard, auf den thronzu erheben. Dieses nöthigte denselbigen darzuthun, daß er sichweder in Worten noch wercken wider den König , die Regentinoder Reichs - gesetze versündigt hätte; sondern daß er nebst demAdel, da sie die religion zu reförmiren sich unternommen, dißfaüsauf nichts anders, als allein auf die ehre GOttes zielten, ohnederen verläugnung sie von ihrem unternehmen nicht ablassenkönnten ; würde man ihnen aber die reformatlon der religionungehindert verstatten, so sollte man sehen,daß er und andere,dieman jetzo vor rebellen hielte, in allen andern stücken sich auf daSgehorsamste und getreueste bezeugen würden. Inzwischen kamennoch ivoo. Franzosen zu Leith an, gleichwie auch der Graf vonArran, des Hertzogs von Hamiltvn söhn, nachdem er denen vondem Hertzoge von Guise und dem Cardinal von Lothringen ihmgelegten stricken entgangen war, als welche in dem Parlementezu Paris aufdie religtons - Änderung heftig gescholten, und zurgnüge zu verstehen gegeben,was sie wider ihn in dem schilde führ-ten. Seine freunde riethen ihm dannenhero sich aus dem staubezu machen; welches er auch that, sich zu den kekormatoribu«schlug, und seinen vatter dergleichen zu thun beredete. Die Fran-zosen bevestigken immittelstLeith,richteten ihre Magazinen darinnauf, und ls grosse, ein Ritter des ordens St. Michaelis, kammit;oov. Franzosen, demBischoffe von Amiens, und;. voäko-ribun von der Sorbonne hinüber, der Regentin beydes mit ge-malt und gelehrsamkeit wider die tteformÄwrss beyzustehen, da-durch sie auch muthig wurde, daß sie schwur, sich nunmehro zurächen. Die Französischen Herren wandten vor, daß sie, als Ab,gesandte kämen, und begehrten von dem Adel audientz; welcherihnen aber diese scharfe antwort sagen ließ, daß sie ihr land mitgemalt angefallen, und die Regentin den aufgerichteten vergleichgebrochen hätte, da sie die einheimischen aus Leith verjaget,fremde an deren stelle hingesetzt, und den ort beseitiget, um dienation unter ihr tyrannisches joch zu bringen. Diese antwortwurde von der verfammlung ohngesehr einen monat hernach be-stätiget , welche zugleich die Regentin ersuchte, von solchem ver-fahren abzustehen, die vestungs - wercke niederzureißen, die frem,den fortzuschaffen, und gleichfalls die national - trvuppen abzu»dancken; oder, wo sie sich dessen weigern würde,wollten sie es vorein gewisses zeichen halten, daß sie vorhätte, die nation in scla-verey zu bringen, welches sie aber möglichster Massen zu verhin-dern suchen würden. Allein nachdem sie einen widrigen bescheiddarauf ertheilet, versetzten die Stände bm 2 ;. oct. wiederum,daß sie nunmehro zur gnüge sahen, wie l«e dem wahren qottes-dienst, dem allgemeinen besten des vatterlands und der gemei,nen freyheit auf das höchste zuwider Ware; damit nun solches al-les erhalten werden mochte, wollten sie ihr in des Königs undder Königin nahmen die öffentliche Verwaltung des regiments,die sie in ihrem eigenen nahmen zu fuhren sich unterstünde, ver-Tttk; boten