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Anfangsgründe der Physik : als Vorbereitung zum Studium der Chemie / von Benjamin Scholz
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Schlußbemerkung.

So weit wir aus den bisher angeführten Eigenschaften des Wstund aus den Gesetzen, an die er sich in seinen Wirkungen bindet,seine Natur schließen können, müssen wir uns denselben als ^

äußerst feine, unwägbare, rein expansive, in der ganzen Natur vrr r

tete Flüssigkeit vorstellen, die zu allen Körpern Verwandtschaftalle Körper durchdränget und ausdehnet, immer sich ins GleichS^zu setzen strebet, jedoch wegen immer neuer Störungen nie dah"",langt. Weil man so oft Wärme in Licht und Licht in Wärme » ^gehen sieht, hat man beyde nur für Modifikationen einer undben Materie gehalten. Dieser Meinung stellt man zwar die ga>'» j,schiedencn, ja öfters denen der Wärme gerade entgegengesetzten, ^ ^schen Wirkungen des Lichtes entgegen: allein da wir auch diein verschiedenen Graden von Intensität ganz entgegengesetzte ^gen, z. B. oxydirende und desoxydirende, hervorbringenkönnte man auch jenen Unterschied in dem Grade der Wirkung^ '^btensität des Lichts und der Wärme als Modifikation eines undben Stoffes betrachten. Unsere bisherigen Erfahrungen reichtnicht hin, darüber zu entscheiden. Uebrigens lassen sich die ^nungen der Wärme eben so gut wie jene des Lichtes nach dertionstheorie erklären, und oben (§.2ZZ*) wurde bereits erwäh"^ch>

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sich, nach dieser Ansicht, die wärmenden Aetherwellen vontenden bloß durch eine größere Länge unterscheiden. (H. C. OrrAnsicht der chem. Naturgesetze. Berlin 1812. S. 152 u. f. f ).

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Atmosphäre.

340. Wir sind aus einer großen Menge von , ^

überzeugt, daß uns an der Oberfläche der Erde eineelastisch-flüssige Substanz umhüllt: wir empfinden dieselbe/^,,,wir die flache Hand, einen Fächer, oder eine andere ych

gegen das Gesicht bewegen; ihrer Bewegung schreiben 'Wind mit seinen oft sehr großen Wirkungen zu; wir ^sanft beym ruhigen Athmen, und dem Winde ähnlichsen, Husten und dergl.; wir sehen die Vogel in dieser

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schwimmen, wie in den Flüssen und Seen die Fische ^

steigen darin empor, wie Kork im Wasser; alle Gefäße ^

gewöhnlich leer heißen, sind damit gefüllt; sie fährt ^

wir eine tropfbare Flüssigkeit hinein füllen, oder sie ess

mit sey'

Letztere, wenn sie, wie es z. B. bey Flaschen