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2 (1830) Zweiter Theil, welcher die angewandte Physik enthält / von G. W. Muncke
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Commission des Ai’ts im Josephsbrunnen zu Cairo')n. a. Nach eigenen Beobachtungen an ungleich lief in di"Erde gesenkten Thermometern reichen die Einllüsse dertäglichen Temperaturv eränderungen bis 1,5 E. unter dieOberfläche, und verschwinden bei 3 F., die monatliche"reichen bis 3 F. und fangen an bei 5 F. zu verschwinden,wonach die jährlichen bis etwa 30 F. Tiefe reichen würden.

Hieraus wird cs erklärlich, dafs das bald wärmere, baldkältere Wasser der Ilydromcteore, indem es bis zu einergrüfseren Tiefe als 30 1?. in die Oberfläche der Erde dringt,durch seine eigene Mengung und durch Annahme der ebenhierdurch zugleich bedingten Erdwärme in den Quelle"eine constante Temperatur erhält, welche der mittleren de*Ortes sehr nahe kommt, zugleich aber mufs diese Tem*peratur um so weniger eine constante seyn, je weniger ti e ‘jenes Wasser berabsinkt, ehe es in den Quellen wieder zun*Vorschein kommt. Hierauf gründet sich die Hegel, daß*man die mittlere Temperatur der Oerter nach der constan-ten Wärme tiefer Quellen messen könne, wie Roebuck,J. Hunter, Beguelin, Tralles, v. Buch, Wahle"'borg, v. TI um hold l und andere bestätigt haben )»v. Humboldt hat jedoch die Berichtigung hinzugefügt,dafs die Temperatur der Quellen unter höheren Breite"etwas geringer, unter niederen etwas höher zu seyn pflegt,als die mittlere der Oerter.

Die unveränderliche Temperatur ^cr Erdkruste reichtnach den angegebenen Thcrmometcrbeobachtungcn als"nur bis unter etwa 30 F. tief hinab, wenn das Wasser derHydrometeore nicht weiter eindringt. Nach Fourier )ist diese bleibende Temperatur dadurch entstanden,der früher ungleich lieifscre Erdball allmälig Wärme g c S cnden leeren Raum ausstrahltc, welche Strahlung noch jetztfortdauert, aber nicht merklich mehr beträgt, als durc*den Einflufs der Sonnenstrahlen stets wieder erzeugt wn "’Gegen diese Theorie der Wärmestrahlung habe ich mich a" striftigen Gründen oben (§. 149.) bereits erklärt, obgl elC 1eine Menge Thatsachcn es höchst wahrscheinlich machen,

i) Journ. de Phys. I.XVIII. 221. Bild. Brit, VIII. 336.a) Phil. Trans. 1775. p. 450. und 1778. D’Anlmisson TraitcGcognos. 1. 427. Journ- de l’liys. LXV1. 425. v. HiiniboimBei», d. Heb. U. 130. Berlin . Benksehr. 1818. p. 377- .

3) Theorie de la Chaletir. Paris 1822. 4. Vogl. A«u. de Ginn-et Phys. XIII, p. 118. '