243
lieh auf hohen Bergen. Die Schottischen Berge haben ihnin Menge auf 1 SOI) F. Höhe.
Meistens bildet sich Holz am Boden der Torfmoore,ßei Kincardine ist ein Torfmoor von 31)00 llectaren Fläche,mitunter 14 F. tief, auf Thonboden liegend. An einigenStellen hat man den Torf weggestochen, und auf demfhone eine unermefsliche Alcnge Baume gefunden, welcheüber ihren Wurzeln umgestürzt waren, indem diese noch1111 Boden steckten. Es waren dieses noch kenntlich Buchen,Dirlien, Eichen und Tannen, einige Eichen 50 F. lang und3 F. dick, alle gesund und schwarz, an deren einzelnenman die Spuren der Aexte noch sehen konnte. (Man glaubt,dm Römer hätten den Wald als Verhack umgehauen.) DieRäume, die man findet, scheinen meistens an Ort und Stelle8 e Wachsen zu seyn. Es sind vorzüglich Nadelhölzer, zu-weilen 100 F. lang 1 ); Eichen finden sich vorzüglich in nie-drigen Gegenden. Als das Torfmoor bei Harlfield in Yorkniisgetrocknet wurde, fand man Bäume von 1!2() F. Länge,
F. dick und schwarz wie Ebenholz. Man trifft übrigensa, ich andere Bäume, als Elsen, Forlen, Birken u. s. w.Rie Birken meistens weniger gut erhalten. Vorzüglich fin-det man Saamenkörner, Wurzelfäsern und Schill darin,Ä B. bei Colberg Schilf (arundo phragmites ), Saamenkörner^°n Bitterklee (menganihes trifol.), aber keine Frucht von-lannenwedel (hippuris vulgaris ), welche in anderen Torf-mooren häufig Vorkommen 2 ). Knochen von Ochsen, Hör-^er von Ziegen und Auerochsen sind namentlich in Irland ßefunden, nebst Flufsnuischeln , woraus die neuere Bildungd e r Moore hervorgeht, ln den Torfmooren der Somme hatman auch Kähne gefunden, in Artois eine römische Strafse,a,, ch eine Menge römische und englische Hacken undWerkzeuge. Eine Strafse entdeckte man in den Torfmoo->en der Maas, einen hölzernen Damm zu Kincardine. DerOoncre Ursprung des Torfes kann nicht bezweifelt werden,a v. Mar um ihn in 5 Jahren 4 F. hoch wachsen sah, und?’* bestimmten Orten künstlich erzeugte. Indem aber nichtm allen stehenden Wässern Torf wächst, so erklärt man•eses entweder nach v. Marum aus der Abwesenheit der^forderlichen Bilanzen, oder aus der Unlauglichkeit des
w
assers, welches nach d’Aubuisson viel Gcrbcstoff
’) Bibi. Brit. IX. 162.
a ) S. v. Chamisso a. a. O. p. 8.
IG