253
4) Fossile Schlangen findet man im Dillenburgischcnnach Stift'), und auch an andern Orten.
Ornitholithen sind im Ganzen selten. Dnreet erhieltaus den Gypsbrüchcn von Montmartre 1781 ein wuhlcrhal-tenes Exemplar, welches Lama non für.eine Grasemiieheerklärte 2 ). Später hat man dort mehrere Reste gefunden,aber zu hlcin, um unterschieden zu werden 3 ). Durchdiese hat sich Cu vier erst von der wirklichen Kxistenzsolcher Petrcfacten überzeugt. Im schieferigen Kalksteinvon Pappenheitfi hat man Knochen von Schwimmvögeln ge-funden , den Enten ähnlich; im Oeninger StinkschieferKnochen von Vögeln, die sich an Küsten aufhalten. Aufder Rolca findet man zuweilen Knochen und Schnäbel vonVögeln. Ebel 4 ) erwähnt, dafs im Wadtlande im Asphalte■viele Knochen und Schnäbel von Vögeln gefunden werden-
Bei weitem die wichtigste Classc der Petrcfacten machendie zahlreichen Reste der Landthicre aus, welche vorzüg-lich durch C üvier in seinem classischen Werlte beschrie-ben sind. Man unterscheidet:
1) Ganz unbekannte Arten. Dahin gehört vor allenandern a) das Mastodon!t, oder der lleischfresscnde Ele-phant vom Ohio , welcher nach den gefundenen UeberrestenZu schliefsen ehemals die ganze Strecke vom Ohio bis zuden Patagonen bewohnt haben mufs, und olt mit demMammut verwechselt ist, wovon er sich aber als fleisch-fressend unterscheidet. Seine Ungeheuern Backenzähnehaben vier Reihen Schneidezähne, und die Knochen einesVollständigen Exemplars wiegen nach v Humboldt 5 )gewifs 1000 Üb. Viele Ueberreste desselben sind in Nord-anierica, in den Gegenden der Salzsümpfe gefunden, siegehen aber nicht über 43° N. R. hinaus. Dort wurden diezwei sehr vollständigen Gerippe gefunden, welche C. W.Keale ausgraben liefs, und deren eins nach Philadelphia,das andere nach England kam. Einzelne Knochen fandV- Humboldt im Campo de Gigante nahe bei Sta. Fe in
0 lourn. des Mines. No. 135.
а ) I.ichtenberg Mag. I. 22.
3) Journ. de Pins. LXI1. 6t).
4) Anleitung d. Schwei/, zu bereisen. III. 586.
б ) Gilb, Aim.il. NVI. p. 171.