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2 (1830) Zweiter Theil, welcher die angewandte Physik enthält / von G. W. Muncke
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zunehmend die crstcrc geringer, nach Süden hin grüfserals (]i c leztere; allein dieses pafst nur etwa Pur den durchDeutschlands Milte gehenden Meridian, keineswegs aberallgemein.

In sofern hiernach die Sonne als einzige Ursache derWärme auf der Erde anzusehen ist, kann die mittlereTemperatur dem Quadrate des Cosinus der Breite propor-t'onal gesetzt werden. Es ist nämlich die Menge der aufe, ne gegebene Fläche fallenden Strahlen so wie der senk-rechte Stofs derselben dem Sinus der Sonnenhöhe, mithindie vereinte Wirkung beider dem Quadrate des Sinus derSonnenhöhe proportional. Tobias Alayer 1 ) hat vorzüg-lich dieses Gesetz auPgestcllt, und die allgemeine Formellür die mittlere Temperatur, unter verschiedenen Breiten

angegeben

t' = t — t9- sin. 2 Lat.

d. h. die jedesmalige Temperatur eines Ortes unter höherenpreiten ist der mittleren unter dem Aequator, weniger dem-jenigen Theile proportional, welcher wegen der schiefenHichtu ng der Fläche und des schielen StoPscs der Sonnen-s trahlen abgerechnet werden mufs. Wird angenommen,dafs die Wärme unter dem Aequator = 24° B. betrage,'venn die Sonne dort im Zcnith steht, am Pole aber unterdieser Bedingung = 0 sey, wonach dann & — t und

t' = t cos. 2 Lat.

"lrd, so wären hiernach für die verschiedenen Breiten undden Stand der Sonne die Temperaturen

reiten.

Krebs.

Steinhock.

Widder u. Waage

0° .

.. 20°,4

... 20°,4 ...

. 24°,0

10° .

.. 22°,5

... 16°, 5 ...

. 22°,8

20° .

... 23°,5

... 12°,4 ...

. 20°,ß

30° .

.. 23°,5

... 8°,4 .. •

. 17°,7

40° .

.. 21°,6

... 4°,3 ...

. 13°,9

50° .

.. 18°,9

... 1°,9 ...

. 9°,6

60° .

.. 15°,3

... 0°,24 ...

. 8°,0

70° .

.. 11°,3

... 0°,07 ...

. 2°,6

80° .

.. 7°,2

1°,ü •

. ü°,7

90° .

... 3°,6

3°,6 •

. 0°,0

*) Opera inedita. Ed. G. C. LiclitenJjerg. Gott . 1*15. 1. T. 4 .