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2 (1830) Zweiter Theil, welcher die angewandte Physik enthält / von G. W. Muncke
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an den Küsten von Nordamerica (Nord-West-Passage) oderan den Küsten Sibiricn's (nordöstliche Durchfahrt) ver-halte, um durch die Behringsstrafse auf einem kürzerenWege nach Ostindien zu gelangen. Als das Resultat vielerkostbarer, mühevoller und gefährlicher Untersuchungen,wozu hauptsächlich die neueren Reisen von Rofs undParry, von llearne, Mackenzie und Franklin ander Americanischen, und von Wränge! und Anjou ander Sibirischen Küste gehören, läfst sich annehmen, dafsauf allen Fall kein offenes und fahrbares Meer die Nord-hüsten der grofsen Continente auf der nördlichen Halb-kugel bespült, und eine Handelsstrafse daher dort nichteingerichtet werden kann. Namentlich sind die NordküstenSibiriens so beschaffen, wie die Charten sic angeben, wer-den jedoch in manchen Jahren und vielleicht nie vom Eiseganz frei. Auch die Nordküsten America’s sind vermiithlichso, wie sie nach den Berichten von llearne und^fackcnzie angenommen werden, das begrenzende Meerist, wie das sibirische, vermuthlich stets mit Eise bedeckt,m welchem jedoch häufig lange, mit Schiffen fahrbare,v on Ost nach West gerichtete Spalten (russisch Polinjen)ontstehen, und es scheint mir sogar wahrscheinlich , dafsParry bei seiner zweiten berühmten Reise das Glück halte,in eine solche offene Stelle zu gelangen. Obgleich es dannnicht gewils ist, dafs das Nordamericanische Polarmeer vonseinen Verbindungen mit der Baffins- und der lludsons-Pay an bis über die nördlichste Spitze America’s hinaus*uit dem Sibirischen Polarmcere Zusammenhänge, und dic-s etnnach die Nordgrenze der nördlichen Halbkugel voneinem zusammenhängenden Meere umflossen sey, welches^wischen Norwegen und der OsKiüsle America’s durch einegi'ofse, in der Rehringsslrafse durch eine schmälere Ocff-"ung mit den grofsen Oceanen zusammenhängt, so wirddieses doch durch die Kenntnifs der Sibirischen und Nord-americanischen Küsten, die Strömungen in der RaffinsbayUn d Behringsstrafse, durch die Richtung und Menge dessüdlich strömenden Polar-Eises, insbesondere aber durchdie von Parry boi der Insel Mclvillc beobachtete Ebbe>md Flutli fast zur Gewifsbeit. Ob dann jenseit des Sibiri-8 chcn Meeres noch Inseln oder gar ein Festland liege, wirdschwerlich jemals ausgemittelt werden, indem cs noch wohlleichter ist genauer aufzulmdcn, wie weil sieb Grönland nördlich der Raffinsbay erstreckt, und ob die nördlichstenk’heilo desselben mit denjenigen Ländern oder Iuscln