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äs ssphorlstno sspostoliso, r. Oor. XII. i;. ä ) äs 8tatu fic-slsstastiso; e) äs /') äs Läto L-llvinistjco;
L ) äs 8cripturrs äueboritLte; ^ ) äs 8. Losna; r ) an, guivon prseäestinatus est, kelszmnus 6t, 6>Item ex lemiste ? undandere mehr. Sein leben stehet vor dem Wege der Reinigung,msmor. Isteol. tstestr.
St. MauritzssGt.) siehe St.Mauritz und Moritz,(St.). Mauritz-Eyland, eine Afticanische insul, liegt auf demAekhiopischen meere. Einige nennen sie die Schwanen - insul;die Portugiesen hingegen die insul Cernus. Sie liegt gerade ge-gen der insul Madagaskar, über 140. meilen ostwärts, begreiftvhngefehr sechzig meilen in ihrem umfange, und hat viel eben-holtz, weswegen sie die Holländer eine weile inne hatten ; alssie aber sahen, daß sie mehr darin« ausgeben musten, alseinzunehmen war, verliessen sie sie wiederum. Herbert, wel-cher darinnen gewesen, saget, daß sie hundert meilen im um-fange habe, und sich von nord-osten süd-westwärts erstrecke, auchmit allen dingen, so zur nothdurft und lustbarkeit des mensch-lichen lebens gehören, überflüssig versehen sey, insonderheitaber mit vielem schönen und klaren Wasser, wohlriechendemhoch und unmuthigen odst-bäumen. Gegen dir see zu ist der erd-boden felsicht und unfruchtbar, weiter hinein aber eben, fett,lustig und voll schattigter bäume und schöner bächlein. Es sindausser den Europäern sonst keine einwohner daselbsten.
Maurkirchm, ein feiner Bayerischer marckt-flecken in demBißthum Passem, nicht weit von Braunem und Burckhausengelegen , hat ein eigenes Land-Gerichte nach Burckhausen gehö.rig. Es wurde nebst dem grossen Land - Gerichte, dem Weil-thaler-forste und den Burckhausischen vornehmsten kasten-unter-thanen nach der achts-erklärung des Churfürsten von Bayern,dem Fürsten von Löwenstcin, als eine immediate Reichs - Herr-schaft eingeräumet, aber nach dem Badischen frieden an. 1714.an Chur-Bayern restituiret.
Mauro Lordato, (Alexander) ein Türckischer Staats-Mmister. Er war von gcburt ein Grieche, und hielt sich an-fangs an dem Türckischcn Hofe als Dollmetscher, an des Pana-giotti stelle, auf, da er denn nicht wenig beytrug, daß der ge-fangene George Chmielinsky an. 1677. auf freyen fuß gestelletward. Hierauf ward er Ober-Reichs-Dollmekscher, hatte aberan. rüg;, da nach der Hinrichtung des Groß-Veziers, KaraMustapha, eine grosse Veränderung an dem Hofe vorgieng, dasUnglück, in ein hartes gcfänqnis geworffen zu werden. Als erin demselben eine geraume zeit zugebracht, und die grausamsteschläge ausgestanden hatte, fand er sich genöthiget, seine frey-heit, mit Verlust aller seiner güthcr, deren er nicht wenig hat-te, zu erkaufen. Nachdem aber Solymannus III. an. 1687.den thron bestieg, erhielt er nicht allein seine chargen wieder,sondern hatte auch in dem folgenden jähre die ehre, als Mit-Gesandtex nach Wien zu gehen , um sowol die erhebung desneuen Sultans dem Römischen Kayfcr zu hinterbringen, alsauch einige friedens-vorschläge zu thun. Nach diesem kam erbey der Ottomannischen Pforte in ein solches ansehen , daß dieallerwichtigsten geschaffte durch seine Hände giengen, und da eran. iüyy. den Carlowitzischen frieden, als Mit-Gevollmächtig-ter, hatte schliefen helfen, legte ihm der Groß-Sultan den li-tul Excellent; auf kbms-lang bey, bestätigte ihm die besoldung,so er in währender friedens - Handlung genossen, und ernenneteeinen von seinen beyden söhnen zum ordinairen Dollmetscherder Pforte. Von dem Kayser Leopolds aber wurden ihm25000. thaler und aus der Wienerischen bibliotheck das LorxnbbiKoriT L^iwtinrs, welches er vormals inständigst verlangt, ge-schencket. Er starb an. 1710. auf dem Griechischen glauben,zu welchem er sich beständig bekannte, und hinterließ zwey söh-ne und eben so viel töchter. Er hatte Neäiem-im studiret, undfindet man einen gelehrten brief, welchen er aus Wien an üo-6»r Wedeln von dem maslack geschrieben, ja er wird von eini-den gar ein Doklor iVIeäisin-e genennet. Den aus zwölf bän-den bestehenden Holländischen Atlas, hat er durch hülfe einesFranzösischen Jesüiten, den er aus Scio zu sich kommen lassen,aufdes Groß-Sultans an. 167;. erhaltene ordre, m die Tur-ckische spräche übersetzet. Ricautö Ottomannische Pforte,L. II. esix/. exers. Neä. äes. V.
^ * Mauro Lordato , (Ioh. Nicolaus) ein söhn Alexan,ders, verwaltete zwvlfjahr vor des vatters tobe an desselben stattdie stelle eines Ober-Dollir.etfchers, ward hierauf an. 1709. Ho-wodar von der Moldau, und verlohr solche würde einmal, wenwan ihn wegen verdächtiger correspondentz mit dem RußischenHof in verdacht hielt, bekam aber auch solche wieder, undward an. 1716. nach absetzung Stephans Cantacuzeni , Ho-fpodar von der Wallachey. Er fieng , wie man sagt, ferne re-Mrung mit Verfolgung des Cantacüzenischen geschlechts, undtchweren bedrückung des Adels und Unterthanen an, dre sichdaher, weil sie sich bey der Pforte wenig hülfe versprachen,an den Kayserlichen Hof, der mit dem Hospodar auch mcmwohl zufrieden war, wendeten, und so viel erhielten, daß sichW'lelbe feiner Person wollte bemächtigen lassen. Ob nun gleichMauro Cordato dißmal durch eine schleunige flucht der gcfahr^tgieng, auch mit einiger Tartarischen Mannschaft verstar-wet wjxtzxx Buchcrest zurück kam, und die, m welche erDinges mißtrauen setzte, insonderheit den Metropolitan von7er Wallachey , Antimmn, zu harter bestrafung zog; so fand^ch der Kayserliche Hos, weicher indessen in der .bey Teures-Aiftor, /.Mrs« Theil«
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war erbeuteten Türckischcn kriegs - cantzley verschiedene briefedes Hospodarn an einige mißvergnügte Ungarische Herren an-getroffen hatte, ein Mittel, denselben noch im octobr. gedachtenjahres in seiner residentz Bucherest aufzuheben. Er ward hier-auf nach Siebendurgen geführt, aber vermöge des Passaro-witzischen friedens-schlusses wieder auf freyen fuß gestehet, undin seine ehemalige würde eingesetzt, welche er auch bis an sei-nen am 14. stpt. an. 17)0. erfolgten tod beständig behalten.Allein sein söhn , der ihm in derselben gefolgt, ward an. 17; 1.abgesetzt, ins gefangms geworfen, und verlohr seine gütber.Es wird auch von denen, so die allzu grosse strenge tadeln,welche der Hospodar Nicolaus im ansänge seiner rcgierungbezeigt, dennoch seine „„gemeine gelehrsamkeit, und die be-scheidenheit und leuthseligkcit, mit welcher er vornemlich frem-den begegnet, durchgehends gerühmt. Er besaß von der altenGriechischen, Lateinischen, Französischen und Italiänischenspräche eine gute känntnis, und in den Morgenländischen spra-chen eine gantz besondere Vollkommenheit., wozu ihm feine unge-meine gedachtnis - kraft viel behülflich gewesen. Er hat einenzahlreichen bucher - schätz gesammelt, und sich gegen viele Ge-lehrte milde und großmüthig erwiesen. Man hat von ihm ei-nen tractat: welcher an. 1722. zu Leipzig
samt Lateinischer Übersetzung unter dem titul : äs OKcii».heraus gekommen, De lästoria äells revolurioni äi
Vslaskis. Le e/erc-, bibl. snc. L moäerns tom. XVI. k. I.
L,'^. 1720. p. ;85 §c 1722. p.
* Maurolycus, (Franc.) ein berühmter Alatkematisus,war an. 1494. den iS. sept. zu Meßina aus einem alten adeli-chen geschlechte gebohren, und von lugend auf den wissen,schafften dergestalt ergeben, daß er seine gesundheit darüberverlohr, und niemals völlig wiederum dazu gelangen konnte.Als seine mutter mit ihm schwanger gegangen, soll ihr ge-träumet haben, sie brächte eine helle flamme zur weit, diebis an die sterne reichte, woraus sie geschlossen, daß sie einensöhn gebühren wurde, der einen grossen b-lmkemaricum abge-ben konnte. Als sein valter verstarb, übergab sie seinem jun-gem bruder die Verwaltung der güther, damit er desto ungehin-derter dem studiren obliegen könnte, und da hierauf Kayser Ca-lvins V. aus Africa nach Meßina kam, ließ er demselbigen zuehren eine triumph-pforte aufrichten , welches dieser so gnädigaufnahm, daß er Maurolycum unter diejenigen setzte, durchwelche er die bevestigungs-wercke von Meßina verbessern ließ.Hierauf profitirte Maurolycus eine zeitlang zu Meßina die Ma-thematik, und erwarb sich dadurch sowol, als durch seine astro-logische Weissagungen, Historie, Poesie und Anatomie einensolchen rühm, daß verschiedene Gelehrte, und theils hohen stau«des, um ihn zu sehen, nach Meßina kamen. Im übrigen warer auch Abt in dem kloster L. ÄariX ä ?srm , und starb an.1575. den 21. jul. im achtzigsten jähre seines alters. Man hatvon ihm : l.) Oolmogrsplüam äs Lorms, 8itu Xumsrogue Los-lormn A Lsismencorum, Paris in 8- 2.) Lritkmerisorum lib.II.
lVlardyrologium 3ä A1oremk.omsn!s iL umvsrlälis LcslsÜT,Venedig 1568. in 4. und 1570. in 16. 4.) 8ic-micgrum sts-rum Lompsnäium, Meßina 1562. in 4. 5.) LmenäiUioneinA Xesticutionem Lcmicorum äpollonii kei-ß-ei; 6.1 eine
Sammlung von verschiedenen schriften der alten Nsrkemsrisv-IUM, Venedig 157;. in 4. 7 - ) Hieoäoüi 8pkLricarum
Ilbb. III. Paris 1644. 8-) äs 8pkTm,, Leiden 1647. in 8.9.) Instruments Mronomics; is.) äs hineis borsriis; 11.)
kbotistnos äs bumins <L llmbrs, Lyon löi;. i,i4. l2.) krobls-msts IVIeebsnIcs sä blsgnetem <L Lvxiäem nsuticsm pertinen-tis ; iz. ) strskimeäis IVIonuments omnis; 14.) fueliäi«
küsenomens , Rom 1591- in4. r;-) Orsmmgtics fuäimen-ts ; 16.) VIt->8; 17.) stims ; 18.) 8olsriorum ksbrics sä
omnem Horirontem. Sein vetter gleiches nahmens hat seinleben beschrieben. Kibl. 8ic.
* Maurolycus, (Sylvester) ein Cistercienser, von Meßi-
na gebürtig, war ein bruders-sohn von dem vorgcdachten älternFrancisco, und auf gleiche art in der Historie und Mathema-tik wohl erfahren. Als im jähr 158;. der König Philippusvon Spanien die bibliotheck im Escurial anlegte, ward ernoch sehr jung dazu gebraucht, und mnste bey nahe durchgantz Europam, Griechische, Chaldäische und Arabische soäi-cs8 zusammen suchen. Nach seiner Wiederkunft machte ihnder König zum Hof-Caplan , und an. 1586. zum Abt indemkloster St. Maria äs Gala, welche stelle er nachgehends miteiner andern Abtey in Sicilien verwechselt. Er lebte noch an.161;. das jähr seines todcs aber ist ungewiß. Man hat vonihm: i.) Ülsre Ocssno äi tutts Is lleligioni äel Nonäo, Mes-sing in fol. 2. ) lopograpbism stmcstnrum Lkn'sti jVIilitum;;.) äs piNsipuis Lsülicis Heginre Loslorum äicst!8; 4.) äsViri8 illustribu8 oräini8 Likersienstum iib. I. 5.) äs Viri8 il-Iustrib„8 8iculi8; 6.) Lsrslogum 8sriptorum Lcclestästico-rum <Ls. bibl. 8is.
Maursmünster, eine Benediktiner - Abtey im Nieder-El.saß, vier meilen von Straßburg, und eine halbe von Elsaß - Za-bern gelegen. Nach dem Königshöfen soll sie Z. Pjrminius an.740. gestiftet haben. Allein Hertzog bringt den bestätigungö,briefKönigs Theodorici aus Franckreich von an.724. vor,worinner dem Abt Mauro, von welchem das kloster den nahmen bekom-men, alles dasjenige bekräftiget, was vormals König Childe-bertus dem ersten Abt St. Leopards, von weichem das klosterBbb dd z anfäng-