Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
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1057
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Äm galgen verdammt, und die erecuüon an. an ihmvollzogen wurde. Es bereuete aber dieses verfahren bald her-«ach sowol der König, der durch ihn einen verständigen Mi-Mer veriohren, als auch der Graf von Valois selber. Dennver erste vermachte des Marigni ktndern »o. taufend Pfund imMament, und der letzte ließ nach seinem tobe eine grosse stim-me gelbes den armen austheilen, und befahl darbey zu sa-6kn: Bittet vor den Herrn Marigni , und vor denHerrn Carl. Marigni halte 2. brüder, Phüippum, Ertz--oischoff zu Sens, und Johannem , Bischoff zu Beauvais,hernach Ertz-Bifchoffzu Nouen, von dem verfolgende artickul.Unter feinen söhnen aber hat sich Lndovicus mit Roberta vonHaume vermählet, die ihm eine tochter Jdam , so an. »;48.Johanni von Melun beygelegt worden, gebohren. Sein ge-^achtnis und ehre ist auch nach etwas zeit völlig wiederumhergestellet, und seine güther dessen kindern erstattet worden.

, Nist. äeZ Ü1iniüre8 ä'Ltat. V« ^«rchist. äes^>lvon8. Lc. *

M Marigni, (Johannes von) Ertz-Vischoff von Nouen und^antzler von Franekreich, war der andere söhn Philippi, Herrn"°n Marigni, von dessen zweyter gemahlin, und des unglückli-chen Enguerandi III. bruder. Er wurde an. »z»2. nachdemch eine Zeitlang bey der kirche von X. v. zu Paris Lanror ge-wesen , zum Bifchoffe von Beauvais erwehlet, und wohnte än.

als Pair von Franckreich, dem wider Robertum, Gra«L" von Flandern , angestellten proceß bey. Er war auch alsdair zugegen , als Ludovicus X. an. »;»5. Philippus V. an.^.»6. Carolus IV. an. i;2». und Philippus VI. an. i;r8. ge-rronet wurde. Dieser letztere König ernennte ihn sogleich zumgeheimen Rath , und an. »zay. zum Cantzler von Franckreich,welche würde er abtr noch in selbigem jähre Wilhelme von>>t. Maure abtrat. An. »;;2. ward er nebst Rudolpho, Gra-ten von Eu, nach Engelland gesendet, um den König Eduar-^um in. zu einem zuge nach dem gelobten lande zu vermögen,^r selbst reifete hieraufins heilige land, und kam erst an.»z; 5.Wieder zurück. Nach diesem war er Königlicher IflsmsnAnt-^enersl in Languedoc, Limosin und Saintonge, und ließ an.^41. viele zu Toulouse zum tode verdammte übellhäter ohnegnade hinrichten, ungeachtet ße an das Parlement zu Pa-rts appelliret hatten. An. 1147. erhielt er daS Ertz-BißthumN Rouen, starb an. i;;i. den 26. sept. und wurde in der^oilegial-kirche zu Escouys in Vexin, neben seinem bruder, En-»uerando III. beerdiget, bist. gensal. rom. II. x. 271.

VI. p.;„.

^ * ^sarigny, (Jacob Carpentier von) lebte im »?. iahrhunrwar von Revers gebürtig. Er erwarb sich durchkänntnis in fremden sprachen, die er auf seinen reisen inzMten, Schweden, Teutschland, Holland, rc. erlangt hatte,">e bekanntschaffl vieler Grossen am Französischen Hofe. Weilr von guten einfüllen war , und dieselben mit grosser freyheitK lagen pflegte, brauchten ihn der Printz von Conde, und derKardinal von Netz, ihre feinde lächerlich zu machen , welches^ lowvl mündlich, als in verschiedenen schriften that, sich aberMut von andern viele ungelegenheit zuzog. Man hat ver-Mwcne getichte von ihm , die ziemlich wohl gemacht sind,"gleichen einige briefe, die im jähr 16;;. im Haag gedrucktoorden. Patin legte ihm einen politischen tractat bey, darin»,^ sich bemühet haben soll zu erweisen, daß es erlaubt sey, ei-'Myrannen ums leben zu bringen, lvn,«, lenr.

' rom. I. x. ,7. Nsmoirer äs , ton». I. x. ,88-

, ist eine adeliche famikie in Auvergne, welche»grosse leuthe hervor gebracht. Bertrandus von Marillacssfte ln dem XIV. ürculv, und hatte mit seiner gemahlin^ujanna von Lastic unter andern kindern Sebastianum gezeu-v/ü ^Dieser wurde ein vatter Petri, welcher GilbertumMarillac, Herrn von St. Genest, von I» Mothe-HermantRicon nach sich gelassen. Er wurde zum Gouverneur vonVvensier ernennet, und leistete dem Hause Bourbon guteNl-ka - Seine gemahlin, Margaretha Genest , gebahr ihmGilberto II. von Marillac, Baron von Porsac, ernemCaroli von Bourbon, Connetabels von Franckreich,,p.,^telem, General-Advocaten bey dem Parleinent zu Paris,rin gelehrter mann gewesen, und an. 1^1. gestorben;Ertz-Bischoff von Vienne; Julianum von Marillac,h^aan'en Kriegs - Lommillsrlum; Bertrandum, Bischoss zu^elü,.. ^ ^ an. 157;. das zeitliche gesegnet; und endlich Wil-""'u von Marillac, Herrn von Ferrieres, Staats-Rath,Die?/? ° Controleur und Ober - Aufseher über die Finanzen.

!^ar der einige unter seinen brüdern , welcher das ge--te U.chrtgesctzet. Von seinen söhnen pflantzte allein der dr»t-rin Ä. chael, das geschlecht fort, der älteste aber Carolus,reju, ^"»ents-Rath, und Ludovicus, Marschall von Franck-«ba-sian dem ein besonderer artickul, sind ohne leibes-erdendengln- Michael von Marillac, welcher, wie gedacht,Eigens""" fortgeführet, und von dem unten gleichfalls emterz ^ artickul folget, bekleidete die stelle eines Siegel-Bewah-Äe jz Lnd vermählte sich an. ,587. mit Margaretha BarbaraFstqxj^^lerie, und nach deren tode, so an. 1600. erfolget, mitrirns St. Germain, der Hinterbliebenen wittwe Amelots,Pchsidenten sux Lnguetss. Dik erste gemahlin gebahrEhkil»

ihm unter andern an., ?88. Rcnatum von Marillac, welcherRequetenmeister worden, und in Languedoc an. ,621. gestorben,Michaelem II. von Marillac hinterlassend. Dieser wurde gleich-falls Requetenmeister, und nachgehends Staats-Rath. Erhatte von seiner gemahlin, Johanna Polier, unter andern kin-dern Renatum II. von Marillac, Herrn von Ollainville, vonAtlichi, rc. welcher sich an. ,664. mit Maria Bochart, einertochter Francisci, Herrn von Saron, vermählet, und mit ihrverschiedene Ander gezeuget. Dieser Herr ist Parlements-Rath,N-ürre äes Ksguete8 < Intendant von Poitou, und letztlich Kö-niglicher Staats-Rath »norden, und erst an. 1719. im bistenjähre seines alters gestorben. Seine Ander waren Michael, soaber noch vor ihm an. 1695. und ohne erben, als KöniglicherAdvocat beym Chatelet, verstorben. 2.) Johann, Marquis ä-Marillac, Oberster über das regiment von Languedoc, Bri-gadier der Königlichen armeen, und Gouverneur von Beth»,ne, büssete an. ,704. in der schlackst bey Hochstädt sein lebe» ein,ohne von seiner erst im vorigen jähre geheuratheten gemahlinMaria Francisca äs Beanvillier, einer tochter Francisci Her-tzogs von St. Aignan, Ander zu hinterlassen, und ;.) JeanneMadelaine, welche iin dec. an. ,68s. mit Rens Armand , Mar-quis äs In Fayette getrauet worden. *

Marillac, (Carolus von) Ertz-Bischoff von Vienne, warein söhn Gilberti von Marillac, gebohren in Auvergne um dasjähr ,?,c>. Nachdem er guten gründ in den studien geleget,ward,er zum Advocaten ernennet,allwo er sich durch feine gelehr-samkeit und beredtsamkeit bey dem Könige Francisco l. in Hoch-achtung gesetzt, aber zugleich den neid vieler anderer über denhals gezogen. Man konnte nicht anders an ihn kommen, alsdaß man ihn beschuldigte, er wäre heimlich ein Hugenott, weiler dereinst von der kirchen-reformation allzu frey geredet. Da-mit er nun der Inquisition entgehen möchte, entschloß er sich mitdem Französischen Ambassador äs la Forest nach Constantinopelzu gehen. Als daselbst gedachter Forest gestorben, nahm er dieAmbassade über sich, und verrichtete selbige so wohl, daß ihmhierauf verschiedene andere nach Teutfchland , Engelland undm andere Reiche aufgetragen,. und er in Staats-affairen garsehr gebraucht worden. Zu belohnung seiner guten dienstemachte thn der König an. 1941. zum geheimen Rath, und gabchm d,e Abtey zu St. Peter ohnweit Melun , dachte ihm auchdie stelle eines Requetenmeisters zu. Nach diesem wurde er zudem Btßthum Vannes in Bretagne befördert, und an.war er mit unter den Deputirten, welche auf Französischer feitemit den Spaniern zu Grävelingen den frieden abhandeln sollten.Inzwischen starb der Ertz-Bischoff von Vienne, da dann Ma.Mac die erledigte stelle bekam. Als hierauf der stillstand, wel-cher zu Grävelingen geschlossen worden, von Franckreich gebro,eben wurde, vertheidigte er diese Crone durch ein manifest.An. ,?6o. wurde zu Fontaineblean eine zusammenkunft ange-stellet, dabey Marillac eine unvergleichliche rede hielt, in wel-cher er unter andern die zusammenberuffung eines Nanonal-Loncilii und der Stande rieche. Allein hierüber setzte er sichbey der Guisischen partey, die ihn sonst unterstützt, in grossenhaß, und »veil er wohl sahe, daß er mit allen semen guten an-fchlägeu nichts ausrichten konnte, auch bey dem verfahren, soman »nit dem Printzen von Conde vornahm , seiner eigenenPerson halben in grosse besorgnis gerietst, verfiel er darüber inso tiefe traurigkeit, daß er davon den 2. dec. selbigen jahrs inseiner Abtey zu Melun starb. Einige geben vor , er habe giftgenommen, und andere, er sey heimlich im bethe erwürgetworden. Er war ein hochverständiger ehrlicher mann, dersich aber in die Hof-schmeicheleyen durchaus nicht schickenkonnte. kr-tncilci II. p.52;. tegc>. L

A allst». Lallia Lstrilliana.

Marillac, (Ludovicus von) Marschall in Franckreich, warWilhelmi söhn, an. oder »57;. gebohren. Sein vatterhatte ihm nicht viel mittet gelassen, er war aber doch so glück-lich , daß er durch seine gute gestalt, geschicklichkeit in allerhandleides-übungen, und sonderlich durch den Vorschub des Mar-quis äs Coeuvre und der Hertzogin von Bcaufort feine beförde-rung einiger Massen unter Henrico IV. fand, gestalt ihm der,selbe eine compagnie von »oo. leichten Pferden nebst einer Cam-mer-Juncker-stelle gab, ihn auch zum Unter-Officier über einecompagnie von des Hertzogs von Anjou Gendarmes machte.Nach des Königs tode hielt er es mit der Regentin und demMarschaü von Ancre, ward auch an. -6n. und 1616. als Ge-sandter nach Italien und Teutschland geschickt. Als nach derermordung des Marschalls von Ancre die Königl. mutter sichder innerlichen unruhe theilhafftig machte, schlug sich Marillacauch zu ihr, und »var unter den conföderirten völckern bey Ponk-äe-Ce Feld-Marschaü. Nach erfolgten» frieden erhub er sichsowol durch die alte Königin als durch den Cardinal Richelieuund seinen eigenen bruder Michael dergestalt, daß er nicht al-lein die Fcld-Marschalls-bedienung unter der Königlichen arineeerhielt, sondern auch von dem Könige zum General-Lieutenantüber die Bißthümmer Metz, Toul und Verdun gemacht wur-de. Er wohnte hernach der belagerung von Röchelte und Pri-vas bey, und ward an. 1629. durch der Königlichen mukterund seines bruderS beforderung Marschall. In dieser würdebefand er sich an. »6;o. bey der Französischen armce in Ita-lien , als Casal entsetzt ward. Bald darauf aber ward er aufKöniglichen bcfthl in gesangliche hasst genommen, und nachIß n n;; Frauck-