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Vierdter Theil. He - Mc.
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anfänglich Leopars - cell geheißen, schon an. 6i§. verliehen.Wobey denn , was die zeit betrift, wohl in acht zu nehmen ist,daß durch König Childebcrtum nicht so fast der ältere dieses nah-mens könne verstanden werden , wie Coccius will, als weicherin diesen Australischen landen nie geherrschct hat, sondern alleinCbildebertus II. aus welcher Ursache denn auch das von Coc-cio und denen , so ihm folgen , gesetzte jähr muß geändert wer-den. In dem besagten ciiplomsts wird derjenige bezirck, sodem Abt eingeräumet worden , Mrcki» Lguilejenlis oder dieMarck genennet, welcher nähme auch noch heutiges tages ge-bräuchlich ; denn da schreibt man Maursmünster in der Marck,und diejenigen , so die Ober - Herrschafft über das städtleinMaursmünster haben, heißen die Marck - Herren , nicht alswenn dasselbige jemals eine Grafschafft oder Marckgrafschafftgewesen , sondern weil man einen abgezeichneten und bcmarck-len district eine Marck zu nennen pflegte. Solche Marck-Hcr-ren sind nun der Hertzoq von Lothringen, die Grafen von Ha-nau als erben der Herrschafft Ochsen stein, die Herren von Rap-poltstein , so auch ausgestorben , und die Edlen von Wangen,als inhaber der Herrschafft Gervltzeck am Wasichin, oder Waß-göw. Der Abt aber hat in dem städtlein nichts zu sprechen.Rönigshofen, Elsaß, chron. x>. 287. Hertzogs Elsirß. chron.üb.III. p. ;o. Oerin. sscrs, k. I. II.

snnal. Leneci. *

St. Maurus , Abt zu Glanafolium, Französisch, 61.111-ksuil oder 8r. Msur für Loire , soll aus dem geschlechte der äni-ciorum entsprossen, und Aequitius sein vatter gewesen seyn. Erwurde im zwölften jähre seines alters dem heiligen Benedictonach Caßino zur auferziehung übergeben, dem er in allem nach-zuahmen suchte. Er trug grobe kleidcr, schlief wenig, bätetestets , und redete fast gar nichts. Er wurde samt vier andernaufBertigrani , Bischoffs zu Mans, begehren, von St. Be-nedicto nach Franckreich geschickt. Als aber gemeldter Bischofssie nicht annehmen wollte, gieng er durch Göttlichen winck indas Anjouische zurück, allwo ihm Florus, ein frommer reichermann, mit bewilligung des Königs, ein kioster bauen ließ, wel-ches Glanafolium genannt wird, und übergab ihm seinen söhnzu unterrichten. Florus begab sich endlich sechsten drein, undwurde ein Mönch. Es muste auch St. Maurus öfters zumKönig Clotario kommen, der sich seines raths bediente, und ihmzur danckbarkeit vieles schenckte. Als er alt wurde, entzog ersich den öffentlichen Verrichtungen, setzte Bertulfum an seinestatt über das kioster,und hielt sich in einem besondern Hause auf.Man erzehlet von ihm viele wunder, als daß er blinde und lah-' me geheilet, und daß ihm ein eugel offenbaret, daß bald vielevor seinen Mönchen sterben würden, welches auch also erfolget,worauf er selbst an. ?84. gestorben. Nach seinem tobe soll erFausto und Stmplicio erschienen seyn, und ihnen befohlen ha-ben, daß sie wieder nach Caßino kehren sollten. Als nach derzeit Glanafolium von dem Könige Gaidulfo zerstöret worden,soll St. Maurus demselben erschienen, und ihn dermaßen ge-schlagen haben, daß er sein eingeweyde ausgeschüttet und elen-diglich gestorben. Glanfeuil ist nach der Hand dem kioster zuFoffez einverleibet, und von Carolo Lr>Ivo sehr beschencket wor-den. Seine reliquien sind theils zu Caßino, theils zu Cöln, inSicilien und zu Prag befindlich.

ff St. Maurus , Abt zu Glanfeuil in dem HcrtzogthumAnjou , welcher nach der gemeinen meynung ein Mönch vondem Klonte Lstlino , und ein lehrjünger des heiligen Benedictigewesen. Dieses fteuret sich auf eine gewisse lebens-beschreibungdieses H. Mauri und gewesenen Abts zu Glanfeuil,und soll diesevon Fausto, des St. Mauri freund und gutem bekannten, an-gefangen , hernach aber von einem Eudone, Abt zu Glanseuil,verbessert, vermehrt, oder vielmehr gäntzlich in eine andereform gebracht worden seyn. Dieser Eudo lebte im IX. steculo.Allein es ist erwiesen, daß diese lebens-beschreibung des vermeyn-ten Fausti eine gar geraume zeit nach dem absterben des St.Mauri geschrieben worden, da keiner mehr von desselben freun-den und Mitarbeitern leben konnte, und da dieselbe über biß erstim IX. s-LLulo zum Vorschein gekommen ist, so scheinet es gläub-licher, daß sie auch erst in diesem üeculo geschrieben worden,und Eudo derselben gäntzlicher Urheber sey, welcher neben die-sem auch noch die Liniorl3m sVgnsistiom's diests St. Mauri ge-macht ; zu dem kommet der stilu8 dieser Historie mit der obge-meldten lebens-beschreibung gäntzlich überein , und folglich kanman dicfer lebens-beschreibung keinen glauben beymessen , daßSt. Maurus zu Benedicti zeiten gelebt, und einer seiner disci-pnln und NWoiiLriorum gewesen. Im gcgentheil, so habendiejenigen, welche gewiß vor dem IX. seoulo von St. Maurogeschrieben haben, ihn zwar auch Abt von Glanfeuil genennet,melden aber dabey, baß er sich erst zu den zeiten Bertrandi, Bi-schoffs von Mans, und folglich erst im anfang des siebendenjahrhunderts, und also über sechzig jähre nach dem tobe desH. Benedicti zu Glanfeuil niedergelassen, und erst eine gute zeithernach daselbst zum Abt erwehlet worden; und dieses wird nochmehr in dem bemeldten leben St. Mauri bekräfftiget, worinn-er vermeynte amkor Faustus sechsten meldet, daß St.Mauruszu den zeiten des gedachten Bertrandi, Bischoffs zu Mans, ge-jebet habe. Man muß also zwey 8. Nsuros wohl von einanderunterscheiden. Der erste war würcklich ein lehrjünger St. Be-nedicti, der andere aber dieser Abt von Glanfeuil. Jener lebtevor der mitte des VI. dieser aber in.dem ansang des VII. Loculi.

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Von dem ersten wird in den äi-stoZis St. Gregor« geredt. Ae-quitius, sein vatter, präsentirte ihn dem H. Benedicto an.und er ward einer von den getreuesten anhängern desselben. Erwarf sich in das Wasser, um den kisnem Placidum aus demsel-ben zu erretten. Endlich folgte er Benedicto, da er von Snblacwegzog , auf den Klomcm Lassinum, wo er ohne zweifel seinleben beschlossen hat. Der andere aber war, wie gemeldt, Abtvon Glanfeuil in dem anfang des VII. sseculi, ein Mönch ausdem orden St. Columbanhund also nicht einmal ein Benedictv-ner - ordens - bruder, und starb an. 640. Das kioster zuGlanseuil wurde um die mitte des VIII. I^L-ssi gäntzlich zugründe gerichtet, unter Ludovico I'io aber wieder schön aufge-bauet. Der leichnam dieses zweyten St. Mauri wurde ausder erde gegraben, und an. 84;. zu den zeiten des Abts Gauzell-ni in eine schöne Heillgen-kiste geleget, von dar ist er an. 868.nach 8aim-AIsur-cie8 - koMs unfern Paris gebracht worden.Seit dieser zeit muste er wieder reisen , und ward in die nichtweit von der Rhone gelegene Abtey Seißieux gebracht, von ban-nen er wieder an seinen alten ort 8-unt-Mur-cie8-kosse8 soll ge-schickt worden seyn. Das fest dieses Heiligen fället auf den 1;.ianuarü. 8. llinlog. lib. II. c. und vits 8. Klauri so

o civile, in K.

Papebrochs noten über St. Maur. vor» THr-, KrOE-s,

spologis cie lü sslission cie 8. Kinn. Xoteb cie ,1-/.ssn !e KIm't)'ro1ogne. Kartier, vit. 8anÄ.

Maurus , (Sylvester) war an. 1619. zu Spoleto in Ita-lien gedohren , und begab sich an. i6;6. in die Societät JEsu,worauf er viele jähre die Theologie zu Rom gelchret, und zuausgang des XVII. ürculi sein leben beschlossen. Seine schrit-ten sind : 0,UXllions8 flulofopb. in 5. vol. in 8. ; AristotslisOpera amnia cum Laraphrast tom. VI. Le. Vor-rne/, bibl. 8. st-

* Maurus, sonst Johann Heidelberger genannt, warzu Weil in Thurgöw an. 1629. den 2. febr. gebohrcn, und warbim kloster St. Gallen nach und nach Official, Baumeister, Kü-chenmeister, Kellermeister , wie auch der Theologie, Philosophieund schönen wissenfchaffken öffentlicher Professor. Im jähr i68i.im may verließ er das kloster, und kam nach Zürich, woselbst erzur Reformrrten religion getreten , und am 1;. sept. an. i68r.sein glaubeus-bekänntnis Lateinisch und Teutsch übergeben.Hicrnächst begab er steh nach Heidelberg, von bannen nachCassel, ferner in die Abtey Fulda, und gieng endlich wieder zuden Papisten über, aus folgenden Ursachen: 1.) weil ex zuZiegenhayn viel feinde gehabt; 2.) weil er viel injurien »»0Verfolgungen erlitten , und wider seine widerwärtigen nicht ge-nug beschützet worden ; ;.) weil ihm das Richterliche amt ZUZiegenhayn mit unrecht entrissen; und er 4.) mit prügeln ausHessen geschlagen worden. Als Maurus aus dem Fuldischeuwieder nach St. Gallen kam , muste er der letzte unter allenMönchen seyn , da er vorhin 8ub-prior und Professor gewesen.Im jähr 1698. stellte er eine wallfahrt nach U. L. F. zu Emsie-del an, und ward wenig tage nach seiner Wiederkehr blind, staroauch noch selbiges jähr, und ward nicht unter den Llerieis Lon-venwLübus, sondern unter den LLiei8 begraben.novs litter. Uelvet. 1701. x. 21.

Mauschwitz, eine uralte adeliche familie in Schlesien,welche.in dem Liegnitzifchen Armenruh , Ulbersdorff, Leuscrs^dorff, Baudmannsdorff, Dittersbach, rc. besitzet, und von de-nen von Debschütz abstammet. Ihre vorfahren haben das mder Laußnitz eine meile von Bautzen gelegene Ritter - gumMalfchwitz besessen, nachmals aber sich in Schlesien niedergelassen, da sie von dem besagten Ritter-gulh nach der SchleMAmund-art Mauschwitz genennet worden, welchen nahmen >rnachgehends zum gefchlechts - nahmen behalten. Chreitopyvon Mauschwitz zur Armenruh und Harpersdorff lebte an.i?°°'Sigismund von Mauschwitz zur Armenruh, war an. 1 s??.Hertzogs Friderici IV. zu Liegnitz Rath. Friedrich vonMaMMWitz auf Harpersdorff vertrat an. 16^9. bey dcmHertzogegio Rudolpho zu Liegnitz die stelle eines Regierungs-und Lan^Raths. Maximilian von Mauschwitz zur Armenruh, war n«.1676. des Liegnitzifchen Fürstenthums Landes - Aeltester, «>hinterließ Carl Sigismunden , welcher an. 1712. als Laiwe^Aeltefter des Goldbergischen kreifts, des Fürstenthums Oegl- VLandes-Bestellter und Uepuwru8 bey den Oonvsntibus puvu .in Breßlau, mit tobe abgegangen. Noch an. 171?. ssbte-H.'Christian von Mauschwitz aus Ulbersdorff, des Goldbergi eyWeichbildes in dem Fürstenthum Liegnitz Königlicher vanHof-Richter. Schief, curios. .

iVlä080LL0N, war ein begräbnis, welches diegin in Carien , Artemista, ihrem gemahl und bruder dem ^.nige Mausolo, den sie sehr geliebt, zu ehren in der stadrcarnassus erbauet hat. Es war solches von einem sckM^.k-n,len steine genracht , und ruhele auf sechs und dxemg MLwelche ein spitzig zugehendes dach vier und dreißig nuss" ( sstrugen. Gantz oben stund ein wagen mit vier Pferden , s"der König saß, und hinter ihm ein 6oiüu8. In der rnutt» ^zwischen den sechs und dreißig jaulen war ein behalttiis gemz ^darein man durch eine thür gehen konnte. Es habenberühmtesten künstler daran gearbeitet, und wird daher ^Alten unter die sieben wunderwercke gezehlet. Nach v-euman andere kostbare grabmahle, als des Augustl, Trara- ^Hadriani seines, auch üI-ussoleA genannt.mwi. II. 21. p. 141.142. II. i7I- ^ Ms.