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2 (1830) Zweiter Theil, welcher die angewandte Physik enthält / von G. W. Muncke
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Eino höchst merkwürdige Erscheinung hictct der Sur-turbrancl auf Island . Manche Theile desselben gleichen voli-hommenen Steinkohlen, an denen dennoch die Ilolzslruclurnoch sichtbar ist, weswegen Bedemar 1 ) glaubt, er seyaus früher dorthin geschwemmten Holze gebildet, welches,unter den Steinen eingcschlossen, nicht eigentlicli verhoh-len konnte. Man findet ihn zuweilen ausschließlich nurneben vulcanischen Producten in drei Lagen,, die eine bis600 F. über die Meercsflächc, die andere 150 F. über diese^eichend, die dritte im Niveau desselben. Zwischen denVerschiedenen Lagern trifft man vulcanische Felsartcn , aberabgerundete und sichtbar durch Anschwemmung herbei-geführte. Die mittleren Lagen geben die reinsten und be-s, en Kohlen, welche Gagat enthalten, und so fest sind,dafs man sic zu Gcfäfscn verwenden kann. Das Holz, wor-aus sie entstanden sind, scheint populus trcmnla und populustt *kamohaka, ein Nordamericanischer Baum, zu seyn.

Mit dieser Ansicht von Gaarlieb 2 ) stimmen die Nach-richten von Ilenderson genau überein, welcher ohnec, gentlichc Vorkenntnisse die Sache oft untersuchte. Die-Se r fand mehrmals vier Schichten übereinander,' durchLagen von weichem Sandsteine und Thon getrennt, 1,5 bis3 Fufs mächtig. Die beiden untersten waren rein von f’rem-dpn Körpern, zeigten llolzkaoten, Wurzeln und Kreise,jl'e Bäume lagen dicht neben einander und waren von der^ast platt gedruckt, die dritte Schicht von Eisen durch-drungen, sehr hart und schwer, weniger schwarz, diev *crte eine mit vieler Erde gemischte Kohle. Zwischen der^•Weiten und dritten Schicht fand sich oft eine 4 Zolle dickeblätterige Lage, welche sich zu l’apieresdicke spalten liefs,u ud auf beiden Seiten die schönsten Abdrücke von BlätternJb’t allen ihren Fasern zeigte. Dafs der Surturbrand aus| r eibholz entstanden sey, ist wegen der regelmäfsigen LageUer einzelnen Bäume schwer zu glauben. Uno v. Troilß'aubt, die Bäume seyen durch ein Erdbeben umgestürzt,*! n d da das Fossil, wenn es sich an der einen Seite einesBerges findet, in gleicher Höhe auch auf der andern getrof-en wird, so scheint dieses anzudeuten, dafs das Holzas clbst gewachsen sey 3 ).

Om vnlcnnske Producter fra Island . Kopcnli. 1817.Island 11 . ». w. Frcibcrg 1819. 8. |>. Hü.

) Ilenderson Island. II. Iü3.

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