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2 (1830) Zweiter Theil, welcher die angewandte Physik enthält / von G. W. Muncke
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Grade der Länge und zwar nach beiden Seiten durch denganzen Kreis mifst. Wenn aber nichts darüber bestimmt |ist, nach welcher Seite hin die Länge genommen werden•oll, so ist sic allezeit östlich.

Wenn man vom Aetjuator aus die Grade der auf derIiugcll'örmigen Erde nach den Polen hin gezogenen Qua*dranten reifst, so fallen diese mit der Polhöhe zusammen.Die Polhöhcn sind demnach mit den Graden der nördlichenund südlichen Breite eins J ).

$. 210 .

Hiernach dienen der Aequator und erste Meridianals die Coordinaten-Axen zur Bestimmung der Oerterauf der Kugelfläche der Erde. Dabei fällt die Auffin-düng der Breitengrade mit der Bestimmung der Polhöhezusammen, die Längengrade könneu aber in denjeni-gen Fällen, tvo geodätische Messungen unmöglich :sind, nicht anders als aus der Vergleichung des Zeit-'Unterschiedes für gleiche, an verschiedenen Orlenbeobachtete, Erscheinungen gefunden werden. Hier /- 11dienen hauptsächlich Blickfeuer, Sonnen - und Mond"linsternisse, Verfinsterungen der Jupiters-Trabantd 1und Sternbedeckungen. Ein vorzügliches Mittel gebendie Längenuhren, durch welche man aus der V erglei"chung mit der wahren Zeit an dem Orte der Beobach-tung den Zeitunterschied zwischen diesem und einen 1andern Orte, dessen Zeit durch die Uhr allezeit rieht#angegeben wird, genau bestimmen kann.

Die Benennung der Breite und Länge auf der Erde»welche zu ihrer Kugelform nicht pafst, rührt von Strabo her, indem dieser vom äufsersten Norden bis zum äufsc*'sten Süden 21)700, von Osten bis Westen 70000 Stadic"rechnete.

NIit feinen Instrumenten findet man die Polhöhe, mitb ,rldie Grade der Breite bis auf 1 oder 2 Secunden genau, l adurch sehr zahlreiche Beobachtungen dev CulminationC 1 * ^

i) Vergl. Biot Astpon. I. 181.