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2 (1830) Zweiter Theil, welcher die angewandte Physik enthält / von G. W. Muncke
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75
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gefunden werden konnte, wenn zugleich die Dichtigkeitderselben in ihren einzelnen Schichten vorn Mittelpunktebis zur Oberfläche hinlänglich bekannt wäre. Hierauf ha-ben sowohl LeGendre und La Place 1 ) als auch neuer-dings insbesondere J vory a ) Rücksicht genommen, welchermit Benutzung einer wahrscheinlichen Hypothese über diesevom Centrum aus abnehmende Dichtigkeit die Abplattung1

= —- und die Dichtigkeit der äul'seren Rinde = 2,88 fin-289

dot, wenn die mittlere (etwas zu hoch) =s 5,48 angenom-men wird.

$. 218 .

Wenn die flüssig gedachte oder wenigstens vomNasser gröfstenlheils-urnflossene Erdkugel durch ihrenUmschwung von der Kugelgestalt abweicht, und unterdem Aequator erhaben wird, so mufs hierdurch zu-gleich die Schwere dieser vom Mittelpunkte weitere ntfemten Thcile eine Verminderung erleiden, unddadurch ihre Gestalt gleichfalls modilicirt werden,^abei kommt aber zugleich die Frage der gleichmiifsi-8 et t oder ungleichmiifsigen Dichtigkeit und das Gesetzder Schwere überhaupt in Betrachtung. Indem dieseh^-tere vorzüglich durch das Pendel gemessen werdenkann, so dient dieses Werkzeug gleichfalls zur Bestim-mung der Gestalt der Erde.

Vorausgesetzt, dafs die Erde ein elliptisches SphäroidSe y, läfst sich ihre Abplattung aus Pendelschwingungenbnden, welches Mittel leichter und minder kostbar ist, alsdas der Gradmessungen. Es verhalten sich aber die Schwe-den in verschiedenen Punkten eines elliptischen Meridiansdie Normallinien , die Cubi der Normallinion aber wiedie zugehörigen Rügen, also wie die Meridiangrade, mithinmüssen sich die Cubi der Schwerou, oder Pcndellängen,'jV'e die Mcridiangrailc verhalten 3 ). Setzt man also in dieMaupcrtuischü Formel für dio Berechnung der Abplattung

0 Vergl. Mein, de l’Ae.id. 1783. p. 133.

t’liil. Mag. l.XVI. 321. l'hil. Trans. 1821. p. 85.3) S. Uulinenüerger Astronom. 63'J.