von G Lehmann.
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Wollen wir von der Inconcinnität, dass in Versuch e bei einem um 72 mmstiirkern Luftdrücke kaum so viel Kohlensäure cxspirirt worden ist als in Ver-such a der normalen Respiration, einmal absehen und dennoch ein Mittel ausden 3 letzteren Versuchen ziehen, so würden 1000 gr. Zeisig bei circa 805 mmLuftdruck und + 1 3 0 C. in I Morgenstunde = 6,313 gr. Kohlensäure ex-haliren.
Drei Zeisige, 31,8 gr. schwer, exspirirten bei gewöhnlichem Luftdrückein 3 Versuchen an Kohlensäure u) bei 744 mm und + 13° C. von 2''7' bis4 h 7' = 0,376 gr., b) bei 751" ,,n und + I3 3 C. von 2 h 16' bis 4" 16' =0,389 gr., c) bei 752 ,nm und + I2°C. von 2 h 17' bis t 11 1 7' = 0,368 gr.im Mittel gleich 0,378 gr.; folglich exhaliren 1000 gr. Zeisig dieser Art bei+ 13°C. in einer frühem Nachmittagsstunde = 5,943 gr. Kohlensäure.
Dieselben 3 Zeisige wurden zu Alhmungsversuchen in verdünnter Luftbenutzt; sie exspirirten an Kohlensäure a) bei 708 mm Luftdruck (Barometer-stand = 747 m,n ) und + 12°C. von 2 h 0' bis 4 h 0' = 0,322 gr., b) bei602 mnl und + 13° C. von 2 1, 17' bis 4 h 17' = 0,406 gr. Nach dem erstendieser Versuche wurde beim Athmcn in verdünnter Luft die Kohlensäureex-cretion eben so sehr vermindert, als sie nach dem zweiten Versuche vermehrterscheint. Da einer der 3 Zeisige mir nicht recht munter schien, so stellte ichnur mit den 2 andern noch 2 Versuche an; ihr Gewicht war — 20,72 gr.;sie exspirirten an Kohlensäure c) bei 692 111,11 Luftdruck und + 13 ° C. von2 h 35' bis 4 h 35' = 0,235 gr., d) bei 699 1,11,1 und + 14°C. von 2' 1 42' bis4 11 42' = 0,248 gr. Sieht man Vers, b als ungültig an und zieht aus den Vers.n, c und d ein Mittel, so exspiriren 1000 gr. Zeisige bei circa 700 1,1111 Luft-druck und + 13°C. in 1 Nachmittagsstunde = 5,810 gr. Kohlensäure.
Noch einige andre mit Vögeln angestellle Versuche der Art führten zukeinem sicheren Resultate ; obwohl gerade die Vögel noch die meisten Schwan-kungen in der Kohlcnsäureexcrelion zeigen, so sind sie doch zu empfindlich,machen abnorme Athembewegungen und werden kränklich; daher hoffte ichdurch Benutzung von Nagethicren, die zwar weit weniger Kohlensäure exha-liren als die Vögel, aber doch weniger empfindlich sind, vielleicht eher zumZiele zu kommen. Leider aller war der Erfolg kein besserer. Ich übergehedaher hier die in mancher andern Beziehung noch brauchbaren Versuche und *führe nur eine Reihe von Versuchen an, die ich mit einem ausgewachsenenweiblichen Kaninchen, welches im nüchternen Zustande =2015 gr. wog, imBezug auf die Einwirkung verschiedenen Luftdrucks anstellte.
Dieses Kaninchen exspirirtc unter dem gewöhnlichen Druck der Atmo-sphäre an Kohlensäure in folgenden 3 Versuchen: n) bei 447 1,1111 und -f- 15° C.früh von 8 h 53' bis I 1 h ö3' = 3,513 gr., b) bei 749 1,1111 und 15° C. von7"85' bis 1 0 h 55' = 3,043 gr., e) bei 746 11,111 und + I6°C. von 8" 14' bisI | 11 I 4' = 3,584 gr. im Mittel = 3,580 gr.
1000 gr. Kaninchen exspiriren folglich bei + I5°(,. und circa 746 111111in 1 Morgenstunde = 0,596 gr. Kohlensäure.
Dasselbe Kaninchen wurde nun 4 Versuchen bei erhöhtem Lulldruckunterworfen. Es exspirirtc nämlich an Kohlensäure a) bei 82 1 111111 Luftdruckf Atmosphärendruck — 754 1,1,11 ) und + 14 ° C. von 8 ,1 I9' bis I I 1 '19'
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