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Mariana, (Johannes) ein berühmter Spanischer Je-Mit, war zu Talavera in der viosces von Toledo gebohren,und begab sich an. 1554. in dem siebenzehcnden jähre feines al-wrs in die Societät JEsu. Bis hieher hatte er zu Alcala vorsich studiert, hierauf aber that er sich je mehr und mehr hervor,w , daß man ihn mit recht vor euren der erfahrensten leuthe inuer Theologie, den üumamorlbris, der geistlichen und weltli-chen Historie, wie auch in der Griechischen und Lateinischen sprä-che halten konnte. Seine Obern schickten ihn an. 15Ü1. nach>-otn, daselbst die Theologie zu lehren. Von bannen begab ersichiiach Sicilien, und kam endlich an. i;6y. nach Paris, allwobr;. jähr Thomam von Aquino erklärte; weil es aber seine ge-mndheit nicht zulassen wollte, sich länger daselbst aufzuhalten,und solche schwere lluäia zu tractiren, schickte man ihn an. 1574.Nach Spanien zurück, da er denn zu Toledo sein übriges lebeniugebracht, und solches daselbst an. 1624. den 17. ftbr. indem»eben und achtzigsten jähre seines alters beschlossen,wiewol ande-re mit dieser zahl nicht überein kommen. Die Inquisition bedien-^ sich seiner in den wichtigsten Verrichtungen, und zeigte er inallen seinen geschäfften nicht wenig klugheit. Indem er sich aberetwas zu frey aufführte, und in feinem tractat äs NonetX Nu-esjions eines und das andere entdeckte, welches schnurstrackswider die Spanische Ministers lief, und sonderlich den Hertzogvon Lerma beleidigte, auch von dem Könige Philippo III. nichtundeutlich zu verstehen gab, daß er ein fauler, und zur regie-^nng ungeschickter Herr wäre, muste Mariana ins gefängnisstehen, daraus er aber nach einer jahres-füst wiederum befreyetWorden. Diese schüft aber hatte bey weitem nicht so viel zu be-deuten, als seine andere, die er äs Lege L Kegis Inüicmions ge-schrieben, und mit vielen Lpprobmionibus zu Toledo an. 1598.veraus gegeben. Denn darinnen giebt er gift, schwerdt und feuer,«nd alle andere mörderische waffen den aufrührischen Untertha-nen wider gecrönte Häupter in die Hand, wann diese etwas ty-rannisches ausgeübet zu haben scheinen. Es wurde auch des-wegen dieses buch zu Paris auf beseht des Parlements ver-kannt, absonderlich, weil man nicht undeutlich sahe, baßaarinn die Mordthat des Königs Henrici III. in Franckreichstedilliget worden. Wiewol man übrigens ohne gründ vorge-hen , daß Ravaillac durch lesung dieses buchs sich zu ermor-vu„g des Königs Henrici IV. verleiten lassen. Die schüft, wel-che man unter dem titul: äel 6»vierno äs la Lompsnikl cis sse-in dem gefängnis bey ihm soll gefunden haben, machtegleichfalls nicht wenig aufsehen , indem er darinnen die fehlereures ordens, sowol die in dessen erster einrichtung begangenWhen, als die hernach eingerissene mißbrauche, sehr nach-rtucklich vorstellete, wiervol gar nicht in dem absehen, dem or-7^ dadurch zu schaden , sondern lediglich, damit solchen zuwehrerm besten und aufnähme desselben, möchte gesteuret undMcholffen werden. Es wurde auch solche bey zeiten in Franck-^lch, Teutschland und Italien ausgebreitet. Und merckt man"n, daß des Papsts Urbani VIII. Bücht-vatter, Floravanti, einEMlt, als ihm solches zu gestellte gekommen, überlaut ausge-ben: es wäre nun um die Jesuiten geschehen. Der Jesuiten-Meneral erhielt endlich, daß es an. 16zi. verdammt wurde. Im."Oügen behaupten die Jesuiten, daß Maüana selbiges nicht
mar
1055
so ostwärts liegt, wird l .38 Navas äe Tolosa genannt, unddie Passage Pnerto Muradal. Dieser ort ist wegen der Nieder-lage berühmt, welche die Maurer daselbst von Alphonso IV.dem edlen erlitten.
Marianus, (Scotus) von Schottland, darinn er an.lc>28. gebohren worden, beygenannt, wiewot andere ihn voreinen Jrrländer ausgeben, reifere an. 1052. in Teutschland,und lehrte zu Regenspurg die Mathematik und die heiligeSchrift. Er nahm an. io;8- zu Cöln einen Mönchs-Habit an,begab sich das nächstfolgende jähr in die Abtey zu Fulde, undblieb darinnen bis an. 1069. Er schrieb eine Historie von dergeburt Christi bis an. l°8;. darinn er Caßiodoro folget, undstarb zu Moyntz an. ic>86. in dem acht und fünfzigsten jähreseines alters. Gedachte Historie wurde von Dodechino conti.nuiret. Man legt Marianv auch noch andere schriften bey, alsXoütism Impsrll Xomsni; LommsnMüos In plattem llegmm,und andere. Aus seiner Historie kan man vieles in dem Eusebio,Caßiodoro, Beda und andern üikvnLi8 verbessern, weil Ma-rianus zu der seinigen gute coäices gebrauchet. Ein gewisserEngelländer schrieb wider ihn salsulLtlonem äe universal!tempore. , äs vir. Illuür.
/re,, Ls.
Maribo, ist der beste ort auf der Dänischen insul Laland,an einem see gelegen. , Ehemals ist das allda befindliche Non-nenckloster St. Brigitta, wovon heutiges tages nur die ruäsranoch zu sehen sind, in grossem ruf gewesen.
Mariemont , siehe Marienburg im Hennegau.
^lsarienberg, lat. Marienberga, eine Churfürstliche berg-stadt in Müssen, in dem Ertz-gebürgischen kreise nahe bey An-naberg, welche um das jähr 1519. oder 2r. von dem HertzogeHeinrich zu Sachsen angelegt worden. Sie liegt gar lustig undauf einem fruchtbaren boden. Ausser den Häusern, welche ge-meiniglich gantz ordentlich gebauer sind, verdienen absonderlichdie schöne kirche und Rathhaus gesehen zu werden. Der marcktist auch so wohl angeleget, daß man auf dessen Mittel-punctdurch alle gaffen und die vier Haupt - thore sehen kan. Die rei-che silbcr-gruben haben der stadt den ansang gegeben, und selbi-ge in grosses aufnehmen gebracht; wie man denn rechnet, daßallda an. 1540. auf ein einig quartal 11^262. fl. zur ausbeutegefallen, Meißnische land-und berg-chron. Braun,
stadt-buch. topogr. 8ax. super. p. 127. proär.
Äifn.
Marienberg, eine Benedictiner-Abtey auf einem berge inTyrol, an der Etsch.
Marienborn, ein Lutherisches Fräulein-Stift in dem Her«tzogthum Magdeburg, ohmveit Sommerschenburg.
Marienbrsn, ein gewesenes kloster in der Grafschafft Astn«bürg in der Wetterau, hat ehemals im Hang vor Büdingengestanden , wohin Graf Ludwig von Mndurg an. 12S0. einigeqüther vermacht. Weil es aber daselbst an einem unbequemenort gelegen war , und wegen der hohe Mangel an Wasser hatte,ist Haug zu einem kirch-spiei und Hof-guth gemacht, das klosteraber nach Maüenbron mit verwilligung des Papsts verlegt,
^fertiget, sondern daß es von ihren feinden unter dessen nah- und zum begrabnis der Grafen vonAsenburg verordnet »vordem
Mn jn dje weit geschickt worden sey. Es ist solches völlig in worzu man es noch jetzo gebraucht, wmckelm. beschr. Hess.
rm zweyten tomo des blercure ^elulügus , der zu Genfiszo.
jvWs gekommen , zu finden, und zwar b'eydesSpanisch, m- spräche Mariana diese schüft verfasset hatte, und dennklA?" emer Französischen Übersetzung. Ausser gedachtenbt, v'len findet man von ihm eine Historie von Spanien inin?« em die man in der Mayntzer edition von an. 1605. zusam-" haben kan. Er schrieb sie zuerst in Lateinischer spräche,d» "letzte sie aber nachgehends in das Spanische, darbey er sich/eeyheit gebrauchet, dem buche zum öfter» eine gantz ande-b^üAlt zu geben. Der anhang davon ist nur ein gar kurtzertra, . den geschichten seiner zeit, indem er sich nicht ge-andere durch unparteyischeerzehlungen wider sich aufzu-ten,- Es hat ein gewisser smkor, Pedro Mantuano, Läver-l<rnd 8 ^ ^ iiilioriL äe ssusn äe lUariana geschrieben, zu May-in 4. heraus gegeben, auch solche vor dem druck demwen ö" lesen üderschickt, der sich aber dazu nicht zeit neh-ä »vr Sonsten hat man auch von ihm: sie Lonäsübus
gisZ^lun.-; i.; Noten über das Alte Testament; theolo-äpog p - historische tractate, als: r.) äs Lävemu ö. ,j3Lobi
rüm Z" m IlispLni:im; 2.) pro Läiüone vulgsta 88. Liblio-sss LpeclaLulis; 4.) äs Die üloriis Lkrilli L änno;
E ännis Lrabnm sum snniz noüris compamüs; 6.) äeeil>ia-n Immortalitacs. Er hat auch von Luca Tudensi undben^ ssZ"oern einige schriften mit anmerckungen heraus gege->>»lge legen ihm auch den tractat: äs kepublics LKü-
Istzxi ^ , In vlw cL »pol. pro
8c>o. , 680. L^/eZaM^e,bibl.fcüpt.
' , bibl. üiss>. i^e. Fazi/k.
Menwrab. essles. üec. XVII. Ich. II. s. 26. *Mt!e^^tt»scher Ritter-Orden, siehe Teutsche Ordens-
, ein gewisses gebürge in Spanien, so unter dem«»»erste theil von Estremadura. Der theil davon, Mojcowirer eroverr uno weggebrannt haben.
Hjarienbrunn, ein vornehmes Capuciner-klvster in Unter-Oesterreich, zwischen Stein und Crems.
VNarienburg , eine kleine aber veste stadt in den Niederlan-den , an den grentzen von Hennegau und Luxemburg, dreyweilen von Chimay und sechs von Mons, hat ihren nahmenvon Maria von Oesterreich, Königin in Ungarn und Gouvcr-nantin der Niederlande, »reiche sie an. ,542. erbauen ließ, be-kommen. Sie liegt zwischen zwey kleinen flussen so vortheilhaff,tia daß sie vor unüberwindlich gehalten wurde. Allein an.i--9. eroberten sie die Franzosen, die es zwar an Spanienwiederum abtraten, doch krafft des ;o. artickels von dem Py-renäischen frieden an. 1659- sie wieder bekamen, wiewol allefortisicalionen in dem vorigen kriege niedergerissen worden.Sonsten liegt auch in Lothringen eine kleine bevestigte stadt, berg-schlvß und Herrschafft Mariemont, oder Maüenburg, siebenmeilen von Nancy, zwischen dem Lmder-und Garder-see.topogr. circul. Lurguuä. x. 210. Sar,^.
Mariendura, eine Polnische stadt mit einem vesten schlösse,in dem Polnischen Preussen an dem ffusse Nogat gelegen. Mansagt, daß vor alters allhier em korr gestanden, welches her-nachan.i-8i. die erbauung der stadt veranlasset, welche voneinem gewissen wunderthätigen Marien-bllde ihren nahmen be-kommen haben soll. ^ie war vor diejem der vornehmste sitz dernttter des Teutschen ordens, und soll von ihnen erbauet wor-den seyn An 746°. wurde sie von dem Könige in Polen Ca-llmiro erobert ' Die Schweden nahmen sie an. 1626. ein, undK ma s an isfz ; allein sie wurde nachgehends dem Köni-ge i OVolen wiederum abgetreten. Marienburg fuhrt den titul
einer Wvywvd,chafft.cvEe.^.b-tt. koi. c-ell«»-.
äescr. kol. Zeillers beschr. Polen.
Nlarienburg, eine kleine stadt nebst einem schlösse in dervrovintz Letten M Ließand, an einem klemm see, zehcn Schwe-dische meilen von Woimer gegen osten , welches an. i7°2,dle
Marien.